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  • 04/03/14--13:24: kabelsummen | gedicht & bild


  • lasst uns miteinander
    füreinander 
    lasst uns reden
    lasst uns 
    quatschen flüstern 
    kichern stöhnen - 
    brabbeln quieken
    was sich in 
    verwurstelten 
    kabeln zu summen
    verdichtet - ähhh - 
    pardon: zum summen
    verdichtet: mit kleiner amplitude
    ein rauschen: 
    ganz silbergrau
    für den mann da in der sonne:  
    gar nicht so 
    einfach - da hinein
    zu langen - 
    mittenmang anzuzapfen
    ("o'zapft is ... -  gell ...") 
    um dann das gehörte wispern 
    & rauschen & zirpen
    sinnvoll zu trennen
    zuzuordnen: hals 
    über kopf
    oder kopfüber
    aus der schlinge:
    zuziehen!
    im allerletzten 
    augenblick mal:
    lasst uns 
    offen miteinander
    reden: so - 
    als wäre nichts
    gewesen: häschen 
    in der grube
    saß uns schlief:
    unter der blaugefärbten 
    eierschale des
    capitano-grande admirals columbus ...
    und du weißt ja:
    wer A sagt ...

    sinedi






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    Da ist selbst zur 800-Jahr-Feier der Stadt Bielefeld das Stadtmarketing nicht drauf gekommen: Drei junge Männer beklebten 20 Ortseinfahrtsschilder ausgerechnet zum 01. April mit dem sympathischen Buchstabenverdreher: LIEBEFELD - statt BIELEFELD - und banden hier und da sogar noch einen roten Herzchen-Luftballon dazu ...
    Das ist doch mal eine positive Meldung über die Puddingstadt, die es nach einem alten Vertälleken ja gar nicht geben soll - und deren Fußballmannschaft nach einigen kurzfristigen Höhenflügen zur Zeit wieder auf dem zweitletzten Platz der 2. Bundesliga herumkrebst...

    Eigentlich haben wir Bielefelder also wenig zu lachen - und wir kneifen uns ab und zu schon einmal selbst, um zu überprüfen, ob wir auch tatsächlich existieren ...

    Als alter "Schil(d)sker" (so nennt man die Ureinwohner des Bielefelder Stadtteils Schildesche...) wohne ich inzwischen an die 40 Jahre in Bielefeld-Sennestadt - also einmal über den Teuto gehupft - bzw. durch den "Bielefelder Pass" geeiert - und - siehe da - hier sieht die Welt schon ganz anders aus: Diese Weite - bis ins Paderborner Land (und Paderborn hat auch - zur Zeit wenigstens - die bessere Fußballmannschaft) - und bis in die Soziologenstadt Oerlinghausen hinein (Max Weber und Niklas Luhmann wohnten hier ...) kann ich meinen Blick schweifen lassen - und kann dieses Bielefelder Fragezeichen einfach links hinterm Berg liegen lassen - und mich nach Paderborn oder Detmold orientieren ...
    Bild|montage nach: Dominik Vetter | NW: Blick von der Sparrenburg über Liebefeld


    Aber nun - mit dem sympathischen Wort-Anagramm "LIEBEFELD" erfährt Bielefeld ja eine echte Aufwertung - und ich schreibe dies hier auch auf - um etwas an Abbitte zu leisten - bei LIEBEFELD bekenne ich mich natürlich rasch wieder - dazu zu gehören - wenn ich auch in der Vergangenheit einige Male mich bielefeldmäßig "verleugnet" habe ("ich komme aus Ostwestfalen" - "ich bin Sennestädter, was dann ja leider zu Bielefeld eingemeindet wurde" - "ich komme aus Schildesche, einem kleinen Dorf bei Bielefeld" - usw.)...

    Zu den überklebten Ortseingansschildern äußerte sich - wie in Bielefeld üblich - natürlich die Polizei-Sprecherin Sonja Rehmert: Sie findet die Idee zwar "niedlich", es sei aber trotzdem nicht erlaubt, Verkehrsschilder zu überkleben. Die Polizei sieht aber keinen Straftatbestand. "Denn die Ortseingangsschilder waren als solche noch zu erkennen", sagt sie. Eine Gefahr für die Autofahrer habe auch nicht bestanden, so Rehmert. 




    Die Straßenverkehrsbehörde hat die Aufkleber gestern vom Bauhof entfernen lassen, sagt Teamleiter Ralf Kleimann. Begeistert war er von der Aktion nicht. Er hofft jetzt, dass die Schilder nicht beschädigt worden sind. "Das wäre ärgerlich."

    Auch bei der Bielefelder Tageszeitung NEUE WESTFÄLISCHE hing ein "Liebefeld"-Plakat samt Luftballon vor der Tür. Das hat jetzt einen Ehrenplatz im Haus.

    Die wegen der Bielefeld-Verschwörung ("Bielefeld gibt's doch gar nicht...) und dem Auf und Ab der Arminia schon in den letzten Jahren arg gebeutelten Bielefelder sind Feuer und Flamme für den neuen Stadtnamen. Vor allem in den sozialen Netzwerken ist die Aktion Thema. Wer dahinter steckt, ist einigen Wenigen zwar bekannt, aber die drei Scherzkekse, die in der Nacht auf den 1. April rund 20 Ortseingangsschilder beklebt haben und zuvor schon die Facebook-Seite "Liebefeld" eingerichtet hatten, wollen sich in der Öffentlichkeit allerdings nicht zu erkennen geben. Konsequenzen müssen sie nach derzeitigem Stand aber nicht fürchten, sagt Ralf Kleimann von der Straßenverkehrsbehörde. Denn beschädigt worden waren ja die Schilder tatsächlich nicht...


    Photo|graphic nach NW-Foto



    Und wenn auch bei der Polizei das Liebesgeständnis zwar nicht ganz so toll gewertet wurde, bei den Bielefeldern selbst aber kam die Idee um so besser an. 


    Befragung auf dem Internet-Portal der NEUEN WESTFÄLISCHEN


    Auf der Bielefelder Facebook-Seite der NW, auf der die Redaktion ein Liebefeld-Foto gepostet hatte, klickten mehr als 1.250 User auf den "Gefällt mir"-Button, aus den Kommentaren sprach große Begeisterung. "Wir wollen Liebefeld für die Bielefelder liebenswerter machen", sagt einer des Klebe-Trios. Denn die Stadt sei weitaus besser als ihr Ruf. Weitere Aktionen seien geplant, bei denen die Liebefelder, also wahre Freunde der Metropole in OWL, mitgenommen werden sollen. 

    In Warnwesten gehüllt hatten die drei die Schilder beklebt. Nach drei Stunden war die Klebe-Aktion vorbei. Noch am Dienstag wollten sie die Folien entfernen, doch der Bauhof war ihnen zuvorgekommen.


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    ... Entdecken Sie die Ostwestfälischen bzw. Bielefelder Expressionisten in zwei parallelen Ausstellungen: 




    ... und vom 05. April – 29. Juni 2014 die Ausstellung:
    • Peter August Böckstiegel - im Jahr des 125. Geburtstages: 
    „Erlebtes und Erschautes“ - Unbekannte Arbeiten auf Papier 
    Peter August Böckstiegel, Westfälischer Bauer mit weißem Bart, um 1923, Aquarell, 75,4 x 56,5 cm, Peter-August-Böckstiegel-Stiftung, Werther © VG Bildkunst, Bonn 2013/2014


    Im Jahr des 125. Geburtstages von Peter August Böckstiegel am 07.April präsentiert der Herforder Kunstverein im Daniel-Pöppelmann-Haus eine Ausstellung mit knapp 60 Werken des berühmten westfälischen Expressionisten. 

    Dabei soll der Schwerpunkt auf Arbeiten auf Papier liegen, farbkräftigen Aquarellen und Pastellen oder expressiv umgesetzten Holzschnitten und Radierungen, die einer breiten Öffentlichkeit bislang nur selten oder gar nicht vorgestellt worden sind. Die Arbeiten aus Privatbesitz werden mit ausgewählten Werkgruppen aus dem Nachlass des Künstlers ergänzt, der seit 2008 von der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung in Gütersloh betreut wird.
    Junge Bückeburgerin: Gemalt um 1924. Es handelt sich um ein Aquarell
    über schwarzer Tusche. Das Bild befindet sich im Privatbesitz.
    Foto: Vincent Böckstiegel | NW

    Passend zum 125. Geburtstag des berühmten westfälischen Expressionisten eröffnet der Herforder Kunstverein am 5. April die Sonderausstellung mit knapp 70 Werken. 

    Zu sehen sind unter anderem farbkräftige Aquarelle und Pastelle sowie expressiv umgesetzte Holzschnitte und Radierungen, darunter die zehn seltenen Farblithografien der Mappe "Bauernleben". Viele der in Herford ausgestellten Werke befinden sich seit langer Zeit in privatem Besitz versierter Kunstfreunde und treuer Sammler, die ihre wohlgehüteten Schätze nicht leichtfertig hergeben. 

    Diese Arbeiten werden mit ausgewählten Werkgruppen aus dem Nachlass des Künstlers ergänzt, der seit 2008 von der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung in Gütersloh betreut wird. Die Ausstellung geht vom 5. April bis 29. Juni und heißt: "Erlebtes und Erschautes - Unbekannte Arbeiten auf Papier".


    Bauern bei nächtlichem Gewitter (1920) | Foto: Kunsthalle Bielefeld | Herforder Kreisblatt
    Am 7. April 1889 - vor 125 Jahren - wurde Böckstiegel in Arrode bei Werther geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Der Künstler entstammt einer Kleinbauernfamilie und besucht zunächst die Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Bielefeld. Die Malklasse leitet Ludwig Godewols, ein der Moderne gegenüber aufgeschlossener Lehrer. 

    Schon früh werden die deutschen Expressionisten, Edvard Munch und ganz besonders Vincent van Gogh zu Böckstiegels künstlerischen Vorbildern. 1913 folgt der Wechsel an die Akademie der bildenden Künste in Dresden, wo Böckstiegel dem Maler Conrad Felixmüller begegnet, dessen Schwester Hanna er nach der Erfahrung als Soldat im Ersten Weltkrieg nach seiner Rückkehr 1919 heiratet.

    Böckstiegel verbringt von nun an die Sommermonate in Arrode und die Wintermonate in Dresden. Er versteht sich als moderner und ganz dem Expressionismus verpflichteter Künstler, findet seine wichtigsten Motive aber zeitlebens in der bäuerlichen Lebenswelt seiner Heimat. 
    Weiblicher Akt:
    1913 ist dieses Bild
    aus blauer Kreide
    entstanden.
    Foto: Vincent Böckstiegel | NW

    In den 1920er- und frühen 1930er-Jahren schafft er eine große Zahl von Aquarellen, Zeichnungen und Druckgraphiken, die in Expressivität und Farbkraft nicht hinter seinen großformatigen Gemälden zurückstehen. Die Diktatur der Nationalsozialisten wird für das Schaffen des Künstlers zu einer Zäsur. Böckstiegel wird schon bald als "entartet" gebrandmarkt, viele seiner Werke wurden aus Museen beschlagnahmt und vernichtet. 

    Während des Bombardements von Dresden im Februar 1945 wird sein Atelier zerstört und darin ein großer Teil seines Frühwerks und Dutzende seiner Skulpturen vernichtet. Böckstiegel kehrte daraufhin endgültig in sein Elternhaus zurück, wo er bis zu seinem Tod am 22. März 1951 lebt und arbeitet. 

    "Mit seinen einfühlsamen und ausdrucksstarken Porträts und den farbkräftigen Darstellungen der Landschaft seiner Heimat ist Böckstiegel zu einem wichtigen Vertreter des deutschen Expressionismus geworden", sagt Professor Dr. Theodor Helmert-Corvey, Vorsitzender des Herforder Kunstvereins.

    © 2014 Neue Westfälische Herford, Freitag 14. März 2014

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    Der Künstler:
    Peter August Böckstiegel,
    ca. 1913. Foto Pätzold | NW
    Peter August Böckstiegel (* 7. April 1889 in Arrode (heute Werther (Westfalen)); † 22. März 1951 ebenda) war ein deutscher Maler und Vertreter des Westfälischen Expressionismus.

    Leben

    Das Geburtshaus von Peter August Böckstiegel in Werther-Arrode (Januar 2010)
    Peter August Böckstiegel wuchs als fünftes von sechs Kindern in Arrode, das heute zu Werther (Westfalen) gehört, in einer Kleinbauern- und Leineweberfamilie in einfachsten Verhältnissen auf. Bereits in der Volksschule in Werther wurde seine künstlerische Begabung deutlich. 1903 begann er eine Maler- und Glaserlehre im benachbarten Bielefeld.

    Nach dem erfolgreichen Abschluss der Gesellenprüfung als Maler im Jahr 1907 besuchte Böckstiegel die neu gegründete Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bielefeld. Ludwig Godewols, Lehrer für Zeichnen nach der Natur an der Fachschule der Malerinnung in Bielefeld, erkannte sein ungewöhnliches künstlerisches Talent und förderte ihn.

    Im Jahr 1909 besuchte er mit Godewols und Mitschülern das Folkwang-Museum in Hagen, wo Werke von Paul Gauguin, Paul Cézanne, Édouard Manet, Auguste Renoir, Auguste Rodin und Anselm Feuerbach ausgestellt wurden.

    Erste datierte Bilder Böckstiegels stammen aus dem Jahr 1910. Obwohl in der Kunstgewerbeschule auf naturalistische Darstellungen äußersten Wert gelegt wurde und durch Böckstiegel akademische Zeichnungen mit klassischen Schattierungen und Verwischungen entstanden, fand Böckstiegel schon früh zu seinem eigenen Stil.

    Im Jahr 1912 besuchte Böckstiegel mit seinem Lehrer Godewols und einigen Mitschülern die Sonderbund-Ausstellung in Köln, wo ihn besonders Vincent van Gogh beeindruckte.

    Zum Wintersemester 1913 wechselte er mit Hilfe eines privaten Stipendiums an die Akademie der Bildenden Künste nach Dresden, wo er vor allem auch Conrad Felixmüller und wenig später dessen Schwester Hanna Müller († 1988) kennenlernte. Seine Lehrer waren Oskar Zwintscher und später Otto Gussmann, bei dem er später Meisterschüler wurde. Gegen Widerstände im Lehrbetrieb, in dem er vor allem das „jugendliche Brennen der Brücke-Maler“ vermisste, behielt er seinen bereits entwickelten Stil bei und beeinflusste nach Einschätzung Felixmüllers durch seine befreiend wirkende farbige Kraft, seinen unmittelbaren Vortrag und seine Naturverbundenheit nicht nur das Schaffen seiner Mitschüler, sondern auch seines Lehrers Gussmann. Im Jahr 1914 entstand eines der beeindruckendsten Porträts dieser Zeit, das Conrad Felixmüller breitbeinig und Pfeife rauchend vor einer wild geblümten Tapete als selbstbewussten Künstler zeigt.

    Zu Beginn des Jahres 1915 wurde Böckstiegel zum Kriegsdienst herangezogen. Am 1. Januar 1915 vollendete er das Bild Abschied, das ihn und seine Verlobte Hanna vor einem leuchtend gelb-orangen Hintergrund zeigt. Während Böckstiegel aufrecht stehend in beiden Händen und im Mund Pinsel hält, schmiegt sich Hanna an ihn, wobei ihr Gesicht in grünen und gelben Tönen gehalten ist. Im Krieg musste er als Landsturmmann dienen, behielt aber die Möglichkeit, nebenher künstlerisch zu arbeiten. In den Jahren 1916 bis 1919 wurde er in Russland, Rumänien und in der Ukraine eingesetzt.

