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    Edvard Munch: Dance of Life, 1900






    Leonard Cohen: Dance Me To The End Of Love
    Edvard Munch: Dance Of Life

    Deutsche Songtext-Übersetzung
    Tanz' mit mir, zeig mir deine Schönheit
    Bei feurigem Geigenspiel
    Tanz' mit mir durch meine Panik
    Bis ich wieder sicher beieinander bin
    Heb' mich empor wie einen Olivenzwelg
    Sei meine Taube auf dem Heimflug
    Tanz' mit mir, bis die Liebe endet

    Zeig mir deine Schönheit
    Wenn niemand mehr zusieht
    Lass mich deine Bewegungen spüren
    Auf diese babylonische Art
    Zeig' mir nach und nach all das
    Von dem ich nur die Grenzen sehe
    Tanz' mit mir, bis die Liebe endet

    Tanz' mit mir zum Altar
    Tanz' immer weiter mit mir
    Führe mich ganz zärtlich
    Und lass es nicht enden
    Wir beide sind Diener unserer Liebe
    Wir sind beide ihre Herrschaft
    Tanz' mit mir, bis die Liebe endet

    Tanz' mit mir zu den Kindern
    Die in's Dasein wollen
    Tanz' mit mir durch den Vorhang
    Fadenscheinig von unseren Küssen
    Baue ein Zelt zum Schutz
    Auch wenn jeder Faden verschlissen ist
    Tanz' mit mir, bis die Liebe endet

    Tanz' mit mir, zeig mir deine Schönheit
    Bei feurigem Geigenspiel
    Tanz' mit mir durch meine Panik
    Bis ich wieder sicher beieinander bin
    Berühre mich mit bloßer Hand
    Oder deinem Handschuh
    Tanz' mit mir, bis die Liebe endet


    "Ich will jenen Ort erreichen, wo man frei ist von der Liebe, frei ist auch von Gott, frei ist von Liedern, und frei von der Politik. Ich versuche dorthin zu gelangen mit diesem Song "Tanz' mit mir, bis die Liebe endet" ... 
    Leonard Cohen, Wien 11/05/88
     Mit einem Dankeschön an (C) Detlev Bölter  http://www.boelters.de/LC/Dance_Me_To_The_End_Of.html , der Quelle dieser tollen Übersetzung ...

    .......................

    Der Song ist also nicht etwa der Abgesang einer großen Liebe, die zu Ende gegangen ist - sondern eher ein gemeinsames sich Schwindelig-Tanzen, bis zum "Geht-Nicht-Mehr" - für mich ähnlich den "Räumen" und Zuständen, die Meister Eckhart beschreibt im Innern einer "Seele" ...

    Das Bild von Munch ist ein Kernstück seines "Lebensfrieses", eine Bildserie, in der Angst, Liebe und Tod u.a. thematisiert werden - auch im "Lebenstanz" ist ein Werdegang (die weiße Unschuld, die rote aktive Liebe, die schwarze Witwe) von links nach rechts dargestellt ...

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    AUFGESCHNAPPT - AUFGELESEN - AUFGEPEPPT - AUFGEREGT

    "Nur" 35 Jahre ...

    Protestplakat für Bradley Manning
    Ein "naiver, junger Mann mit guten Absichten", so wird der Whistleblower Bradley Manning von seiner Verteidigung wohl zu Recht dargestellt. Sein einziges Ziel - aber auch sein einziges Vergehen - ist es gewesen, Kriegsgräuel im Irak zu enthüllen und "damit weltweite Debatten und Reformen auszulösen".


    Und das demokratischste und natürlich auch rechtsstaatlichste aller Länder dieser Erde (meint z.B. neben den USA selbst - auch unsere Kanzlerin Frau Merkel - zumindest in Zusammenhang mit dem ja gar nicht "weit entfernten" NSA-Skandal ...) verkündet nun das Strafmaß für Bradley Manning: 35 Jahre Haft für diesen gerade mal 25-jährigen Soldaten, nachdem man ihn ja bereits für "schuldig" der "Spionage" und des "Geheinisverrats" ohne Wenn und Aber befunden hatte - und Manning selbst hat ja nach Jahren der unmenschlichsten Verhöre und Demütigungen letzte Woche erstmals zum Selbstschutz um eine Entschuldigung "für seine Vergehen" gebeten ... 

    Militärrichterin Denise Lind hatte zuvor festgelegt, dass von der Strafe 1294 Tage - das sind knapp dreieinhalb Jahre - abgezogen werden. Sie begründete dies damit, dass Manning bereits seit Mai 2010 hinter Gittern sitze und dabei neun Monate in Einzelhaft verbringen musste. Lind ordnete außerdem an, den Obergefreiten unehrenhaft aus der Armee zu entlassen.

    Zuvor hatte sich die Anklage der Staatsanwaltschaft unter anderem auf Artikel 104 des Militärgesetzbuches ("Uniform Code of Military Justice") sowie auf das Spionagegesetz aus dem Jahr 1917 [!] bezogen - also noch aus dem 1. Weltkrieg - und damit sicherlich sehr zeitgemäß - hinsichtlich der Möglichkeiten heutzutage von PC, Kopien, elektronischer Speicherung und Weiterleitung usw. - und beide Gesetzeswerke sehen als höchstes Strafmaß die Todesstrafe vor. Militärstaatsanwalt Ashden Fein verzichtete in seinem Schlussplädoyer jedoch auf diese Maximalstrafe und forderte insgesamt lebenslang plus 154 Jahre Haft für Manning.

    Ja - da sieht man doch, wie weitsichtig, human, demokratisch und rechtsstaatlich in den USA ein erst 25-jähriger "Aufklärer" ratzefatz nach 3 Jahren Haft - davon 9 Monaten Einzelhaft, nach schikanösen Verhören und folterähnlichen Geständniserpressungen - abgeurteilt wird. Ein blutjunger naiver Mann, der in einem ohne jede internationale Legitimation von George Bush angezettelten "Waffengang" gegen den Irak - also massiv und einseitig gegen das Völkerrecht verstoßend -  die amerikanischen Kriegsvergehen dort vor Ort anprangern wollte... 

    Immerhin hat man ja das Strafmaß von der geforderten "Lebenslänglichkeit" - "plus 154 Jahre" Haftstrafe - nun unter "rechtsstaatlichen Prämissen" auf 35 Jahre - abzüglich 3,5 Jahre - reduziert. 

    Toll - großartig - und direkt eine Einladung an Edward Snowden, endlich in sein Heimatland, zurückzukehren.

    Das nun gefundene "reduzierte" Strafmaß ist drakonisch - und völlig überzogen - ja - totalitär: selbst wenn es Manning eines Tages gelingen sollte, vorzeitig entlassen zu werden (inzwischen munkelt man, dass vielleicht nach 10-11 Jahren eine Haftentlassung möglich sei ...). Das Strafmaß ist brutal, selbst wenn es hinter der maßlosen Forderung der Anklage bleibt. Die Regierung hat das Signal der Erbarmungslosigkeit bekommen, das sie wollte: Wer Geheimnisse verrät, der verrät sein Land, wer sein Land verrät, bekommt praktisch lebenslang. Wer also die Öffentlichkeit aufklären möchte, weil er den Staat auf einem falschen, gar gefährlichen Weg wähnt, der wird behandelt wie ein Mörder. - Ich schreibe das hier - obwohl ich mich nicht zu den notorischen Amerikafeinden zählen würde - ich bin allerdings auch nicht mehr so ein euphorischer Amerikafreund wie etwa zu meiner Jugend - als das amerikanische "On the Road", Jack Kerouac, Woodstock, Los Angeles und die Route 66 die Inbegriffe individueller Freiheiten waren. 

    In Deutschland bedeutet "Lebenslänglich" 25 Jahre Freiheitsentzug. Davon kann ein Drittel bei guter Führung zur Bewährung ausgesetzt werden. Also - wenn alles gut läuft ist der/die Straftäter/In tatsächlich nach ca. 15 Jahren wieder frei. Das gilt aber nicht bei Feststellung der "besonderen Schwere der Schuld". Dann müssen die 25 Jahre auch tatsächlich abgesessen werden. Darüber hinaus kann Sicherungsverwahrung angeordnet werden. Dann erst wäre es wirklich "lebenslänglich"...

    Bei dem Gladbecker Geiselnehmer und Mörder Degowski wird in Deutschland inzwischen von der Haftprüfung signalisiert, eine Entlassungsvorbereitung einleiten zu wollen. 

    Gut - man darf nicht Äpfel mit Birnen vergleichen: aber dass im Falle von Bradley Manning das Strafmaß auch nach seiner "humanen" Reduzierung auf insgesamt 31,5 Jahre noch gewaltig "gen Himmel stinkt" - ist doch auch irgendwie klar... besonders im Vergleich, wenn "Amnesty International" aufruft, sich für die Horror-Verurteilten in China, Russland und anderswo einzusetzen ...

    Und warum wird nicht George Bush jr. angezeigt und abgeurteilt wegen Verstoß gegen das Völkerrecht - nämlich besagten ungerechtfertigten Krieg gegen den Irak vom Zaun gebrochen zu haben, der eine ganze Region in Not und Elend auf Jahre hinaus befördert hat - als ein Verstoß gegen die Menschlichkeit - allein aus Machtdünkel ...

    "Rechts"-staatlichkeit - liebe Frau Merkel - ist ein weites Feld, was man einer Physikerin aus der ehemaligen DDR sicherlich noch einmal gesondert nahebringen sollte ...    

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    AUFGESCHNAPPT - AUFGELESEN, AUFGEPEPPT - AUFGEREGT

    Inklusion - wat de Buer [bzw. die deutsche Politik und Behörde] nich kennt, dat frett he nich...





    Inklusion... das Wort und das hinter dieser Bezeichnung stehende Wollen, Verhalten und Handeln sind zu einem Mentalitätsproblem geworden - besonders eben auch in Deutschland:
    Inklusion ist ein Begriff aus dem angloamerikanischen Sprachraum, der in Deutschland im Bereich der Pädagogik, der Schulen und Behindertenheime an Bedeutung gewonnen hat, weil er Bestrebungen nach sich zieht, die benachteiligten und behinderten Menschen nicht aus den jeweiligen Vorschul- und Schulinstitutionen auszuschließen, sondern mit einzubeziehen - und entsprechende Integrationsgruppen und -klassen einzurichten.



    Inklusion geht aber noch viel weiter

    Inklusion geht aber noch viel weiter - und ist der Geist, der viele internationale Vereinbarungen und Verträge und Gesetzeswerke prägt: nämlich die Er- und Einschließung sämtlicher Spielarten menschlichen Seins als Erweiterung und Ressource gesellschaftlichen Zusammenlebens nach dem "Diversity" ("Vielfalts")-Ansatz - und die Überwindung aller ausschließenden Mechanismen - auch die Überwindung von sogenannten "Grenzen" und "Grenzziehungen" ... - bei gleichzeitiger Respektierung persönlicher Identitätskriterien (z.B. "Heimat" ...)...

