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    Diesmal wieder Papst Franziskus in einem neuen aktuellen Interview - unbedingt lesens- und beherzenswert ...


    "Ich bin kein Erleuchteter" - 
    Franziskus kritisiert
    Wirtschaftssystem als "unerträglich"

    Papst Franziskus hat der Zeitung "La Vanguardia" aus Katalonien ein Interview gegeben. In dem Gespräch äußert sich Franziskus auch zum Stand der Reformen im Vatikan, zum Rücktritt Benedikts und zum Friedensgebet an Pfingsten.

    "Damit das System fortbestehen kann, müssen Kriege geführt werden, wie es die großen Imperien immer getan haben. Einen Dritten Weltkrieg kann man jedoch nicht führen, und so greift man eben zu regionalen Kriegen", sagt Franziskus. Das ist im Kern eine ähnliche Grundthese wie in den Imperialismustheorien von Rosa Luxemburg und Wladimir Iljitsch Lenin Anfang des vergangenen Jahrhunderts oder von radikalen Linksintellektuellen heutzutage.


    Frage: Die Gewalt im Namen Gottes prägt den Nahen Osten...
    Papst Franziskus: Das ist ein Widerspruch. Gewalt im Namen Gottes passt nicht in unsere Zeit. Das ist etwas Altes. Aus historischer Perspektive muss man einräumen, dass wir Christen sie zeitweise praktiziert haben. Wenn ich an den Dreißigjährigen Krieg denke, dann war das Gewalt im Namen Gottes. Heute ist das kaum vorstellbar, nicht wahr? Wir kommen manchmal aus religiösen Gründen zu sehr ernsten, sehr schwerwiegenden Widersprüchen. Fundamentalismus, zum Beispiel. Wir drei Religionen haben jeweils unsere fundamentalistischen Gruppen, klein im Verhältnis zum ganzen Rest.
    Die verfolgten Christen sind eine Sorge, die mir als Hirte sehr nahe geht. Ich weiß sehr viel über Verfolgungen, kann aber aus Vorsicht nicht darüber sprechen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Aber es gibt Orte, an denen es verboten ist, eine Bibel zu besitzen oder den Katechismus zu lehren oder ein Kreuz zu tragen.

    Frage: Wie denken Sie über den Fundamentalismus?
    Papst Franziskus: Eine fundamentalistische Gruppe ist gewalttätig, selbst wenn sie niemanden tötet und niemanden schlägt. Die mentale Struktur des Fundamentalismus ist Gewalt im Namen Gottes.
    Frage: Manche sehen Sie als einen Revolutionär...
    Papst Franziskus: Für mich besteht die große Revolution darin, zu den Wurzeln zu gehen, sie zu erkennen und zu schauen, was diese Wurzeln uns heute zu sagen haben. Es gibt keinen Widerspruch zwischen revolutionär und zu den Wurzeln gehen. Vielmehr glaube ich, dass der Hebel, um wirkliche Änderungen herbeizuführen, die Identität ist. Man kann nie einen Schritt machen im Leben, wenn man nicht von hinten losgeht, wenn man nicht weiß, woher ich komme, wie ich heiße, welchen kulturellen und religiösen Namen ich trage.
    Frage: Sie haben oft das Protokoll gebrochen, um den Menschen nahe zu sein...
    Papst Franziskus: Ich weiß, dass mir mal etwas passieren kann, aber das liegt in den Händen Gottes... Seien wir realistisch, in meinem Alter habe ich nicht mehr viel zu verlieren.
    Frage: Warum ist es so wichtig, dass die Kirche arm und demütig ist?
    Papst Franziskus: Armut und Demut sind im Zentrum des Evangeliums, und das sage ich in theologischem, nicht soziologischem Sinn. Man kann das Evangelium nicht verstehen ohne die Armut, aber man muss sie vom Pauperismus unterscheiden.
    Frage: Was kann die Kirche tun, um die wachsende Ungleichheit zwischen Reichen und Armen zu reduzieren?
    Papst Franziskus: Es ist bewiesen, dass wir mit der Nahrung, die übrigbleibt, die Hungernden ernähren könnten. Wenn Sie Fotos von unterernährten Kindern in verschiedenen Teilen der Welt sehen, dann schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen, das ist nicht zu verstehen! Ich glaube, wir sind in einem Weltwirtschaftssystem, das nicht gut ist... Wir haben das Geld in den Mittelpunkt gestellt, den Geldgott. Wir sind in den Götzendienst des Geldes verfallen... Wir schließen eine ganze Generation aus, um ein Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten, das nicht mehr zu ertragen ist. Ein System, in das Krieg führen muss, um zu überleben... Aber weil man keinen Dritten Weltkrieg führen kann, führt man eben regionale Kriege. Und was bedeutet das? Dass Waffen produziert und verkauft werden, und dadurch sanieren sich die Gleichgewichte der ... großen Weltwirtschaften.
    Frage: Sind Sie besorgt über den Konflikt zwischen Katalonien und Spanien?
    Papst Franziskus: Jede Spaltung macht mich besorgt. Es gibt Unabhängigkeit aus Emanzipation und Unabhängigkeit aus Abspaltung. Unabhängigkeiten aus Emanzipation sind z.B. die amerikanischen, sie emanzipierten sich von den europäischen Staaten. Unabhängigkeiten von Völkern aus Abspaltung, das ist eine Zergliederung... Denken wir an das frühere Jugoslawien. Natürlich gibt es Völker mit so verschiedenen Kulturen, dass man sie nicht einmal mit Klebstoff aneinanderkleben kann. Der jugoslawische Fall ist sehr klar, aber ich frage mich, ob es in anderen Fällen so klar ist, bei anderen Völkern, die bis jetzt vereint gewesen sind. Man muss Fall für Fall studieren. Schottland, Padanien, Katalonien. Es wird gerechtfertigte und nicht gerechtfertigte Fälle geben, aber die Abspaltung einer Nation, ohne dass es vorher eine zwangsweise Einheit gab, so etwas muss man mit der Pinzette anfassen und Fall für Fall studieren.
    Frage: Die Gebete für Frieden im Vatikan waren nicht leicht zu organisieren, weil es dafür keinen Präzedenzfall gab. Wie fühlten Sie sich dabei?
    Papst Franziskus: Ich spürte, dass das etwas war, was uns alle übersteigt. Hier im Vatikan sagten 99 Prozent, dass das nicht klappen würde, und danach wuchs dieses eine Prozent immer mehr. Ich spürte, dass wir uns da zu einer Sache gedrängt sahen, die wir so noch nicht kannten und die allmählich dann Gestalt annahm. Es war überhaupt kein politischer Akt, das spürte ich von Anfang an, sondern ein religiöser Akt: ein Fenster zur Welt hin öffnen.
    Frage: Warum haben Sie entschieden, sich ins Auge des Taifuns zu begeben, also in den Nahen Osten?
    Papst Franziskus: Das wirkliche Auge des Taifuns war – wegen dem Enthusiasmus, den es da gab – der Weltjugendtag von Rio im letzten Jahr! Der Beschluss, ins Heilige Land zu reisen, kam zustande, weil Präsident Peres mich einlud. Ich wusste, dass sein Mandat in diesem Frühling auslief, und sah mich darum gewissermaßen dazu gezwungen, vorher zu fahren. Seine Einladung hat den Reisetermin beschleunigt. Ich hatte das eigentlich nicht so geplant.

    Der Papst betet an der Mauer von Bethlehem/Palästina

    Frage: Sie sagen, dass in jedem Christen ein Jude steckt...
    Papst Franziskus: Es wäre wohl korrekter zu sagen, dass man sein Christentum nicht wirklich leben kann, wenn man seine jüdische Wurzel nicht anerkennt. Ich spreche vom Judentum im religiösen Sinn. Meiner Meinung nach muss der interreligiöse Dialog das angehen, die jüdische Wurzel des Christentums und die christliche Blüte aus dem Judentum heraus. Ich verstehe, dass das eine Herausforderung ist, eine heiße Kartoffel, aber als Brüder können wir das tun.
    Frage: Wir urteilen Sie über Antisemitismus?
    Papst Franziskus: Ich wüsste nicht zu erklären, wie er zustande kommt, aber ich glaube, er hängt im Allgemeinen sehr mit der Rechten zusammen. Der Antisemitismus pflegt in den rechten Strömungen besser Fuß zu fassen als in den linken, nicht wahr? Und so geht er weiter. Wir haben sogar Leute, die den Holocaust leugnen – ein Wahnsinn!
    Frage: Eines Ihrer Vorhaben ist es, die Vatikan-Archive zum Holocaust zu öffnen.
    Papst Franziskus: Das wird viel Licht in die Sache bringen.
    Frage: Macht Ihnen Sorge, was man da entdecken könnte?
    Papst Franziskus: Was mir bei diesem Thema Sorgen macht, ist die Figur von Pius XII.: Dem armen Pius XII. haben sie wirklich alles Mögliche vorgeworfen. Aber man muss daran erinnern, dass er früher einmal als der große Verteidiger der Juden gegolten hat, er versteckte viele in den Klöstern Roms und anderer italienischer Städte, und auch in der Sommerresidenz Castel Gandolfo. Dort, im Zimmer des Papstes, in seinem eigenen Bett, wurden 42 Babys geboren, Kinder von Juden oder anderen Verfolgten, die sich dorthin geflüchtet hatten. Ich will damit nicht sagen, dass Pius XII. keine Irrtümer begangen hätte – ich selbst begehe auch viele –, aber man muss seine Rolle im Kontext der Epoche lesen. War es zum Beispiel besser, dass er schwieg oder dass er nicht schwieg, damit nicht noch mehr Juden getötet würden? Manchmal ärgert es mich auch ein bisschen, wenn ich sehe, wie alle gegen die Kirche und Pius XII. sprechen und dabei die Großmächte ganz vergessen. Wissen Sie, dass die Großmächte ganz genau das Eisenbahnnetz der Nazis kannten, auf dem die Juden in die KZs gebracht wurden? Sie hatten Fotos davon! Aber sie warfen keine Bomben auf diese Schienen. Warum? Darüber sollten wir auch mal sprechen!
    Frage: Sie ändern viele Dinge. Wohin führen diese Änderungen?
    Papst Franziskus: Ich bin kein Erleuchteter. Ich habe kein persönliches Projekt unterm Arm, sondern ich führe aus, was wir Kardinäle vor dem Konklave auf den Generalkongregationen überlegt haben, als wir jeden Tag über die Probleme der Kirche diskutierten. Da sind Überlegungen und Empfehlungen entstanden. Eine sehr konkrete war, dass der künftige Papst ein Gremium von auswärtigen Beratern brauchte, die nicht im Vatikan wohnen.
    Frage: Sie haben daraufhin den Kardinalsrat gegründet...
    Papst Franziskus: Das sind acht Kardinäle aus allen Kontinenten und ein Koordinator. Sie treffen sich hier alle zwei oder drei Monate. Anfang Juli haben wir wieder vier Tage Sitzung, und wir führen die Änderungen durch, um die die Kardinäle uns bitten. Es ist nicht obligatorisch, dass wir das machen, aber es wäre unvorsichtig, nicht auf die zu hören, die Ahnung haben.
    Frage: Wie denken Sie über den Rücktritt von Benedikt XVI.?
    Papst Franziskus: Papst Benedikt hat eine sehr große Geste getan. Er hat eine Tür geöffnet, eine Institution gegründet, die der möglichen emeritierten Päpste... Ich werde dasselbe tun wie er, nämlich den Herrn bitten, dass er mich erleuchte, wenn der Moment kommt, und dass er mir sage, was ich tun soll, und das wird er sicher tun.
    Frage: Ich werde Sie nicht fragen, wem Sie bei der WM die Daumen drücken...
    Papst Franziskus: Die Brasilianer haben mich gebeten, neutral zu bleiben..." (lacht) "und ich halte mein Wort, denn Brasilien und Argentinien sind immer Antagonisten.