    Während des Krieges brachen seine Kontakte zur Dresdner Szene nicht ab. 1917 schloss er sich mit Conrad Felixmüller, Bernhard Kretzschmar, Otto Lange und Constantin von Mitschke-Collande zur Gruppe 1917 (siehe Dresdner Sezession) zusammen, deren Werke nun zusammen mit denen der Brücke-Künstler gezeigt wurden.

    Ein englisches Schiff brachte ihn und seine Kameraden im März 1919 von Nykolajew am Schwarzen Meer zurück nach Deutschland.


    Peter August Böckstiegel,
    Männlicher Akt, 1913,
    Aquarell, 71 x 51 cm,
    Peter-August-Böckstiegel-Stiftung, Werther
    © VG Bildkunst, Bonn 2013/2014
    1919 gründete sich die Dresdner Sezession Gruppe 1919, zu deren Mitgliedern Conrad Felixmüller, Otto Dix, Otto Schubert, Gela Foster, Otto Lange, Lasar Segall, Otto Pankok, Constantin von Mitschke-Collande, Wilhelm Heckrott, Hugo Zehder und als auswärtiges Mitglied Oskar Kokoschka gehörten. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg im März schloss Böckstiegel sich der Gruppe an. Im Juli 1919 heiratete er seine Verlobte Hanna Müller. Ende des Jahres verließ er gemeinsam mit Felixmüller und Schubert die Gruppe 1919.

    Im Jahr 1920 wurde seine Tochter Sonja († 2005) geboren. Im gleichen Jahr gewährte ihm die Dresdner Akademie der Bildenden Künste das Carlo Torniamentische Reise-Stipendium.

    Im Jahr 1921 erhielt er anstelle des auch Rompreis genannten Großen Sächsischen Staatspreises, den er als Bürger Preußens nicht erhalten konnte, ein Ehrenzeugnis mit dem dazugehörigen Geldpreis.

    1925 kam sein Sohn Vincent († 2007) zur Welt.

    Im Jahr 1929 begann Böckstiegel mit der Fertigung erster plastischer Arbeiten. Noch im selben Jahr starb seine Mutter. Wenig später (1931) starb Böckstiegels Vater. Böckstiegel verlor mit ihnen die Menschen, von denen er selbst schrieb, dass sie ihm als erdverbundene Menschen, die unermüdlich ihr ganzes Leben lang, mit ausdauerndem Fleiß und größter Liebe ihr Ackerland in Arrode bebauten, in seiner Arbeit zum Sinnbild des Menschentums wurden.

    Eine deutliche Zäsur erfuhr sein Schaffen in der Zeit des Dritten Reiches. Zwar wurde Böckstiegel nicht mit einem Ausstellungsverbot belegt, jedoch wurden seine Werke zur „entarteten Kunst“ erklärt, abgehängt, zurückgewiesen, beschlagnahmt oder gar zerstört. 1933 wurden sein Gemälde Bauernkind mit Äpfeln zunächst aus der Dresdner Gemäldegalerie und anschließend weitere Werke von anderen Museen aus den Sammlungen entfernt. 1937/1938 wurden über 100 seiner Werke beschlagnahmt und, soweit sie nicht gegen Devisen im Ausland verkauft werden konnten, auf dem Hof der Berliner Feuerwehrwache verbrannt.

    Bei der Bombardierung Dresdens am 13./14. Februar 1945 wurden sein Atelier am Antonsplatz 1 und über tausend seiner Werke, Plastiken, Gemälde, Zeichnungen, Druckstöcke und Radierplatten vernichtet. Böckstiegel selbst entging dem Bombardement nur knapp, nachdem er zuvor versucht hatte, Teile seines Werkes auszulagern. Er kehrte mit seiner Familie zurück in sein Elternhaus nach Werther, das den Krieg unbeschadet überstanden hatte. Dort ging er an den Ausbau des Hauses, um sich ein neues Atelier und eine dauerhafte Bleibe zu schaffen.

    Im Jahr 1947 wurde Böckstiegel Erster Vorsitzender der „Westfälischen Sezession 1945“.

    In den Jahren 1948 und 1949 porträtierte Böckstiegel meist unter der Überschrift „Stumme Anklage“ eine Reihe von durch Krieg, Not, Flucht und Vertreibung gezeichnete Flüchtlingen, die nach Westfalen gekommen und bei den Bauern seiner Nachbarschaft untergebracht worden waren.

    1949 kehrte Böckstiegel nach Dresden zurück und beteiligte sich an der 2. Deutschen Kunstausstellung. Er erhielt ein Ehrenatelier in der Akademie in Dresden. Noch im gleichen Jahr besuchte er mit seinem Sohn Vincent die Ruine am Antonsplatz 1. Aus dem verschütteten Keller barg er beschädigte Plastiken und einen Teil der Fragmente.

    In den staatlichen Kunstsammlungen Dresdens begann 1950 eine umfassende Einzelausstellung, die über Böckstiegels Tod hinaus in vielen Städten zu sehen war.

    Am 22. März 1951 verstarb Peter August Böckstiegel in seinem durch sein künstlerisches Schaffen durch und durch geprägten Elternhaus in Arrode. Er liegt auf dem Evangelischen Friedhof in Werther begraben.

    Böckstiegels Platz in der Kunstgeschichte heute

    Sein Frühwerk ab 1910 ist zunächst noch impressionistisch verhaftet. Aufgrund seines Schaffens in der Zeit von 1913 bis 1925 gehört er zu den wichtigsten Vertretern des späten Expressionismus. Zusammen mit August Macke, Heinrich Campendonk,Wilhelm Morgner, Hermann Stenner und Christian Rohlfs gehört er zu den herausragenden Vertretern des rheinisch-westfälischen Expressionismus.

    Hervorzuheben sind die Vielfalt der von ihm meisterlich beherrschten künstlerischen Ausdrucksformen, ausgehend von der Malerei über die Grafik, insbesondere auch der Druckgrafik, die Plastik, dekorative Werke (wie Reliefs, Mosaike und künstlerisch gestaltete Glasfenster) bis hin zur künstlerischen Gestaltung seines Eltern- und Wohnhauses durch Farbgebung und Schnitzereien.

    Seine Liebe zur Natur, seine lebenslange Verbundenheit zu seiner Familie, vor allem seinen Eltern, seiner Frau und seinen zwei Kindern, den Nachbarn und seinem Elternhaus und seiner westfälischen Heimat prägen sein Werk.

    Böckstiegels Werke zeigen vor allem die bäuerliche Lebenswelt. Als sein Vorbild bezeichnete der Maler den Franzosen Jean-François Millet. Denn so echt und bäuerlich groß wollte er auch malen. Böckstiegels Oeuvre zeigt enge Bezüge zu van Gogh, nicht nur sein Selbstbildnis von 1914 sondern auch diverse Gemälde mit Sonnenblumen sind Indizien für seine intensive Auseinandersetzung mit Werken von Vincent van Gogh.

    Sonstiges

    • Das Peter-August-Böckstiegel-Haus, sein Geburtshaus in Werther, in dem er in den Sommermonaten lebte und arbeitete und das immer wieder zum Ausgangspunkt seiner Werke wurde, ist in seiner ursprünglichen Art erhalten und in der authentischen Einbindung in die westfälische Landschaft ein kultureller und touristischer Anziehungspunkt. Durch Farbgebung, Schnitzereien, Mosaike und Glasfenster gestaltete Böckstiegel das Haus zu einem Kunstwerk. Zu sehen sind neben Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Grafiken auch Plastiken verschiedener Schaffensperioden aus dem Nachlass des Künstlers. Das Haus kann nach Absprache und im Rahmen von öffentlichen Führungen besichtigt werden.
    • Nach seinem Tod setzten sich sowohl seine Frau Hanna als auch seine Kinder Sonja und Vincent Böckstiegel für die Erhaltung des Hauses und der Werke von Peter August Böckstiegel ein. Haus und Werk als Einheit, als Gesamtkunstwerk zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, war für sie eine Verpflichtung, die sie bis an das Ende ihres Leben ernstnahmen. Für ihre Verdienste um den Erhalt des Lebenswerkes Peter August Böckstiegels verlieh der Bundespräsident 1984 Hanna Böckstiegel und 2004 Sonja und Vincent Böckstiegel das Bundesverdienstkreuz.
    • Damit das Lebenswerk ihres Vaters auch über ihren Tod hinaus bewahrt, verbreitet und präsentiert wird, legten Sonja und Vincent Böckstiegel die Gründung der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung fest. Dazu schlossen sie 1992 einen Erbvertrag mit dem Kreis Gütersloh. Mit diesem Vertrag haben Vincent und Sonja Böckstiegel nach ihrem Tod dem Kreis Gütersloh die ihnen gehörenden Werke ihres Vaters und das Böckstiegel-Haus vererbt. Zugleich verpflichtete sich der Kreis Gütersloh gegenüber den Geschwistern Böckstiegel dazu, nach dem Erbfall die Peter August Böckstiegel-Stiftung zu gründen. Im Rahmen der Vorbereitungen der Stiftungsgründung verdeutlichte der Kreis Gütersloh das Ziel, das Peter-August-Böckstiegel-Haus durch einen Museumsbau zu ergänzen. Die Peter-August-Böckstiegel-Stiftung wurde am 18. Dezember 2008 gegründet. Ihre Aufgabe ist es, das Böckstiegel-Haus und das Lebenswerk des Künstlers zu erhalten, den Nachlass künstlerisch zu betreuen und diesen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
    • Auf der Basis eines um die Geschwister Böckstiegel bestehenden Freundeskreises wurde 1993 der P.A. Böckstiegel Freundeskreis e.V. gegründet. Zweck des Vereins ist die Pflege des Andenkens an Leben und Wirken des Künstlers Peter August Böckstiegel sowie die Erhaltung und Verbreitung seines Werkes. Der Verein hat neben vielen anderen Aktivitäten die Werkverzeichnisse erarbeiten lassen und zusammen mit der Kunsthalle Bielefeld Ausstellungen ermöglicht.
    • Der P.A. Böckstiegel Freundeskreis e.V. vergab 2007 erstmals den „Peter August Böckstiegel-Preis“. Die Auszeichnung richtet sich an bildende Künstlerinnen und Künstler unter 40 Jahren aus den Kunstgattungen Malerei, Grafik und Skulptur, deren Geburts-, Wohn- oder Arbeitsort in Ostwestfalen-Lippe liegt. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert; dem Gewinner winkt zusätzlich eine Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld. Erste Preisträgerin war die gebürtige Herforderin Nicole Schuck aus Berlin.
    • Seine Geburtsstadt präsentiert sich heute unter der Slogan „Böckstiegel-Stadt Werther“. Entlang der Schloßstraße führt der Böckstiegel-Pfad durch Werther (Westfalen). Anhand der 15 ausgeschilderten Stationen erfährt man über Leben und Werk in der Landschaft, in der er zu Lebzeiten seine Motive suchte. Außerdem ist die örtliche Gesamtschule nach ihm benannt.
    • Während seiner Maler- und Glaserlehre musste Böckstiegel die Strecke von Werther nach Bielefeld täglich zu Fuß gehen. Daran knüpft symbolisch der „Böckstiegel-Lauf“ als eine Laufveranstaltung an. Veranstalter sind die Werbe-Gemeinschaft Werther gemeinsam mit dem P.A. Böckstiegel Freundeskreis e.V. Sportlicher Ausrichter ist der LC Solbad Ravensberg.
    • In Bielefeld und Dresden sind Straßen nach Böckstiegel benannt.

    WIKIPEDIA


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    iNFO
    Der Kunstverein und das Museum


    • Das Daniel-Pöppelmann-Haus am Deichtorwall ist die Heimat des Herforder Kunstvereins. 
    • Der Verein besteht seit 1955, das Wirken und Werben für Kunst und Kultur in Herford stehen im Mittelpunkt.
    • Die Öffnungszeiten des Museums im Daniel-Pöppelmann-Haus sind dienstags bis samstags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags, 11 bis 18 Uhr.
    • Weitere Informationen zu dem Verein gibt es im Internet unter der Adresse www.kunstverein-herford.de

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    Link: Freundeskreis P.A. Böckstiegel e.V.
    Link: Peter August Böckstiegel Haus
    Link: Aktuelle Austtellung zum 125. Geburtstag P.A. Böckstiegels im Herforder Kunstverein



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    Hier clicken zur NW-FOTOSTRECKE

    Alle guten Dinge sind Drei:


    ... Entdecken Sie die Ostwestfälischen bzw. Bielefelder Expressionisten in 
    drei (!) parallelen Ausstellungen ... 
    Google-Map


    Das wäre doch echt eine lokale "Kunstrundreise" wert: Von der Kunsthalle Bielefeld sind es 16,4 km bis zum Daniel-Pöppelmann-Haus in Herford - und von dort bis nach Hiddenhausen-Lippinghausen zum Rathaus noch einmal 7,1 km: = innerhalb 23,5 Straßenkilometern finden diese 3 interessanten Ausstellungen relativ unbekannter Westfälischer 
    Expressionisten statt: Lassen Sie sich überraschen ...

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    • Also - da ist einmal "Das Glück in der Kunst" vom 21.03. bis 03.08. in der Kunsthalle Bielefeld: Die Sammlung Bunte mit den Werken von Hermann Stenner u.a., der 2014 100 Jahre alt geworden wäre ...
    • ... und vom 05. April – 29. Juni 2014 die Ausstellung: Peter August Böckstiegel - im Jahr des 125. Geburtstages: „Erlebtes und Erschautes“ - Unbekannte Arbeiten auf Papier - im Herforder Kunstverein, Daniel-Pöppelmann-Haus
    • ... und bis zum 06. Juni 2014 die Ausstellung: Victor Tuxhorn - im Jahr seines 50. Todestages: Werke - in der Rathaus-Galerie in Lippinghausen-Hiddenhausen
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    • - und dann - ab Ende Mai -
      parallel dazu:
    Donnerstag, 22.05.2014                      
    Eröffnung der Ausstellung mit Werken des Schildescher Malers 
    Victor Tuxhorn  
    anlässlich seines 50. Todestages
    mit einleitenden Worten von Dr. David Riedel  
    Die Ausstellung ist bis zum 7. Juli 2014 in der Filiale der Bielefelder Volksbank, BI-Schildesche (oben in der Google-Map-Karte eingezeichnet...) Westerfeldstraße, während der Banköffnungszeiten, zu besichtigen ...
    ...................................................................

    Nun aber - aktuell: Victor Tuxhorn im Rathaus zu Lippinghausen-Hiddenhausen:

    Ein bodenständiger Moderner

    Arbeiten des Westfälischen Expressionisten 

    VON RALF BITTNER | NW - mit NW-FOTOSTRECKE von Ralf Bittner

    Holzschnitt ca. 1935: Frachtwagen | Foto: annexgalleries.com

    Text der Einladungskarte zur Ausstellung in Hiddenhausen

    Victor Tuxhorn gehört zur Generation der um 1900 geborenen Künstler aus Ostwesfalen, die man zwar kenne, über die man aber oft wenig wisse, sagte Kunstpädagogin Sonja Ziemann-Heitkemper bei der Eröffnung der Ausstellung Victor Tuxhorn in der Galerie im Rathaus. Dort sind rund 60 Arbeiten des 1892 geborenen Bielefelders zu sehen.