    Oft sind es aber die alten - manchmal ur-deutschen - "Scheren im Kopf", die weiterhin aktiv sind und eine neue soziale und gesellschaftliche Orientierung und Denke quasi "von Haus aus" einfach abschneiden.

    Da bleibt dann eine gewisse zähe "Leere im Kopf" oder bei den meisten davon Betroffenen einfach die Ablehnung oder die unstatthafte Aufweichung dieses neuen Begriffes.

    3-Stände-Ordnung des Kaiserreiches

    Die deutsche Gesellschaft hat in der 3-Stände-Ordnung des Kaiserreiches gelernt, was "Exklusion" (= Ausschluss) und "Separation" ("Aussondern") bedeutet - und was andersherum Auslese und "Herrenmensch" und damit auch "Gutmensch" bedeutet. Über das "Kastenwesen" in Indien rümpfte man in Deutschland - wenigstens die christlichen Missionare - die Nase - und es war ihnen befremdlich. In der NS-Zeit setzte dann eine permanente oft tödliche Begriffsverschärfung ein, die auch vor Massenmorden nicht halt machte, um den "Volkskörper" von Abweichlern, Andersdenkenden, Andersorientierten, ethnischen Minderheiten usw. zu "säubern" - und alles dies "Abweichende" kalt zu stellen oder wegzusperren.
    Man hat innere und äußere Grenzen und Blockaden netzwerkartig gezogen, um sich abzugrenzen, um den Klassenfeind vor der Tür zu halten, um sich zu schützen und sein vermeintliches Hab und Gut und seine Ideologie - um Halt zu finden usw.

    My Home is my Castle

    Es werden viele Prozesse geführt, dem Anderen, dem Fremden, der Andersartigkeit aus dem Wege zu gehen - im unmittelbaren Wohnviertel oder in der Schulklasse des Sohnes oder durch einen Umzug in vorgeblich "sichere" Viertel usw. - und ein heimliches Festhalten an das Eingepferchtsein in "Ghettos", nämlich "unter Seinesgleichen", ist in der deutschen Gesellschaft zumindest durchaus latent vorhanden - wofür die Vorliebe für den Urlaub in All-Inclusive-Hotelbunkern mit Security-Bewachung nach außen in Allerwelt (Deutschland = Reiseweltmeister) - die typische Gestaltung deutscher Campingplätze mit Rasen, Heckchen und dem Schlagbaum mit Pförtnerhäuschen - sowie die mondkraterartigen Strandburg-Anlagen an deutschen Küsten - als auch die Planung und die Errichtung deutscher Neubau-Gebiete für junge Familien jeweils hinter Lärmschutzwällen beste Beispiele abgeben ...

    Und die Vereinsmeierei  und die Hierarchien z.B. in Schützen- oder Karnevalsvereinen, aber auch in Rocker-Banden sind ja ein vielleicht typisch deutscher Sortiermechanismus auf der Suche nach "Gleichgesinnten", nach "Kameraden", nach "Eliten" in der Nachbarschaft, in der Jagd nach "persönlicher Freiheit". So bilden sich diese Nachwirkungen aus der "3-Stände"-Einteilung bis heute ab - aber auch das "Strampeln" gewisser "Klassen", mit derartigen Karriere-Vehikeln der Absprachen, der Kungelei und der Vetternwirtschaft - des "Eine-Hand-wäscht-die- Andere-Prinzips" - "nach oben" zu kommen und sich partiell einzurichten...

    Gelungene Inklusion: Lösung der Flüchtlingsfragen im Nachkriegsdeutschland

    Und doch gibt es auch in Deutschland Beispiele gelungener Inklusion. Ich denke da an den Zuzug vornehmlich polnischer Bergleute-Familien in das Ruhrgebiet zu Beginn der Industrialisierung ab Mitte des vorletzten Jahrhunderts  - und die Aufnahme von "Flüchtlingen" nach dem Krieg als konzertierte behördliche und finanziell geförderte Maßnahme - zumindest werden diese Familien kaum mehr mit dem typisch deutschen Stigma eines "Migrationshintergrundes" belegt ...

    Immerwährende Exklusionen

    Aber: Jüngstes Beispiel der Ablehnung und der "Exklusion" ist also der nicht enden wollende Konflikt in Berlin (Marzahn-Hellersdorf), wo seit Wochen rechtspopulistische Kreise gegen ein Asylbewerberheim revoltieren - und zum Glück jeweils eine Vielzahl von Befürwortern und Gegendemonstranten auf den Plan rufen, denn heute vor genau 21 Jahren begannen die rassistischen Ausschreitungen gegen Asylbewerberheime im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen. Sieht man die Bilder der aggressiven Stimmung am neu eingerichteten Asylbewerberheim in Berlin-Hellersdorf, ist die Erinnerung an die Ereignisse von damals nicht weit.
    (siehe dazu auch: http://nunchic.blogspot.de/2013/07/inklusion-die-alltagwirklichkeit-npd.html)


    Bild von der Titelseite der NEUEN WESTFÄLISCHEN von heute ...


    Dabei ist es unsere Pflicht als Rechtsstaat, Menschen, die aufgrund der politischen Ereignisse wie etwa in Syrien oder Afghanistan in ihrer Heimat um ihr Leib und Leben fürchten müssen, die Chance auf ein Asylverfahren zu eröffnen, das nach den geltenden Gesetzen entschieden wird. Dass sie heute aus den Fenstern ihrer Unterkünfte in ein Chaos aus Feindseligkeit blicken müssen, ist erbärmlich für unser Gemeinwesen.

    Und für unsere Politiker: Aussitzen ist da seit Jahren die Devise, weggucken, Sonntagsreden halten. Wen interessiert schon, dass Karlsruhe fordert, die verfassungswidrig niedrigen Leistungen für Asylbewerber anzuheben? Passiert ist nichts. Es macht sich auch keine Partei ernsthaft die Finger schmutzig an Themen wie der Residenzpflicht, die die Flüchtlinge vieler Bundesländer im Landkreis einsperrt, und - unsinniger noch - ihnen das Arbeiten verbietet. Das stiftet zu Trübsal oder Unfug an, wie sich in Berlin besichtigen lässt. Im ärmlichen Wedding verdämmern ganze Generationen von Flüchtlingen den Tag. Im Görlitzer Park in Kreuzberg dealen afrikanische Asylbewerber jetzt so aggressiv mit Drogen, dass selbst die grünliche Nachbarschaft die Nase voll hat.

    Hellersdorf ist überall, in Ost wie West, und Ressentiment immer da, wo Politik sich wegduckt. Das wird sie ändern müssen, schnell, denn die Flüchtlingszahlen steigen, seit letztem Jahr haben sie sich fast verdoppelt. Wer nicht will, dass es wieder brennt wie in Rostock, muss dafür sorgen, dass die Fremden nicht fremd bleiben im Land; dass sie arbeiten, sich nützlich machen, wo immer es geht. Und dann? Werden sich auch die Hellersdorfer an ihre neuen Nachbarn gewöhnen. Es sind nicht viele. Aber es werden mehr.

    Warum werden Gäste in Heime eingepfercht ???

    Das Problem ist aber nach dem Prinzip der "Inklusion" vielleicht schon viel früher anzusiedeln und betrifft wieder das behördliche Denken und Sortieren und  das Ein"ordnen" in "Lagern" und "Heimen" (- Order geben, Anordnen, Aktenordner anlegen: "Ordnen" und "Sortieren" sind typische behördliche Prämisse ...): Warum müssen Asylbewerber in Heimen untergebracht und oft eingepfercht werden ??? - warum kann die Kommune nicht Wohnungen anmieten, bauen oder sonstwie bereitstellen, wo eine solche "Massierung" gar nicht wahrnehmbar wird - ähnlich den sonstigen Sozialwohnungen, die oft von Behörden bezahlt werden ??? - Die Mittel sind im Grunde durchaus dafür vorhanden (müssen ja jetzt für Polizeimaßnahmen auch aufgewandt werden ...) - wenn man nur "will" und die eigenen Tabus im Kopf überwindet : Behördliches Handeln und der behördliche "Verwaltungsakt"sowie behördlicher deutscher Ordnungssinn sind da nicht sehr pfiffig und zeitgemäß ausgeprägt - sondern eher träge und menschlich längst überholt. Und mit solch einer Trägheit und dem "Das-haben-wir-immer-so- gemacht" - und dafür gibt es "Vorschriften" - zieht man solche Konflikte auch auf sich ... - ohne damit etwa die Proteste insgesamt irgendwie zu "entschuldigen" oder "gutheißen" zu wollen ...

    Ein weiteres Beispiel, inwieweit "Exklusion" - also Ausgrenzung - also das genaue Gegenteil von "Inklusion" ("Einbeziehung"/"Einschließung") - die Denke unserer Behörden bis in die allerjüngste Gegenwart hinein bestimmt, belegt der nun vorgelegte Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zu den NSU-Morden:

    Auch hier macht sich bei den festgestellten Versäumnissen der Staatsanwaltschaften, der Polizei und der Ermittlungsbehörden ein Mentalitätsdefizit Richtung Inklusion bemerkbar: Nach den Morden war es nicht grundsätzlich falsch, mit Ermittlungen im familiären Umfeld der Opfer anzusetzen. Das ist Routine und geschieht bei jedem Gewaltverbrechen. Doch das ungeheuer Verstörende in diesen Fällen liegt ja darin, dass Polizei und Verfassungsschutz nicht in der Lage waren, die Ergebnislosigkeit ihres Tuns zu analysieren und dann die Ermittlungsrichtung zu ändern.

    Im Denken gab es offenbar eine unüberwindbare Schranke: In dieser beängstigend einseitigen Weltsicht durften nur Ausländer die Schuldigen sein. Lieber schalteten die Ermittler Wahrsager ein, als die Möglichkeit eines rechtsextremistischen Hintergrunds und von „deutschen“ Tätern auch nur ansatzweise in Betracht zu ziehen.

    Im Ergebnis hat der Rechtsstaat versagt. Er hat nicht funktioniert, weil die verantwortlichen Stellen vorurteilsbeladen und damit zutiefst unprofessionell gehandelt haben.
    Versagt hat aber auch die Gesellschaft, die sich politisch zur Zeit im Wahlkampf lieber um "Veggie"-Tage kümmert, als um die Inklusion von Asylbewerbern und behinderten Menschen - und die zu wenig unternimmt, um die inneren Denkschranken zu öffnen: Denn »Ich sag Ihnen nicht, wann Sie Fleisch essen sollen und wann nicht«, ruft lieber Frau Merkel auf einer CSU-Wahlkampfkundgebung in Dachau als Reaktion auf die Forderung der Grünen nach einem „Veggie-Day“ ihren Zuhörern zu - direkt nachdem sie mal im Nebenher zuvor das dortige KZ "mit dem nötigen Respekt" besucht hat ....