    Übersetzung: Stefan Kempis, Radio Vatikan

    domradio | rv



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    diämdi|kju|litt






    Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit.“ DMd|Kiu|LidT

    ......................................

    Das stellte die Indiemusikgruppe Ja, Panik vor knapp drei Jahren fest. Damals wohnten die Österreicher bereits in Berlin. 







    Ihr Album DMD KIU LIDT wurde in Neukölln aufgenommen. 

    Es begeistert 15 Songs lang mit deutsch-englischem Slang und Feststellungen der Art: 










    „Weißt du, ich bin mir langsam sicher, und das ist gar nicht personal, die kommende Gemeinschaft liegt hinter unseren Depressionen. Denn was und wie man uns kaputt macht, ist auch etwas, das uns eint. Es sind die Ränder einer Zone, die wir im Stillen alle bewohnen.
    aus: www.freitag.de

    ---------------------------------------------------------------------------

    DMD KIU LIDT Songtext

    Letztendlich hab ich meine Koffer gepackt
    Hab ein Ticket gelöst und bin weit gefahrn
    Ich habe aufgeschrieben was ich lang vergessen hab
    Auf der Suche nach ein paar verlorenen Jahren
    Unterm Strich war ich nicht öfter oben als unten
    Aber ja, ich war nie mittendrin
    Ich bin ausgezogen in Sachen Liebe und Hass
    Ich kann nicht sagen, dass ich wieder gut heimgekommen bin

    And now there is nothing where I used to sing

    But DMD KIU LIDT

    Was da jetzt kommt wird mich nicht mehr verlassen

    Das weiß ich, und ich weiß noch viel mehr
    Oh, ich hab verprasst was es gab zu verprassen
    Die Tage die kommen werden lang sein und leer
    Oh, ich werd erst mal meine Tür fest verriegeln
    Und die Fenster am besten gleich auch
    Und dann werd ich mich schrecklich lang niederlegen
    Ich spür schon was Kaltes, einen eisigen Hauch

    I'm afraid this is nothing but your dirty trick

    You know DMD KIU LIDT

    Vielleicht schau ich mal rüber zur Grand Dame gegenüber

    Vielleicht kommt manchmal Hanky vorbei
    Ich werd sagen: »Hanky, wie geht's der Welt da draußen?«
    Und Hanky wird lügen, wird sagen: »Alles ok.«
    Wenn's dunkel ist werd ich dann meine Boots rausholen
    Und selbst schaun was da draußen so geht
    Ich werd schnell merken sie haben uns mehr als die Straße gestohlen
    Und das sagt da jemand der on the road klebt

    This is no adventure not even a trick

    This is DMD KIU LIDT

    Ich bin dann also wirklich rausgegangen

    Mir war mehr kalt als heiß, aber gut
    Es hat sich gelohnt noch mal anzufangen
    Es ist doch nichts schöner wenn man's teilt als die Wut
    Und ich rauch mir eine an und ich schau mich mal um
    Ja, es stimmt auf Susis Partys
    Sind die schönsten Jungs am Tanzen und die coolsten sowieso
    Und ich dance bis die Antwort auf die Frage nach dem allerschönsten klar ist

    You think all this nights have made you feel sick

    But it's DMD KIU LIDT

    Ein paar Tage später bin ich aufgewacht

    Am anderen Ende im Osten der Stadt
    Ich weiß nicht mehr wer hat mich hierher gebracht
    Und kann es sein, dass man mich heimlich ausgetauscht hat
    Es ist wohl so, dass man abfärbt solang man lebt
    Und man nimmt von andern Dinge an
    Also nimmt man andre mit wohin man geht
    Und man muss schaun wie man den Dreck wieder loswerden kann

    There is nothing I can do, everything I do

    Is for the benefit for DMD KIU LIDT

    Ich hab's dann erst einmal gut sein lassen

    Wollte sehn was passiert wenn man weiter als weit weg fährt
    Und wie schnell doch all die Bilder verblassen
    Wenn man Europe endlich den Rücken kehrt
    Hab mir mit großen Augen die Welt angesehen
    Doch in Kairo hat's mich schon erwischt
    In New York City war dann ich kurz vorm Durchdrehn
    Erst in Rio kam ich runter, man gab mir Baldrian und Haschisch

    Oh nothing could change nothing, not a little bit

    I'm lost in DMD KIU LIDT

    Ich weiß nicht wann, doch ja, ich kam wieder in die Stadt

    Obwohl allzu viel war's nicht was noch da war
    Man fragt mich wer, man fragt mich was mich denn so zugerichtet hat
    Und ich muss zugeben so ganz ist es mir auch nicht klar
    Ich hab versucht es aufzuschreiben und versucht es auszudrücken
    Aber es wollte sich nicht wirklich denken lassen
    Falls ich denn leben muss werde ich wohl damit leben müssen
    Das ist mein Rahmen, mein Passepartout nur da rein werd ich nie passen

    There is a fire that I have lit

    Named DMD KIU LIDT

    An einem Freitag treff ich sie dann wieder

    Bei Freunden von Freunden wie man das ja so kennt
    Ihr Blick ist dunkel und schwer, schwer hängen die Lider
    Ich zucke kurz zusammen als sie mich beim Namen nennt
    Ich sag nur: »Schau her, ist das dein neuer Lover?
    Der Schatten da in deinem hübschen Gesicht?
    Tja, die Zeiten die sind hart, modern und immer auch bitter
    Und wie man sich's dachte so passiert's dann meistens doch nicht

    You look somehow in love, but you also look sick

    I'm sure you sleep with DMD KIU LIDT«

    »DMD? Wie bitte? Ich verstehe kein Wort.«

    Sie sieht mich entgeistert an
    Ja, es ist schwer nur zu erklären, man begreift's nicht sofort
    Es ist so etwas wie ein verinnerlichter Zwang
    An dem man schon gar nicht mehr benennen kann
    Manche sagen auch, es ist viel eher ein Opiat
    Ein Ablenkungsmanöver, du hast vielleicht davon gelesen
    Na ja, ich kenn schon Theorien dieser Art
    Aber dieses seltsame Wort, das ist nie dabei gewesen

    So I wrap my guitar, just to sing how to smash it

    You know DMD KIU LIDT

    »Oh, pretty personal!« meint sie erstaunt

    Nein, es ist nicht grad ein Pamphlet
    Sie sieht mich an und sagt »Du hast doch immer geglaubt
    Dass es um mehr als die eigenen paar problems geht.«
    Ja, aber exakt, genau, genau das ist der Punkt
    Das all unsere problems für unsere ganz eigenen paar scheinen
    Die ausstaffierten leeren Tage voller Inhalt ohne Grund
    Und die Stunden in den Zimmern in denen wir einsam jemand nachweinen
    Weißt du, ich bin mir langsam sicher, und das ist gar nicht personal
    Die kommende Gemeinschaft liegt hinter unsern Depressionen
    Denn was und wie man uns kaputt macht ist auch etwas was uns eint
    Es sind die Ränder einer Zone die wir im Stillen alle bewohnen

    Aber Achtung, Achtung, Achtung vor der allzu schnellen Heilung

    Denn das was uns zerstört wird uns gleich schon repariern
    Und der Schmerz der darf nicht abfallen von einer Welt mit dieser Ordnung
    Die sich verschwört uns aufzupäppeln, uns gesund zu amputiern
    Und doch fallen wir immer wieder alle, alle darauf rein
    Auf die Pillen, auf den Doktor, auf die Klinik und die Liebe
    Man ruft Geister hier ins Leben, die Lebendigen, die gräbt man ein
    Und schimpft sie Terroristen, Deserteure, nichtsnutzige Tagediebe
    Doch in den besetzten Zonen in denen wir unser Leben fristen
    Werden die Giftler, Partisanen, die Suizidanten, Anarchisten
    Siehst du nicht die fremden Mächte die in deinem Körper thronen,
    Was ist mit dir, mit deinem Ich, bekommt es nicht überall Risse,
    Doch das ist gut so, denn du bist nichts außer tausend von Versionen
    Du bist überall und wo, in welcher Stimmung, in welcher Kulisse
    Wenn du unvermutet losheulst, kannst Du spürn dass was nicht stimmt
    Doch zieh nicht die falschen Schlüsse, mach dir erst mal keine Sorgen
    Denn nicht du bist in der Krise, sondern die Form die man dir aufzwingt
    Atomisierte Einsamkeiten, im Westen, Osten, Süden, Norden
    Bis zum Rand voll mit Strategien, rennst du als Fremder durch die Welt,
    Und dass du nichts dagegen tust, ist eine dieser Strategien
    Du stammelst was von Pazifismus und lässt dich ficken für 'n Handgeld
    Du ...(?)... aha, und du hast nicht einmal geschrien.
    Von mir aus solln sie Bomben hintragen zu der grausligen Bagage
    Ich werd nicht daran denken eine Träne zu zerdrücken
    Nicht für Angela und ganz sicher nicht für Nicolas
    Ich werd viel eher in den Knast Bonbonnieren schicken.
    Du siehst, im Großen und Ganzen ist alles beim Alten
    Nur dass ich finde, es wird Zeit langsam aufzuhörn
    Gibt es doch noch...

    Wie gesagt es ist alles beim Alten,

    Nur dass ich finde es wär an der Zeit aufzuhörn
    Das bisschen Kling-Bimm-Lalala für gar so wichtig zu halten
    Gilt es doch nach wie vor eine Welt zu zerstörn
    Jedes Lied davon ein Lied zur Restauration
    Die Champagner-Revoluzzer und die Barden ganz in weiß
    Ihr lächerlichen Söldner, ihr habt meinen ganzen Hohn
    Ich bin raus und ihr seid drin
    Bis zum Kopf steckt ihr im Scheiß
    Also lass es mich doch zu Ende bringn
    Lass mich mein seltsames Lied jetzt zu Ende singen
    Du kannst zuhörn oder gehen, nur sei still, ach sei so lieb
    Da kommen noch ein paar Strophen
    An denen mir mehr als an allen andern liegt

    ...........................

    Die 15 Songs von DMD KIU LIDT:

     

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    ... kurz vor dem einschlag ...





    die tür ist zugeschlagen:
    ich sitze da im dunkel
    der umriss der tür
    bildet sich goldgelb
    als mannshohe rechteckige 
    winkelzeichnung ab
    gibt dem raum neue dimensionen
    mit einem i-punkt:
    dem schlüsselloch - 
    mehr links als mittig
    in händischer höhe

    ich meine - in der kiste erst

    liegend
    wird sich kein winkel mehr bilden
    und die sechs schraubenschließungen
    bilden keinerlei lichtloch mehr ...

    durchdingung - ja - richtig gelesen

    durchdingung und durchdringung
    längst vorher - dem modder
    entfliegen und entfliehen
    diese stille im raum
    und diese weite:
    ganz anders als in der neubausiedlung
    hinter der lärmschutzmauer
    mit all ihren gelackten dachziegeln
    im dunst:


    am absturzkrater ...
     
    da baut sich jetzt jeder
    sein kleines ghetto auf ...
    mit all dem, was opa da mühsam erspart hat - 
    und nun all die
    schwarz-rot-gelben tücher am mast
    manche auf halbmast:
    der wind - meint man
    wenn man keinen sturm hat
    ist es eben der wind ...
    abge(k)nicktes auch:

    schauen sie sich um

    der tod tanzt mit dem präsidenten
    er wartet auf die särge 
    aus dem helikopter mit dem eisernen kreuz: 
    dem deutschen vaterland - 
    wird er unter abgerungenen tränen stammeln:
    wo gehobelt wird
    fallen auch späne ...

    aber - wer hobelt da:
    ausgrabungen am absturzkrater ...
    und wird im dunkel dann doch keine
    goldgelbe winkelzeichnung mehr abbilden:
    tiefes blauschwarz - und auch die ganze luft
    wie weggeblasen ...
    durchdingung - durchdingung ist angesagt
    herr präsident ...
    lass bloß den scheiß sein ...