    "Die Arbeiten stammen zum großen Teil aus privaten Sammlungen", sagte Christian Grube vom Kulturamt der Gemeinde, "und waren in dieser Kombination noch nie gemeinsam zu sehen." Grube kennt viele der Besitzer und stellte die Ausstellung zusammen: "Anlass ist der 50. Todestag des Künstlers." Tuxhorn arbeitete von 1923 bis 1964 in Bielefeld-Schildesche als freischaffender Künstler und starb am 28. Juni.


    Victor Tuxhorn: Selbstbildnis 1923 | Foto: Böckstiegel-Haus

    Tuxhorn erlernte ab 1906 des Malerhandwerk und besuchte sonntags die Kunstgewerbeschule Bielefeld und studierte dort bei Ludwig Godewols und Karl Muggly. 1912 besuchte die Klasse die Sonderbundausstellung in Köln, eine Schau mit rund 650 Arbeiten, die in 29 Sälen alles präsentierte, was heute als "Klassische Moderne" bekannt ist. "Sie können sich nicht vorstellen, welche Wirkung diese Eindrücke hatten", sagte Ziemann-Heitkemper, eine Ausstellung im Marta sei nichts verglichen mit diesen Eindrücken, die sich in Tuxhorns Werk niederschlagen. 

    Die Arbeit "Apfelbaum schüttelnder Mann" ist noch stark vom Jugendstil geprägt, "kaum glaublich, dass das ein Tuxhorn ist", so eine erstaunte Besucherin vor der kolorierten Radierung. Nach den Fronterfahrungen während des Ersten Weltkriegs studierte er an der Kunstakademie Dresden und kehrte 1923 nach Bielefeld zurück. Er schuf zahlreiche Holzschnitte, Porträts und immer wieder Heimatmotive, jetzt expressionistisch geprägt. Dabei erweist er sich als genauer Beobachter mit einem manchmal an Zille erinnernden Witz, der Öl, Bleistift ebenso sicher einzusetzen weiß wie Radierung-, Holz- oder Linolschnitt. 

    Tuxhorn gehört zum Kreis expressionistischer Künstler Ostwestfalens um Peter August Böckstiegel, dem der Herforder Kunstverein ab dem kommenden Wochenende eine Ausstellung widmet. Mit einer Ausstellung um den Bielefelder Hermann Stenner widmet sich auch die Bielefelder Kunsthalle der Bielefelder Moderne. Tuxhorn gehört dazu und ist es wert neu entdeckt zu werden. Diese Ausstellung bietet dafür viele Anknüpfungspunkte.


    FOTOS: RALF BITTNER - wenn nicht anders benannt ...

    Die Ausstellung ist bis zum 6. Juni in der Galerie im Rathaus in Lippinghausen-Hiddenhausen, Rathausstraße 1, zu sehen.

    © 2014 Neue Westfälische Herford, Montag 31. März 2014






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    Auf folgende Veranstaltungen in OWL sei schon hingewiesen:


    So sah sich Victor Tuxhorn
    ca. 1912
    Donnerstag, 22.05.2014  
    Eröffnung der Ausstellung mit Werken des Schildescher Malers 
    Victor Tuxhorn 
    anlässlich seines 50. Todestages - mit einleitenden Worten von Dr. David Riedel 
    Die Ausstellung ist bis zum 7. Juli 2014 in der Filiale der Bielefelder Volksbank, Westerfeldstraße, während der Banköffnungszeiten, zu besichtigen.

    Donnerstag, 12.06.2014
    20:00 Uhr
    Vortrag von Dr. Andreas Beaugrand zum Thema: 
    Victor Tuxhorn und die Werkkunstschule in Bielefeld. 
    Im Haus der offenen Tür (HOT), Ringenbergstraße 12, Bielefeld-Schildesche

      
    Donnerstag, 26.06.2014
    20:00 Uhr
    Vortrag von Dr. David Riedel zum Thema: 
    Victor Tuxhorn und westfälischer Impressionismus.
    Im Haus der offenen Tür (HOT), Ringenbergstraße 12, Bielefeld-Schildesche 



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    Ich weiß nicht, ob Sie gestern Abend den neuen "POLIZEIRUF 110" gesehen haben: 
    In diesem Brandenburger "Polizeiruf" mit dem Titel: "KÄFER UND PRINZESSIN" ermittelt Hauptkommissarin Olga Lenski (Maria Simon) mit ihrem legendären "Assistenten" Revierpolizist Horst Krause (Horst Krause) nach einem Mord in einer Landkommune: ein Film über Idealismus und Freundschaften vergangener Tage - und ein Film über ein gnadenlos "Zerlegtes Neoöko-Idyll" (wie SZ.de das formuliert...). 
    Hier in der ARD-Mediathek können Sie bis zum 13.04.2014 - jeweils aus Jugendschutzgründen ab 20 Uhr - diesen kompletten Polizeiruf abrufen ... - ich finde ihn äußerst sehenswert - und gut gemacht ... 
    Und ganz am Anfang dieses Films - quasi zur Einstimmung - hört man William Elliott Whitmore mit dem Song: "Everything Gets Gone" - der mir das Herz höher schlagen ließ ...: Ich bin immer wieder meistenteils begeistert von der Song-Musik - jeweils im "Tatort" und im "Polizeiruf" - und zu diesem aktuellen Song habe ich wieder eine kleine SlideShow "komponiert" - als meine Assoziationen dazu:...


    CLICK ON THE SPEAKER-ICON


    Foto: nach sfoxmixtapes.blogspot.com








    Lyrics to
    Everything Gets Gone | WILLIAM ELLIOTT WHITMORE:


    I was born in these woods
    and these hills are my home
    and the fields will be ready
    when the springtime comes
    but I'm just here for a little while
    I'm just here for a little while
    like a tree by the river I'm holding on
    everything gets gone
    everything gets gone

    On the gravel road, oh about a mile down
    there's an old farm house with a fence around
    the windows are broken, the roof is falling in
    it's never going to be a home again
    like shutters in the wind I'm holding on
    everything gets gone
    everything gets gone

    These grave stones of the ones that were here before
    they're never going to live or love any more
    we're just here for a little while
    we're just here for a little while
    like a death bed man who can't hold on
    everything gets gone
    everything gets gone
    everything gets gone
    everything gets gone

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    Übrigens - nach ca. 28 Minuten gibt es eine Lagerfeuerszene, die mit dieser Musik unterlegt ist ... - ebenfalls sehr hörenswert ...

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    S!NEDi-iNS!DE
    DIE AHNENGALERIE (Nebenlinie)


    Liebe Zuschauer und Leser,


    für seine Verwandtschaft und seinen Stammbaum kann niemand etwas: ich habe hier oben einen Schnappschnuss geschnossen von der S!NEDi-iNS!DE-AHNENGALERIE (einer Nebenlinie, die in meinem Gesamt-Stammbaum sicherlich zu vernachlässigen ist - buckelige Verwandtschaft halt ...) - so wie sie mir somit täglich fast unverbrüchlich vor Augen scheint:
    von diesem Verwandten ist mir 
    der Name entfallen ...



    linksoben: der zurückhaltende Onkel Zager, ein etwas skeptisch in die Zukunft blickender Zeitgenosse, der noch immer an Wunder glaubt - aber vergeblich mit viel Langmut darauf wartet ...


    rechtsoben: der GrüneStruff, wie er von der Gesamtverwandtschaft bezeichnet wird - was der politisch wählt und denkt ist ja leicht zu erraten - und er jammert immer über die Klimakrise: gilt aber als der beste Zuhörer in unserer Groß-Sippe ...



    linksunten: Toledo Ratzfatz, der Akademiker, der zwar Politilogie und Soziologie studiert hat - jedoch als Grundschullehrer sein täglich Brot verdienen muss... - er hat jetzt ein international beachtetes Essay*) über "Integration versus Delegation - bzw. Inclusion versus Organisation" geschrieben ...(Toledo R. legt großen Wert auf das "c" in "Inclusion" - und bezeichnet die deutsche Problematik zu diesem Themenkreis folgerichtig als "längst überwundene aber nach der NS-Zeit sogar folgerichtig aufkeimende k-Substanz")*)=des weiteren beharrt Toledo R. auf "das Essay" statt "der Essay" - dies nur zur Erklärung ...



    rechtsunten: Dr. med. et al Peter Schwöck-Krunz, ein nicht ganz stubenreiner Halbcousin, mit dem eine alleinerziehende Großtante von ihrem Trip nach Indien (Bhagvan Osho - und all dies Gedöns - Sie wissen schon...) seinerzeit die Familie meinte "bereichern" zu müssen ... - er gestaltet in einschlägigen Zirkeln Wochenendkurse in "Orgasmusfragen nach Wilhelm Reichs Orgontheorie - auch gern mit praktischen Übungen" und trägt seine rote Baskenmütze als Kennzeichen und ostasiatisches Glaubensattribut ...



    Ein Familienposter aus Altbeständen ....







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    S!NEDi: aus dem licht formt sich das herz ...

    Mir liegt daran - auch mal einen "Impuls" zu setzen, der so indirekt für sich spricht - und eigentlich ganz unspektakulär und in gewisser Weise auch "unfromm" daherkommt ... Denn mein Gott ist ja überall und nirgends zu finden ("Ich bin - der ich bin"...) - und somit bin ich sowohl einer dieser "Pantheisten", die schon länger ahnen, Gott überall anzutreffen in der Natur, in der Welt und im (Über-)All - gleichzeitig spreche ich aber auch von "meinem" Gott - also meinem "persönlichen Gott", der mir innewohnt - und damit bin ich gleichzeitig ein "Monotheist" ... 

    Wenn nun der Pantheismus als auch der Monotheismus in meinem Gottesbild zusammengedacht sind - dann sage ich - etwa mit dem Theologen Klaus-Peter Jörns - die Vorstellung eines sogenannten "Holismus" als "Ganzheitslehre" kommt der Allgegenwärtigkeit, dem Paradoxon sowie der Ganzheit und Allumfassenheit Gottes als Alles in Allem ("Ohne mich könnt ihr nichts tun" - "Das 'Ganze' ist mehr als die Summe seiner Teile") für mich am nächsten - und somit ist "mein" Gott auch in den Zeilen dieses folgenden surrealistischen Gedichts anzutreffen und zu entdecken - das ich folgendem Büchlein entnommen habe:
    André Breton, René Char und Paul Éluard: VORSICHT BAUSTELLE | RALENTIR*) TRAVAUX | Edition Sirene | Berlin 1988 | S. [61]: 

    *) Übrigens: zumeist andernorts benutze ich 
    gern auch schon mal den Nickname: sinedi ralentir - 
    jetzt ahnen Sie vielleicht - warum ...


    s!NEDi: seepferdchen - seepferdchen, flimmre - glimmre ...


    NATURGESCHICHTE

    Die Seepferdchen sind die beklagenswertesten Tiere
    Und der Farn hat die Anthropometrie hervorgebracht
    Was den Nelken-Achat angeht so ist er nur zufällig ein
        Teil des Mineralreichs
    Dessen Eingangstür sich hinter einem Nadelkissen ver-
        birgt
    In den Seufzer-Läden
    Die Königskronen sind keine Stoßstangen mehr
    Das herzzerreißende Schauspiel des Hundes der die
        Pfote im Ehrenhof der Kaserne hebt
    Erinnert an Greise die von Uniformen an der Leine
        gehalten werden

    Das richtige Fressen für die hübsche Sippschaft vom

        Schlachthof

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    Vielleicht regen diese Zeilen Ihre Fantasie auch an - denn so las ich in dem gleichen Büchlein (S.[45]) auch die Zeilen ....


    DAS ANDERE GEDICHT

    Meine Schultern lege ich nieder
    Jeder Schritt weckt ein Unglück

    Mich in die Ferne meiner Schläfen verlieren


    ...was ich Ihnen von ganzem Herzen immer wieder mal wünsche: dass Sie sich in die "Ferne ihrer Schläfen verlieren" können ... - um "Ihren" Gott zu suchen - und zu finden ...


    S!NEDi: die ferne meiner schläfen ...






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    DAS GANZE JAHR ERNTEDANKFEST

    "Beute" - nach einem Foto in der NOZ


    Schüler protestieren vor Polizeipräsidium in Bielefeld
    Anzeige nach Brot-Entnahme aus einem Abfallbehälter


    Containern - nach einem Foto aus der HNA
    Streit um Diebstahl aus Müllcontainer

    VON NICOLE HILLE-PRIEBE | NW

    Ein Fladenbrot, Donuts und zwei Beutel Graubrot - mit dieser "Beute" wurden drei Schüler des Oberstufenkollegs in der Nacht zu Montag von der Polizei gefasst. Weil sie die Lebensmittel in Babenhausen aus dem Abfallcontainer eines Discounters entnommen hatten, wird nun gegen sie ermittelt. Ihre Mitschüler sind darüber so empört, dass sie gestern zu einer spontanen Demonstration vor der Polizeiwache in der Kurt-Schumacher-Straße aufgerufen hatten.
    Demo in Bielefeld - nach einem Foto in der NW

    "Volle Bäuche statt volle Container", rufen die gut 40 Demonstranten im Chor. Ein paar von ihnen mit vollem Mund, denn eine Mitschülerin, die regelmäßig zum "Mülltauchen" geht, hat ein kleines Buffet aufgebaut. "Das habe ich letzte Nacht im Abfallcontainer eines Supermarktes gefunden. Ich möchte den Leuten mal zeigen, was so alles weggeworfen wird, obwohl es noch absolut genießbar ist", sagt sie. Das frische Brot, ein paar Äpfel und diverse Süßigkeiten sind im Nu verschwunden. "Ein bisschen Glück gehört schon dazu. Manchmal ist ein ganzer Container voll mit Schokolade, Spirituosen oder Brot. Ich habe auch schon mal zwei Paletten Cola gefunden. Dort gibt es alles und es ist genug für alle da!", sagt die junge Frau. 

    Ungestraft nehmen darf man sich die Lebensmittel allerdings nicht: "Müll auf dem privaten Gelände eines Supermarktes ist kein herrenloses Gut, sondern Eigentum des Besitzers", erklärt Christoph Mackel, Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft. Laut Polizeibericht wurde gegen die drei Schüler im Alter zwischen 21 und 24 Jahren Strafanzeige gestellt. Rechtlich handelt es sich immer um Einzelfallentscheidungen, von der Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit über Geld- bis hin zur Haftstrafe sei alles drin. "Besser ist es, im Supermarkt zu fragen, ob man sich etwas nehmen darf", rät er.
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    Zum Forum - hier clicken ...
    Essen aus dem Müll
    "Containern" ist ein Trend aus den USA, auch "Mülltauchen" oder "Dumpstern" genannt. Neben Geldnot zählt politischer Protest zu den Gründen, warum Menschen im Müll von Supermärkten nach Lebensmitteln suchen. Immerhin 11 Millionen Tonnen landen bei uns jährlich im Abfall... 
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    Für die jungen Männer kommt das zu spät. Einer von ihnen ist Ricco (21). "Die Polizei kam mit drei voll besetzten Streifenwagen. Wir wurden durchsucht, und dann mussten wir mit den Beamten zurück, um die Backwaren wieder in den Container zu werfen. Wir wurden behandelt wie Kriminelle!"

    Laut Polizei lag der Wert der angeblich für die Tafel bestimmten Waren bei etwa zehn Euro - wenn man sie denn hätte verkaufen können. Die Bielefelder Tafel sagte auf Nachfrage der Neuen Westfälischen jedoch, dass der betroffene Supermarkt gar nicht zu ihren Spendern gehört. Sorgen wegen der Anzeige macht sich Ricco jetzt trotzdem. "Ich habe kein Geld, um eine Strafe zu zahlen. Sonst würde ich ja nicht containern. Ich suche Essen, weil ich Hunger habe!"