    Unter Verwendung von Kommentaren von Matthias Bungeroth und Alexandra Jacobson in der NEUEN WESTFÄLISCHEN und Constanze von Bullion auf sueddeutsche.de von heute ...

    Zum Begriff und der Problematik "Inklusion" bitte das entsprechende Stichwort/Label in der rechten Sidebar anclicken ...


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    Edvar Munch: LOSLÖSUNG

    Leonard Cohen 
    Take This Waltz

    Deutsche Übersetzung

    Es gibt zehn hübsche Frauen in Wien
    Eine Schulter, an der sich der Tod ausweint
    Eine Halle mit neunhundert Fenstern
    Einen Baum, auf den die Tauben zum Sterben fliegen
    Es gibt einen Fetzen, abgerissen vom Morgen
    Und aufgehängt in der Galerie des Winterfrosts

    Ay, Ay, Ay, Ay
    Tanz diesen Walzer, tanz diesen Walzer
    Tanz diesen Walzer mit seinem verkniffenen Mund

    Ich will dich, ich will dich, ich will dich
    Auf einem Stuhl, mit einem toten Magazin
    In dieser Höhle, ganz oben in der Lilie
    In Fluren, In denen es niemals Liebe gab
    Auf einem Bett mit Schweißspuren des Mondes
    In einem Schrei voller Fußspuren und Sand

    Ay, Ay, Ay, Ay
    Tanz diesen Walzer, tanz diesen Walzer
    Führe seine gebrochene Hüfte mit deiner Hand

    Dieser Walzer, dieser Walzer, dieser Walzer, dieser Walzer
    Mit seinem ganz eigenen Atem von Branntwein und Tod
    Weht er sein Verklingen hinaus ins Meer

    Es gibt eine Konzerthalle in Wien
    Wo man nichts als Kritik aus deinem Munde hört
    Es gibt dort eine Bar, wo die Jungs nichts mehr reden
    Sie sind vom Blues zum Tod verurteilt
    Doch wer erklimmt dort dein Bild
    Mit einem Kranz frisch gepflückter Tränen?

    Ay, Ay, Ay, Ay
    Tanz diesen Walzer, tanz diesen Walzer
    Tanz diesen Walzer, er stirbt seit Jahren

    Es gibt da einen Dachboden für spielende Kinder
    Dort werde ich bald mit dir liegen
    In einem Traum von Windlichtern aus Ungarn
    Inmitten eines süßen Nachmittags
    Ich werde die Fesseln deines Kummers sehen
    Dein Schaf und deine Schneelilien

    Ay, Ay, Ay, Ay
    Tanz diesen Walzer, tanz diesen Walzer
    Mit seinem "Niemals vergesse ich dich!"

    Dieser Walzer, dieser Walzer, dieser Walzer, dieser Walzer
    Mit seinem ganz eigenen Atem von Branntwein und Tod
    Weht er sein Verklingen hinaus ins Meer

    Ich werd' mit dir tanzen in Wien
    Werd' dir erscheinen als Fluss
    Mit einer wilden Hyazinthe auf der Schulter
    Mein Mund auf dem Tau deiner Schenkel
    Ich vergrab meine Seele in einem Album
    Mit den Fotos und dem Moos
    Und der Flut deiner Schönheit
    Bringe ich meine billige Geige und mein Kreuz dar
    Und mit deinem Tanz trägst du mich hinunter zu den Teichen
    Die du anhebst aus dem Handgelenk

    Oh mein Liebling, oh mein Liebling.
    Tanz diesen Walzer, tanz diesen Walzer,
    Er gehört jetzt dir. Er ist alles, was ist.


    Mit einem Dankeschön an (C) Detlev Bölter  http://www.boelters.de/LC/Take_This_Waltz.html , der Quelle dieser tollen Übersetzung ...

    Edvard Munch: VAMPIR


    .................................


    "Take this Waltz" hat in dem Kanon von Leonard Cohens Songs einen besonderen Stellenwert, weil die Verse aus "Pequeno Vals Vienes" stammen, einem spanischen Gedicht von Frederico Garcia Lorca ... Leonard Cohne wies auf Konzerten und in Interviews immer wieder darauf hin.

    Das Bild "LOSLÖSUNG" 1896 von Edvard Munch: Wie Fäden ziehen sich die blonden Haare der Frau zu dem abgewandten Kopf des Mannes, der sich mit blutiger Hand ans Herz greift: ein Künstler muss zwischen der Kunst (dem leiden) und der irdischen Liebe wählen. Die Linie im Bild sind typisch für "Art nouveau" ...

    Beim "VAMPIR" 1893-94 - weist das Motiv einen einfachen und konzentriert starken Ausdruck auf: Wie eine Meduse umschlingt die rothaarige Frau den Mann und küsst und saugt dabei scheinbar das Blut aus dem Nacken - das Bild soll komplizierte Gefühle von Liebe und gleichzeitigem Schmerz bildlich zum Ausdruck bringen. 







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    Bild: taz


    Okay - man versucht ja nun mit allen Mitteln uns kleine ausspionierte Bürger ruhig zu halten - und uns von der Notwendigkeit einer regelmäßigen Internet-Überprüfung durch NSA und BND dezidiert und mit allen Mitteln propagandistisch zu überzeugen:


    Der Beweis Nr. 1: 

    Vor 2 Wochen wurde plötzlich vor Anschlägen der Al-Qaida besonders im Jemen gewarnt - gefährdet seien aber auch "der Nahe Osten, Nordafrika sowie die arabische Halbinsel". Die Gefahr bestehe bis Ende August (warum alle vorsorglich geschlossenen Botschaften inzwischen wieder geöffnet haben - und warum überhaupt ein Gefährdungszeitpunkt "bis Ende August" genannt werden konnte - steht in den Sternen ...). -

    Der Beweis Nr. 2: 


    Und jetzt kam nun der NSU-Abschlussbericht gerade recht:  Für Deutschland relevante Informationen würden die Amerikaner an den deutschen BND sowieso schon seit Jahren "unter Freunden" weiterleiten, hatten die US-Behörden zuletzt unisono versichert, als sie mit ihren NSA-Aktivitäten hier in die Bedrouille kamen durch die Offenlegungen von Whistleblower Snowden - und wieviel Anschläge dadurch schon verhindert worden seien: so ca. 3 bis 5 - oder so - so genau wusste man das jetzt auch nicht mehr... 
    In den Ermittlungen, die nun seit 2011 gegen Zschäpe und mutmaßliche NSU-Helfer laufen, kamen angeblich neben deutschen Geheimdiensten - die trotz der beiderseitigen Informationsweiterleitung BND-NSA nichts zu liefern hatten - dann endlich auch die US-Behörden ins Spiel. Die Bundesanwaltschaft hatte doch tatsächlich endlich ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen gestellt. Und siehe da - man wurde in den USA - also weit weg vom Schuss - fündig: Das US-Justizministerium schickte "vor allem" zunächst zu dem mutmaßlichen NSU-Helfer Ralf Wohlleben jede Menge Daten, gespeichert auf einer DVD. In großen Strafverfahren ist eben plötzlich vieles möglich. Und vielleicht lagern in den Speichern des US-Geheimdiensts sogar Daten, die bei der Aufklärung der Neonazi-Zelle und ihrer Verbrechen nützlich sein könnten - bzw. hätten längst nützlich sein können, wenn man nicht auf dem rechten Auge in allen Geheimdiensten dieser Welt sehr sehr blind ist. Jedenfalls denkt Dorothea Marx (SPD) [Nomen est Omen], die Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses in Thüringen daran, entsprechende offizielle Anfragen zu starten ... -




    Bild: diepresse.com


    und - vorläufig - 
    der Beweis Nr. 3: 

    Man kann dieser Tage ja einen Giftgas-Anschlag in Syrien von seiten des Assad-Regimes nicht mehr ausschließen - aber - hört - hört - auch nicht mit letzter Sicherheit beweisen - denn dann stehe ja Obama im Wort, militärisch dort zu intervenieren ... Und schon kommt die Rettung, hier eindeutige Nachweise zu erbringen - na - von wo wohl: ja - natürlich - von den "Erkenntnissen der amerikanischen Geheimdienste" ... 
    Nun - man hat ja inzwischen gelernt, dass Geheimdienste nahezu jede Form von Geheimnis brechen können. Mithilfe von Satelliten, Flugzeugen oder Drohnen lässt sich fast alles beobachten und analysieren; die elektronische Aufklärung wiederum überwacht alle Arten der menschlichen Kommunikation. Den Rest besorgen Agenten in klassischer Manier.
    Man weiß also sowohl in Amerika, als auch in Russland und Großbritannien - wahrscheinlich auch beim BND - ob Giftgas in Syrien gegen die Bevölkerung eingesetzt wurde - oder nicht - warum nun um das Ergebnis so ein "Geheimnis" gemacht wird - hat sicherlich etwas mit dem derzeitigen "PR"-Bedarf für Geheimdienste im Allgemeinen und Besonderen zu tun...

    Und Vorsicht: Als Begründung für den Irakkrieg 2003 nannte die angreifende „Koalition der Willigen” unter der Führung der USA vor allem eine angebliche akute Bedrohung durch Massenvernichtungsmittel seitens des irakischen Diktators Saddam Hussein, die die amerikanischen Geheimdienste angeblich ausgemacht hatten. Diese und weitere Begründungen waren vor dem Irakkrieg stark umstritten. Daher verweigerte der UN-Sicherheitsrat die Legitimation des Krieges durch ein UN-Mandat, so dass er völkerrechtlich als illegaler Angriffskrieg gilt. Die genannten Kriegsgründe sind historisch widerlegt und werden oft als absichtliche Irreführung der Weltöffentlichkeit bewertet, da im Irak weder Massenvernichtungsmittel noch Beweise akuter Angriffsabsichten gefunden wurden. Stattdessen wird angeführt, die USA habe durch den Krieg lediglich wirtschaftliche Interessen, insbesondere im Zusammenhang mit Erdöl verfolgt.


    Bild: S!NEDi


    Ja - welche eine Wohltat -
    in einer sicheren Welt zu leben -
    wo uns Gott alleine lässt -
    da schafft der Dienst Geborgenheit
    - wie eine Mutter - 




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    AUFGESCHNAPPT - AUFGELESEN - AUFGEPEPPT - AUFGEREGT


    Als Soldat verweigern: 

    Die Freiheit hat ihren Preis

    Stefan Paulsen verpflichtet sich für 17 Jahre bei der Bundeswehr. Er geht zum Sanitätsdienst, studiert Medizin, strebt eine Karriere beim Militär an. Doch dann meldet sich sein Gewissen und er verweigert den Militärdienst: Ein langwieriges Verfahren voller Hürden, Rückschlägen und Überraschungen.

    von IMKE PLESCH | evangelisch.de

    Freiheit – das ist heute das wichtigste Wort für Stefan Paulsen. Er benutzt es immer wieder. „Ich bin jetzt wieder ein freier Mann“, sagt der 27-Jährige gleich nach der Begrüßung. Wenn er über seine Zeit bei der Bundeswehr spricht, fallen oft Begriffe wie Ketten oder Käfig. Er hatte sich als Sanitätsoffiziersanwärter verpflichtet – für 17 Jahre.