    sinedi - is an old man nerd


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    Da habe ich aber mal mit der Lektüre des "Freitag"-Porträts von Jan Drees - diesmal mit dem Akzelerationisten Armen Avanessian aus Berlin - eigentlich ganz zufällig [aber: gibt es "Zufälle"überhaupt ...???] mitten ins Schwarze treffen dürfen: 
    Als "Old-Man-Nerd" wurde ich zunächst vertraut gemacht mit der Indiemusikgruppe "Ja, Panik" und dem Album DMD KIU LIDT, das sie 2011 herausgebracht haben ... - über das ich gestern berichtet habe - und das mir via einem "Berliner-Zeitung"-Interview mit dem Sänger Andreas Spechtl zunächst den dort beschriebenen Begriff eines "Alte-Männer-Nerdtums" näherbrachte ... [... das "Alte-Männer-Nerdtum" manifestiert sich dadurch, das der alte Mensch - ich schätze mal so Mitte 60 - eben so wie ich - "sich auf Fährtensuche begibt und sich daran aufgeilt, wenn er ein Zitat gefunden hat, in das man was hineininterpretieren kann" ...] - also mit diesem für mich neuen Begriff "Old-Man-Nerd" habe ich erstmals einen meinem Alter angemessenen zeitgemäßen wegweisenden Identitäts- und Zugehörigkeits-Begriff zugewiesen bekommen - in dem ich mich wahrhaft "Zuhause" fühle... Wenn ich also endlich "Zuhause" angekommen bin - nach langem ziellosen Fahnden und Irren - kann ich ja eigentlich nur dankbar sein ...
    Aber - das Avanessian-Interview entfaltet sich ja genau genommen erst nach dieser Hipster-Einleitung: Da erscheinen dann sperrige Sätze wie von Globalisierungsskeptizisten Franco „Bifo“ Berardi: „Die Hypothese des #Akzelerationismus beruht im Wesentlichen auf zwei Argumenten: Erstens auf der Annahme, dass der Kapitalismus durch die immer schnellere Abfolge von Produktionszyklen instabil wird; zweitens auf der Annahme, die im Kapitalismus enthaltenen Potenziale müssten sich notwendigerweise entfalten.“

    Oder: „Wie kann 2014 auf das Tempo des Kapitalismus reagiert werden, außer mit Drehschwindel? Fragen wie diesen nähern sich Autoren aus dem Umfeld des Spekulativen Realismus wie Nick Land, Alex Williams, Nick Srnicek und eben Armen Avanessian, 1973 geboren, studiert bei Jacques Rancière in Paris, promoviert in Bielefeld bei dem liberal-konservativen Theoretiker Karl Heinz Bohrer“...

    S!NEDi: die ontologie des denkens ...




    Und jener Avanessian spricht über die Poetik des Präsens, über Phantome des Realen, über das „dringende Bedürfnis nach einem neuen Realismus“ und natürlich über „Spekulative Poetik - diese neue Tabula-Rasa-Richtung will das sprachfundierte poststrukturale Denken der vergangenen Jahrzehnte mit dem zeitgenössischen Denken an Ontologie verknüpfen“...  - Ach so ...

    Und ich hoffe - Sie verstehen noch, über was da verhandelt und porträtiert wird - denn für mich nun als Old-Man-Nerd apostrophierten Zeitgenossen (s.o.) „gilt nicht mehr, dass die Grenzen unserer Sprache einfach die Grenze unseres Denkens sind. Vielmehr ist es so: Je komplexer unsere rekursiv strukturierte Sprache ist, desto mehr Realität kann sie fassen – und umgekehrt. Das ist die Grundidee einer Sprachontologie“ ... Nee - is klar ...

    Und - so wird betont - begegnet einem in diesen akzelerationistischen Kreisen auch beständig das #Hashtag-Zeichen als #Zeichen von Beschleunigung, dem Neuen, und als Zeichen der digitalen Vernetzung. Es gibt Kollegen, die den Akzelerationismus gerade deshalb doch tatsächlich einfach in die Hipsterecke abschieben wollen - doch da sei Armen Avanessian vor: „...schließlich schreibe ich auch literaturtheoretische Monografien oder sprachphilosophische Studien, die eben nicht hip sind...“. Hört - hört ...

    So schreibt er beispielsweise völlig unhip und allgemeinwissend: „Jeder, der seine Augen und Ohren nicht mutwillig verschließt, durchschaut die strategische Motivation hinter dem gegenwärtigen finanzpolitisch opportunen Krisengefasel. Es handelt sich um einen Vorwand für die ständige Ausweitung neoliberaler Maßnahmen (im Finanzbereich, im Gesundheitsbereich, im Sicherheitsbereich).“ Womit er - über alle Grenzen hinweg - einfach nur recht hat ...

    Ja - das schreibt eben Armen Avanessian in dem Sammelbändchen "#Akzeleration" auch - und entwirft gemeinsam mit seinen Kollegen alternative, spekulierende Ideen über die Zukunft ...

    Fetischisierung von Offenheit, Horizontalität und Inklusion

    Im Mittelpunkt des Merve-Bandes "#Akzeleration" steht aber das Manifest für eine akzelerationistische Politik (Link zur übersetzen Fassung), das im Sommer 2013 online von Nick Srnicek und Alex William publiziert wurde. 

    Darin wird nicht viel gehalten von der totalen Demokratisierung, der "Fetischisierung basisdemokratischer Prozesse", wie sie zunächst die Grünen - und dann jüngst auch die SPD mit ihrer Mitgliederbefragung zum Koalitionsvertrag - [Erstere - zugegeben - oft bis zum basisdemokratischen Erbrechen] durchgeführt haben ... Zur Formulierung einer politisch-ideologischen Vision tragen solche Prozeduren in der Regel nichts bei. Im Gegenteil: Die Fetischisierung von Offenheit, Horizontalität und Inklusion seitens der Mehrheit der Linken habe erst die Voraussetzungen für ihre Wirkungslosigkeit geschaffen: „Zum wirksamen politischen Handeln gehören ebenfalls (wenn auch selbstverständlich nicht nur) Geheimhaltung, Vertikalität und Exklusion“, heißt es an einer entscheidenden Stelle des Manifestes... Ohne  eine vernünftige Basisdemokratie und Emanzipation in den politischen Gruppierungen und Gremien jemals tatsächlich gelebt zu haben, redet man nun also wieder dem Vertuschen, der Geheimnistuerei, der Ausgrenzung und dem Geklüngel im Hinterzimmer das Wort ...

    Ja - und mein nun einsetzendes wachsendes Unbehagen - und mein nun emporschnellendes Misstrauen in diese verwirrenden Theorieknäuel erhalten dann auch rasch in dem "Freitag"-Porträt ihre Erklärung: Die "Akzelerationisten" und "Spekulativen Poetik"-Protagonisten "denken anders als althergebrachte, von 68 beeinflusste Linke..." - die nun mal wieder hinter dem "Zeitgeist" hinterherhinken ...

    Und ich spüre meinen "blinden Fleck" im Hirn: Ich kann ihnen eben ganz einfach aufgrund meiner biologischen Voraussetzungen gar nicht mehr folgen - das ist der Punkt ...: Es sind Ideen, die bei einer neuen Art des Denkens anfangen wollen, das, was wir für wahr erachten, auf den Kopf stellen, mit Aussagen wie von Ray Brassier aus dem ebenfalls von Armen Avanessian herausgegebenen Band "Abyssus intellectualis": „Die Auslöschung der Sonne ist eine Katastrophe, eine zum Niedergang führende oder überwältigende Wendung (kata-strophé), weil sie den terrestrischen Horizont jeder zukünftigen Möglichkeit ausradiert, in Bezug auf die sich die menschliche Existenz und mithin das philosophische Fragen orientiert haben" ... ... Wow ...

    Und doch sind all diese Spekulationen und Theorie-Entwicklungen verwandt mit Äußerungen des so gar nicht von Hashtag-Akzelerationisten zu vereinnahmenden kürzlich plötzlich verstorbenen FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher, der in seinem "Payback"-Buch schreibt: „Es gibt Äonen von Gedanken, die wir in dieser Sekunde mit einem einzigen Knopfdruck abrufen können. Aber kein Gedanke ist so wertvoll und so neu und schön wie der, dessen erstes Flügelschlagen wir gerade jetzt in unserem Bewusstsein hören.“ 

    Und der mittlerweile olle Rudi Dutschke hatte wenigstens noch erkannt, dass die Theorien die "linken proletarischen Massen" erreichen müssen - alles andere ist dann doch nur eitle Wort- und Begriffsmasturbation in der abgeschirmten Leseecke in der Uni-Bibliothek ... - meint S!NEDi - and this is an old man nerd ...


    weiterer Lektüre-Link ...

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    manchmal 
    sieht man
    den wald
    vor lauter
    bäumen nicht ...
     manchmal 
    sieht man
    den wald
    vor lauter
    bäumen nicht ...
     manchmal 
    sieht man
    den wald
    vor lauter
    bäumen nicht ...
     manchmal 
    sieht man
    den wald
    vor lauter
    bäumen nicht ...
    manchmal 
    sieht man
    den wald
    vor lauter
    bäumen nicht ...




    manchmal 
    sieht man
    den wald
    vor lauter
    bäumen nicht ...

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    Also - ich mag das Gespann Opdenhövel und Mehmet Scholl nicht besonders - und ich bin jedesmal über deren fußballerischen Gemeinplätze enttäuscht und kann die ARD nicht verstehen, warum ausgerechnet diese beiden Herren ihr Pendent gegen die beiden Ollies Welke und Kahn vom ZDF bilden - aber scheinbar - wenn das Mikro anscheinend aus ist - entwickelt Herr Opdenhövel echte Höchstleistungen sportjournalistischer Akribie:
    ARD-Moderator Matthias Opdenhövel ist im Zusammenspiel mit Experte Mehmet Scholl für seine teilweise flapsigen Spielanalysen bekannt. Nach dem 4:0-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft war Opdenhövel allerdings zu hören, obwohl sein Mikrofon eigentlich abgestellt sein sollte.

    S!NEDi: op den hövel sin scholl - is dem nachbarn sin nachtijall

    Im Internet-Livestream der ARD sollte es eine Pause geben. Das Standbild von der ARD-Terrasse in Rio de Janeiro verhieß auch genau das, der Ton lief aber weiter. Opdenhövel wartete auf die Bekanntgabe des offiziellen "Man of the Match" der Fifa - letztlich ging der Titel an den dreifachen Torschützen Thomas Müller. Opdenhövel bekam diese Information von der Redaktion mitgeteilt und reagierte wie folgt: "Ist das offiziell, 'Man of the Match'? Ja, du weißt ja nie bei den schwindeligen Fifa-Flöten."
    (Quelle: SPIEGEL-ONLINE)


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    Am Mittwoch haben Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen und sein Dienstherr, Innenminister Thomas de Maizière (CDU), in Berlin den »Verfassungsschutzbericht 2013« präsentiert. Sowohl im »rechts-« als auch im »linksextremistischen« Milieu sei das Personenpotential rückgängig, konnte de Maizière feststellen. Trotzdem hätten in beiden »Phänomenbereichen« die Gewalttaten massiv zugenommen. Gegenüber 2012 seien fremdenfeindliche Übergriffe um 20,4 Prozent angestiegen. »Statistisch wird jeden Tag in Deutschland mindestens eine fremdenfeindlich motivierte Gewalttat begangen«, heißt es in dem Bericht. Keine Gefahr scheint hingegen mehr von rechtsterroristischen Strukturen auszugehen: Hatte es im BfV-Bericht für das Jahr 2012 noch etwas gewunden geheißen, daß »potentielle Nachahmer« durch die Taten des NSU »motiviert« werden könnten und ein – wenn auch »geringes« – Personenpotential Terrorismus »als Handlungsoption in Erwägung zieht«, ist diese Gefahr nun, ein Jahr später, gebannt: »Aus den Reaktionen des rechtsextremistischen Spektrums zum NSU-Komplex können jedoch keine unmittelbaren Anhaltspunkte für ein mögliches rechtsterroristisches Handeln abgeleitet werden.« Das ist nichts Neues: »Keine Anhaltspunkte« für Rechtsterrorismus hatte das BfV schon einmal solange gesehen, bis der NSU aufflog.