    "Uns erschreckt die Selbstverständlichkeit, wie gegen junge Menschen, die Lebensmittel aus dem Müll holen, vorgegangen wird", heißt es in der Pressemitteilung seiner Mitschüler. "Ist es wirklich notwendig, unsere Freunde derart zu kriminalisieren?" 


    © 2014 Neue Westfälische Bielefeld, Donnerstag 10. April 2014

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    DOKU ZUR WEITEREN INFORMATION
    DIE LINKE - Bundestagsfraktion
    PRESSEMITTEILUNG

    27.03.2012 – 17. LEGISLATUR – KARIN BINDER
    "Containern" ist kein Verbrechen

    "Das Mitnehmen weggeworfener Lebensmittel aus Abfallcontainern ist legitim. Industrie und Handel entsorgen ungestraft große Mengen genießbarer Lebensmittel. Wegen 'Containerns' landen dagegen bedürftige Menschen und Aktivisten, die ein politisches Zeichen gegen die Wegwerfmentalität setzen wollen, vor Gericht. Das muss sich ändern", erklärt Karin Binder, Ernährungsexpertin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Vorstellung einer Studie zur Lebensmittel-Verschwendung durch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU). Binder weiter:


    "DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, das 'Containern' nach Lebensmittel straffrei zu stellen. Bevor Container- und Mülltonnenabfall durch den Entsorgungsbetrieb übernommen wird, könnte er in Deutschland wie in anderen Ländern auch als abgetretenes Eigentum im Sinne einer herrenlosen Sache betrachtet werden. Der Handel sollte verpflichtet werden, einen ungehinderten Zugang zu nicht mehr verkaufsfähigen aber noch genießbaren Lebensmitteln sicherzustellen."

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    REDE

    13.06.2013 – 17. LEGISLATUR – KARIN BINDER
    Die Ursachen der Vernichtung und Verschwendung von Lebensmitteln wirksam bekämpfen

    Sehr geehrte/r Frau/Herr Präsident/in,
    liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Rund ein Drittel der genießbaren Lebensmittel landen hierzulande auf dem Müll. Eine Hauptursache der Vernichtung und Verschwendung von Lebensmitteln ist im ruinösen Wettbewerb der Lebensmittelbranche zu suchen. Dumpingpreise entwerten unsere Esswaren. Wo Lagerhaltung und Personalaufwand den Wert von Obst, Gemüse und Fleisch übersteigen, wird weggeworfen. Das ist die Folge von Billig-Lebensmitteln.
    Ein weiterer Grund ist die zunehmende Macht von Industrie und Handels. Sie diktieren durch Handelsnormen den Landwirten, wie ihre Erzeugnisse beschaffen sein müssen. Schon hier kommt es zu riesigen Ausschüssen, wenn Kartoffeln, Möhren und Äpfel nicht für die Industriemaschinen passen oder nicht hübsch genug für die Auslage sind.
    Für die zuständige Ministerin Ilse Aigner sind aber nur die Verbraucherinnen und Verbraucher schuld. Sie sollen doch bitte weniger Essen wegwerfen und auch aus Übriggebliebenem noch eine nette Mahlzeit kreieren. Die Mitverantwortung von Lebensmittel-Industrie und Handel wehrt sie durch zweifelhafte Gutachten ab.

    Allein auf die Studie zu Lebensmittelüberschüssen in der Landwirtschaft musste der Ausschuss fast eineinhalb Jahre warten. Das Ergebnis der dünnen Studie: Sie ist nicht verwertbar. Lebensmittel, die in Futtertrögen oder Biogasanlagen landen, werden nicht als Abfall erfasst. Die Daten basieren laut Verfasser auf nicht repräsentativen Erhebungen und auf ungenügenden Grundlagen. Untersuchungs-Motto: Was statistisch nicht erfasst wird, gibt es auch nicht.

    Die anderen vier Fraktionen haben zwar den Antrag „Lebensmitteklverluste reduzieren“ ins Leben gerufen. In dem Antrag sprechen sie davon, dass zu wenig auf Nachhaltigkeit geachtet wird und vermeidbare Lebensmittelverluste nicht akzeptabel sind. Sie rufen zur Verantwortung für kommende Generationen auf und verweisen auf die steigende Weltbevölkerung.

    Und dann schlagen sie vor, das Problem der Lebensmittelverschwendung mit Informationskampagnen zu bekämpfen. Verbraucherinnen und Verbrauchen sollen besser informiert und ein „offener Dialogprozess“ eingeleitet werden. Meine Damen und Herren, glauben sie wirklich, dass so etwa genügt?

    Natürlich muss das Thema Essen auf den Lehrplan der Schulen und Kindertagestätten gesetzt werden. Selbstverständlich ist es wichtig, Verbraucherinnen und Verbraucher für Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren.

    DIE LINKE sagt, um der Vernichtung und Verschwendung von Lebensmitteln konsequent und effektiv zu begegnen, brauchen wir verbindliche Regeln. Das Hauptproblem ist doch nicht der Mangel an Information. Es reicht nicht, die Halbierung der Menge an vermeidbarem Lebensmittelmüll bis 2020 als gemeinsames Ziel auszurufen und auf freiwillige Vereinbarungen der Lebensmittel-Wirtschaft zu hoffen. Notwendig ist es, dieses Ziel verbindlich vorzugeben.
    DIE LINKE fordert wirksame Maßnahmen, um die Vernichtung und Verschwendung von Lebensmilleln zu bekämpfen:

    1)      Die Halbierung der Menge an vermeidbaren Lebensmittelabfällen bis 2020 als verbindliches Ziel.

    2)      Wir brauchen mehr Transparenz in der Lebensmittelkette. Dazu müssen größere Lebensmittelunternehmen ihre Warenbilanz offenlegen.

    3)      Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Verbraucherschutzorganisationen müssen mittels Verbraucherinformationsgesetz (VIG) ein ungehindertes und direktes Auskunftsrecht gegenüber den Unternehmen erhalten.

    4)      Die Kundinnen und Kunden müssen Waren wie Obst, Gemüse und Eier generell auch einzeln auswählen können. So erfolgt die Sortierung und Preisgestaltung über die Kundinnen und Kunden von selbst.

    5)      Güteklassen und industrielle Vermarktungsnormen sind aufzuheben.

    6)      Die ökologische und regionale Erzeugung und Verarbeitung muss auf der Bundesebene konsequent gefördert werden. Regionale Strukturen vermindern die Lebensmittelverschwendung durch kurze Weg zwischen Erzeugung und Verbrauch.

    7)      Lebensmittel sollen rechtzeitig vor Ablauf des Mindesthaltsbarkeitsdatums billiger anzubieten. Abgelaufene und noch genießbare Esswaren sollen kostenfrei an Interessierte weitergereicht werden.

    8)      Es bedarf einer Umkehr der Rechtslage: Statt das „Containern“, also das Fischen nach essbaren Lebensmitteln aus dem Müll, als Straftat zu verfolgen, sollte das unmittelbare Entsorgen von Lebensmitteln ohne den nach- weislichen Versuch diese weiterzureichen geahndet werden.

    9)      Die Gastronomie soll angehalten werden, bedarfsgerechte Portionen in unterschiedlichen Größen anzubieten. Für Buffetangebote sollen Konzepte zur deutlichen Minderung der Wegwerfrate gefördert werden.


    Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit.
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    WIKIPEDIA
    nach einem Foto auf WIKIPEDIA
    Containern, auch Mülltauchen oder Dumpstern genannt, bezeichnet die Mitnahme weggeworfener Lebensmittel aus Abfallcontainern.
    Das Containern erfolgt in der Regel bei Abfallbehältern von Supermärkten, aber auch bei Fabriken. Die Lebensmittel werden meist wegen abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdaten, Druck- und Gammelstellen oder als Überschuss weggeworfen. Viele dieser Lebensmittel sind jedoch ohne wesentliche Geschmacks- und Qualitätseinbußen und ohne erhöhtes gesundheitliches Risiko eine gewisse Zeit genießbar.

    Hintergrund
    Unter den Personen, die sich von Container-Abfall ernähren, sind einerseits bedürftige Menschen und andererseits politische Aktivisten, die auf diese Weise ein Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln in großen Mengen setzen oder die Lebensmittelwirtschaft nicht durch Konsum unterstützen wollen.

    Containern ist die bekannteste Praxis des Freeganismus und ein fixer Teilbereich dieser Lebensweise, die auf weitgehender Konsumverweigerung und einer Boykottierung der sogenannten Wegwerfgesellschaft beruht.

    Vernetzung
    Da sie oft viel von einem Produkt, aber selten eine ausgewogene Auswahl in den Abfällen finden, vernetzen sich manche Containerer: So hat sich in Wien das Gemüse- und Obstkollektiv die Straßenzüge und Stadtteile aufgeteilt. Nach dem Containern treffen sich die einzelnen Gruppen und tauschen ihre Waren aus.

    Rechtsprechung

    Deutschland
    In Deutschland wird Abfall, der in entsprechenden Behältern auf privaten Grundstücken wie zum Beispiel Supermärkten oder Fabriken gesammelt und den kommunalen und privaten Städtereinigungsbetrieben zur Entsorgung bereitgestellt wird, nach dem Abfallrecht bis zur Abholung dem Eigentum des Wegwerfers bzw. Grundstückseigentümers zugerechnet. Allerdings verfolgt das zugrundeliegende Umweltrecht hierbei nur den Zweck, Pflichten von Erzeuger und Entsorger von Abfällen zu regeln sowie die aus Pflichtverletzung entstehende Haftung vor allem bei Umweltschäden zuordnen zu können. Die Abfallentnahme durch Containern ist kein Straftatbestand, wenn im konkreten Fall zu erkennen ist, dass der Abfallerzeuger kein ernsthaftes Interesse am Einbehalt der Sache haben kann. Eine Anzeige wegen Diebstahls ist in solchen Fällen als unzulässiger Rechtsmissbrauch nach § 226 BGB zu werten, da es hier nur darum geht, jemand anderem Schaden zuzufügen. Beim unberechtigten Betreten eingefriedeter Grundstücke kann aber der Tatbestand des Hausfriedensbruchs verwirklicht sein, wenn der Grundstückseigner Strafantrag stellt. Da es sich aber durchgehend um geringwertige Sachen handelt und bei Entdeckung durch Mitarbeiter des Eigentümers meist nur eine Ermahnung erfolgt und kein Strafantrag gestellt wird, wird regelmäßig kein Strafverfahren eingeleitet. Wird dennoch Strafantrag gestellt, wird das Verfahren meist wegen Geringfügigkeit gegen eine Auflage eingestellt. 2004 wurde eine beim Containern erwischte Kölnerin wegen „gemeinschaftlichen Diebstahls in einem besonders schweren Fall“ angeklagt. Das Verfahren wurde gegen die Auflage, 60 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten, eingestellt.

    Im Mai 2009 beschäftigte sich der Sächsische Landtag nach einer Kleinen Anfrage der Linkspartei mit der strafrechtlichen Würdigung des Containerns. Auslöser war ein gegen zwei Containerer eingeleitetes Ermittlungsverfahren. Zwischenzeitlich hatte bereits die Staatsanwaltschaft Bautzen das Verfahren eingestellt, da kein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung bestand und der Betreiber des Supermarktes keine Anzeige erstattete. In einer Pressemitteilung von März 2012 forderte die Linkspartei anlässlich der Vorstellung einer Studie zur Lebensmittel-Verschwendung durch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner die Bundesregierung auf, das 'Containern' nach Lebensmitteln straffrei zu stellen.

    Im Juni 2013 hob das Landgericht Aachen ein Urteil des Dürener Amtsgerichts auf, das zwei Containerer wegen Diebstahls zu Geldbußen verurteilt hatte. Das Verfahren wurde ohne jede Auflage eingestellt, weil der Fall zu geringfügig sei und kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung bestehe. 

    Österreich
    Gemäß österreichischem Recht stellt Containern prinzipiell keine Straftat dar, da Müll als herrenlose Sache gilt, wenn keine Sachbeschädigung wie etwa durch Aufbrechen von Schlössern verübt wird.

    Schweiz
    Markus Melzel, Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft: „Was weggeworfen wird und nicht für Dritte bestimmt ist, gehört niemandem mehr. Wenn man nicht über einen Zaun steigen oder ein Schloss aufbrechen muss, um an die Waren heranzukommen, dann ist gegen das Containern nichts einzuwenden.“


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    aufgedeckt









    Neudeck fordert tatsächliche Hilfe für afrikanische Flüchtlinge

    Europas begrenzter Horizont


    Die Flüchtlingswelle im Mittelmeer schwillt an. Tausende Menschen erreichten auf lebensgefährlichem Weg Europa. Doch es sind zu wenige, meint Rupert Neudeck. Ganze Dörfer steckten Hoffnung und Geld in diese jungen Leute.
    Rund 4000 Migranten sollen nach Angaben der italienischen Regierung innerhalb von 48 Stunden italienische Mittelmeerinseln erreicht haben. Doch diese Zahl überrascht Rupert Neudeck, den Chef der Friedensorganisation "Grünhelme" nicht. "Ich weiß, dass es noch viel mehr gibt, die sich auf den Weg machen, um ein besseres Leben und eine Berufsausbildung zu bekommen."

    Dürfen nicht bleiben - Bootsflüchtlinge vor ihrem Rücktransport nach Libyen - Bildmaterial nach Fotos von © dpa





    "In dem jungen Mann steckt die Hoffnung des Dorfs"

    Die Bootsflüchtlinge unterteilten sich laut Neudeck in zwei Gruppen, zum einen seien es Flüchtlinge aus Kriegsgebieten wie in Syrien und zum anderen junge Afrikaner, "die besten der besten aus ihrer Gesellschaft". Letztere bekämen von ihrer Großfamilie oder von ihrem Dorf eine Art Kredit über rund 1500 US-Dollar – "so viel wie sie noch nie im Leben gesehen haben". Mit dem zusammengebrachten Geld sollen die jungen Menschen, meist sind es Männer, die Schengen-Staaten erreichen, Arbeit finden und mit dem Lohn die Daheimgebliebenen ernähren. "In dem jungen Mann steckt die ganze Hoffnung des Dorfs", sagt Neudeck. Neudeck hatte 1979 die Hilfsorganisation "Cap Anamur" mitgegründet. Damals rettete die Organisation tausende vietnamesische Flüchtlinge (sogenannte "boat people“) im Chinesischen Meer mit einem Schiff, der Cap Anamur.

    Neudeck fordert, die jungen Flüchtlinge aus Afrika in den EU-Staaten aufzunehmen: "Diese jungen Menschen müssen wir akzeptieren, wir müssen sie hochschätzen, denn sie wollen eigentlich nur bei uns etwas für sich und ihre Angehörigen in dem afrikanischen Land erreichen."

    Rupert Neudeck - nach einem Foto von dpa


    Neudeck: Gezielte wirtschaftliche Zusammenarbeit

    "Wir haben noch gar nicht kapiert, was das bedeutet für uns in Europa", urteilt Neudeck auch mit Blick auf die bisherige Entwicklungshilfe. Die deutsche Regierung sollte stärker als bisher mit afrikanischen Regierungen vor Ort koopieren und in einzelnen Ländern, wie zum Beispiel Tunesien, die wirtschaftliche Zusammenarbeit stärken. "Dann müssten diese Leute nicht auf diesem furchtbar gefährlichen Weg mit Schleppern in völlig seeuntüchtigen Booten heraus."