    Ein Verfahren über die Rückforderungen der Ausbildungskosten von der Bundeswehr steht noch bevor. Deshalb soll er hier Stefan Paulsen heißen, auch wenn das nicht sein richtiger Name ist. Er möchte nicht, dass es am Ende noch mal Komplikationen gibt, jetzt wo das Schlimmste doch überstanden ist.

    Medizin-Studium bei der Bundeswehr

    Zu dieser Zeit gibt es noch den Wehrdienst – jeder junge Mann muss für neun Monate zur Bundeswehr, wenn er nicht ausgemustert wird oder verweigert. Paulsen verweigert nicht. „Ich hatte nichts gegen den Grundwehrdienst. Außerdem wollte ich sagen können, dass ich meinem Land gedient habe. Und man wusste ja, dass es nach neun Monaten vorbei ist.“

    Doch während seines Grundwehrdienstes geraten seine Eltern in eine finanzielle Krise. Sie haben jetzt viel mit sich selbst zu tun und sagen ihrem Sohn, dass sie ihn bei seinem Studium nicht unterstützen können. Da überlegt Paulsen, sich bei der Bundeswehr zu verpflichten und dort Medizin zu studieren. „Das feste monatliche Gehalt, der lange Vertrag – ich hab das als Chance gesehen. Es hat mir ein enormes Gefühl der Sicherheit gegeben.“

    Paulsen macht die dreitägige Eignungsprüfung in Köln, die alle Offiziersanwärter bestehen müssen. Die Prüfung ist schwer, nur wenige sind am dritten Tag noch dabei. Paulsen besteht. „Ich war stolz, dass ich das geschafft habe.“
    Im Sommer beginnt sein Vertrag. Für Medizin hat die Bundeswehr ein Kontingent an zivilen Studienplätzen, Paulsen wählt eine Universität in der Nähe seines Heimatortes.

    Einschneidendes Erlebnis im Bundeswehrkrankenhaus


    Vor dem Studienbeginn im Herbst macht er den Krankenpflegedienst in einem Bundeswehrkrankenhaus. Dort hat er eine folgenschwere Begegnung. Im OP fragt ihn eine Ärztin: „Warum willst du denn Soldat werden und nicht Arzt?“ Er hat keine Antwort. „Das war wie ein Schlag.“
    Ab diesem Moment lassen sich die Zweifel
    nicht mehr verdrängen. Paulsen wird klar, dass für ihn der Ethos des Arztes und der Ethos des Soldaten keine Schnittmenge haben. „Ein Mediziner will das Beste für seinen Patienten, er will Schaden lindern. Das Militär geht immer mit Schaden einher. Ich hatte so ein Gefühl im Herzen, dass ich das nicht will. Ich wollte Arzt sein, nicht Soldat.“
    Die Studienbelastung in den ersten Semestern lässt Paulsen wenig Zeit zum Nachdenken. „Aber da war jetzt immer das Gefühl, dass da etwas ist, worum ich mich noch kümmern muss – wie ein Stachel im Rücken, der immer piekst.“

    Kriegsdienst verweigern? Die Familie hat dafür kein Verständnis

    Mit der Bundeswehr hat er im Studium nicht viel zu tun. Zweimal hat er einen zweiwöchigen Lehrgang an der Sanitätsakademie in München. Ansonsten muss er, um Kontakt zu halten, alle paar Wochen in seine Kaserne fahren, außerdem gibt es Semestertreffen.
    Er wird jetzt immer nachdenklicher, zurückhaltender. Das merkt auch seine Freundin. Doch es dauert eine Weile, bis er sich ihr anvertrauen kann. Zwei, drei gute Freunde helfen ihm auch in dieser Zeit. Bei seinen Eltern stößt Paulsen allerdings auf Unverständnis, seine Großeltern behaupten, seine Freundin hätte ihm diesen „Floh ins Ohr gesetzt“.

    Stefan ruft den Pfarrer an und lässt sich taufen

    Er beginnt Schriften der Friedensnobelpreisträger Bertha von Suttner und Albert Schweitzer zu lesen. Auf der Suche nach Jemandem zum Reden, ruft Paulsen irgendwann auch den Pastor seiner Kirchengemeinde an. Der bestätigt ihn in seinen Moralvorstellungen. „Ich habe mich in der Gemeinde sehr aufgehoben gefühlt. Und es war wichtig für mich zu wissen, dass ich die richtige Entscheidung treffe.“

    Er vertraut jetzt auf sein Gewissen als oberster Instanz, wird sich klar darüber, dass er Pazifist ist. Drei Jahre nach seinem Studienbeginn lässt Paulsen sich taufen. Sein Taufspruch lautet: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“

    Irgendwann ist Paulsen sich seiner Sache ganz sicher. „Für mich war es elementar, dass ich die Bundeswehr verlassen muss, um wieder im Einklang mit meinem Gewissen zu leben. Es gab keine Alternative. Sonst wäre ich psychisch in die Knie gegangen.“
    Antrag abgelehnt - Stefan legt Beschwerde ein

    Nach der Zwischenprüfung, wendet er sich an den Bremer Rechtsanwalt Franz Korzus, der auf die Beratung von Kriegsdienstverweigerern spezialisiert ist. Gemeinsam bereiten sie den Antrag auf Entlassung wegen besonderer Härte aufgrund eines Gewissenskonflikts vor.

    Nachdem er im Frühjahr den Antrag an das Personalamt der Bundeswehr in Köln gestellt hat, passiert – nichts. Bis zum Spätherbst, als ein Brief kommt mit der einfachen Antwort: Antrag abgelehnt. Er legt Beschwerde ein - erfolglos.

    Das Hauptproblem ist, dass Sanitätsangehörigen keine Verweigerung aus Gewissensgründen zugestanden wird, weil sie nicht direkt an Kampfhandlungen beteiligt seien. Doch für Paulsen gibt es keinen Unterschied zwischen unmittelbarer und mittelbarer Beteiligung. Auch Militärärzte tragen Waffen. Sie können nicht frei nach der medizinischen Notwendigkeit handeln, sondern müssen bei ihren Entscheidungen auf militärische Vorgaben Rücksicht nehmen.

    Die Bundeswehr setzt ihn unter Druck

    Das Verfahren zieht sich „wie Kaugummi“, sagt Paulsen. Was er der Bundeswehr vorwirft, ist der fehlende persönliche Kontakt während dieser Zeit. Alles läuft über Briefe, auf dem Verwaltungsweg. Ein einziges, halbstündiges Gespräch hat er, im Personalamt der Bundeswehr in Köln.

    Auch dort sitzt Paulsen nicht dem Beamten gegenüber, der später über seinen Antrag entscheidet. Statt gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, versucht man, ihn in dem Gespräch unter Druck zu setzen. Mit der finanziellen Sicherheit, die er aufgäbe und mit den hohen Rückzahlungsforderungen, die auf ihn zukämen.


    Paulsen wünscht sich, dass Soldaten die Möglichkeit bekommen, sich umzuentscheiden, sich vielleicht erst mal nur für eine kürzere Zeit zu verpflichten. Oder dass die Bundeswehr gleich von vornherein eine Summe benennt, die man zurückzahlen muss, wenn man frühzeitig aussteigt. So würden die zermürbende Unsicherheit, die Jahre des Wartens während des Verfahrens wegfallen. Paulsen sagt, dass immer die Gefahr bestand, an dem Druck kaputt zu gehen. „Es gab da schon sehr schwarze Momente.“
    Immerhin wird das Verhältnis zu seinen Eltern wieder besser. Sie verstehen, wie essentiell die Entscheidung für ihren Sohn ist. Auch Sport hilft Paulsen, hier tankt er Energie und Willensstärke. Er glaubt fest daran, dass das Verfahren einen guten Ausgang nehmen wird und er – auch wenn er sich wie David gegen Goliath fühlt – den längeren Atem hat. 

    Stefan wird lange für seine Freiheit arbeiten müssen

    Im Februar 2012 entscheidet das Bundesverwaltungsgericht, dass nun auch Soldaten im Sanitätsdienst ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung haben. Gemeinsam mit Rechtsanwalt Korzus adressiert Paulsen seinen Antrag an das nun zuständige Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Paulsen studiert weiter, erhält immer noch knapp 2.000 Euro Sold im Monat, als sei nichts geschehen.

    Doch seit er seinen Antrag gestellt hat, legt er Geld zur Seite. Er weiß, dass die Rückforderungen der Bundeswehr am Ende im sechsstelligen Bereich liegen können. Auch sein Rechtsanwalt kostet viel Geld. Aber das schreckt ihn nicht. Andere arbeiten vielleicht, um sich einen Sportwagen leisten zu können – Paulsen wird noch lange für seine Freiheit arbeiten.

    Von der Bundeswehr kommt per Post ein Zweizeiler 

    Im Sommer kommt der Anruf. Rechtsanwalt Korzus meldet sich bei Paulsen und sagt ihm, dass der Antrag durchgekommen ist. „Mir hat der Atem gestockt. Ich hätte fast geweint.“ Von der Bundeswehr selbst erhält er nur einen Zweizeiler per Post: „Sie sind berechtigt, den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern. Dieser Bescheid ist unanfechtbar.“

    Er klebt sich den Brief an die Zimmertür. Nun muss er nur noch seine Uniform in der Kaserne abgeben und ein paar Formalien erledigen. In seiner Betreuungseinheit hätten sie viel Verständnis für ihn gehabt, niemand sei ihm boshaft gegenüber getreten, erzählt Paulsen. Im Herbst wird er aus der Bundeswehr entlassen, kurz darauf beendet er sein Studium.

    Seit diesem Frühjahr arbeitet er nun beim Blutspendedienst und promoviert nebenbei. In seiner Freizeit fährt er oft ans Meer. Er mag seine Heimat, er ist glücklich, dass er hier sein kann, glücklich, dass er jetzt seine Ideale leben kann. Er kann sich vorstellen, eine HNO-Praxis aufzubauen, eine gute Balance zu finden zwischen Arbeit und Familie. Aber er plant heute nicht mehr so weit, nicht mehr als zwei Jahre. Vielleicht geht er auch mal mit Ärzte ohne Grenzen in Krisengebiete. Die Hauptsache ist, dass er das frei entscheiden kann.
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    Hilfe für Soldaten, die verweigern wollen:
     
    Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden informiert, berät und begleitet Soldatinnen und Solda
    ten während ihrer Verfahren. Nähere Infos: www.eak-online.de

     leicht gekürzt aus: http://zivil.evangelisch.de/topthema/9177/als-soldat-verweigern-die-freiheit-hat-ihren-preis

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    music: click on the speaker icon


    Ausschnitt aus "Madonna" von Edvard Munch

    The Rolling Stones

    Angie

    Song Text - Deutsche Übersetzung:

    Angie, Angie 
    Wann werden all diese Wolken endlich verschwinden?
    Angie, Angie 
    Wohin werden sie uns von hier bringen?