    Laut Verfassungsschutzpräsident Maaßen gibt keine Anhaltspunkte für gesetzeswidrige Spionagetätigkeiten der NSA - in Deutschland -...

    Im Hinblick auf die Spionageabwehr, für die der Verfassungsschutz ebenfalls zuständig ist, wies de Maizière bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2013 besonders auf Russland und China hin. Von diesen Ländern gehe die stärkste Spionagetätigkeit in Deutschland aus. Was den US-amerikanischen Geheimdienst NSA angeht, gibt es laut Verfassungsschutzpräsident Maaßen keine Anhaltspunkte für gesetzeswidrige Spionagetätigkeiten in Deutschland. Diese Aussage wurde von Vertretern der Linkspartei und der Grünen heftig kritisiert. 

    Das war schon der Punkt ab Sommer 2013: Seitdem hat man immer wieder betont, dass "in Deutschland" keine "gesetzeswidrige" Spionagetätigkeit der NSA stattfinden würde: Okay - Whistleblower Edward Snowden und andere haben uns alle ja darauf hingewiesen, dass die sensiblen Daten aus Deutschland oft auch an den Atlantikknotenpunkten der Überseeleitungen  - eben im Ausland - von NSA und GCHQ abgegriffen werden - aber es gibt ja auch noch den kabellosen Datenverkehr per Handy und Funk - und da hat der SPIEGEL ja jüngst öffentlich gemacht, dass beispielsweise konkret auf einer bayerischen Wiese, unter der hessischen Erde oder mitten in Berlin die Spione der NSA sitzen - direkt in unserer Nachbarschaft - aber natürlich auch im Ausland.  Das zeige ein Satz von NSA-Dokumenten, die der SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE  jetzt veröffentlichen. Die Dokumente stammen aus dem Fundus des Whistleblowers Edward Snowden, sie sind quasi seine Deutschland-Akte. Die deutsche Verfassung wird darüberhinaus eben auch mittels Spionage-Maßnahmen im Ausland bedroht ... - und eben dann nicht im konkreten Geltungsbereich des Grundgesetzes und der Verfassung - aber mindestens ebenso bedrohlich ...: Diese Art Stellungnahmen mit dem Grundtenor: ..."in Deutschland keine gesetzeswidrigen Aktivitäten" ... - sind also nichts weiter als ein Griff in die semantische Sprachtrickkiste - dann hat man eben seine Ruhe: ... dreht Euch wieder um ... ...   

    Aus diesem Dossier geht hervor: Deutschland ist für den Geheimdienst der wichtigste Standort in Europa. In mehreren Einrichtungen werden Daten zusammengetragen und ausgewertet. Von Deutschland aus abgefangene Daten dienen offenbar auch dazu, Terrorverdächtige zu töten.

    Und über all das hat der Herr Verfassungsschutzpräsident und sein Dienstherr keinerlei Anhaltspunkte: Es bleibt für den Bundesbürger dabei: Es ist zum Verrücktwerden - die Bundesregierung stellt sich einfach blind - und was offiziell nicht ist - ist einfach nicht - auch wenn es die Spatzen von den Dächern pfeifen ... 

    Diese Veröffentlichungen des SPIEGELs liegen also auch im Interesse der Bundesregierung: Die hat bisher vergeblich bei den amerikanischen Partnern um Aufklärung gebeten - und weiß angeblich bis heute nicht genau, was die NSA in Deutschland treibt - bzw. hat für eine "Spionagetätigkeit in Deutschland" keine Anhaltspunkte. Auch deshalb haben Sicherheitsbehörden und Politiker den SPIEGEL um Einsicht in die Snowden-Dokumente gebeten. Journalisten sind aber vor allem der Aufklärung der Öffentlichkeit verpflichtet - so der SPIEGEL - und deshalb zeigt er das Dossier öffentlich. Lediglich Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und - in begründeten Einzelfällen - konkrete Spionageziele hat der SPIEGEL in den Dokumenten zum Teil geschwärzt.

    Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) war nach den NSU- und diesen NSA-Affären sehr umstritten

    Vor drei Jahren, direkt nach Auffliegen des NSU, hatte selbst die FAZ die Zerschlagung des Verfassungsschutzes gefordert. Davon ist natürlich längst keine Rede mehr, im Gegenteil: Es gibt wieder gut zu tun für Maaßen und seine Spitzel, V-Leute und verbeamteten Burschenschaftler.


    Und dabei hat das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) schwere Jahre hinter sich: Der Skandal um den »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU), die Aktivitäten der amerikanischen NSA auf deutschem Boden – und ein Geheimdienst, der im ersten Fall wohl vielfach Hilfestellung leistete, im zweiten eng kooperiert haben soll – und in Zukunft noch enger zusammenarbeiten will. Hans-Georg Maaßen, Präsident des BfV, sollte in diesem Amt aufräumen und »Vertrauen zurückgewinnen«. 

    Mit dem Vertrauen hat es noch nicht so ganz geklappt, doch in anderer Hinsicht war der neue Mann durchaus erfolgreich: Seine Behörde arbeitet wieder wie gehabt - die Herren haben ihre Augenklappen wieder aufgesetzt: Nichts sehen, nichts fühlen, nichts hören - und auf ganz bestimmten Augen entgegen aller Betäuerungen sich einfach "blind" stellen - und an der Hauswand entlangtappen - und doch nach innen ein paar lukrative Deals und Budget-Aufbesserungen abschließen: eben alles wieder wie gehabt ... (und die Stellenanbote bei den privaten Sicherheitsdiensten und Detekteien halten sich auch in Grenzen ...).

    Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ist - mit den Worten des deutschen Innenministers Thomas de Maizière (CDU) - nun wieder ein "unverzichtbares Element unserer wehrhaften Demokratie". Das stimmt - vorausgesetzt, die 2776 Bediensteten der Behörde erfüllen das ambitionierte Anforderungsprofil: Schutz der Verfassung, des Staates sowie der Freiheit und Sicherheit der in Deutschland lebenden Menschen. Angesichts der vielfältigen Gefahren und Bedrohungen wäre es unrealistisch und anmaßend, eine hundertprozentige Erfolgsbilanz zu erwarten. Das tut auch niemand. Es sollte aber zumindest der Eindruck entstehen, dass die Behörde alles unternimmt, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Davon kann allerdings kaum die Rede sein.

    Auf der Habenseite steht das, was in die Kategorie Anti-Terror-Kampf fällt. BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen und seine Belegschaft dürfen stolz darauf verweisen, Deutschland sei auch Dank ihrer Arbeit von islamistischen Attentaten verschont geblieben. Dass die Bundesrepublik "weiterhin Ziel von Anschlagsplanungen" ist, darf man dem Verfassungsschutz-Chef ruhig glauben. Problematisch ist und bleibt das Spiel mit abstrakten Terrorwarnungen allerdings trotzdem, weil damit seit den verheerenden Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA auch in Deutschland immer wieder Gesetze auf Kosten der Bürger- und Freiheitsrechte verschärft - und Aufstockungen der eigenen Budgets durchgesetzt wurden ...

    Edward Snowden ist eine Instanz jenseits der Verfassungsorgane

    Davon profitieren alle Sicherheitsdienste, allen voran der für die Auslandsaufklärung zuständige
    Bundesnachrichtendienst (BND) und sein Pendant im Inland: der Verfassungsschutz. In dessen aktuellen Bericht kann jeder nachlesen, wie intensiv die nationale und internationale Zusammenarbeit inzwischen ist. Nie war der Informationsaustausch so eng und einfach wie heute. Oft wurde dabei gegen geltendes Recht verstoßen. Beispielhaft dafür steht das vom Bundesverfassungsgericht beanstandete Gesetz zur Anti-Terror-Datei.

    Mit den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ist inzwischen eine Instanz jenseits von Justiz und Parlament in Erscheinung getreten, mit der sich der Verfassungsschutz auseinandersetzen muss. So massiv die durch zahlreiche Dokumente belegten Vorwürfe des früheren Geheimdienst-Mitarbeiters sind, so wortkarg fallen die Reaktionen des Verfassungsschutzes und des zuständigen Innenministers aus. Bei der Suche nach dem Stichwort "NSA" stößt der neugierige Leser im 384 Seiten dicken Jahresbericht auf zwei dürftige Hinweise.

    Verniedlichung von Amts wegen

    Die erste Erwähnung des unersättlichen US-Geheimdienstes findet sich im Kapitel "Linksextremismus". Konkret geht es um Anti-NSA-Demonstrationen und Veröffentlichungen. Die zweite und letzte Einlassung zur NSA steht im Abschnitt "Spionage und sonstige nachrichtendienstliche Aktivitäten". Die Aktivitäten des US-Geheimdienstes hält Verfassungsschutz-Chef Maaßen trotz der massenhaften Veröffentlichungen aus dem Snowden-Fundus  - u.a. eben durch den SPIEGEL - s.o. - nach wie vor für "Mutmaßungen und Spekulationen", wie er bei der Präsentation seines Jahresberichts sagte.

    Im Text selbst heißt es, die gegen die NSA und andere westliche Dienste erhobenen Vorwürfe "verdeutlichen das mögliche breite Spektrum neuer Formen der Spionage". Sätze wie dieser sind nichts anderes, als die von Amts wegen erfolgte Verniedlichung des größten Spionage-Skandals der Gegenwart. Der Verdacht, diese verharmlosende Form der Auseinandersetzung mit der NSA-Affäre sei politisch gewollt, liegt auf der Hand. 

    Als Frühwarnsystem hat die Behörde versagt

    Mit ein wenig Fantasie kann man zwischen den Zeilen sogar das schlechte Gewissen des Inlandsgeheimdienstes herauslesen: "Wir stärken die Spionageabwehr", heißt es unter Verweis auf den Koalitionsvertrag zwischen Konservativen und Sozialdemokraten. Und vom fraktionsübergreifenden NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages erhofft sich der Verfassungsschutz "weitere Impulse". Regierung und Parlament sollen also nachholen, was der Inlandsgeheimdienst versäumt hat. Dabei ist der Verfassungsschutz seinem Selbstverständnis nach das "Frühwarnsystem". Im Falle der NSA hat dieses System in der Vergangenheit versagt. Und es spricht im Moment wenig dafür, dass es künftig besser wird.



    Quellen: Deutsche Welle, junge welt, Neue Westfälische v. 19.06.2014 (Titelseite), SPIEGEL-ONLINE


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    Gauck für mehr deutsche Kriegseinsätze

    Heiliges Kanonenrohr!


    Eine S.P.O.N-Kolumne von Jakob Augstein | "Im Zweifel links"


    S!NEDi: photo|karikatur
    Schon wieder! Bundespräsident Joachim Gauck hat die Deutschen aufgefordert, nicht so zimperlich zu sein, wenn es um die gerechte Sache geht. In einem Interview sagte er vor ein paar Tagen: "Und in diesem Kampf für Menschenrechte oder für das Überleben unschuldiger Menschen ist es manchmal erforderlich, auch zu den Waffen zu greifen."Jeder Präsident hat sein Thema. Am Anfang dachte man, Gaucks Thema sei die Freiheit. Aber das war ein Irrtum. Langsam wird deutlich: Es ist der Krieg.

    Auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Januar hatte Gauck schon gesagt, Deutschland solle sich "früher, entschiedener und substanzieller einbringen." Gauck hatte das Wort nicht ausgesprochen, aber seine Zuhörer hatten ihn verstanden. Er sprach vom Krieg. Jetzt dieses Interview. Der Krieg ist eine schwerwiegende Sache. Warum redet der Präsident so oft und so leichtfertig darüber? Denn so muss man das nennen, wenn Gauck sagt, es habe "früher eine gut begründete Zurückhaltung der Deutschen" gegeben, bei internationalen Einsätzen und Konfliktfällen aktiv zu werden. Heute sei das Land aber eine "solide und verlässliche Demokratie", zu deren wachsender Verantwortung gehöre, den Einsatz militärischer Gewalt "als letztes Mittel nicht von vornherein zu verwerfen".
    Genau das ist aber in Deutschland offensichtlich nicht der Fall. Die Deutschen "verwerfen" den Einsatz ihres Militärs mitnichten. Sie sind bloß nicht sonderlich erpicht darauf. Dennoch sind zurzeit 4600 Soldaten im Ausland eingesetzt - und zwar in 15 Einsatzgebieten, vom Kosovo, über die Küste des Libanon bis nach Afghanistan und weiter. Das liegt daran, dass sich außer der Linkspartei keine politische Partei grundsätzlich gegen ein militärisches Engagement der Bundesrepublik wendet. Und die Linken stehen nicht gerade kurz vor der Machtübernahme.

    All diese Dinge sollte Gauck wissen. Er rennt also Türen ein, die weit offen stehen. Das aber tun nur Leute, die in Wahrheit das ganze Haus umbauen wollen.


    Jürgen Todenhöfer hat Gauck auf seiner Facebook-Seite in einer Fotomontage als 
    al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri gezeigt 

    Der Publizist Jürgen Todenhöfer hat Gauck auf seiner Facebook-Seite in einer Fotomontage als al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri gezeigt und dazu die Frage gestellt: "Was haben wir bloß getan, um einen solchen 'Jihadisten' als Präsidenten zu bekommen?" Wer den Vergleich schockierend findet, der übersieht, wie gefährlich der religiös-moralische Rigorismus in allen Religionen ist. Und die "Verteidigung der Menschenrechte"ist längst die säkulare Religion des Westens. Damit lässt sich beinahe alles rechtfertigen.



    Die protestantische Selbstgerechtigkeit im Schloss Bellevue

    Auf den Koppelschlössern der deutschen Soldaten des Erstens Weltkriegs stand noch "Gott mit uns". Die evangelische Kirche hatte ihren Teil an der "Augustbegeisterung". Der protestantische Theologe Reinhold Seeberg, der später Rektor der Berliner Universität wurde, vertrat bis zum bitteren Ende 1918 die Ansicht: Wer im Zuge der "Verteidigung des Vaterlandes" einen belgischen Soldaten erschießt, der vollstreckt damit das Werk der Nächstenliebe Christi an ihm. So lange ist es noch nicht her mit dem deutschen Dschihadismus. Der Berliner Kirchenhistoriker Christoph Markschies hat erst vor ein paar Wochen gesagt: "Dieses Erbe ist immer noch nicht genügend aufgearbeitet."


    S!NEDi| photo|karikatur: Der brave Soldat Gauck


    Gauck wird dazu nichts beitragen. Im Gegenteil: Er hat die protestantische Selbstgerechtigkeit ins Schloss Bellevue getragen. Unsäglich war schon vor zwei Jahren sein Auftritt in der Führungsakademie der Bundeswehr, wo er die deutsche Fahne beinahe zärtlich berührte und Einblick in seine absonderliche altdeutsch-protestantische Soldatenethik gab, in der es um Dienst und Pflicht und Opfer geht und die in der Feststellung gipfelte: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glückssüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen."

    Die Grünen sollten sich überlegen, ob sie wirklich für eine zweite Amtszeit dieses Präsidenten votieren wollen. Es wäre an der Zeit zu erkennen: Dieser Mann war ein Missverständnis.
    Papst Franziskus hat sich übrigens gerade in einem Zeitungsinterview auch zum Krieg geäußert. Aber in einem ganz anderen Sinne. Er zog die Verbindung zwischen Krieg und Kapitalismus. "Damit das System fortbestehen kann, müssen Kriege geführt werden, wie es die großen Imperien immer getan haben. Einen dritten Weltkrieg kann man jedoch nicht führen, und so greift man eben zu regionalen Kriegen", sagte Franziskus.

    Der brave Soldat Gauck, der käme im Leben nicht auf so eine Idee.

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    Forscher haben ein verstecktes Gemälde unter Pablo Picassos berühmtem Bild "Das Blaue Zimmer" entdeckt. Es ist das Porträt eines unbekannten Mannes.

    Wie jetzt bekannt wurde, arbeiten Experten der Phillips Collection in Washington, der National Gallery of Art und der Cornell University daran, das Gemälde unter dem Gemälde sichtbar zu machen. Dafür verwenden sie Infrarot-Kameras, die die Veränderungen in den Pigmenten abbilden.


    Picasso: Das Blaue Zimmer
    Erster Verdacht schon 1954

    Der porträtierte Mann stützt das Gesicht auf seine Hand, an der er drei Finger trägt. Er trägt ein Jackett und eine Fliege. Nach Ansicht der Wissenschaftler wurde er von Picasso (1881 - 1973) gemalt, kurz bevor dieser im Jahr 1901 damit begann, das "Blaue Zimmer" zu malen. Als junger Künstler lebte er in armen Verhältnissen und war gezwungen, Leinwände wieder zu verwenden, um zu sparen.

    Experten vermuten schon lange etwas unter der Oberfläche des "Blauen Zimmers". Einige Pinselstriche passen nicht zur Komposition, die eine badende Frau in Picassos Atelier zeigt. Schon 1954 äußerte ein Restaurator den Verdacht. Erst in den 90er Jahren zeigten Röntgen-Aufnahmen, dass sich dort etwas befinden musste.

    Ist es ein Kunsthändler?

    Jetzt versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, wer der Mann sein könnte. Eine Möglichkeit ist der Kunsthändler Ambroise Vollard, der den heute weltberühmten Künstler zum ersten Mal ausstellte - damals wohnte Picasso in Paris.

    Das Bild befindet sich momentan auf Tour durch Südkorea. Die Forscher betonen, dass die Arbeit daran trotzdem weitergehe.

    Quelle: hier clicken

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    Das "Wort zum Sonntag" wird 60 Jahre alt. Es ist "die populärste Kanzel der Republik" (schreibt rtv) und nach der "Tagesschau" die zweitälteste Sendung im Deutschen Fernsehen. Und bei soviel populärer Volksmission via TV möchte ich es nicht versäumen, im "impuls für die woche"dieser Sendung besondere Aufmerksamkeit zu schenken - und natürlich auch mit einem Kerzlein zum Geburtstag zu gratulieren ... 
    Zum Jubiläum nun setzte die ARD das Wort zum Sonntag in die Halbzeitpause des WM-Spiels England-Italien - so dass die Sprecherin 6-7 Millionen Zuschauer hatte, fast 3 x so viel wie 2011 der Papst Benedikt ... - also durchaus prominent platziert ... Aber  - es kam wie es kommen musste: Die eifrige Theologin Verena Maria Kitz erntete mit ihrem Beitrag bei den fußballtrunkenen Zuschauern viel Spott und Hohn, weil sie das "fachmännische" Fußball-Sprech auf ihre Art und Weise interpretierte - nämlich hauptsächlich mit dem Begriff "Seitenwechsel" ("Huch, die spielen ja aufs falsche Tor," ... - aber gleich hinzufügte  ... "tun sie natürlich nicht, sie
    wechseln halt die Seiten" [das scheinen die meisten "Fans"überhört zu haben ...])... - aber dieser Vergleich löst bei geistlich ungeübten Zuschauern - die wohlgemeinte Vergleiche gar nicht erst verstehen wollen - eben gleich Häme und Unmut aus - und sie twittern aus allen Rohren ...
    Aber: wie heißt es schon in der Luther-Bibel:  „Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.“ (Matthäus 7,6 LUT).   
    Ich habe nun zum 60. dieses "Geburtstags"-Wort zum Sonntag zu ungewöhnlicher Sendezeit dokumentiert in Wort und Bild - und auch ein paar Reaktionen darauf ...  
    Machen Sie sich also selbst ein Bild - bilden Sie Ihre Meinung dazu - und nehmen Sie dieses Für und Wider als den "impuls für die woche" ...





    "Seitenwechsel" - das ARD-"Wort zum Sonntag" vom 14.06.2014 in der Halbzeitpause des WM-Spiels England - Italien


       

    Halt, warten Sie bitte noch einen Moment, bevor Sie gleich das Bier holen für die zweite Halbzeit. Die Fußballspieler in Manaus, die hören ja schließlich auch gerade die Kabinenpredigt von ihren Trainern und werden ins Gebet genommen! Und für Sie gibt es hier das Wort zum Sonntag.

    Ich möchte Ihnen etwas sagen, zum Seitenwechsel. Der kommt ja gleich nach der Pause. "Ja logisch, Seitenwechsel", denken Sie jetzt vielleicht, "aber das ist doch das Normalste der Welt?!" Also ich, ich bekomme am Anfang der zweiten Halbzeit immer erst mal einen Schreck. Und denke: Huch, die spielen ja aufs falsche Tor. Tun sie natürlich nicht, sie wechseln halt die Seiten. Dafür müssen sich die Spieler umstellen. Dann steht vielleicht nicht mehr der eigene Fanblock hinter dem Tor des Gegners. Da sind jetzt die Fans der anderen. Gegen die müssen sie anspielen. Und erleben am eigenen Leib: So ein Seitenwechsel, durch den werden Vor- und Nachteile neu gemischt, und genau darum geht es mir.


    Beim Fußball gehört so ein Seitenwechsel einfach dazu. Aber wie wäre es, wenn es so einen Seitenwechsel nicht nur auf dem Spielfeld gäbe? Und auch woanders Vor- und Nachteile neu gemischt würden? Etwa bei Ihnen zuhause, vor dem Fernseher. Wenn etwa die, die sonst immer das Bier holen müssen, in der zweiten Halbzeit gemütlich sitzen bleiben können und von den anderen bedient werden. Und umgekehrt. Seitenwechsel, den könnte ich mir noch viel brisanter denken. Ich stelle mir vor: Die Fußballverantwortlichen in Brasilien, die müssten mit den Bewohnern der Favelas, der Elendsviertel die Seiten tauschen – mit den Leuten, die sie für den Stadionbau vertrieben haben. Und sie müssten selbst jetzt im Niemandsland hocken.


    Oder noch globaler, so ein Seitenwechsel: Ich denke an den Kaffee, mit dem sich viele von uns in den langen Fußballnächten wachhalten. Der kommt oft aus Brasilien. Wenn wir hier mit den Arbeitern dort auf den Kaffeeplantagen die Seiten wechseln müssten. An ihrer Stelle schuften für einen Hungerlohn, und sie würden für uns hier gemütlich Kaffee trinken? Uff, so ein Seitenwechsel, der jagt mir einen richtigen Schrecken ein. Dadurch würde ich am eigenen Leib merken: Vor- und Nachteile sind total ungleich verteilt auf der Welt. Im Kopf weiß ich das auch jetzt, aber ich bekomme die Ungerechtigkeit nicht zu spüren und genieße die Vorteile.


    Eine Spielregel zum Seitenwechsel wie beim Fußball – die gibt es in unserer Welt halt nicht. Die kann ich mir nur selbst geben: Indem ich die Perspektive wechsele und mich in die anderen hineinversetze. Und mich frage: Was kann ich tun für mehr Ausgleich auf der Welt? "Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen" (Matthäus 7, 12) so hat Jesus in der Bibel diese Spielregel beschrieben. Und hat sich daran gehalten.


    Gleich ist die Halbzeitpause zu Ende. Wie wäre es mit einem Seitenwechsel schon mal bei Ihnen zuhause? Das mit dem Bierholen bietet sich doch an. Wenn Sie in der ersten Halbzeit dran waren, dürfen Sie jetzt gemütlich im Sessel bleiben. Und wer vorhin entspannt im Sessel saß, saust jetzt los und holt Wasser oder Bier! Und dann wünsche ich Ihnen zusammen viel Spaß bei der zweiten Halbzeit!