    Von auf viele Länder verteilte Entwicklungshilfen hält Neudeck wenig: "Damit wirft man eigentlich nur Geld ab über diesen Ländern und macht nichts Richtiges."

    Neudeck erinnert an die mahnenden Worte von Papst Franziskus während seines Besuchs auf der italienischen Insel Lampedusa. Dieser hatte mit Blick auf die vielen Flüchtlingstoten im Mittelmeer eine "Globalisierung der Gleichgültigkeit" beklagt. Christen seien aufgefordert, sich dieser Gleichgültigkeit entgegen zu stellen, mahnt Neudeck, der Katholik ist.

    "Die es bis hierher legal, halblegal geschafft haben, denen müssen wir gute Freunde werden, dass sie Deutsch lernen, in einen Beruf kommen, sich selbst entwickeln und möglicherweise in ihr Heimatland wieder zurückkehren."

    domradio (dr)

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    Erstaunliche Flugtechnik









    Fliegen fliegen wie Kampfjets - Wunder gibt es immer wieder ...


    Text und Fotos: Florian Muijres | SPIEGEL-ONLINE

    Eine Fruchtfliege zu jagen, kann zu einem echten Problem werden. Schuld ist die ausgeklügelte Flugtechnik der Insekten: Auf der Flucht rollen sich die Tiere ähnlich einem Kampfjet blitzartig zur Seite. Was für ein Manöver!



    In weniger als einer Hundertstelsekunde weichen Fruchtfliegen einem Angreifer aus. Dabei begeben sie sich in eine Schräglage, die so ausgeprägt sein kann, dass sie kurzzeitig fast auf dem Rücken fliegen. Zugleich beschleunigen sie durch schnelleres Flügelschlagen, berichten Forscher im Fachmagazin "Science". Sie hatten die Flugmanöver mit Hochgeschwindigkeitskameras aufgenommen.

    "Die Ausweichmanöver von Fliegen sind erheblich schneller als bislang gemessene Steuerungsmanöver", schreiben die Wissenschaftler um Michael Dickinson von der University of Washington in Seattle. Sie fanden zudem heraus, dass die Fruchtfliegen der Art Drosophila hydei die Fluchtmanöver anders ausführen als zuvor angenommen.



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  • 04/11/14--14:29: CREDO - Bekennende Versuche
  • Auf der Suche nach neuen und zeitgemäßen - "erwachsenen" - Glaubenstexten und -bekenntnissen werde ich sporadisch in diesem Blog meine diesbezüglichen Fundstücke präsentieren ... 
    Hier ein Text von Joachim Beyer:


    Ich glaube, dass wir alle eins sind, von dem einen Geist sind und an dem einen Bewusstsein teilhaben, von dem alles ist und in allem wohnt, weil Jesus sagt:„ Ihr seid Götter, Kinder des Höchsten.“ (Johannes 10.34f).

    Ich glaube an einen Kosmos von Multiversen und Welten, 
    unsere Herkunft und Heimat, 
    von der alles ist und kommt, 
    in der ich meine Potentialität entdecken, 
    ihre Größe, Macht und Kraft zu entfalten 
    und an das Abenteuer des Erdenlebens als Zeitreise, 
    unsere Herkunft zu vergessen, 
    uns neu zu entdecken durch Fehler, 
    Begrenztheit von Zeit und Raum, Licht und Dunkel, Werden und Vergehen, Unwissenheit und Erleuchtung.


    Ich glaube, dass ich meine Angewohnheiten und Denkweisen mitnehmen werde in die Ewigkeit und deshalb hier obacht gebe, ob ich der Liebe und Gerechtigkeit Gottes entspreche, aber auch meine Fehler, falsches Denken und Handeln, wieder gut machen kann und zur ewigen Welt Gottes zurückkehre, dort auferstehen werde, um meine Rolle zu evaluieren und neue Wagnisse zu unternehmen.

    Ich glaube an die Botschafter des Himmels, 
    die von Zeit zu Zeit erscheinen, der Menschheit weiterzuhelfen, 
    den Weg der Liebe zu finden, 
    aus der Unwissenheit zu entkommen, 
    die Nähe des Himmels zu erkennen und zu erfahren 
    und dass jedem ein himmlischer Führer zugeteilt ist, 
    um durch Gefahren und Prüfungen zu leiten 
    und mit jedem die vorgenommenen Ziele zu erreichen.




    aus einem Posting von Joachim Beyer ein Vorschlag für ein Glaubensbekenntnis
    Quelle (Bildmaterial: S!NEDi)

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    Na - was haben Sie gestern gemacht? - Also ich habe mir in ARTE bzw. dem Bayerischen Fernsehen den Bericht über "24h Jerusalem" angeschaut - wenigstens so ungefähr 8-10 Stunden lang ... - und ich war hocherfreut: 
    Einmal - weil ich 1996 selbst in Jerusalem war - und zum anderen faszinieren mich solche Reportagen aus dem Alltag gerade auch dieser spannungsreichen Stadt: Und diese "24-Stunden" hier sind auch thematisch ganz toll gemacht: Die Szenen-Schnitte und die vorübergehenden Themen - und die Auswahl dieser Themen: 
    Der Bericht über den Holocaust einer Überlebenden (beim Taschentuch-Bügeln abgegeben) - abwechselnd mit dem Bericht über den Nachtdienst einer Hebamme - die in einer Klinik ihren Nachtdienst beginnt ... und die eine unkomplizierte Geburt mitbegleitet ...: Überhaupt liegen Freud und Leid und Freund und Feind - je nach Optik - immer eng beieinander - und hier in Jerusalem erst recht: 
    Jemand vergleicht Jerusalem - bzw. seine Altstadt mit ihren armenischen, christlichen, muslimischen und christlichen Quartieren und dem Tempelberg mit dem Aufeinandertreffen und Aneinanderreiben "tektonischer Glaubens-Erdplatten" - also eigentlich ein ständiges spirituelles Beben, das diese Stadt durchzittert und in Bewegung hält: der Muezzin dankt Allah in der al-Aqsa-Moschee, gleichzeitig an der darunterliegenden Klagemauer rezitiert man die Tora - und die Glocken der über 50 nahegelegenen christlichen bzw. armenischen Kirchen läuten dazu: - alles auf einmal wie in einem göttlichen Glaubens-Schmelztiegel ... 
    Diese "Brüche" im Alltag und in den Wahrnehmungen erlebte ich bereits vor 18 Jahren live - leider auch noch einhergehend mit 3 verheerenden Selbstmordanschlägen auf Linienbusse mitten in Jerusalem - gerade zu der Zeit als wir uns dort aufhielten ...
    All diese Spannungen hat diese Mammut-Produktion nun hervorragend und allparteilich herübergebracht: wohlgemerkt: nicht neutral - sondern eben "allparteilich": ... - mal aus der Sicht der Palästinenser, der Israelis, der Orthodoxen und der gemäßigten, liberalen und gottfernen Juden, der Gastarbeiter und der UN-Friedenstruppe - und und und ...

    Zum Nach-und-nach-Schauen hier clicken ... 







    VORSICHT: 
    JERUSALEM KANN PSYCHISCHE STÖRUNGEN HERVORRUFEN UND SÜCHTIG MACHEN: 

    Jerusalem-Syndrom

    Das Jerusalem-Syndrom bezeichnet eine psychische Störung, von der jährlich etwa 100 Besucher und Einwohner der Stadt Jerusalem betroffen sind. Dabei handelt es sich nicht um eine anerkannte Diagnose. Die Symptome fallen im internationalen Diagnoseschlüssel unter „Akute und vorübergehende psychotische Störung“. 
    Die Erkrankung besitzt den Charakter einer Psychose und äußert sich unter anderem in Wahnvorstellungen: Der oder die Betroffene identifiziert sich vollständig mit einer heiligen Person aus dem Alten oder Neuen Testament und gibt sich als diese aus. 
     Sehr prominente und wichtige biblische Personen werden dabei besonders häufig zum Objekt einer solchen Identifizierung, so zum Beispiel Mose und König David aus dem Alten Testament oder Paulus und Johannes der Täufer aus dem Neuen Testament. 
    Grundsätzlich wählen Männer männliche Personen aus der Bibel und Frauen weibliche Personen. Auch richtet sich die Wahl nach der Religionszugehörigkeit: Juden wählen Personen aus dem Alten Testament, Christen solche aus dem Neuen Testament. Die Identifizierung als biblische Person geht einher mit einer entsprechenden Selbstdarstellung und wird oft begleitet von öffentlichen Predigten oder Gebeten des Erkrankten. Auch legen diese häufig ihre Kleidung ab und hüllen sich stattdessen in weite Gewänder oder Bettlaken. 
    Die Bezeichnung Jerusalem-Syndrom stammt vom israelischen Arzt Yair Bar El, der Anfang der 1980er Jahre als erster dieses Krankheitsbild diagnostizierte und seitdem über 400 Betroffene in der psychiatrischen Klinik „Kfar Shaul“ behandelt hat. Grundsätzlich ist die Erkrankung nicht gefährlich und die Betroffenen sind in der Regel nach wenigen Tagen vollständig genesen. Allerdings zeigte die große Mehrzahl der erkrankten Personen bereits vor dem Jerusalem-Syndrom psychische Auffälligkeiten, so dass eine gewisse Disposition vorausgesetzt werden kann. Ein extremes Beispiel einer Tat, die wegen ihrer religiösen Motivation dem Jerusalem-Syndrom zugeordnet wurde, war jedoch der Brandanschlag auf die Al-Aqsa-Moschee durch den australischen Touristen Michael Rohan im Jahre 1969. 
     Mit dem Jerusalem-Syndrom verwandt sind das Stendhal-Syndrom, das bei zahlreichen Touristen in der Kulturmetropole Florenz beobachtet wurde, sowie das Paris-Syndrom, welches japanische Touristen in Paris befällt. (WIKIPEDIA)
     Es soll niemand hinterher sagen - ich hätte nicht vorgewarnt ...

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    Ja - ich habe lange überlegt, welchen Post ich hier heute einfügen soll - zu Beginn der Karwoche ... Ich habe die gängigen Nachrichtenseiten durchstöbert nach einer passenden Anregung: ich wollte schauen, was auf mich zukommt - ich wollte finden und nicht suchen ...

    Aber zwischen all den üblichen "Mutterschweinen", die so täglich bzw. wöchentlich bzw. epochal durchs globale Dorf getrieben werden, und die mich - in höchster Eile - immer mal wieder anquieken und angrunzen, war es dann letztlich doch eine Karfreitagspredigt zum Lied "DONA-DONA-DONAJ", das Joan Baez, Donovan, Esther Ofarim und noch viele andere in verschiedenen Sprachen gesungen haben ... Im Predigttext war "jiddisch" vorgegeben - und so habe ich nach einer entsprechenden Aufnahme Ausschau gehalten: Ich fand auf YOUTUBE den Song von NEHAMA HENDEL auf jiddisch - und habe dann ein paar Fotos dazu zusammengestellt ... Und insgesamt muss das auch weniger "gefallen" - als zum Nachdenken anregen - und ist bestimmt zeitloser als der Ruf nach Blauhelmen in Kiew - oder die Diskussionen zu einer Freihandelszone mit den USA - trotz NSA-Bespitzelungen ...- und beachten Sie die Guantánamo-Zitate am Schluss ....





    DONA-DONA-DONAJ



    Predigt 
    über Jesaja 52,13-15 - 53,1-12:

    Andreas Gruhn
    in der evangelische Kirchengemeinde Poppenweiler


    Liebe Gemeinde,

    in der Karwoche und am Karfreitag selbst erinnern wir uns, was Jesus am Ende seines Lebens zugemutet wurde. Wir erinnern uns an die erfahrenen Demütigungen, sein Leiden und Sterben. Jesus der Jude - hingerichtet von den Römern. "Bist du der König der Juden?", wird er von Pontius Pilatus gefragt. "Du sagst es," antwortet Jesus und schweigt. Er erklärt sich nicht weiter. Unternimmt keinen Versuch sich zu verteidigen.

    I. Der Gottesknecht

    Was Jesus erlebt hat und was ihm widerfahren war, das erinnerte die Jünger nach Ostern an einen, den sie kannten. Auch er stammte wie Jesus aus dem jüdischen Volk. Doch lagen nun fünfhundert Jahre dazwischen. Was jeder von ihnen erlebt hat, lässt sie beide einander ähnlich sein. Er wird als eine unansehnliche Gestalt beschrieben, mit der niemand mehr etwas zu tun haben möchte. Krankheit und Schmerzen plagen ihn. Er wird misshandelt und niedergedrückt. Ohnmächtig gegenüber seinen Widersachern, kann er sich nicht wehren. Seinen Mund verschließt er, lässt seine Peiniger keinen Ton hören. Wie ein Tier, das man zur Schlachtbank führt, so schaut er drein. Und mit diesem Menschen, so bezeugen es die heiligen Schriften des jüdischen Volkes, hat sich Gott verbündet. Der, den alle verachtet hatten, an ihm hat Gott Gefallen gehabt. Später nannten sie diesen Menschen den "Gottesknecht". Vier Lieder sind ihm im Buch des Propheten Jesaja gewidmet. Das letzte davon ist unser heutiger Predigttext.

    II. TEXT: Jesaja 52,13-15 - 53,1-12:
    13 Siehe, meinem Knecht wird's gelingen, er wird erhöht und sehr hoch erhaben sein. 14 Wie sich viele über ihn entsetzten, weil seine Gestalt hässlicher war als die anderer Leute und sein Aussehen als das der Menschenkinder, 15 so wird er viele Heiden besprengen, dass auch Könige werden ihren Mund vor ihm zuhalten. Denn denen nichts davon verkündet ist, die werden es nun sehen, und die nichts davon gehört haben, die werden es merken. 
    1 Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des HERRN offenbart? 2 Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. 3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. 6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. 7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.8 Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wer aber kann sein Geschick ermessen? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war. 9 Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist. 10 So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit.Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen. 11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. 12 Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben und er soll die Starken zum Raube haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.

    Fremdes Leid erinnert die Glücklichen, dass sie für den Augenblick davongekommen sind. Es führt aber gleichzeitig die eigene Verwundbarkeit vor Augen. Fremdes Leid kann Mitgefühl auslösen. Es kann aber auch das genaue Gegenteil bewirken. Abkehr bis hin zur Vernichtung. Offensichtlich bedrohen die Schwachen und Kranken die scheinbar Starken und Gesunden.

    III. Der Entstehungsort von Dona Dona

    Und wieder war es einer aus dem jüdischen Volk, nun aber fast zweitausend Jahre nach Jesus und zweieinhalbtausend Jahre nach dem sogenannten Gottesknecht, der bespuckt, gedemütigt und verachtet wurde. Eingesperrt im Ghetto in Warschau schaut er zu, wie sein Volk in Güterwaggons verladen wird. Niemand weiß wohin es geht, doch sie ahnen böses. Auf ihn selber wartet das gleiche Schicksal und er weiß nicht, wie er sich ihm entziehen könnte. Stumm vor Erschrecken kann er aber noch schreiben. Ein Gedicht entsteht. Es erzählt die Geschichte des Kälbchens, das mit dem Bauer auf dem Weg ist.