    Ohne Liebe in unseren Seelen
    Und ohne Geld in unseren Mänteltaschen 
    Du kannst nicht behaupten, dass wir zufrieden sind.

    Aber Angie, Angie 
    Du kannst nicht sagen, dass wir es niemals versucht hätten. 
    Angie, Du bist wunderschön ... ja 
    aber ist es nicht Zeit, dass wir Auf Wiedersehen sagen?

    Angie, ich liebe dich immer noch
    Erinnere Dich an all die Nächte, in denen wir weinten

    All diese Träume, die wir so lange ausgehalten haben
    Scheinen sich in Rauch zu verwandeln
    Lass mich in Dein Ohr flüstern

    Angie, Angie (flüsternd)
    Wohin werden sie uns von hier bringen?

    Angie, weinst du nicht?
    All Deine Küssen schmecken (noch) so süß 
    Ich hasse diese Schwermut in Deinen Augen

    Aber Angie, Angie 
    aber ist nicht es Zeit, dass wir auf Wiedersehen sagen?

    Ohne Liebe in unseren Seelen
    Und ohne Geld in unseren Mänteltaschen 
    Du kannst nicht behaupten, dass wir zufrieden sind.

    Aber Angie, ich liebe dich immer noch, Baby 
    Überall wo ich mich umschaue sehe ich Deine Augen 
    Es gibt keine Frau, die an Dich herankommt 
    Hey Süße, trockne Deine Augen 

    Angie, Angie 
    Ist es nicht gut, lebendig zu sein
    Angie, Angie 
    Sie können nicht behaupten, dass wir es niemals versucht hätten.

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    Edvard Munchmacht aus einer Heiligen- eine Sexikone, und er lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Die sonst so keusche Madonna wirft sich hier in eine leidenschaftliche Pose, ein Arm ist lasziv hinter den Kopf gestreckt, die Augen lustvoll geschlossen, das Licht hebt ihre nackten Brüste hervor. Wo ein Heiligenschein sein sollte, sitzt eine rote Baskenmütze, wie sie die Pariser Prostituierten der Zeit trugen. Und dort, wo der Bildraum an den Realraum trifft, müsste der Frauen- mit einem Männerkörper verschmelzen – vielleicht sind wir als Betrachter hier doch mehr als passive Voyeure.
    Abgebildet ist seine Geliebte Dagny Juel. Der Titel des Bildes weist auf die Gottsmutter. Die Kreuzung eines religiösen Motivs mit Sexualität – am Bildrand in der handbemalten Lithographie schwimmen Spermien und unten links in der Ecke kauert ein Fötus – das sorgte natürlich damalig für Aufsehen und Ärger - denn ganz bewusst arrangierte Munch hiermit ein Antiplakat zum Dogma der unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter ...
    Munch glaubte zwar an so etwas "wie einen Gott" - aber als zwar lutherisch-orthodox aufgewachsener Mensch, verwarf er im Laufe seines Lebens alle ihn einengenden dogmenhaften Glaubensvorschriften, die seiner Meinung nach nur dem Machtgebahren der Kirchen dienen sollten - und der Unterdrückung.

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    Dagny Juel- später verheiratete Przybyszewska (* 8. Juni 1867 in Kongsvinger, Norwegen; erschossen am 5. Juni 1901 in Tiflis, Georgien), war eine norwegische Schriftstellerin. 

    Die Arzttochter Dagny Juel studierte ab 1892/1893 in Berlin Musik und wurde zur Muse der dortigen skandinavischen Studenten. Zum Kreis ihrer Freunde zählten Edvard Munch und August Strindberg.

    1893 wurde sie die Ehefrau des polnischen Schriftstellers Stanisław Przybyszewski, der in den gleichen Kreisen verkehrte. Mit ihm hatte sie zwei Kinder: Zenon (* 1895) und Iwa (* 1897).
    Stanislaw entwickelte ein großes Interesse für Satanismus sowie die Philosophie von Friedrich Nietzsche und begann ein Bohème-Leben. Zu seinen Freunden in dieser Zeit gehörten Edvard Munch, Richard Dehmel und August Strindberg, die sich in ihrer Berliner Stammkneipe Zum schwarzen Ferkel trafen. Im "Schwarzen Ferkel" wurde diskutiert, philosophiert und gesoffen - und die Themen waren Nietzsche, Magnetismus, Freuds Psychologie, Sexualität usw. 

    1898 zog das Ehepaar nach Krakau. Die Ehe litt offenbar an Juels Ruf, eine Femme fatale zu sein, wobei Przybyszewski selbst sexueller Freizügigkeit keineswegs abgeneigt war. 1901 war die Ehe zerrüttet, so dass die beiden sich trennten. 

    Juel unternahm mit einem jungen Krakauer Liebhaber, Władysław Emeryk, eine Reise nach Georgien. Dort wurde sie von ihm, offenbar aus Eifersucht, erschossen. Emeryk beging daraufhin Selbstmord.

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    Angie - klingt ja vom Namen her für mich ähnlich wie Dagny - und erinnert mich in der Performance und im Text und im dadurch erzeugten Klima durchaus an die Madonna von Munch - damals die Femme fatale in Berlin, die etwas unstet in ihren Beziehungen war, und die im "Schwarzen Ferkel", der Künstlerkneipe in Berlin, mitdiskutierte (damals für Frauen nicht selbstvertändlich) und philosophierte - und sich so emanzipierte ... 


    Dagny Juel (S!NEDi|photo|bearbeitung


    Es ist eines der bekanntesten Lieder der Rolling Stones und wurde von Mick Jagger und Keith Richards geschrieben, es erschien 1973 auf dem Album Goats Head Soup. Am 20. Oktober 1973 belegte die Single Platz 1 der Billboard Hot 100. In den USA wurde eine Million Singles der Originalversion von Angie verkauft, womit die Platte Platinstatus erhielt. In Großbritannien wurden 200.000 verkaufte Singles bestätigt, was für eine silberne Schallplatte reichte.Die Single erreichte Platz 5 der UK Top 40. Mit europaweit 1,2 Millionen verkauften Singles ist Angie die erfolgreichste Single der Rolling Stones in Europa.

    Das Lied besteht aus einem Abschiedsmonolog, in welchem der Sänger seiner Geliebten erklärt, warum für die Beziehung keine Hoffnung mehr besteht. Er verweist dabei mehrmals auf die vergangenen Versuche in der Beziehung Zufriedenheit zu finden, um dann letztlich den Schluss zu ziehen, dass dies nicht möglich scheint. Ohne Geld in der Tasche sei keine Erfüllung zu finden, alle Träume wären verpufft.

    Immer wieder wurde darüber spekuliert, welche „Angie“ konkret gemeint sein könnte. Es gab Mutmaßungen, es könne sich um Anita Pallenberg, die damalige Lebensgefährtin von Keith Richards,um Angela Bowie, die erste Frau von David Bowie, der eine Dreiecks-Beziehung mit Jagger und ihrem damaligen Ehemann nachgesagt wird, oder um Marianne Faithfull, deren Beziehung zu Jagger 1969 endete, handeln. Richards selbst äußerte sich im Begleittext des Best-of-Albums Jump Back wie folgt: „I’d recently had my daughter born, who’s name was Angela, and the name was starting to ring around the house. But I’m into writing about my baby’s. Angie just fitted.“ (Keith Richards: Begleittext zum Album Jump Back: The Best of The Rolling Stones). Jagger bestätigte diese Aussage, als er erklärte, dass Richards mit dem Titel Angie ankam und er den restlichen Text hinzufügte. Darüber hinaus wird „Angie“ auch als englischer Codename für Kokain verwendet.

    Obwohl das kommerziell erfolgreiche Album von Kritikern nicht besonders gut aufgenommen wurde, bezeichnete man Angie als Höhepunkt des Albums und lobte es für die beispiellose, überzeugende Leidenschaft in Mick Jaggers Stimme und den sich im Text manifestierenden Zwiespalt zwischen der traditionellen Vorstellung von Romantik und einem vernunftgeprägten Pragmatismus.


    Schallplattencover von ANGIE, 1973


    Edvard Munch. MADONNA


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    S!NEDi: geblüt gegen die sonne



    die butterflies entfalten sich
    zum durchscheinenden licht - 
    wippen sich dann ins undurchdringliche

    die tinte setzt grünschimmel an
    all dies knöterig schleimig-plumpe
    schwimmt oben

    äderchen entfalten sich - 
    im glitzernden flügenfliegel
    darinnen dies stabile pulsieren

    was sieht die gemeine stubenfliege
    kurz nach ihrem tod: 
    ist es auch dies blinken

    von weither: da wo der windhauch tanzt
    ja - diese aufgeregtheit 
    zeigt uns den den zugang zum depot

    zerknüll mich mit den kauwerkzeugen
    schalte das licht - auch wegen
    der unregelmäßigen rundung [des erdballs] ...

    sinedi



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    WIE EINE FREI-KARTE DEN FANS VON BORUSSIA DORTMUND VERWEIGERT WURDE - und zum Politikum hochstilisiert wird ...

    Klaus Staeck und die Jusos hatten für den Wahlkampf eine Idee: Vor den großen Stadien dieser Republik wollte man zu fußballbesoffenen Terminen eine kleine Postkarte kostenlos - also sozusagen als Frei-Karte - verteilen, die Angela Merkel bei einem Händedruck mit Uli Hoeneß zeigt - und mit dem mehr als despektierlichen Aufdruck: "Glückwunsch, Uli! Wir Steuern das schon."

    FREIKARTE FÜR FANS | Bild: Klaus Staeck - Jusos - SPIEGEL-ONLINE

    Doch CDU-Mitglied Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, wollte diesem Verteilen in Dortmund keine Zustimmung erteilen, "weil sich Borussia Dortmund politischer Neutralität verpflichtet fühlt".

    Natürlich hätte jeder Fan selbst für sich entscheiden können, ob er die dargebotene Karte von Staeck von den Verteiler-Jusos entgegennimmt - oder eben nicht - so aber hat der "Große Bruder" in der VIP-Lounge entschieden ... - aus "Fürsorge" für den politischen Frieden ...