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    ... und hier die Reaktionen ...

    Ihr Wort zum Sonntag erntete im Netz Spott statt Anerkennung. Sechs Millionen saßen in der WM-Halbzeitpause vor dem Bildschirm. Jetzt äußert sich Verena Maria Kitz erstmals selbst zu ihrem TV-Auftritt.

    Am Samstag hatte die Frankfurter Pastoralreferentin ihre große Stunde. In der Halbzeitpause des WM-Spiels England gegen Italien durfte sie in der ARD das Wort zum Sonntag sprechen. Mit sechs Millionen sahen erheblich mehr Menschen zu als es sonst beim Wort zum Sonntag üblich ist.

    Kitz‘ Versuch, die Zuschauer direkt beim Thema Fußball abzuholen, ging allerdings weitgehend daneben. Eigentlich wollte sie das Thema "Seitenwechsel" aus dem Fußball auf die Welt übertragen. Doch bei Twitter erntete sie nur Spott und Hohn. Vor allem ihr Einwurf "Huch, die spielen ja aufs falsche Tor", löste Kopfschütteln aus.

    Auch berichteten zahlreiche Medien über den Vorfall. In die Kommentar mischte sich neben Kritik und Verständnislosigkeit auch Mitleid. Tenor: Der Entschluss der Sendeleitung, das Wort zum Sonntag in die Halbzeitpause eines Fußballspiels zu legen, gehört sicher nicht zu den Glücklichsten.

    Nach einem Bericht von bild.de hat sich die Geistliche nun erstmals selbst zu dem Geschehen geäußert. Dass ihre Ansprache so viele nicht erreichte, bedauert sie. Doch für ihr Anliegen setzt sie sich erneut ein: "Auch wenn wir feiern und Fußball schauen, dürfen wir die Menschen in Brasilien nicht vergessen, in den Favelas und auf den Kaffeeplantagen", so Kitz. Auf sie wolle sie aufmerksam machen und dazu anregen, sich in diese Menschen hineinzuversetzen.

    Als Christin sei es ihr wichtig, die Perspektive von denen einzunehmen, "die an den Rand gedrängt werden,  die den Preis zahlen – jetzt bei der WM, oder auch sonst von unserem Wohlstand. Damit wir etwas tun für mehr Ausgleich in der Welt."

    rp-online 

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    So viel Aufmerksamkeit bekam Verena Maria Kitz (46) sicherlich noch nie. Die Frankfurter Pastoralreferentin hielt am Samstagabend in der Halbzeitpause des Fußball-WM-Spieles Italien gegen England das „Wort zum Sonntag“. Und schon schauten sechs Millionen WM-Gucker zu!

    Am Wochenende gelang die Theologin ganz ungewollt zu übermäßigem „Ruhm“: Ihre zahlreichen Fußball-Metaphern im „Wort zum Sonntag“ wurden Kult im Netz. Sie sprach zu Beginn über den Seitenwechsel beim Fußball, der sich auch auf das eigene Leben übertragen lässt und zu mehr Gerechtigkeit führen soll. Besonders ihr Satz „Huch, die spielen ja jetzt aufs falsche Tor“ zum Seitenwechsel nach 45 Minuten lies die ballbegeisterten Twitter-User schmunzeln.

    BILD fragte Verena Maria Kitz – wie fühlt es sich an, vor sechs Millionen Menschen das „Wort zum Sonntag“ zu sprechen?

    Die Theologin: „Es ist eine tolle Chance, so viele Menschen (6,2 Mio.) mit der Botschaft des Evangeliums zu erreichen. Klar ist die für manche ungewohnt. Aber ich freue mich, wenn viele über einen Seitenwechsel in der Welt und mehr Gerechtigkeit nachdenken.“

    In einem Statement äußert sich Kitz noch näher zu ihrem „Wort zum Sonntag“:
    „Ich freu mich drüber, dass so viele Menschen dieses Wort gesehen und die Botschaft vom Seitenwechsel gehört haben. Schade, dass der Einstieg bei vielen nicht ankam. Wichtig ist mir: Auch wenn wir feiern und Fußball schauen, dürfen wir die Menschen in Brasilien nicht vergessen, in den Favelas und auf den Kaffeeplantagen! Ich will auf sie aufmerksam machen, anregen, dass wir uns in sie hineinversetzen, so sehr das auch erschrecken kann. 
    Mir ist wichtig als Christin, dass wir die Perspektive einnehmen von denen, die an den Rand gedrängt werden,  die den Preis zahlen – jetzt bei der WM, oder auch sonst von unserem Wohlstand. Damit wir etwas tun für mehr Ausgleich in der Welt.“
    bild.de

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    Die katholische "Wort zum Sonntag"-Sprecherin Verena Maria Kitz aus Hofheim (Hessen) nimmt die Kritik an ihrer Andacht vom vergangenen Samstagabend ernst. Sie arbeite dran, dass die Botschaft des Evangeliums "immer noch verständlicher" werde, schreibt Kitz in einer Stellungnahme.
    Kitz hatte in der Halbzeitpause des Fußball-WM-Spiels England gegen Italien eine Andacht zum Thema "Seitenwechsel" gehalten. Für deren sprachliche Form und Präsentation gab es Lob, vor allem aber Kritik in sozialen Netzwerken und Medien. Verena Maria Kitz hatte den Begriff "Seitenwechsel" als Metapher für einen Perspektivwechsel verwendet und als Beispiele familiäre Beziehungen und das globale Gefälle zwischen Armut und Reichtum genannt.

    "Ich freu mich drüber, dass über sechs Millionen Menschen dieses Wort gesehen und die Botschaft vom Seitenwechsel gehört haben", schreibt Kitz in ihrer Stellungnahme. "Auch wenn wir feiern und Fußball schauen, dürfen wir die Menschen in Brasilien nicht vergessen, in den Favelas und auf den Kaffeeplantagen."

    Als Christin sei es ihr wichtig "dass wir die Perspektive einnehmen von denen, die an den Rand gedrängt werden, die den Preis zahlen – jetzt bei der WM, oder auch sonst von unserem Wohlstand."


    Die Kritik an ihrem Wort zum Sonntag nehme sie aber "selbstverständlich ernst", schreibt Kitz. "Die Botschaft des Evangeliums ist mir wichtig und deswegen arbeiten wir selbstverständlich daran, dass sie immer noch verständlicher wird."

    evangelisch.de


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    Ein trostloses Ding

    Das jüngste „Wort zum Sonntag“ in der ARD und der Spott über Predigerin Verena Maria Kitz: gemein und hässlich. Ein Lob zum Montag!

    Ich musste in der ARD-Mediathek nachhören, was sie sagte, die Theologin Verena Maria Kitz bei ihrem „Wort zum Sonntag“ in der Halbzeitpause in der Nacht zum Sonntag. Ich sah sie nur, schaltete den Ton ab – und dachte: Was für eine aufgekratzte junge Frau im roten Blusenlook, mit absolut gefühlsneutral gekämmtem Haar, mit predikantinnenhaft einladenden, armrudernden Gesten.

    Aber ich holte Wein aus dem Kühlschrank und wollte lieber telefonieren. Doch tonlos nahm sie sehr ein. Ihr Job war schließlich in dieser Nacht der schwerste aller denkbaren. Wie hätte sie uns einnehmen können, wenn man doch nur auf FußballFußballFußball geeicht ist?

    Musste sie nicht scheitern mit ihrem Anliegen, die Dinge der Armut in Brasilien nicht zu vergessen, ja, einen „Seitenwechsel“ zu imaginieren – und die „Ungerechtigkeit spüren“ zu lassen: Dass man in einer sicheren, guten, materiell alles in allem in trockenen Tüchern befindlichen Welt lebt?

    Sie machte es okay, muss ich sagen. Und sie muss gewusst haben, dass man sie bespötteln wird. Dass man über sie lästert, weil sie so kindergartenpusselig ein „Huch“ ausbrachte, als sie ihren Schrecken beschrieb, dass Mannschaften nach der Halbzeit die Richtung ihres Tordrangs wechseln. Ja, das ist nicht nur naiv gewesen, vielleicht war es sogar absichtslos dumm und bescheuert.

    Kirchensonntagsfröhlichenthemmt

    Ebenso ließe sich viel monieren, dass diese Frau wie eine kirchensonntagsfröhlich-enthemmte, also verklemmte Frau (es hätte auch ein Mann sein können, fürwahr) sich benahm. Wie sie die Augen aufriss bei Worten wie „Ungerechtigkeit“ und „spürte“ – das war fast so alarmiert posierend wie Petra Gerster bei einer ihrer Moderation von „Heute“ im ZDF.

    Es war, so gesehen, ohnehin ein trostloses, weil falsches Ding, dieses „Wort zum Sonntag“ in den Fluss des Fußballerischen zu verlegen. Glaubt in den Amtskirchen wirklich irgendeiner, diese Sendung böte irgendjemand Inspiration, ein Innehalten im Gerede und Getue des Tages? Nie schien das „Prinzip Hoffnung“ dringlicher in Erinnerung zu rufen als in diesen Minuten: Möge doch einer ihre Botschaft hören wollen.

    In Wahrheit, und zwar in der tiefsten Bedeutung des Jesus von Nazareth, den sie leider erst im dritten Drittel ihrer knapp vierminütigen Ansprache erwähnte, war ihre Predigt, wie fast alle mit amtskirchlichem Herkunftsstempel, verfehlt, weil sie gefühlsarm wirkte. Nicht, dass Frau Verena Maria Kitz keine Empfindungen hätte, aber sie verströmte so dieses typisch protestantisch [Anmerkung S!NEDi:Frau Kitz ist katholisch!] Durchgefühlte: eine Sentimentalisten des kritischen Weltempfindens, nicht eine, die wirklich zürnt und hadert.

    Ihre Rhetorik in Gänze lebte – wie die so gut wie aller „Wort zum Sonntag“-KollegInnen – von der inneren Fadheit, die im gastronomisch-kulinarischen Bereich aufkommt, macht man sich über einen Teller Hafenflocken her, zubereitet ohne Zucker oder Salz, auf jeden Fall gewürzlos.

    Kastriertes Evangelentum 

    Auf ihre „Seitenwechsel“-Predigt hin betrachtet, heißt das: Dieses Evangelentum, und sei Jesus von Nazareth noch so sehr angeführt, ist ein kastriertes. Allein schon, dass sie so animationsselig sprach, ohne wirklich zum Zuhören zu verführen, sprach gegen sie. Warum keine echten Drohungen? Mahnungen, dass sonst Heimsuchungen, Pest und Schwefel drohten, mache man sich ihre Gedanken nicht zu eigen?

    Hat man als – so im expliziten Sinne gottlos, wie man eben in einer säkularen Welt eben sein darf – BürgerIn nicht das Recht, mit biblischem Fundament bedroht zu werden? Etwa: Liebe Zuhörer, Fußball mag toll sein. Aber wenn Sie weiter so dumpf vor sich hin genießen, was sie glauben zu genießen, kommen Heuschreckenplagen über sie, Verderbnis und Fäulnis? Ihr Charakter ist der von Zeloten und Zöllnern – denn ihr Tun, besinnungslos fußballorientiert, ist auch nicht besser als das jener Gefängniswärter in den Katakomben von Rom, die die Gutwilligen den Löwen zum Fraße vorwarfen?


    Nein, so sprechen sie nicht. Und solange sie das nicht tun, solange sie uns mit Mildheit und Güte in Ödnis stürzen, werden wir für sie – allenfalls – Mitleid aufbringen: Auf dass sie Fußball endlich verstehe und nicht erschrickt, wenn nach der Halbzeit ein „Seitenwechsel“ nichts bedeutet, als dass man auf das andere Tor sich zu bewegen sucht. Diese Predigt war – man seufzt im Sinne aller Heiligen der Bibel – trostarm, vor allem erbarmungslos nichtig.