    "Der Bauer führt ein Kälbchen hoch auf den Karren. Bindet es fest. Fesselt es an seinen Beinen. Nur den Rücken kann es noch krümmen. Mehr bewegen kann es sich nicht. Doch es weiß, wohin es geht. (Zum Schlachten.) Da sieht das Kälbchen am Himmel eine Schwalbe. Sie durchzieht den Himmel mit großem Bogen, frei und unbeschwert. Der Wind zieht durchs Weizenfeld. Es scheint dem Kälbchen als lachte der Wind über sein Geschick den Tag und die ganze Nacht hindurch. Da muss das Kälbchen weinen. Doch der Bauer lacht nur und sagt: "Nun bist du eben ein Kalb und hast nichts anderes verdient als geschlachtet zu werden. Du hättest eben ein Vogel werden müssen."

    Da wusste das Kälbchen, dass Kälber geschlachtet werden. Nur wer Flügel hat, kann frei fliegen. Und wer fliegen kann, der wird niemals eines andern Knecht. Und der Wind weht durchs Weizenfeld und er lacht darüber, was er da sieht.
    LIED: DONA DONA mit Gesang (jiddisch) von NEHAMA HENDEL,
    Text: Jiddisch vermutlich nach Jizchak Katzenelson
    Englisch: Shelodon Secunda (Vgl. Student für Europa Nr. 62
    Musik: Sheldon Secunda (1940)

    please click on the speaker-icon

    Yiddish translation 
    Dos Kelbl
    Oyfn furl ligt dos kelbl
    Ligt gebundn mit a shtrik
    Hoykh in himl flit dos shvelbl
    Freydt zikh, dreyt zikh hin un krik. 
    Chorus
    Lakht der vint in korn
    Lakh un lakht un lakht
    Lakht er op a tog a gantsn
    mit a halber nakht.
    Hey Dona, dona, dona... 
    Shrayt dos kelbl, zogt der poyer
    "Ver zhe heyst dikh zayn a kalb?
    Volst gekert tsu zayn a foygl
    Volst gekert tsu zayn a shvalb?" 
    Chorus
    Lakht der vint in korn.... 
    Bidne kelber tut men bindn
    Un men shlept zey un men shekht
    ver s'hot fligl, flit aroyf tzu
    iz bay keynem nit keyn knekht  
    Chorus
    Lakht der vint in korn....
    ....................................... 
    deutsch:

    1. Auf einem Wagen liegt ein Kälbchen ist gefesselt mit ´nem Strick.
       Hoch am Himmel fliegt ein Vogel, fliegt nach rechts und fliegt nach links.
       Lacht der Wind im Kornfeld, lacht und lacht und lacht,
       lacht den ganzen Tag darüber und noch die halbe Nacht.
       Donaj, Donaj, Donaj....... daj !

    2. Schreit das Kälbchen, sagt der Bauer: Weshalb bist du auch ein Kalb ?
        Wenn du willst, dann sei ein Vogel, wie am Himmel diese Schwalb !
        Lacht der Wind...

    3. Arme Kälbchen kann man fesseln und zum Schlächter schleppen hin,
       frei zu sein bedarf es Flügel, und du fliegst zum Himmel hin.
       Lacht der Wind...  
    Im Yiddischen heißt es übrigens nicht Dona - sondern Donaj - von Adonaj.

    IV. Leiderfahrungen als das verbindende Band

    Ich vermute, der Verfasser dieses eben vorgetragenen Liedes, kannte auch den Text, der uns heute als Predigttext vorliegt. Und wenn es nicht so sein sollte, dann ist es die gemeinsame Erfahrung von unbegreiflichem Leid, von Gewalt und Terror, die beide Schreiber miteinander verbindet. Damit sind sie mit allen verbunden, die auch heute Gewalt erfahren und niedergedrückt werden. Und während wir hier sitzen verliert vielleicht durch ein Selbstmordattentat eine jüdische Mutter ihren Sohn und ein Palästinenser seine Tochter bei dem darauf folgenden Vergeltungsschlag. Beiden Elternteile erstarrt wohl das Herz im Leibe und sie verstummen angesichts der Gewalt, die ihre Kinder wie Lämmer zur Schlachtbank führte.

    V. Vom möglichen Sinn und der Hoffnung in mitten leidvoller Erfahrungen

    Ist das Leid, das Menschen erfahren völlig sinnlos? Die Frage, wozu das alles geschieht, drängt ja nach einer Antwort. Diese Antwort für sich selber zu finden, ist fast unmöglich. Sie einem anderen zu geben, muss als Anmaßung erscheinen.

    Von dem Menschen, den man später als den Gottesknecht bezeichnet hat, heißt es in unserem Predigttext: Gott der Herr, habe an dem, den alle verachtet hatten, Gefallen gefunden (V 10). Und der, der so vieles zu ertragen hatte, erblickt das Licht (V 11) und wird in die Reihe der Großen gestellt (12).
    • Das Recht, das diesem Menschen vorenthalten wurde, dieses Recht stellt Gott für ihn her. 
    • Rückblickend auf sein Leben zeigt sich, dass er nicht umsonst gelitten hat. 
    • Rückblickend auf das Leben Jesu erkannten die Jünger im Geschick des Gottesknechts das Geschick ihres Meisters.
    • Rückblickend auf das erfahrene Leid der Juden in Europa wird das Lied vom "Kälbchen" gesungen. Es singt allen, die zu Unrecht leiden. Und jedes Leid besteht zu Unrecht. Niemand, auch nicht der Ungerechte hat es verdient. Es singt von der einzigen Hoffnung, die dem Vergessenen, dem von anderen Menschen Aufgegebenen bleibt. Es singt allen, die heute körperliche und seelische Schmerzen zu ertragen haben. Es singt allen, die um ihre Schönheit und ihr gelingendes leben bangen.
    In diesem Lied hören wir im Kehrvers dieses "Dona dona " erklingen. (Dieses Kehrvers, der in der Pop-Version so lieblich, fast zu lieblich klingt.) Dieser Ruf war die letzte, aber bleibenden Hoffung vieler ins Konzentrationslager verschleppter Juden. Es waren die letzten Worte Jesu am Kreuz.

    Das "Dona, Dona" ist nicht die Erinnerung an eine geliebte Frau oder angebetete Madonna gar. Es ist die Abkürzung für "Adonai" Mit Adonai wird in der hebräischen Bibel der Name des Gottes Israels ausgesprochen. Adonai ist der verzweifelt hoffnungsvolle Ruf. "Mein Herr! Mein Gott"

    Wo Menschen alles genommen wird, wo alles verloren geht, was einem eben noch so teuer war, da bleibt allein die Beziehung zu Gott erhalten. Sie bleibt denen, die in ihrer Verzweiflung Adonai mein Herr, mein Gott rufen und alles, was kommen mag in seine Hand ihm legen.

    In diesem Adonai leuchtet eine Hoffnung auf. Der kurze Moment dieses hellen Scheins reicht zuweilen aus, dass wir der Verzweiflung entfliehen und dem Leben uns hingeben.

    Amen  

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    Zitate aus: Hier spricht Guantánamo. Roger Willemsen interviewt Ex-Häftlinge. Frankfurt: Verlag Zweitausendeins, 2006:
    • "Schlimm war aber vor allem, wie man zu den Verhören gebracht wurde. Man bekam Beinfesseln und Handfesseln angelegt, und man wurde vorüber gebeugt abgeführt, die Hände auf dem Rücken, und wenn man stolperte, konnte man nicht wieder aufstehen, sondern wurde einfach weitergeschleift" (113).
    • "Ja, sie haben mich gequält. Sie haben mich gezwungen, mit gefesselten Händen auf den Knien zu hocken. Manchmal habe ich auf einem Bein stehen müssen, manchmal haben sie mich mit den Händen an die Eisentür gebunden. Manchmal bin ich 24 Stunden lang mit gefesselten Händen und Beinen in einem Raum gesperrt worden. Wir durften Nachts nur 2 Stunden schlafen, und wenn einer sitzend einschlief, wurde er geweckt und gezwungen, aufzustehen. Wenn sich jemand wegen der Müdigkeit an die Gitter lehnen wollte, befahlen sie ihm, Abstand von den Gittern zu halten" (80).
    • "Beispielesweise hat man im ganzen Block das Wasser abgestellt, wegen irgendwelcher Verstöße. Oder man wurde in den Isolierraum, den Karzer, gesteckt. Dort wurde einem alles fortgenommen, und man musste auf dem nackten Eisen schlafen. Einmal habe ich 15 Tage so verbracht."
    • "Das war mein Platz. Die ganze Zeit über war ich im Käfig. Am Anfang durfte ich nur einmal wöchentlich für 15 Minuten den Käfig verlassen. Nach zwei bis drei Monaten wurden es zweimal wöchentlich dreißig Minuten" (216).
    • "Ich wäre glücklich gewesen und hätte es begrüßt, wenn sie mich hingerichtet hätten. Die Hinrichtung wäre für mich die größte Freude gewesen" (215). Quelle



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    Zum Welt-Kunst-Tag 2014 - mein neuestes Werk: Und ich habe mir wirklich und tatsächlich wieder mal alle Mühe gegeben: Warum sollte nicht ein Nolde-Himmel auch einen Straßenzug mit Gründerzeit-Geschäftshäusern schmücken ... ???
    Es ist mein "Osterei" - mein Geschenk für Sie und all Ihre Lieben ...
    Ob ich es mir an die Wand pappe - weiß ich nicht - aber wenn Sie Interesse haben - nur zu ... mit ein paar Clicks hin und her werden Sie es in Postergröße - evtl. auf Leinen - ausdrucken können bzw. auf Leinen einen Fotoabzug machen können - oder in der Poster-Werkstatt Ihrer Wahl einen entsprechenden Vertrauensauftrag tätigen ...

    Und sagen Sie es auch den eventuell Beschenkten (wenn  Ihre Wände bereits alle mit Kostproben meines Oeuvres vollgehängt sind ...) - dieses Bild wäre ein echter "S!NEDi" - ja - ja - was meinen Sie, was solch ein buntbedrucktes Leinenmotiv in 20 - 35 Jahren wert ist - wenn der Gilb drin ist - so als Patina - Sie wissen schon was ich meine ...: ich will da jetzt mal gar nicht spekulieren ...

    Und - geben Sie es zu: Es ist ein wunderbares Motiv - mit diesem kräftigen Farbspiel - ich meine - wo es denn hinpasst ...

    Was - was - ??? - meine Frau sagt gerade - das Motiv mit diesen frischen Farben habe mehr von Endzeitstimmung als von einem taufrischen Ostermorgen:  - na ja - ich weiß nicht - sie hat auch - wie fast alle - diesen Karfreitag vorher - vor den bunten Eiern - schlichtweg vergessen ...: Ich will Ihnen mal was sagen: Ostern ist nicht nur ein kommerzielles Ereignis ...: denken Sie mal drüber nach ...

    Ja - es ist ein wahrhaftig schönes Bild: Ach - ich glaub - ich kann es gar nicht hergeben - mit der Dauer der Betrachtung wächst die Liebe und die Entdeckung all der Details ...ein wahrer Schatz ...

    Machen Sie was draus - und schöne Grüße ... Ihr S!NEDi

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    Martin Luther (1483 –1546) 

    „Wolf und Lämmlein“ 

    Ein Wolf und ein Lämmlein trafen sich zufällig an einem Bach, um zu trinken. Der Wolf trank oben am Bach, das Lämmlein aber weit entfernt unten. Als der Wolf das Lämmlein sah, lief er zu ihm und sprach: „Warum trübst du mir das Wasser, dass ich nicht trinken kann?" Das Lämmlein antwortete: „Wie kann ich dir das Wasser trüben? Du trinkst doch oberhalb und könntest es mir eher trüben." Da sprach der Wolf: „Wie, beleidigst du mich auch noch?" Das Lämmlein antwortete: „Ich beleidige dich nicht." Daraufhin sagte der Wolf: „Dein Vater hat das vor sechs Monaten ebenfalls getan, und du willst dich als Vater zeigen." Das Lämmlein antwortete: „Damals war ich noch nicht geboren. Warum soll ich für meinen Vater büßen? „Da sprach der Wolf: „Du hast mir aber meine Wiesen und Äcker abgenagt und verdorben." Das Lämmlein antwortete ihm: „Wie kann das möglich sein, da ich doch noch keine Zähne habe?"–„Nun gut", sagte der Wolf, „auch wenn du gut begründen und reden kannst, werde ich doch heute nicht ohne Fressen bleiben." Und er würgte das unschuldige Lämmlein und fraß es auf.
    Lehre: So ist der Lauf der Welt. Wer fromm sein will, muss leiden, wenn einer Streit sucht. Denn Gewalt steht über dem Recht. Wenn man dem Hund übel will, hat er das Leder gefressen. Wenn der Wolf es so will, ist das Lamm im Unrecht.


     Übung 1

    Interpretieren Sie die obenstehende Fabel! 
    Arbeiten Sie dabei besonders ihren Realitäts- bzw. Aktualitätsbezug heraus - und denken Sie dabei an die Ukraine, an Russland, an die USA, an Herrn Putin, Frau Merkel, Mr. President Obama - und an Frank-Walter Steinmeier, den Rambo aus Lippe (Schwarz-Rot-GoldComic unten - v.l.n.r.) ... 

     Übung 2
    Versuchen Sie es nach der 1. Fassung mit einem Rollentausch ... (schon jetzt sei Ihnen verraten, es klappt immer ... - sogar wenn Steinmeier Lämmlein ist - und das alles unter dem Motto: Pack schlägt sich - und Pack verträgt sich ... ;-))











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    Bis gestern wusste ich gar nichts von den fabelhaften Fabeldichtungen unseres ollen Martin Luther ... - aber in einem "lebenslangen Lernen" lernt man ja nie aus ...: Und - hiermit hoch und heilig versprochen: - Von nun an - werde ich des öfteren aus Luthers Fabel-Oeuvre zitieren - wenn's passt - aber es passt ja eigentlich immer (siehe oben ...)

    Unter Verwendung folgender Quellen: (Aus: http://www.digitale-schule-bayern.de/dsdaten/21/110/index.html | Fabeln aus drei Jahrtausenden. Ausgewählt von Reinhard Dithmar. Zürich 1976, S. 79f.) 
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    Was sagte Martin Luther über die Fabel?

    Alle Welt hasset die Wahrheit, wenn sie einen trifft.
    Darum haben weise hohe Leute die Fabeln erdichtet und lassen ein Tier mit dem anderen reden, als wollten sie sagen: Wohlan, es will niemand die Wahrheit hören noch leiden, und man kann doch der Wahrheit nicht entbehren, so wollen wir sie schmücken und unter einer lustigen Lügenfarbe und lieblichen Fabeln kleiden; und weil man sie nicht will hören aus Menschenmund, dass man sie doch höre aus Tier- und Bestienmund. So geschieht's denn, wenn man die Fabeln liest dass ein Tier demandern, ein Wolf dem andern die Wahrheit sagt, ja zuweilen der gemalte Wolf oder Bär oder Löwe im Buch dem rechten zweifüßigen Wolf und Löwen einen guten Text heimlich liest, den ihm sonst kein Prediger, Freund noch Feind legen dürfte 
    Als Vorlage für Luthers Fabelbuch diente eine der lateinischen Sammlungen seiner Zeit, und zwar die lateinische Übersetzung von Heinrich Steinhöwel (1412-1482.) 
    Luthers Fabeln erschienen erstmalig 1557 im fünften Band der Jenaer Lutherausgabeunter dem Titel:Etliche Fabeln aus Esopo / von D.M.L. verdeudscht / sampt einer schönen Vorrede /von rechtem Nutz und Brauch desselben Buchs / jederman wes Standes er auch ist /lustig und dienlich zu lesen. Anno M.D.XXX. 
    Die Fabeln Luthers zeichnen sich durch eine knappe, anschauliche Darstellungsweiseund gute Lehren, meist in der Form von treffenden Sprichwörtern aus.
    Quelle:  http://www.fabelnundanderes.at/martin_luther.htm

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    Street-Art-Künstler Banksy

    Abhören als Kunst
    Direkt aus dem Reuters-Videokanal

    Banksy ist (vermutlich) wieder da. In Cheltenham, wo der Hauptsitz des britischen Abhördienstes GCHQ zu finden ist, hat der Graffiti-Künstler an einer Hauswand einen Kommentar zu staatlicher Bespitzelung hinterlassen.