    Und auch die Parteiführung der SPD stellt durch eine Sprecherin ganz rasch klar, dass die Karte keine Kampagne der SPD sei: Es handele sich um eine vom Grafikdesigner Klaus Staeck gestaltete Karten [Einschub sinedi: und der - auch das noch - Präsident der Akademie der Künste ist ... Stichwort: FREIHEIT FÜR DIE KUNST - FREIHEIT FÜR DIE SATIRE]. Und die Jusos würden sie lediglich verteilen. Auf der Karte befinde sich auch kein SPD-Logo! ...Also - wo kein SPD draufsteht - ist auch kein SPD drin ...

    Siehste, da tut man nun alles, um eben diese "politische Dimension" so gering wie möglich zu halten - und damit dem bisher so schrecklich müden Wahlkampf anzupassen ... - und dann passt das den Obergenossen auch wieder nicht, nach all den Pannen, Pech und Pleiten in dieser Hinsicht.
    Da ist mal endlich eine pfiffige Idee - eigentlich ja mehr eine "Real-Satire" als ein echter "Wahlkampf"-Hammer... Hier vor meiner Haustür plakatiert die SPD riesengroß mit der unverschämten und aufreißerischen Parole: "WIR - FÜR MEHR KITA-PLÄTZE" ... - neben dem Bild einer Frau mit Kind im Buggy-Kinderwagen: Ja - das ist mal ne echt raffinierte Botschaft an das Wahlvolk - und wahrscheinlich hängt so ein Banner auch ganz in der Nähe des "Signal-Iduna-Parks"(früher: Westfalen-Stadion) - ohne "Anstoß" [sic!] und Schaden zu nehmen ...

    Und wie "politisch neutral" - wohl im Sinne von Herrn Watzke - es ja in den Fußballstadien insgesamt zugeht, hören wir ja immer wieder bei Anpöbelungen von Spielern mit dunkler Hautfarbe durch braun-dumpfe Ultras - wie aktuell in München bei den "Löwen" der Ingolstädter Danny da Costa - aber auch in ganz Europa - oder auch beim Dortmund-Konkurrenten aus dem Pott, Schalke 04, als die Polizei die ehemalige Nationalfahne Mazedoniens von einem befreundeten Mazedonien-Schalke-Fanclub wegen "Volksverhetzung" mit Pfefferspray und mehreren Verletzten "dingfest" machte ... weil sich ein paar Fans aus Paok Saloniki (Gegner in der Championsleague-Qualifikation) von dieser "Flagge" in irgendeiner Weise "angemacht" fühlten. Bei der Basketball-EM 2009 war das Zeigen der Flagge beim Spiel Griechenland gegen Mazedonien kein Anlass für griechische Empörung ...

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    Liebe Dortmund-Fans! Liebe Fußball-Fans: Damit ihr nicht auf die verweigerte "Freikarte" verzichten müsst: Hier einfach abkopieren (siehe oben) - in Postkarten-Größe auf Karton ausdrucken (...unter Namensnennung des Autors: Klaus Staeck...) - und verteilen oder verschicken oder mailen ... - oder ...oder ...oder ...
    Wem das alles zu viel Wiggel ist, kann die Original-Karte auf der Webseite von Klaus Staeck kaufen, 80 Cent kostet sie pro Stück...
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    Mich erinnert die jetzige Staeck-Postkarte an eine Merkel-/Fußball-Karikatur mit Herrn Özil in der Umkleidekabine, die ich ähnlich im Oktober 2010 hier in diesem Blog veröffentlicht habe:


    S!NEDi: "MULTIKULTI IST GESCHEITERT..."

    http://nunchic.blogspot.de/2010/10/herr-ozil-ich-gratuliere-multikulti-ist.html

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    S!NEDi: wenn die erste schicht dann blättert


    haltet die zeit an
    pustet die farbpigmente
    in die lebenslänglichkeit

    tempus fugit:
    ja - die zeit vergeht
    und der pendel hängt still
    im jetzt und hier

    wenn die erste schicht
    dann blättert - 
    drehe ich meine allerletzte pirouette

    es ist nur - es ist nur 
    eine frage der zeit
    bis sie dann wieder innehält
    und der bunte staub ins nix verweht 

    sinedi


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    „Das Lesen von Marx überzeugte mich davon, dass die Wahrheit weder im Marxismus noch im traditionellen Kapitalismus zu finden ist. Beide repräsentieren eine Teilwahrheit. Historisch gesehen übersah der Kapitalismus die Wahrheit gemeinschaftlicher Unternehmen und der Marxismus erkannte nicht die Wahrheit individueller Unternehmen. Der Kapitalismus des 19. Jahrhunderts beachtete die sozialen Aspekte des Lebens nicht und der Marxismus übersah und übersieht, dass das Leben individuell und persönlich ist. Das Königreich Gottes ist weder die These von individuellen Unternehmungen noch die Antithese von kollektiven Unternehmungen, sondern stellt eine Synthese dar, welche die Wahrheiten beider vereinigt.“ Martin Luther King

    Martin Luther King | Bild: today.uconn.edu




    MARTIN LUTHER KING - vor 50 Jahren - 

    - am 28.08.1963 - hat Martin Luther King seine berühmte Rede: "I have a Dream ..." gehalten - die z.B. durch die jüngsten NSA-Ausspähungen und auch aktuell durch die Belagerung eines Asylbewerberheims in Berlin-Marzahn/Hellersdorf durch rechtspopulistische Elemente eigentlich nichts von ihrer Aktualität - in all den 50 Jahren (!) - eingebüßt hat ...

    Die "I have a Dream"-Passagen (ab 3:07) aus dieser Rede hier als YouTube-Video mit deutschen Untertiteln ...:



    Am 3. April 1968 sagte er in seiner berühmten Rede "I've been to the mountaintop" (die Formulierung kann als Anspielung auf Moses Begegnung mit Gott auf dem Berg Horeb verstanden werden), dass er das Gelobte Land (Original: Promised Land) gesehen habe und deshalb nichts und niemanden fürchte und sich deshalb keine Sorgen um ein langes und erfülltes Leben mehr mache. Viele deuteten diesen Satz als prophetische Todesahnung. King sprach noch einmal mit den Demonstranten, um sie von der Gewaltlosigkeit zu überzeugen und legte den 8. April als neuen Termin für eine Demonstration fest.

    Am 4. April 1968 um 18:01 Uhr wurde King auf dem Balkon des Lorraine Motels erschossen. 

    Auch hier im Video diese eindrücklichen letzten Passagen dieser Rede mit deutschen Untertiteln:






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    AUFGESCHNAPPT - AUFGELESEN - AUFGEPEPPT - AUFGEREGT

    Bild: AFP/tagesanzeiger.ch

    50 Jahre später ... | Bild: AFP/SPIEGEL-ONLINE













    Gedenk-Demo für Martin Luther King: 

    Amerikas unerfüllter Traum

    Aus Washington berichtet Marc Pitzke | SPIEGEL-ONLINE

    "Ich habe einen Traum." Vor 50 Jahren hielt der US-Bürgerrechtler Martin Luther King seine berühmte Rede am Lincoln Memorial. Nun demonstrierten erneut Zehntausende meist Schwarze in Washington. Ihre Forderungen zeigen: Die Ungleichheit lebt fort.

    Ein halbes Jahrhundert ist es her, doch Joseph Braud sieht alles noch genau vor sich. "Wir waren viel mehr Menschen als heute", erinnert sich der pensionierte Arzt aus New Orleans. "Und es gab diese dummen Barrikaden nicht."

    Braud, 87, lehnt an einer solchen Barrikade, in der ersten Reihe einer Flut aus Zehntausenden, die sich an diesem strahlenden Samstag über Washingtons Prachtmeile, die National Mall, ergießt. Damals, vor 50 Jahren, stand Braud viel weiter hinten, konnte die Redner hören, aber nicht sehen. Diesmal ist er extra früh aufgestanden, damit er nichts verpasst.
    Viel hat sich verändert seit den Tagen des offenen Rassenhasses und jener historischen Massenkundgebung, die in den berühmtesten Worten des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King mündete. "Ich habe einen Traum", rief King den Massen 1963 von den Stufen des Lincoln Memorials aus zu - einen Traum von Gleichheit, Freiheit und Einheit der Rassen.


    Bild: REUTERS/SPIEGEL-ONLINE


    "Wir haben allerhand erreicht", sagt Braud. "Doch Dr. Kings Traum ist noch nicht erfüllt."

    Das ist der Tenor der meisten, die hier den anstehenden 50. Jahrestag des "Marsches auf Washington" feiern, zum Auftakt einer ganzen Festwoche. Junge, Alte, Schwarze, Weiße: Zehntausende folgten dem Aufruf von Aktivistengruppen und Gewerkschaften, Kings Vermächtnis zu würdigen - und fortzuführen.

    Denn die Ungleichheit lebt weiter, in der Gesellschaft, der Wirtschaft, der Politik. Die Hauptanliegen der Demonstranten sind denn auch identisch mit denen vor 50 Jahren: "Jobs and Freedom", steht auf den Plakaten - Jobs und Freiheit.

    "Wir Afroamerikaner kämpfen weiter mit den gleichen Problemen", sagt Stefanie Williams, die mit dem Bus aus St. Louis gekommen ist, eine 18-Stunden-Odyssee. Dass Kings Forderungen auch heute oft unerfüllt bleiben, bezeugten Fälle wie der Tod des Teenagers Trayvon Martin: "Keine Gerechtigkeit - kein Frieden."

    In der Tat bieten die USA 50 Jahre nach Kings Manifest ein durchwachsenes Bild. Der Anteil der Schwarzen, die in Armut leben, hat sich seit 1963 zwar halbiert, während sich der Anteil derer mit High-School-Abschluss verdreifacht hat. Doch viele leben auch heute noch in Ghettos, gehen auf segregierte Schulen, sind dauerarbeitslos oder darben am kümmerlichen Mindestlohn. Fast die Hälfte der US-Gefängnisinsassen sind Schwarze, in den Südstaaten sind es sogar bis zu 75 Prozent.

    Eric Holder, Amerikas erster schwarzer Justizminister, nennt das in seiner Rede "die Mankos unserer Nation", verweist zugleich aber auf die enormen Fortschritte: Ohne die Bürgerrechtsbewegung "stünde ich nicht hier" - und säße Barack Obama nicht im Weißen Haus.

    Der Wahlsieg Obamas, der am Mittwoch selbst eine große Ansprache plant, sei nur "eine Anzahlung" gewesen, sagt der demokratische Kongressabgeordnete John Lewis, 73, der letzte noch lebende Redner von 1963. "Noch gibt es zu viel Schmerz und Leid in Amerika."


    Martin Luther King | Bild: today.uconn.edu


    Lewis muss es wissen. Damals mit 23 der Jüngste auf dem Podium am Lincoln Memorial, hatte er sich blutig schlagen lassen für die Sache. Sein Geist ist ungebrochen: "Wir haben einen neuen Kampf zu kämpfen", ruft er. "Ich bin nicht müde, ich bin nicht erschöpft, ich bin nicht bereit, mich zu setzen und aufzugeben!"