    Kommentar „Wort zum Sonntag“ von Jan Feddersen in der taz



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    Sonnenwende an den Externsteinen - ein unvergessliches Ereignis

    Autor Brita Linde  | Quelle

    SINEDi|bild|bearbeitung der Externstein-Kulisse im Morgennebel


    Die Externsteine sind wohl das bekannteste Naturdenkmal im Lipperland und unbestreitbar zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

    Rund um die Externsteine

    Zwei der imposanten Felsen können Sie über steinerne Treppen gut besteigen. Oben angekommen bietet sich Ihnen ein herrlicher Ausblick übers Land. Außerdem lädt das parkähnliche Umfeld der Externsteine dazu ein, auf einer der vielen Bänke zu verweilen.

    Im Naturschutzgebiet rund um die Externsteine gibt es landschaftliche schöne Wanderstrecken. Gut gekennzeichnete Wege führen um den See, durch Heidegebiete an Blaubeeren und herumliegenden Felsbrocken vorbei und durch dichte Mischwälder. Es lohnt sich, an einer Führung teilzunehmen. Ausgebildete Naturparkführer bieten individuelle Führungen an.

    Etwas zur Geschichte der Externsteine

    Die Externsteine gehören zu einer Gebirgskette im Teutoburger Wald. Während der Gebirgsbildung vor 70 Millionen Jahren wurde der ursprünglich flach lagernde Kreide-Sandstein an den Externsteinen hochgedrückt. Die Externsteine haben für alle Generationen, bis zurück in die Steinzeit, immer eine besondere Bedeutung gehabt und wurden mal heidnisch, dann wieder christlich genutzt.

    Die Sonnenwende

    Der besondere Stand der Sonne wird in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni mit regionalen Bräuchen gefeiert. Viele dieser Rituale haben einen germanischen und keltischen Ursprung und sollen unter anderem vor bösen Mächten schützen. Die Sonnenwende regte auch die Fantasie bekannter Dichter an. Siegfried wurde der Sage nach am Tage der Sonnenwende von Hagen ermordet. Shakespeare schrieb den „Sommernachtstraum“.

    Die Externsteine: ein Anziehungspunkt

    Zur Walpurgisnacht am 30. April und besonders zur Sonnenwende am 21. bis 22. Juni treffen sich seit Jahren die unterschiedlichsten Menschen an den Externsteinen. Es kamen bald so viele Besucher, dass die Stadtverwaltung mit dem Wunsch, das Umfeld der Steine für die nach dem Fest anreisenden Besucher gepflegt und ansprechend zu erhalten, inzwischen einen größeren Organisationsaufwand leistet. Es hat sich bewährt, im letzten Jahr fühlten sich alle Gäste an den Steinen wohl und das Naturschutzgebiet wurde gleichzeitig geschützt.

    Das Treffen ist deshalb ein Anziehungspunkt für friedlich feiernde, spirituell inspirierte Menschen geblieben und nur zu empfehlen. Erleben Sie eine Nacht mit Trommeln, Tänzen, Gesang und staunen Sie, wenn die ersten Sonnenstrahlen bei entsprechendem Wetter genau durch das runde Fenster über den Altarstein auf einen bestimmten Punkt scheinen.

    Im neuen Informationszentrum, direkt an den Steinen, erfahren Sie mehr über die Feiern zur Sonnenwende, sowie den Änderungen und über andere Veranstaltungen. Außerdem können Sie dort Bücher zum Thema Externsteine kaufen.

    Eine S!NEDi-Bildfolge von den Externsteinen 2008 - 
    aus urheberrechtlichen Gründen musste ich die im Vorspann genannte Musik (1. Symphonie von Gustav Mahler) austauschen ... 
    [ggf. stummschalten - und Musik der Symphonie vom Video darunter synchron laufen lassen ...]



    Gustav Mahler, Symphonie Nr. 1

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    Tja - gerade ist das aufregende WM Spiel Deutschland-Ghana ("Kampf bis aufs Blut") beendet, da entdecke ich bei SPIEGEL-ONLINE diesen Bericht über Papst Franziskus. 
    ... Nun - Sie werden vielleicht denken: O Gott - nicht schon wieder etwas von diesem Papst ...: Aber - ich kann nicht anders: Es ist höchst unwahrscheinlich - mit welch einer Kraft und welch einem wahrhaft geistlichen Tempo - ja - und mit welch einer Spiritualität - dieser Mann immer wieder vorlegt ... ich habe in diesem Blog ja schon oft von ihm berichtet - und erst vor ein paar Tagen über ein erneut spektakuläres Interview mit einer katalanischen Zeitung ... - und er ist ja erst gut 15 Monate im Amt ...
    Nein - ganz bestimmt nicht - und ich wiederhole mich dabei: ich werde nicht konvertieren - aber dieser Papst verschlägt mir als Protestant einfach den Atem: Er begibt sich  völlig furchtlos - und (von Amts wegen ... :-)) mit riesengroßem "Gottvertrauen" einfach hinein in die Brennpunkte unseres Zusammenlebens: Er fährt einfach auf die Insel Lampedusa - und ehrt die zahlreichen afrikanischen Opfer, die bei dem Versuch, Europa zu erreichen, ertrunken sind in ihren überfüllten Booten - oft ohne jede Hilfe der Küstenwache ...  
    Er sucht Israel und Palästina auf - akzeptiert die uneingeschränkte Existenzlegitimation beider Staaten - und lädt einfach mal die Herren Abbas und Peres dazu ein, mit ihm gemeinsam um den Frieden in dieser Region zu beten - nicht mehr aber auch nicht weniger ... - 
    Und nun exkommuniziert er - mir nichts - dir nichts - mal in der "Höhle des Löwen", in der Mafia-Hochburg Kalabrien, justement die Mafia-Bosse u.a. mit den Worten: "Dieses Übel muss bekämpft werden, es muss aus dem Weg geschafft werden. Wir müssen "Nein" dazu sagen." ... 
    Also - ich kann mich nur wiederholen - ich bin begeistert von diesem Papst - und von dem "heiligen Zorn" und dem Mut dieses Mannes... Drücken wir mal beide Daumen - und vielleicht beten wir sogar mal zielgerichtet - damit uns dieser Mann in seiner geistlichen Kraft noch lange aktiv erhalten bleibt - und dass er weiterhin die ansonsten so trägen Kirchenkonfessionen wachrüttelt, aktiv zu werden gegen das sichtbare und unsichtbare Unrecht in dieser Welt und gegen die Lethargie des Glaubens ...

    Papst über Mafiosi: 
    "Sie sind exkommuniziert"

    Es sind die schärfsten Worte eines Papstes gegen die Mafia seit 20 Jahren: Bei einem Besuch in Kalabrien hat Franziskus die kriminellen Clans hart kritisiert. Vor allem das Leid von Kindern prangerte das Kirchenoberhaupt an.

    Papst Franziskus hat die italienische Mafia scharf kritisiert. "Jene, die in ihrem Leben dem Pfad des Bösen in solch einer Form folgen wie es die Mafiosi tun, leben nicht in Verbundenheit mit Gott. Sie sind exkommuniziert", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche an diesem Samstag vor zehntausenden Menschen im italienischen Sibari. "Dieses Übel muss bekämpft werden, es muss aus dem Weg geschafft werden. Wir müssen "Nein" dazu sagen."Die Kirche werde ihre ganze Kraft einsetzen, um Organisierte Kriminalität zu bekämpfen.

    Das sind die schärfste Worte eines Papstes gegen die Mafia seit der Kritik von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1993. Schon im März hatte Franziskus Mafiosi zur Umkehr aufgefordert.
    Viele Bereiche in Italien sind von der Mafia dominiert, Politiker werden bedroht. Die drei wichtigsten kriminellen Organisationen - die 'Ndrangheta aus Kalabrien, die Cosa Nostra aus Sizilien und die Camorra aus Neapel - haben nach Uno-Schätzungen zuletzt einen Umsatz von insgesamt 116 Milliarden Euro erwirtschaftet.

    Gewaltsamer Tod eines dreijährigen Kindes

    Der Papst prangerte nun insbesondere das Leiden von Kindern unter der Mafia an. Bei seinem Besuch in einem Gefängnis bei Cassano allo Ionio in Kalabrien sagte Franziskus am Samstag, nie mehr dürfe ein Kind durch die Hände der Mafia sterben. Er bezog sich auf den gewaltsamen Tod des dreijährigen Nicola "Coco" Campolongo, dessen brutale Ermordung im Januar landesweit für Empörung gesorgt hatte.

    "Niemals wieder darf ein Kind solche Qualen erleiden", sagte der Papst. Die Leiche des Kleinkindes war zusammen mit dem toten Großvater und dessen Lebensgefährtin in einem ausgebrannten Auto entdeckt worden. Hintergrund der Tat waren Streitigkeiten zwischen Mafia-Clans. Unter den Gefangenen in der Haftanstalt Castrovillari sind zahlreiche Mafia-Mitglieder. Auch der Vater "Cocos" ist wegen Drogendelikten in dem Gefängnis inhaftiert. Die Mutter saß während der Bluttat ebenfalls in Haft, steht inzwischen aber unter Hausarrest.
    Es war der erste Besuch des Papstes in Kalabrien, einer der ärmsten italienischen Regionen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein Gespräch mit rund 200 Häftlingen. Es sei sein Anliegen, die "Nähe des Papstes und der Kirche gegenüber allen Männern und Frauen, die im Gefängnis sind, in allen Teilen der Welt" zum Ausdruck zu bringen, sagte Franziskus. Auch er mache "Fehler" und müsse "Buße tun". Zugleich betonte er die Bedeutung der Aufgabe einer gesellschaftlichen Reintegration von ehemaligen Straftätern.

    Seit seinem Amtsantritt besuchte Franziskus bereits mehrfach Gefängnisse. Eine Messe, zu der rund 100.000 Gläubige erwartet wurden, sollte den Besuch in Kalabrien abschließen.

    SPIEGEL-ONLINE



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    Heute habe ich Euch von meinem Sonntagsausflug ein Motiv mitgebracht - mit dem Titel "MOHNBLUT" - zur weiteren Verwendung ...

    S!NEDi: mohnblut - photo|graphic



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    Ich überlege, welche Schnulze am Donnerstag bei den beiden Unzertrennlichen Löw und Klinsmann dudeln könnte: Vielleicht "Wir wollen niemals auseinandergehen" - oder: "Heißer Sand - und ein verlorenes Land..." - festzuhalten ist aber in jedem Falle dazu die gute alte Redensart: "Man(n) trifft sich immer zweimal im Leben" ... - was ja in manchen Situationen fast als Drohung daherkommt ...

    Nun - was war das damals mit der "Schande von Gijon": So wird das Fußballspiel zwischen der deutschen und der österreichischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien bezeichnet, was am 25. Juni 1982 in Gijón stattfand und mit 1:0 für Deutschland endete.

    Berüchtigt wurde die Partie, da die frühe deutsche Führung beiden Mannschaften das Weiterkommen in die nächste Runde erlaubte und das Spiel entsprechend ohne ernsthafte Angriffsbemühungen zu Ende geführt wurde. Ausscheiden musste trotz ebenfalls zweier Siege die Mannschaft Algeriens, deren letztes Vorrundenspiel bereits tags zuvor stattgefunden hatte und dessen Endergebnis beiden Mannschaften entsprechend bekannt war. Als Konsequenz dieser Leistungsverweigerung werden seither die beiden letzten Vorrundenspiele einer Gruppe in großen Turnieren zeitgleich ausgetragen.


    S!NEDi|photo|karikatur: wir wollen niemals auseinandergehen ...


    Nach dem 2:2 seiner US-amerikanischen Elf gegen Portugal in der vergangenen Nacht reicht nun sowohl Klinsmanns Mannschaft als auch dem deutschen Team seines früheren Assistenten Joachim Löw im letzten Gruppenspiel gegeneinander ein Unentschieden, um ins Achtelfinale der Fußball-WM 2014 in Brasilien einzuziehen. 