    © http://www.sueddeutsche.de/kultur/abhoeren-als-kunst-1.1937639
    Video: Reuters

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    s!NEDi: dueliandru - 13. versuchung - "liebe deinen nächsten - WIE DICH SELBST - aber mein Name ist: LEGION ...

    ... und noch ein werk aus meinem computer-atelier:

    "Liebe Deinen Nächsten - WIE DICH SELBST..." - und: "Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust ...: Sehen Sie die zwei Paar Lippen an einem Mund - wenn Lippen Lippen geradezu verschlingen wollen, um sich die eigene Vielzahl einzuverleiben: Darum ging es mir: "Ich heiße Legion - denn ich bin Viele" -  hat dieser Besessene aus Gerasa geantwortet, als Jesus ihn nach seinem Namen fragt:


    „Λεγεὼν ὄνομά μοι.“
           Legeōn onoma moi.
          „Mein Name ist Legion.“

    Und er hat gesagt: "Eure Rede aber sei: Ja! Ja! oder aber Nein! Nein! Was darüber ist, das ist vom Übel." Sei eindeutig klar - nicht zweideutig ... Spreche mit einer Zunge - mit einem Mund - und nicht hier so und da anders ...

    Nun gut - wir sind ja auch nicht jeden Tag gleich: wir sind heute so - morgen so - und übermorgen wieder anders: Und doch - wir sollten nicht auseinanderfallen - unsere Seele sollte sich nicht spalten - wir sollten auch keine gelebten Themen abspalten: Zusammensein -zusammenhalten - er-innern in der Er-innerungs-arbeit ... - zusammenhalten: nicht nur die Familie, die Gruppe, die Sippe>: nein - erst mal sich selbst zusammenhalten:

    "Wir wollen niemals auseinandergehen"... sang Heidi Brühl (* 30. Januar 1942; † 8. Juni 1991) seinerzeit ...: Und manche denken das morgens, wenn sie von der Waage steigen ... - na ja - ich weiß, das gehörte hier jetzt nicht hin ...
    ;-))
    Wir müssen den Nächsten nicht gleich "fressen mit Haut und Haaren" - wir müssen ihn auch nicht andauernd mit dem Handy überprüfen, wo er sich momentan aufhält - das wiederum hat was mit Vertrauen zu tun ...: Wir müssen leben - und leben lassen: Ich weiß - alles Plattitüden - und doch scheinbar schwer so schwer ...

    In Goethes Faust gibt es die berühmte Stelle von der inneren Zerrissensein zwischen körperlichen und geistigen Bedürfnissen, zwischen irdischen und himmlischen Ambitionen: 

    "Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen: die eine hält in derber Liebeslust sich an die Welt mit klammernden Organen; die andre hebt gewaltsam sich vom Dust zu den Gefilden hoher Ahnen."
    Das alles ging mir beim "Malen" des oberen Bildes durch den Kopf: eine innere Meditation ...


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    WIE EIN SONNENAUFGANG ÜBER OERLINGHAUSEN ZU EINER "SOZIALFOTOGRAFIE" WIRD:

    "Hier hinten irgendwo hat Niklas Luhmann gewohnt": Über Oerlinghausen - 7 km von meiner Wohnung entfernt - geht am 15.04.2014 die Sonne auf...



    Niklas Luhmann(* 8. Dezember 1927 in Lüneburg; † 6. November 1998 in Oerlinghausen) war ein deutscher Soziologe und Gesellschaftstheoretiker. Als wichtigster Vertreter der soziologischen Systemtheorie zählt Luhmann zu den herausragenden Klassikern der Sozialwissenschaften im 20. Jahrhundert.




    Leben
    Luhmann wurde 1927 in die Familie eines Brauereibesitzers in Lüneburg geboren und besuchte das altsprachliche Johanneum. 1944 wurde er im Alter von 16 Jahren offiziell als Luftwaffenhelfer eingezogen, nachdem er schon seit dem 15. Lebensjahr dort tätig gewesen war. Von 1944 bis September 1945 war Luhmann in amerikanischer Kriegsgefangenschaft, zu der er in einem Interview einmal sagte:

    „[…] die Behandlung war – gelinde gesagt – nicht nach den Regeln der internationalen Konventionen.“

    Wie erst 2007 bekannt wurde, war Niklas Luhmann als Mitglied der NSDAP verzeichnet.
    [Zur Orientierung: Bei Hitlers Machtergreifung 1933 war Luhmann 6 Jahre alt - bei der Befreiung Deutschlands vom Faschismus 1945 war Luhmann 17 Jahre alt ...]

    Luhmann studierte von 1946 bis 1949 Rechtswissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, mit einem Schwerpunkt auf römischem Recht. Es folgte bis 1953 eine Referendarausbildung in Lüneburg. 1954 bis 1962 war er Verwaltungsbeamter in Lüneburg, 1954 bis 1955 am Oberverwaltungsgericht Lüneburg Assistent des Präsidenten. In dieser Zeit begann er auch mit dem Aufbau seiner Zettelkästen. 1960/61 erhielt Luhmann ein Fortbildungs-Stipendium für die Harvard-Universität, das er nach seiner Beurlaubung wahrnehmen konnte. Dort kam er in Kontakt mit Talcott Parsons und dessen strukturfunktionaler Systemtheorie. Nach seiner Tätigkeit als Referent an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer von 1962 bis 1965 und als Abteilungsleiter an der Sozialforschungsstelle an der Universität Münster in Dortmund von 1965 bis 1968 (1965/66 daneben ein Semester Studium der Soziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster (Westfalen)) wurde er dort 1966 zum Dr. sc. pol. (Doktor der Sozialwissenschaften) promoviert mit dem bereits 1964 erschienenen Buch Funktionen und Folgen formaler Organisation. Fünf Monate später habilitierte er sich bei Dieter Claessens und Helmut Schelsky mit Recht und Automation in der öffentlichen Verwaltung. Eine verwaltungswissenschaftliche Untersuchung. Mit seiner Berufung 1968 wurde Luhmann der erste Professor der Universität Bielefeld. Dort trug er zum Aufbau der ersten soziologischen Fakultät im deutschsprachigen Raum bei, lehrte und forschte bis zu seiner Emeritierung 1993.

    Luhmann heiratete 1960 Ursula von Walter. Aus der Ehe gingen eine Tochter und zwei Söhne hervor. Seine Ehefrau verstarb 1977; danach zog er seine Kinder allein groß. Nach dem Tod seiner Frau zog Luhmann von Bielefeld nach Oerlinghausen um.

    Nachlass
    Luhmanns Kinder stritten jahrelang vor Gericht um die Eigentums- und Urheberrechte an seinem wissenschaftlichen Werk einschließlich des berühmten Zettelkastens, worauf das OLG Hamm im Jahr 2004 entschied, dass alleinig seiner Tochter die Rechte daran zustehen. Luhmann hatte ihr noch zu Lebzeiten 1995 in einem Vorausvermächtnis alle Urheberrechte zugewendet, da es sein Wunsch war, dass sein geistiges Erbe in einer Hand bleibt. Der Wert seines wissenschaftlichen Nachlasses wird auf einen siebenstelligen Euro-Betrag geschätzt.

    Die Universität Bielefeld hat 2011 den Nachlass von Luhmann erworben und will ein Luhmann-Archiv errichten. Wichtigster Teil des Nachlasses ist der berühmte Zettelkasten, die Grundlage des umfangreichen Werkes.

    Ehrungen
    • 1988 Hegel-Preis der Stadt Stuttgart.
    • 1997 Premio Amalfi.
    • 2000 Umbenennung des Städtischen Gymnasiums Oerlinghausen in Niklas-Luhmann-Gymnasium.
    • 2008 Straßenbenennung in Luhmanns Geburtsstadt, der Hansestadt Lüneburg.[11]
    • Seit 2004 verleiht die Stiftung der Sparkasse Bielefeld alle zwei Jahre zum Gedenken an Niklas Luhmann den mit 25.000 Euro dotierten Bielefelder Wissenschaftspreis.


    Charakterisierung des Werks
    Luhmanns Systemtheorie versteht Gesellschaft nicht als eine Ansammlung von Menschen mit Blutkreisläufen und sonstigen, nicht-sozialen Systemen, sondern als einen operativ geschlossenen Prozess sozialer Kommunikation.

    Systemtheorie Luhmanns: Beispielhafte Systeme mit ihren Codes, strukturelle Kopplung
    Die Systemtheorie thematisiert selbstreferenzielle soziale Operationen (Kommunikation). Selbstreferenziell soll heißen, dass sich Systeme nur auf ihre internen Operationen beziehen und trotzdem kognitiv offen sind. Die Leitdifferenzen von gesellschaftlichen Funktionssystemen bezeichnet Luhmann als Codes (im Beispiel „Recht/Unrecht“ für das Rechtssystem). Die meisten Funktionssysteme orientieren sich an symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien, die Wirtschaft etwa an Geld.


    Luhmanns Systemtheorie basiert auf der Gleichsetzung von Gesellschaft mit Kommunikation. Er behandelt Evolution von Kommunikation – von Oralität (mündlicher Kommunikation) über Schrift bis hin zu elektronischen Medien – und parallel auf der Evolution von Gesellschaft durch funktionale Ausdifferenzierung (siehe auch soziale Differenzierung). Daraus ergeben sich drei Stränge:

    • Systemtheorie als Gesellschaftstheorie,
    • Theorie der Interaktion (face-to-face-Kommunikation) und
    • Evolutionstheorie,

    die sich durch sein gesamtes Werk ziehen.

    Seit den 1980er Jahren bezieht sich Luhmann grundlegend auf die Differenzlogik der Laws of Form des britischen Mathematikers George Spencer-Brown.

    Wirkung und Kritik in der Soziologie und darüber hinaus
    Die Luhmannsche Systemtheorie (in Abgrenzung zur allgemeinen Systemtheorie von Ludwig von Bertalanffy u. a. sowie zur Theorie sozialer Systeme von Talcott Parsons) gilt derzeit als eine der erfolgreichsten und populärsten Theorien im deutschen Sprachraum, nicht nur in der Soziologie, sondern auch in diversen Feldern wie der Psychologie, der Theorie des Managements oder der Literaturtheorie. Auch international beeinflusst sie den sozialphilosophischen Diskurs, wobei sich nennenswerte Luhmann-Strömungen in Deutschland, den USA, Japan, Italien und Skandinavien herausgebildet haben.
    Luhmann bezeichnete sich zwar zeitlebens als Soziologe, doch kann man ihn – ähnlich wie Jürgen Habermas – gleichzeitig auch als Wissenschaftstheoretiker auffassen, der die Soziologie sehr angeregt hat und der eine bemerkenswerte soziologische Urteilskraft besaß. In verschiedenen Bereichen der Philosophie werden Ideen Luhmanns rezipiert.
    Das Fehlen eines primär normativen Elements in Luhmanns Systemtheorie hat eine teilweise heftige Debatte nicht nur in der Soziologie entfacht. Aus erkenntnistheoretischer Perspektive wird moniert, die Theorie laufe auf Grund ihres tautologischen, deskriptiven Ansatzes ins Leere und sage nicht mehr über die Welt, als was wir aufgrund fachwissenschaftlicher Erkenntnisse ohnehin schon über sie wissen oder wissen könnten. Genau dieser konstruktivistische Ansatz ist wiederum eine wesentliche Eigenschaft der Theorie: Als Beobachter der Welt können wir nach Luhmann nur das identifizieren und beschreiben, was für uns beobachtbar ist. (WIKIPEDIA)

    Siehe auch den WIKIPEDIA-Hauptartikel Systemtheorie (Luhmann)



    Veröffentlicht am 08.04.2012
    Die Doku zeigt erst ein Interview mit Luhmann aus dem Jahr 1973, worin er seine Theorie in Grundzügen erläutert. Durch die gezielten Fragen von Ulrich Boehm erhält auch der Zuschauer, der sich noch nicht mit Luhmanns Theorie beschäftigt hat, einen Einblick in deren Leitgedanken. Der zweite Teil der Doku zeigt eine "Philosophie heute" Sendung aus dem Jahr 1989 über die Ökologie-Debatte.

    The documentary shows first an interview with Luhmann from 1973, in which he explained his theory main features. By pointed questions from Ulrich Boehm also gets the audience, who has not yet dealt with Luhmann's theory, an insight into their guiding principles. The second part is from the "Philosophy Today" show in 1989. Luhmann on the ecology debate.

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    aufgeschreckt

    In einer Gruppe von glattrasierten Männern - las ich heute morgen in der Zeitung - hat ein Bärtiger bei Frauen die besten Chancen - sein "Alleinstellungsmerkmal" - in diesem Falle also der Bart - macht ihn einer Studie zufolge besonders attraktiv: Es ist also jeweils dieses bestimmte "Alleinstellungsmerkmal", das heraushebt und besonders profiliert - und damit eine besondere erotische Aura verströmt ...

    Gegen Marx hätten Gysi und Lagerfeld keine Chance - laut der Studie ...



    Clown-Kloppo
    Das können also auch die grünen Haare sein - oder der Ring durch die Nase - oder fehlende Zähne im Kreis von Gebissträgern - oder 15 Halbeliter Weizen in einer Gruppe von Abstinenzlern - oder die Clownsnase beim Kloppo ...

    Ansonsten kennen ja alle Männer diese leidigen Rangordnungskämpfe vor Frauen (Mamis, Mädchen, Damen, Zicken ...) von kleinauf: Wer hat in meine Förmchen gepillert - wer hat den Lä.... - oder: mein Haus - mein Pferd - mein Boot - mein unschlagbarer "Herrenduft" ... usw.



    Umgekehrt - zum obigen Bartbeispiel - finden Frauen in einer Gruppe von Bärtigen natürlich einen glattrasierten Mann besonders anziehend.

    Das Forschungsergebnis*) bringt nach der Zeitungsmeldung neue Erkenntnisse zur "Theorie der sexuellen Selektion" und könnte so bei der Erklärung der Attraktivität eines "Alleinstellungsmerkmals" helfen.

    "In einigen Fällen kann Seltenheit beim Körperschmuck von Vorteil sein", schlussfolgern die Forscher: Der "Theorie der sexuellen Selektion" zufolge suchen sich Weibchen im Tierreich Männchen mit bestimmten attraktiven Merkmalen aus - bei einem Papagei etwa prächtige Federn... - oder die Aknepickel und Mitesser im Gesicht des Pubertierenden unter einer Gruppe von ebenfalls pubertierenden aber Clearasil-gepflegten Schönlingen ...


    *) Für diese umwerfende "Forschung" ist besimmt viel - viel zu viel - Geld gezahlt worden - meint sinedi ...


    ... gefunden in der NW von heute - als Meldung auf der Titelseite ...!!!