    So denkt auch die nächste Generation. "Dinge ändern sich nur, wenn wir unsere Stimme erheben", weiß Theresa Stahling aus New York. Sie zählt die vielen Kontroversen auf, die allein dieses Jahr zeigten, wie gespalten die Nation bleibt: Trayvon Martin und die "Notwehrgesetze", die Aushöhlung des Wahlrechts, dubiose Polizeikontrollen.

    "Das moralische Gewissen unseres Landes fordert uns heraus", ruft Newarks Bürgermeister Corey Booker, ein aufstrebender Star-Politiker, der mit einer fulminante Rede hier seinen Anspruch auf eine große politische Zukunft unterstreicht - und auf eine Führungsposition in einer Bewegung, der es sonst an Nachwuchstars mangelt. "Wir können uns nicht leisten, uns zurückzulehnen."

    Ein Redner nach dem anderen schlägt in diese Kerbe - vom Bürgerrechtler Al Sharpton, der die Kundgebung organisiert hat, über Martin Luther King III., den ältesten Sohn Kings, bis hin zu Trayvon Martins Eltern. Kings rethorische Gabe besitzt keiner von ihnen, es macht nichts: Singend marschieren sie danach vom Lincoln Memorial am Martin-Luther-King-Mahnmal vorbei zum Washington Monument, in Sichtlinie des Weißen Hauses.

    Der jüngste Redner diesmal ist Asean Johnson, ein neunjähriger Schüler aus Chicago, der dort mit seinen selbstbewussten Auftritten Furore gemacht hat. Johnson, der kaum ans Mikrofon reicht, plädiert für ein faireres Schulsystem: "Jedes Kind verdient eine tolle Schulbildung!"

    In 50 Jahren dürfte Johnson der Starredner der nächsten Großdemo hier zu Ehren Kings sein.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/martin-luther-king-gedenken-in-washington-a-918443.html


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    COME AS YOU ARE | NIRVANA | Im Dill-Dschungel ...



    Der Fernsehkrimi mit dem stärksten Ermittlerteam? Zweifellos der Rostocker "Polizeiruf". Auch die kleineren Rollen haben hier große Auftritte, stets in sich stimmig, stets jenseits des Klischees. 
    Diesmal sind wir umso dankbarer, mit den beiden Haupt-Cop-DarstellerInnen König & Bukow in einer Kaschemme Karaoke zu krakeelen: Es läuft "Come as You Are" von den Grunge-Rockern Nirvana. Komm so, wie du wirklich bist ... 
    Ja - und diese "Polizeiruf 110"-Musik hat mich angetörnt - zu der Musik von Nirvana durch den Dill-Dschungel zu streifen ...

    König & Bukow: Polizeiruf 110 | Original|Foto: ndr.de | Bearbeitung: S!NEDi







    Come as You Are 
    Songtext Übersetzung

    Komm, wie du bist, wie du warst, wie ich will das du bist
    Als ein Freund, als ein Freund, als ein alter Feind
    Nimm dir Zeit, beeil dich, du hast die Wahl, sei nicht zu spät
    Nimm dir eine Pause, wie ein Freund, wie eine alte Erinnerung
    Erinnerung...
    Komm, mit Schlamm bedeckt, von Bleiche durchtränkt
    Wie ich will das du bist
    Als ein Trend, als ein Freund, als eine alte Erinnerung
    Erinnerung...
    Und ich schwöre, das ich keine Waffe habe,
    nein, ich habe keine Waffe
    nein, ich habe keine Waffe
    Erinnerung...
    (Habe keine Waffe)
    Und ich schwöre, das ich keine Waffe habe,
    nein, ich habe keine Waffe
    nein, ich habe keine Waffe
    nein, ich habe keine Waffe
    nein, ich habe keine Waffe

    Erinnerung...


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    AUFGESCHNAPPT - AUFGELESEN - AUFGEPEPPT - AUFGEREGT


    In einer Zeit, wo Horst Seehofer zu Wahlzeiten zwei Redakteure vom WDR am liebsten aus Bayern ausweisen lassen will ("Die müssen raus aus Bayern" ...), nämlich weil sie eben in diesen Wahlzeiten unbequeme Fragen stellen wollen, freue ich mich jeden Montag nachmittag auf die S.P.O.N.-Kolumne "Im Zweifel links", von Jakob Augstein in SPIEGEL-ONLINE, der für mich [eigentlich immer ...] verständlich und dezidiert zu den aktuellen Problemen in dieser Welt Stellung bezieht - und [sogar auch in Bayern] unbequeme Stellungen beziehen darf. Er schreibt in seiner neuesten Kolumne zum "Syrien-Konflikt: Finger weg vom Abzug":

    "Wenn es Obama ernst ist mit der Sorge um das Leid des syrischen Volkes, dann kommt jetzt die Zeit, über ein paar sehr lange Schatten zu springen. 
    ...
    Jakob Augstein
    Syrien ist ein Schlachthaus, und die Syrer sind darin gefangen. Im Inneren reiben sich die Truppen des Diktators Assad, die Kurden im Norden, die Dschihadisten von der Nusra-Front und die Rebellengruppen, die sich in der Freien Syrischen Armee zusammengeschlossen haben, gegenseitig auf. Und draußen stehen Amerikaner, Russen, Iraner, Libanesen, Israelis, Jordanier und die Spendier-Scheichs aus Katar, Kuwait und Saudi-Arabien und liefern Geld oder Waffen oder Truppen.

    Hier steht nicht eine demokratische Opposition gegen ein diktatorisches Regime. Die sogenannten Verbündeten haben ihre eigenen Interessen. Und für alle steht zu viel auf dem Spiel, als dass sie dem Blutvergießen ohne weiteres ein Ende setzen würden. Was ist das Leben der Syrer im Vergleich zu den welt-, macht-, strategie- und energiepolitischen Einsätzen, mit denen Russen, Amerikaner, Iraner und Israelis handeln? 

    ... und: 

    Das ist ja das Problem dieses Konfliktes: Hier kreuzen sich alte und starke religionskulturelle und machtpolitische Konfliktlinien, zwischen Schiiten, Sunniten und Alawiten, zwischen Israelis und Iranern, zwischen Russen und Amerikanern.
    ...


    Es gibt starke Kräfte in Amerika, die Obama die Hände binden wollen. In der Iran-Politik kann der Präsident nicht frei handeln. Ein umstrittenes Gesetz, der Iran-Threat-Reduction-Act aus dem Jahr 2011, will einen Politikwechsel gegenüber Iran geradezu verbieten. Die Administration wäre danach verpflichtet, die Opposition zu unterstützen und direkte Kontakte mit dem iranischen Regime sind ohne vorherige Zustimmung des zuständigen Kongress-Ausschusses nicht erlaubt.
    Der Nahostexperte Michael Lüders hat dazu geschrieben: "Ein vergleichbares Gesetz hat es nie zuvor in der Geschichte der Vereinigten Staaten" gegeben. Die Vorschrift wurde zwar noch nicht ratifiziert. Aber sie bestimmt dennoch den Handlungsspielraum des Präsidenten. Im vorigen Dezember, schreibt Lüders, sei das Gesetz noch weiter verschärft worden. Eine Normalisierung der Beziehungen zu Teheran sei erst dann zulässig, wenn der US-Präsident vor dem Kongress erklärt, "dass Iran weder für die USA noch für Israel eine Bedrohung darstelle und den Prinzipien von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verpflichtet sei".

    Das wäre dann, wenn die Flüsse aufwärts fließen und die Hasen Jäger schießen."

    Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-jakob-augstein-zu-den-gas-angriffen-a-918633.html




    Das ist eine völlig verfahrene und von den sogenannten Weltmächten total verzockte Situation - ein Totalschaden - und ohne jeden Imageverlust kommt keine der infragestehenden und aktiv beteiligten Parteien aus dieser Nummer heraus ... - Also nicht nur Obama muss über lange Schatten springen (s.o.), sondern auch zum Beispiel die Siedler und Mauerbauer in Israel, die Machos in der Türkei und die Superfrommen im Iran, die "Islam-Brüder" in Ägypten, genauso wie all die in Deckung gehenden und im Wald pfeifenden Regierungschefs in Europa, die nur am eigenen Machterhalt interessiert sind ...

    Und - just...: - da schoss mir doch heute so ein eigentlich undenkbarer Gedanke von hinten links nach vorne rechts durch das Hirn - so ungeordnet und mit einem brutal brüchigen und vorläufigen Arbeitstitel: 



    "Gleichberechtigte Friedensverhandlungen zwischen den USA und Verbündeten auf der einen Seite und zwischen Taliban/Al-Qaida/und weiteren muslimisch-orthodoxen Gruppierungen auf der anderen Seite": Ohne Wenn und Aber - auf Augenhöhe - aber um des lieben Friedens willen in der Welt - ohne Machtkalkül - ohne Rohstoff-Ambitionen - ohne Präferenz für irgendeine christlich-jüdisch-muslimische Glaubensnuance - ohne Rüstungsverkaufs-Optionen - einfach so - vielleicht mit ein paar Jahren "Null-Wachstum" in der "Welt-Wirtschaft" verbunden - und mit dem Einbruch des Dax auf unter 5000 Punkte -  statt dieser künstlichen "[Wüsten-]Sand-in-die-Augen-Streuerei ..." ...

    Pardon - und Entschuldigung - auch an Herrn Seehofer -mit seinem - gemessen an dem Welt-Großen-&-Ganzen -klitzekleinen Bayern-Ländle, das nichts als eine unmaßgebliche Marginale in Deutschland ist (Marginale = Randerscheinung - schauen Sie sich dazu mal die geografische Lage dieses Bundeslandes, das sich "Freistaat" nennt - da unten im Süd-Osten Deutschlands an...) - und zum Glück: Es darf ja noch "gedacht" werden - ("Die Gedanken sind frei"...) ...


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    S!NEDi: "wo ich in ewigkeit vor mir gewesen bin" ...




    Wenn ich in Gott vergeh', 
    so komm ich wieder hin,
    wo ich in Ewigkeit 
    vor mir gewesen bin.

    Angelus Silesius


    .......................



    Das Nirvana zu erreichen, das war also das erste radikale Ergebnis meines eigenen Yoga. Es warf mich plötzlich in einen Zustand oberhalb  aller und ohne alle Gedanken, unbefleckt durch irgendeine mentale oder vitale Bewegung. Da war kein Ich, keine reale Welt. Nur wenn ich durch die unbeweglichen Sinne hindurchschaute, dann war da eine Welt leerer Formen, materialisierter Schatten ohne Substanz wahrzunehmen hingelagert über die völlige Stille.
    Da war nicht das Eine oder gar das Viele, nur eben absolut "Das", eigenschaftslos, beziehungslos, völlig unbeschreiblich, undenkbar, absolut, gleichwohl zuhöchst real und allein real. Dies war kein mentales Vorstellungsbebilde, nichts von oben her Erlauschtes, keine Abstraktion, es war positiv, die einzige positive Realität, wenngleich nicht eine physische Welt im Raum, durchdringend, mit Beschlag belegend, oder vielmehr das überflutend und überschwemmend, was einer physischen Welt ähneln mochte, keinen Platz oder Raum lassend für irgendeine Realität außer sich selbst ...

    Sri Aurobindo


    S!NEDi:  wo ich war bevor ich war ...







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    AUFGESCHNAPPT - AUFGELESEN - AUFGEPEPPT - AUFGEREGT

    "Aktion Taubenflügel" 
    und die Rassendiskriminierung in Israel [!]


    Äthiopiens letzte Juden wandern nach Israel aus - 
    Doch viele Äthiopier werden in Israel diskriminiert


    S!NEDi
    Nathan Scharanski sprach von einem "bewegenden historischen Moment". Der Chef der für Immigration zuständigen Jewish Agency begleitete am Mittwoch die letzten äthiopischen Juden bei ihrer Einwanderung nach Israel. 450 sogenannte Falascha kamen mit zwei Flügen ins Heilige Land.

    65 Jahre nach der Staatsgründung hat Israel damit die Masseneinwanderung von Juden aus Äthiopien abgeschlossen. Mit der Überführung der letzten Gruppe schließe sich "ein geschichtlicher Kreis nach 3000 Jahren", sagte Scharanski.

    In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden rund 100.000 Juden aus Äthiopien nach Israel gebracht. Begonnen hatte die Aktion mit den großen Operationen "Moses" 1984, "Joschua" 1985 und "Salomon" bis 1992. Danach kam es zu einem langen Stillstand, weil in Israel darüber gestritten wurde, ob auch die Falascha Mura ein Recht auf die israelische Nationalität erhalten sollten. Dabei handelt es sich um Juden, die im 18. und 19. Jahrhundert zwangsweise zum Christentum bekehrt worden waren, aber an ihren jüdischen Riten festhielten.

    Obwohl ultraorthodoxe Rabbis bis heute diese Gruppe nicht als Juden anerkennen, organisierte die Regierung im November 2010 für 7846 weitere Äthiopier die "Aktion Taubenflügel". Im vergangenen Oktober startete der erste von insgesamt 93 Flügen. Die Falascha Mura waren in den vergangenen Jahren in Transitlagern bei der nordäthiopischen Stadt Gonder untergebracht. Dort wurden sie versorgt und auf das Leben in Israel vorbereitet.

    Rund 500 Demonstranten traten am Mittwoch vor dem Amtssitz des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu lautstark dafür ein, die Luftbrücke für mehr als 5000 weitere Äthiopier aufrechtzuerhalten, die keine Anerkennung als praktizierende Juden erhalten hatten. Nach Plänen der israelischen Regierung sollen Äthiopier, die ein "Recht auf Rückkehr" als Juden geltend machen, nur noch individuell einen Aufnahmeantrag in Israel stellen dürfen.
    In Israel hat die schwarze Minderheit zum Teil unter Diskriminierung zu leiden. Im Jahr 1996 hatte die Tageszeitung "Maariv" enthüllt, dass der Magen David Adom, der "Rote Davidstern", über Jahre hinweg alle Blutspenden von äthiopischen Juden vernichtet hatte.

    Im vergangenen Jahr hatte der Fernsehkanal Channel 2 publik gemacht, dass 120 Hausbesitzer in der südisraelischen Kleinstadt Kirijat Malakhi einen geheimen Pakt geschlossen hatten, ihre Häuser und Wohnungen nicht an äthiopischstämmige Juden zu vermieten oder zu verkaufen. Viele Migranten aus Afrika leben in Israel in Armenviertel oder illegalen Siedlungen. Menschenrechtler werfen der Regierung vor, die äthiopischen Einwanderinnen zu Sterilisationen zu drängen. Die Behörden weisen die Anschuldigungen zurück.

    Israel beendet nach drei Jahrzehnten die organisierte Einwanderung äthiopischer Juden. Seit 1984 hat die Regierung knapp 100.000 Falascha aus Afrika ins Heilige Land gebracht. Doch auch in dem jüdischen Staat wird die Minderheit diskriminiert.


    Quelle: syd/AFP/dpa/SPIEGEL-ONLINE: http://www.spiegel.de/politik/ausland/aethiopiens-letzte-juden-emigrieren-mit-aktion-taubenfluegel-nach-israel-a-919152.html

    Foto: DPA




    Da sehen wir also einen kleinen Jungen, der - von seinem Vater ganz leicht mit Nachdruck unterstützt, nach dem Aussteigen aus dem Flieger den Boden auf dem Flughafen in Tel Aviv küsst ... den Boden des Landes, dass ihm verheißen wurde: Als getaufter Jude endlich "daheim" ...
    Doch wie wird es dem kleinen Jungen in 20 Jahren - also 2033 - ergehen: Wird er dann einen Beruf haben, sich gut integriert haben - wird er zufriedene Eltern haben, die sich im Rückblick freuen, dass sie den Schritt aus Äthiopien nach Israel damals in 2013 gemacht haben ??? Wir können ihnen nur viel Glück wünschen - und alles Gute ... - denn Zweifel sind angebracht ... 
    Es muss an dieser Stelle gestattet sein, dem "Heiligen Land" seine unheiligen Geschwüre aufzudecken. Und dazu gehört, wie sich ultraorthodoxe Juden gegenüber Frauen benehmen dürfen, dazu gehören die Frauensitzplätze hinten in den Bussen - dazu gehört Mauerbau an den Grenzen zu Palästina - und die Behandlung der Palästinenser insgesamt, die Vermarktung des in Palästina von Palästinensern geernteten Gemüses unter israelischer Flagge - der aggressive Siedlungsbau - und nun auch die Behandlung der jüdischen Minderheiten im eigenen Land. Hier werden mal wieder nicht Freunde und Neubürger - diesmal aus Äthiopien - enthusiastisch empfangen - sondern da sind Argwohn und Neid und Abschotten mit im Spiel - von Anfang an ... 
    Ich habe hier in diesem Block schon oftmals die Nase gerümpft, über das deutsche Unvermögen, das international anerkannte Prinzip der "Inklusion" anstatt althergebrachter "Exklusion" in die alltägliche Lebenspraxis umzusetzen: Doch eben nicht nur die deutsche Seele hat Probleme mit dieser Fairness von Hautfarbe zu hautfarbe, von Sprache zu Sprache, von Mentalität zu Mentalität: Es fehlt an Geduld und Duldsamkeit... 
    Und die Sätze: "Unterdrückt nicht die Fremden, die bei euch im Land leben, sondern behandelt sie genau wie euresgleichen. Jeder von euch soll seinen fremden Mitbürger lieben wie sich selbst. Denkt daran, dass auch ihr ... Fremde gewesen seid. Ich bin der Herr, euer Gott!" (3. Mose/Levitikus 19,33+34) steht in der Thora ebenfalls wie in der Bibel geschrieben - und sagt eigentlich alles - für ultraorthodoxe und liberalere Juden und Christen - und sogar für Muslime ... 

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    S!NEDi|art: als ich die augen aufschlug ...

    da klingen klänge - 
    da sprechen mehrere frequenzen
    aufeinander ein
    quietschen mit der loriot-ente

    zum glück schwirren da
    keine wepsen [sic!] mit ...
    und da - da knarrt auch kein moos
    in der brieftasche

    ja - ja sagte der alte ober-guru
    und blinzelte durch das üppige chlorophyll:
    es ist - es ist einfach zu schön hier ...
    um sein tranquilizer einzuschmeißen

    und zur wandlung in die lilaneonfarbene libelle
    müsst ihr euch allenfalls hinten anstellen:
    immer - und überhaupt - der reihe nach ...
    - und stellt euch dabei bitte nicht so an ...

    sinedi


    S!NEDi|art: als ich die augen wieder schloss ...


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    music: click on the speaker icon

    NENA: 99 LUFTBALLONS

    Hast Du etwas Zeit für mich
    Dann singe ich ein Lied für Dich
    Von 99 Luftballons
    Auf ihrem Weg zum Horizont

    Denkst Du vielleicht grad' an mich
    Dann singe ich ein Lied für Dich
    Von 99 Luftballons
    Und dass sowas von sowas kommt

    99 Luftballons
    Auf ihrem Weg zum Horizont
    Hielt man für UFOs aus dem All
    Darum schickte ein General

    Eine Fliegerstaffel hinterher
    Alarm zu geben, wenn es so wär'
    Dabei war da am Horizont
    Nur 99 Luftballons

    99 Düsenjäger
    Jeder war ein großer Krieger
    Hielten sich für Captain Kirk
    Das gab ein großes Feuerwerk

    Die Nachbarn haben nichts gerafft
    Und fühlten sich gleich angemacht
    Dabei schoss man am Horizont
    Auf 99 Luftballons

    99 Kriegsminister
    Streichholz und Benzinkanister
    Hielten sich für schlaue Leute
    Witterten schon fette Beute

    Riefen: "Krieg" - und wollten Macht
    Mann, wer hätte das gedacht
    Dass es einmal soweit kommt
    Wegen 99 Luftballons

    99 Jahre Krieg
    Ließen keinen Platz für Sieger
    Kriegsminister gibt es nicht mehr
    Und auch keine Düsenflieger

    Heute zieh ich meine Runden
    Seh' die Welt in Trümmern liegen
    Hab' nen Luftballon gefunden
    Denk' an Dich und lass' ihn fliegen

    ...........................

    Und dass sowas 
    von sowas kommt:

    Nach einer überraschenden Niederlage der britischen Regierung im Parlament sollen die Streitkräfte des Landes nicht an einem etwaigen Syrien-Angriff teilnehmen. Premierminister David Cameron verlor am späten Donnerstagabend eine Grundsatz-Abstimmung über den Einsatz. Verteidigungsminister Philip Hammond sagte anschließend, man werde "sich nicht beteiligen".

    Danke liebes britische Parlament ...

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    S!NEDi|photo|graphy: seele

    Der olle Professor Dr.Virchow - oder war das doch etwa der Sauerbruch - hat gesagt: „Ich habe mehr als tausend Menschen seziert, aber eine Seele habe ich nicht gefunden.“

    Da muss ich meinen Widerspruch anmelden: Meine uneigennützige Photographierey - bis in die allerletzten Winkel allen Seins - hat es eben - am 31.08.2013, 16.23 Uhr MESZ - zu Tage gebracht: Die gestochen scharfe photographische Abbildung der Seele ...
    Sie kam mir so plötzlich zustande ... - ohne eigenes Zutun: Eben nicht vom Menschen gemacht ...

    Und ich stell das Photo hier zum Beweis ein: Un-retuschiert - nur ein wenig an den Rändern beschnitten: Seht selbst ...

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