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    Und noch einmal - meine "SOZIAL"-PHOTOGRAPHIE: Aufgang der Sonne über der Soziologen-Stadt Oerlinghausen, sieben Kilometer von meiner Wohnung entfernt gelegen: Erst neulich berichtete ich über Niklas Luhmann, der in Oerlinghausen lebte ehe er hier starb - und nun - zum 150. Geburtstag vom Soziologen Max Weber kann ich das gleiche Photo verwenden: Er heiratete hier seine Cousine Marianne, die sich als Frauenrechtlerin und Rechtshistorikerin ebenfalls im Fach Soziologie einen Namen machte - eben nicht nur im Schatten ihres Mannes ...
    Ja - und mir geht jeden Morgen über dieser wissenschaftsträchtigen Stadt die Sonne auf .......

    S!NEDi: Max Weber in PopArt


    Im Widerstreit von Liebe, Politik und Wissenschaft

    Max Weber, ein Klassiker der Soziologie, wurde vor 150 Jahren geboren


    VON MANFRED STRECKER | NEUE WESTFÄLISCHE

    Der Mann wurde von vielen verehrt, und er war - ungebärdig und reizbar, wie er sich gab - zum Fürchten. Dem einen Beobachter erschien der Gelehrte Max Weber als "nervöser Stürmer", der immerfort, ein Schlagetot, selbst um die "kleinsten lokalen Dinge" kämpfte. Einem anderen, dem Philosophen Karl Jaspers, wurde vor ihm "ganz unheimlich zumute". Die "unaufhebbare Zerrissenheit" Webers nötigte ihm aber zeitlebens Bewunderung ab: Weber war "ein Mann, den man auf keinen Nenner bringen kann". Max Weber, ein Klassiker der Soziologie, wurde als Spross einer großbürgerlichen Familie von Bielefelder Leinenkaufleuten am 21. April 1864, vor 150 Jahren, in Erfurt geboren.


    Max Weber | nach einem BR-Foto


    Max Weber verkörperte einen seltenen Typus in Deutschland, den des engagierten Intellektuellen, und das ausgerechnet in der Epoche des Wilhelminismus, in der nicht das Bürgertum, sondern Adel und Militär nicht nur die feine Gesellschaft beherrschten. 

    Auf der einen Seite - als universal gebildeter Gelehrter - arbeitete Weber seine Grundlagen einer neuen Wissenschaft, der Soziologie, aus. Seine Erkenntnisse über den Kapitalismus, der zugehörigen modernen Lebensformen und deren Zumutungen gehören zu den meistdiskutierten sozialwissenschaftlichen Würfen aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts. Weber gilt daher als ein "Klassiker der Soziologie".

    Mit wissenschaftlicher Wirkung gab sich Max Weber jedoch nicht zufrieden. Vielleicht, weil er dem Vorbild des Vaters, Max Weber senior, nacheiferte, der in Bielefeld in einer Villa an der Obernstraße (Sitz der Handwerkskammer derzeit) aufgewachsen war. Max Weber sen. war neben Abgeordnetenmandaten 23 Jahre als kommunalpolitischer Beamter und Baudezernent ins "Rote Rathaus" von Berlin bestellt. Ein politisches Amt, das ihm dauerhaft die Chance geboten hätte, "in die Speichen des Rades der Geschichte" zu greifen, blieb dem Sohn versagt. Allenfalls brachtees Max Weber junior zum Gelegenheitspolitiker, der in Zeitungen gereizte Einreden gegen die herrschende Politik erhob, vor allem im Ersten Weltkrieg. Noch in der Juli-Krise 1914 hielt Max Weber es für "ein Verbrechen, uns in eine militärische Auseinandersetzung zu verwickeln". Dennoch meldete er sich am 2. August freiwillig zum Kriegsdienst. Am 28. August schrieb er euphorisch in einem Brief, dieser Krieg sei, einerlei dessen Erfolg, "groß und wunderbar". In Heidelberg, seinem Wohnsitz, wurde er mit dem Aufbau von Reservelazaretten betraut, dabei wäre der Premierlieutenant der Reserve, wenn nicht mit 50 Jahren zu alt dafür, gern selbst an der Spitze einer Truppe ins Feld gezogen.

    Auf Dauer blieb trotz aller oder wegen seiner nationalen Gesinnung Webers Urteil unbestechlich. Er störte sich an der maßlosen Kriegsziel-Politik von Kaiser und Militär, die großzügige Annexionen in den Nachbarländern vorsah; so würde ein ehrenvoller Frieden für Deutschland außer Reichweite rücken. Vehement stritt Weber gegen den uneingeschränkten U-Boot-Krieg, der - wie es sich erwies - die USA in den Krieg ziehen und Deutschlands Niederlage besiegeln würde. 

    Spuren in der deutschen Geschichte hat Max Weber dennoch hinterlassen. Zu Beratungen über die neue deutsche Verfassung nach dem Untergang des Kaiserreichs herangezogen, setzte er sich für das Amt eines vom Volk gewählten Präsidenten mit erheblichen Vollmachten ein, um einer starken Führung der Republik eine plebiszitäre Legitimation zu verschaffen - wozu es in der Weimarer Reichsverfassung auch kam. Diese präsidiale Machtposition ebnete aber - damals kaum vorauszusehen - Wege, die Weimarer Republik in den 30er Jahren in einem kalten Staatsstreich zu vernichten.


    Hauptwerk: Max Webers : "Die Protestantische
    Ethik und der Geist des Kapitalismus"
    Foto: WIKICommon/NW
    Max Weber besaß rhetorische Überzeugungskraft, für seine plastisch-prägnante Sprache wurde er gerühmt. "Das mächtige Haupt ganz den Hörern zugewandt, spricht er frei, nur auf Handzettel gestützt, mit klangvoller, doch gebändigter Stimme." Durch zwingende Gedankenfolge, treffende Beispiele, geschichtlich begründete Erkenntnisse fesselte er seine Hörer, notiert ein Beobachter im Januar 1919 in München weiter nach einer Rede, die - mitstenografiert und ausgearbeitet publiziert - zum populärsten Werk Max Webers werden sollte. 

    In "Politik als Beruf" leitet Weber die Zwangsläufigkeit eines Menschentypus der Moderne her, des Berufspolitikers. In dieser Rede findet Weber zu einer zum Überdruss zitierten Metapher: "Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß." Diese Sentenz verdichtet, was Weber verhohlen mit Pathos umkleidet: Der Politiker, gerade der verantwortungsbewusste, ist ein "Held", aber in tragischer Ausprägung, der auch böse Folgen seiner Machtausübung unerschüttert ins Auge fassen muss. Solche Helden sind in der Veralltäglichung der Berufsrolle des Politikers selten, der politische Konkurrenzkampf jedoch bietet für Weber allein die Chance, dass charismatische Persönlichkeiten herausgebildet würden. 
    Das Großelternhaus Max Webers:
    Die Handwerkskammer an der Obernstraße 48 in Bielefeld. FOTO: NW
    Die Summe seines Denkens in Soziologie und für die Politik konnte er freilich nicht ziehen. Überraschend ist Max Weber an den Folgen der Spanischen Grippe, die seit 1918 in Europa Millionen Tote forderte, am 14. Juni 1920, erst 56-jährig, in München gestorben.








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    Das Leben Max Webers dreifach gespiegelt:
    Neue und alte Biografien


    Bielefeld (rec). Ein Bewunderer, der ihn in jungen Jahren erlebt hatte, sah im Gelehrten Max Weber (1864-1920) die "Tragödie eines modernen Menschen". Tatsächlich bietet dessen Lebensweg ergiebigen Stoff, wie drei schwergewichtige, zwei davon in diesem Frühjahr erschienene Biografien bezeugen. Jede dieser Darstellungen, alle drei umfassen insgesamt mehr als 2.400 Druckseiten, wählt einen anderen Gesichtspunkt, um - gemäß der begrifflichen und methodischen Strenge, die der Soziologe Max Weber empfohlen hatte - die Überfülle an Quellen und Zeugnissen zu einem je verständlichen Lebenslauf zu ordnen.

    Leben zwischen
    den Epochen

    Jürgen Kaube, Ressortleiter für die "Geisteswissenschaften" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, schildert Max Webers Geschick als "Leben zwischen den Epochen". Als er geboren wurde, gab es das vereinte Deutschland noch nicht, als er 1920 starb, war das Kaiser-Reich gerade untergegangen. Doch Lebens-, Glaubens- und Verhaltensgewissheiten waren schon während dieser Lebensspanne ständig im Umbruch begriffen durch kapitalistische Industrialisierung, durch den den Alltag umwälzenden technischen Fortschritt, durch das Wachstum der Städte und das Aufkommen der Arbeiterbewegung. Kaube, einmal Assistent für Soziologie an der Universität Bielefeld, bekannt für scharfzüngig vorgetragene Argumente, führt, Widersprüche im Denken Webers aufspürend, beiläufig und erfrischend die Auseinandersetzung mit diesem "Klassiker der Soziologie".

    Jürgen Kaube
    Max Weber
    Ein Leben zwischen den Epochen
    Rowohlt Berlin, 496 Seiten








    Politische 
    Leidenschaft

    Der Soziologe und Weber-Forscher Dirk Kaesler erzählt das Leben seines Protagonisten nach dem literarischen Muster, nach dem sich das Bürgertum, dem Max Weber entstammt, verstand: als Bildungsroman. Das von Bielefeld aus europaweit gespannte Netz der Familienbeziehungen von Kaufleuten, Unternehmern und Gelehrten kommt detailgetreu in den Blick. Das ist biografisch-soziologisch gerechtfertigt, weil Weber in diesem Netzwerk, wie man es heute nennt, das notwendige kulturelle und soziale Kapital anhäufte, das ihm zugute kam; nicht zu schweigen von dem daraus zugekommenen Geldkapital, das ihm und seiner Frau eine großzügige Lebenshaltung ermöglichte, obwohl er nur wenige Jahre einer bezahlten Berufstätigkeit nachging. Kaesler schildert die politische Leidenschaft Webers als Preuße, seine wissenschaftliche Passion als Gelehrter, und er deutet dessen inneres Lebensgeschick in Bindung, Temperament und Hemmung aus der frühkindlichen Prägung als Muttersohn.

    Dirk Kaesler
    Max Weber
    Preuße, Denker, Muttersohn
    Eine Biographie
    C.H.BECK, 1007 Seiten







    Der Wissenschaftler
    und der Liebhaber

    Schon 2005 hat der Bielefelder Historiker Joachim Radkau mit der ersten wissenschaftlichen Biografie über Max Weber überhaupt Furore gemacht. Radkaus Werk, jetzt als Taschenbuch wieder aufgelegt, verarbeitet Liebesbriefe des Soziologen, die bis dahin wohl verschämt unter Verschluss gehalten worden waren. Weber unterhielt bei Wissen seiner Frau Marianne gegen Ende seines Lebens, wie zuvor schon einmal, eine amouröse Beziehung zu einer engen Freundin der Familie, in der er offenbar sexuelle Erfüllung fand. Solche Intimität mag unerheblich für die Bilanz eines Gelehrten-Lebens erscheinen. Doch nach der Weberschen Diagnose verlangt das moderne Leben den Menschen eine allseits sachliche, in den Leidenschaften gebremste Lebensführung ab; die Rationalisierungforderungen der Moderne schließen sich um die Menschen wie ein "stahlhartes Gehäuse". Nur Kunst und Erotik bieten vorübergehend Ausflucht. In der erotischen Vereinigung wüsste sich der Liebende, wie Weber in seiner Religionssoziologie notiert, "den kalten Skeletthänden rationaler Ordnungen ebenso völlig entronnen wie der Stumpfheit des Alltags".

    Joachim Radkau
    Max Weber
    Die Leidenschaft des Denkens. 

    Carl Hanser, 1008 Seiten













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    Marianne & Max Weber


    Die Gefährtin

    Marianne Schnitger, eine Cousine aus dem lippischen Bergdorf Oerlinghausen

    Bielefeld (rec). Auch die Ehe Max Webers machte Geschichte. Nicht, weil es sich dabei um eine "Cousinen-Ehe" gehandelt hatte, nicht ungewöhnlich im Bürgertum des 19. Jahrhunderts. Marianne Schnitger, geboren am 2. August 1870 in Oerlinghausen, war die Enkelin von Max Webers Onkel Carl David, der in dem lippischen Bergdorf eine Leinenweberei (CaWeCo) aufgezogen hatte. In Oerlinghausen wurde 1893 geheiratet und damit der Grund gelegt zu einer "Gefährtenehe", die im Urteil der Zeitgenossen als vorbildhaft galt. 

    Die Verbindung, kinderlos, ließ der Ehefrau Freiraum für eine einem bürgerlichen Hausstand angemessene höhere Bildung, auch für Studium, für wissenschaftliche Arbeit und politisches Engagement. Für Max Webers Forschung, Wissenschaft und Gelegenheitspolitik blieb die Ehefrau zeitlebens Gesprächspartnerin. 1896 hatte Max Weber einen Ruf nach Heidelberg angenommen. Dort wurde der Haushalt von Max und Marianne Weber unter wechselnden Adressen zu einem Kristallisationspunkt des gesellschaftlichen und intellektuellen Lebens. Beistand bot Marianne Weber ihrem Mann in den Jahren, in denen er wegen einer heute wohl "Burn out" genannten Erschöpfungsdepression aus Überarbeitung alle Lehrtätigkeit niederlegen musste. Und nach prekärer Genesung blieben der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Ehemanns von bleibender Sorge.

    Marianne Weber, gestorben 1954, überlebte ihren Mann um 34 Jahre. Sie gab Werke aus dem Nachlass Max Webers heraus und verfasste 1926 ein "Lebensbild", das in vielen Details als Quelle der späteren Biografien dient. Darüber - als treue Gefährtin an der Seite des Gelehrten - geriet ihr eigenständiges Wirken in Vergessenheit. Sie gilt - in Fachkreisen wiederentdeckt - als Wegbereiterin der rechtshistorischen Frauenforschung, und sie engagierte sich als Frauenrechtlerin. 1919 erwarb sie als einzige weibliche Abgeordnete einen Sitz im Landtag von Baden, von 1919 bis 1923 hatte sie den Vorsitz des "Bundes Deutscher Frauenvereine" inne. Jahre zuvor schon richtete sie in Freiburg, wo Max Weber seine erste Professur angenommen hatte, eine Rechtsschutzstelle für Frauen ein. 

    Marianne Weber focht energisch für die Chancengleichheit der Frauen im Bildungssystem und für die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau. Wegen ihrer Werthaltungen wird sie der bürgerlich konservativen Frauenbewegung zugerechnet. Die Frau "darf als Berufstätige durchaus nicht ,Mann? sein wollen, damit ihre besonderen weiblichen Wesenskräfte stets als warmer befruchtender Quell das Gestein der Sachlichkeiten durchbrechen kann, und sie darf als Gattin und Mutter nicht nur ,Weib? sein, sondern auch ,Mensch? - das heißt durch die Vereinigung: echt Frau." Zu dieser Schlussfolgerung war sie Ende der 20er Jahre in einem Aufsatz "Beruf und Persönlichkeit" gekommen. 

    Über Marianne Weber liegt seit 2010 ebenfalls eine umfassende Biografie vor - 


    Bärbel Meurer
    Marianne Weber. Leben und Werk
    Mohr Siebeck-Verlag, 688 Seiten

    Die Soziologin Bärbel Meurer hat jüngst auch ein Büchlein Oerlinghausen als Ort gewidmet, den die Eheleute zur Erholung im Familienkreis immer wieder einmal aufgesucht hatten



    Bärbel Meurer
    Max und Marianne Weber und ihre Beziehung zu Oerlinghausen
    Aisthesis-Verlag, 96 Seiten





    © 2014 Neue Westfälische - Bielefeld Süd, Donnerstag 17. April 2014



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