    Aber seine Mannschaft werde auf Sieg spielen, beteuerte der frühere Bundestrainer und jetzige Trainer des Teams USA. „Wir sind nicht gemacht für Unentschieden", sagte Klinsmann nach dem Spiel und sprach gleich für seinen Freund Joachim Löw mit. "Beide Mannschaften werden da rein gehen und wollen die Gruppe gewinnen.“ Wenn der 49-Jährige eine Mission übernimmt, dann mit voller Kraft und Wucht. Er war schon immer ein sehr ehrgeiziger Mensch, der sich selbst keine Fehler gestattet und jede Niederlage persönlich nimmt. Deshalb war es kaum verwunderlich, als er anfügte: "Jetzt müssen wir Deutschland schlagen.

    Mit Blick eben auf das unselige Beispiel der "Schande von Gijon" 1982, als Deutschland im letzten Gruppenspiel bei der WM 1982 gegen Österreich 1:0 in Führung ging und beide Mannschaften daraufhin das Spielen einstellten, weil das Ergebnis für beide zum Weiterkommen reichte, sagte Klinsmann: "Das ist alles ein Teil der deutschen, nicht der amerikanischen Fußball-Geschichte."

    Nun - so einfach kann es sich Klinsmann eigentlich nicht machen, denn er selbst ist ja auch mehr ein Teil der deutschen, (noch) nicht der amerikanischen Fußball-Geschichte - das wollen wir dann doch noch mal klarstellen ...

    Aber das 2:2 der USA gegen Portugal bringt Deutschland schon fast ohne jede Gijon-Trickserei ins Achtelfinale. Nur noch wenig kann für das Team von Joachim Löw schiefgehen. Aber - wenn der "Fußball-Gott" es will: Deutschland kann auch noch rausfliegen, wenn denn mindestens das Unentschieden ausbleiben sollte - womit eigentlich bei der Ausgangsbasis gegen die USA nicht zu rechnen ist ...

    In den folgenden Fällen kommt die Löw-Elf sicher eine Runde weiter:
    • Deutschland gewinnt im abschließenden Gruppenspiel am Donnerstag um 18 Uhr gegen die USA oder spielt gegen das Team von Jürgen Klinsmann Unentschieden
    • Ghana und Portugal trennen sich Unentschieden
    • Etwas Spezieller wird es, wenn Deutschland das Spiel verlieren sollte: Wenn denn Portugal oder Ghana gewinnen, entscheidet das Torverhältnis über das Weiterkommen. Nach dem 4:0 der Deutschen gegen Portugal im ersten Spiel, bräuchten beide Konkurrenten aber entweder eine hohe Pleite Deutschlands gegen die USA - oder aber jeweils einen eigenen hohen Sieg, um Deutschland doch noch abzufangen: Aber - Ghanas Torverhältnis ist derzeit um fünf Tore schlechter, das der Portugiesen sogar um acht Tore - und 
    • Deutschland müsste schon 0:2 gegen die USA verlieren, Ghana 3:0 gegen Portugal gewinnen, damit die DFB-Elf und die Afrikaner nach dem 2:2-Unentschieden aus dem direkten Duell nicht nur punktgleich sind, sondern auch ein identisches Torverhältnis und die identische Anzahl erzielter Tore vorweisen. 
    • Aber wer will schon dann das Los über sein Schicksal entscheiden lassen?

    Und deshalb noch einmal langsam zum Mitschreiben:

    Deutschland zieht als Gruppensieger ins Achtelfinale ein, 
    • wenn die DFB-Elf gegen die USA gewinnt oder Unentschieden spielt.

    Deutschland kommt als Gruppenzweiter weiter, wenn es

    • gegen die USA verliert und Ghana und Portugal unentschieden spielen
    • gegen die USA verliert, Ghana gegen Portugal gewinnt, dabei aber das um fünf Treffer schlechtere Torverhältnis gegenüber Deutschland nicht aufholt
    • gegen die USA verliert, Portugal gegen Ghana gewinnt, dabei aber das um acht Treffer schlechtere Torverhältnisse nicht aufholt.
    Mit anderen Worten: die Chancen für Deutschland stehen sehr gut. Aber ausscheiden würde das Team dennoch, wenn...
    • ...es gegen die USA verliert, Ghana gegen Portugal gewinnt und dabei das um fünf Treffer schlechtere Torverhältnis aufholt.
    • ... es gegen die USA verliert, Portugal gegen Ghana gewinnt und dabei das um acht Treffer schlechtere Torverhältnis aufholt.
    Soweit also die WM-Mathematik-Überlegungen mit allem Wenn & Aber ...
    Der frühere Schalker Jermaine Jones, der den 1:1-Ausgleich für die USA im Spiel gegen Portugal erzielte, eierte etwas herum, als er nach der Gefahr einer Einigung auf dem Platz beim letzten Gruppenspiel zwischen seiner Mannschaft und Deutschland gefragt wird. Natürlich würden beide "korrekt an die Sache rangehen, aber, ja, wir wollen weiterkommen und die Deutschen wollen weiterkommen...", sagte Jones und ließ Raum für Interpretationen.

    In einem guten Interview im ZDF-Morgenmagazin steuert Thomas Hitzlsperger die Perspektive des Profisportlers bei. Angesprochen auf die Gefahr einer neuen "Schande von Gijon" weist der frühere Nationalspieler darauf hin, dass sich Trainer Jürgen Klinsmann und seine Spieler in den USA "ein Denkmal setzen könnten, wenn sie die Deutschen schlagen" und deshalb mit genug Ehrgeiz ins Spiel gehen werden. Gefragt, ob denn nicht doch irgendwann der Siegeswille nachlasse, zum Beispiel wenn es bei großer Hitze in der zweiten Halbzeit unentschieden stünde und beide Teams dadurch nun einmal weiterkämen, sagte Hitzlsperger aber auch: "Das ist schon richtig." Es könne schon sein, dass man dann in den letzten zehn Minuten nicht mehr voll aus sich rausgehe.

    Um den Sieg in der Gruppe G geht es ja am Rande auch noch - im letzten Vorrundenspiel der Deutschen gegen die US-Amerikaner an diesem Donnerstag: Grundsätzlich erwartet den Gruppenzweiten im Turnier ein vermeintlich stärkerer Gegner, nämlich ein Gruppensieger. 

    Ob dieser Aspekt aber hier so wichtig ist, kann man bezweifeln: Mögliche Gegner sind Belgien, Algerien, Russland oder Südkorea aus der Gruppe H. Obwohl sich die Belgier bislang mit Effizienz und die Algerier mit Spielfreude hervortun, jagt wohl keiner dieser Gegner Klinsmann oder Löw allzu große Angst ein. Russland und Südkorea sind bislang schwach und stehen wohl vor dem Aus, obwohl beide noch Chancen aufs Weiterkommen hätten.

    Mit Materialien aus: WIKIPEDIA, tagesspiegel, Focus u.a.

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    unbedingt lautsprecher-symbol clicken ...

    ......................

    eine blüten-slide|show
    ein geblüte - blüte um blüte
    abstrahiert - auch noch

    ganz tief - diese farbstrahlen
    diese formvariationen
    diese klangnuancierungen dazu

    hineinhören - ist hinausschauen
    sind farbcreationen
    zwischen erwartung und sein ...

    S!NEDi




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    Jedes Ding hat mindestens zwei Seiten - und die Kehrseite des "Copa do Mundo", des Fifa-WM-"Welt"-Pokals, ist die gewaltsame und rigorose Zwangseinrichtung einer angeblich unbedingt notwendigen "Infrastruktur" für diese WM-Spiele in Brasilien, die der dort lebenden Bevölkerung einfach übergestülpt wurde - geschaffen für die Austragung von insgesamt 64 Fußball-Spielen - in einem Land, wo es an allen Ecken noch quietscht und eiert ...: Aber: "Brot & Spiele" - damit wird seit der Antike allerorten das Volk ruhiggestellt, damit es die eigenen tatsächlichen Bedürfnisse nicht so richtig erkennen und artikulieren lernt, weil man es ja als die benötigten Claqueure missbraucht - und mit solchen Spielchen an der Nase herum führt: Klatschmarsch ...  
     Wo dann eine Ansammlung von abgehobenen überbewerteten und zumeist jede Bodenhaftung verlorenen millionenschweren Fußballern, alle so ca. 20 bis max. 38 Jahre alt - als die von ihren jeweiligen nationalen Fußballverbänden nominierten Auswahl-Mannschaften gegeneinander antreten, um in Ausübung ihrer ersten und einzigen professionellen Tätigkeit nichts weiter zu tun - als einen Ball hin und her zu kicken - manchmal - nach überaus aufwändigen und allumfassenden Vorbereitungen - so ca. alle 3-4 Tage jeweils für 45-90 Minuten - bei Spielverlängerungen und Elfmeterschießen entsprechend länger ...

    ... nachdem sie jeweils für oft ...zig Millionen von ihren Heimatvereinen ge- und verkauft werden - als eine inflationsschwangere neoliberal-kapitalistische Sklaven-Spezies... - und dieses Gebolze - wobei fast vor jedem Spiel für "Fairplay" geworben wird - und in dem dann auch schon mal "vor lauter Übermut" der Gegenspieler gebissen, getreten oder auch mal als "Niger" beschimpft oder bespuckt wird - und eben dieses taktisch umflorte, tragödienhaft inszenierte und gemessen an seinem tatsächlichen sportlichen Wert völlig haltlos total überbewertete Gebolze wird dann für Millionen in alle Welt verkauft - und findet seine Abnehmer - obwohl Leistung und Aufwand, Vermarktung und Kapitalertrag weder moralisch noch pekuniär zu einem vernünftigen Verhältnis miteinander gebracht werden können ... - und meist mehr Geld vernichtet wird - als neue Werte geschaffen ...
    Heute - am Tag wo alle nach Recife blicken, um den Achtelfinal-Einzug der DFB-Auswahl im Messen mit der Auswahl der USSF (United States Soccer Federation)*) mitzuerleben - sei daran mit Nachdruck erinnert - und nehmen Sie diesen Protest-Impuls mit in die nächsten Spiele ... 
    *) Aus einer meiner Meinung nach unguten und wenig geschichtsträchtigen nationalistischen Hybris heraus, wird diese DFB-Auswahlmannschaft ja fälschlicherweise "Nationalmannschaft" genannt - und wenn Kanzlerin Merkel sich in 10-15 Std. Flugzeit (ein Weg) vom Jetlag geplagt auf den Weg macht, um "ihre Jungs" dort in der Kabine nach einem verschwitzten Sieg zu besuchen - bekommt die CDU bei den nächsten Wählerumfragen im Stern glatt 2% mehr Zustimmung ... - tataa - tataa - tataaaaaa (Klatschmarsch - s. oben "Brot & Spiele"): ja - das ist unfassbar - genau so wie
    die vielen schwarz-rot-gelben Stofflappen, die vom Über-70-km/h-Fahrtwind vom Auto abgeknickt dann symbolträchtig am Straßenrand beschmutzt und ausgefranst in der Gosse liegen ...: Die Fahne des DFB wäre übrigens GRÜN - gerade mal mit einer schwarz-rot-gelb|orangenen Randmarkierung ...
    Künstler: unknown, 2014 | Stadt: São Paulo | Foto © unbekannt


    STREET-ART | GRAFFITI | BROT & SPIELE







    Graffiti gegen die WM

    Bei jeder Fußball-Weltmeisterschaft gibt es Sieger und Verlierer. Punkt. Aber das auch abseits des Fußballfelds. Bei der FIFA-WM 2014 in Brasilien wird das immer offensichtlicher. Vor allem, dass es eine ganze Menge "Verlierer" gibt. 
    evangelisch.de widmet den Kehrseiten der Medaillen/des Pokals eine ganze Serie "Foul am Zuckerhut" ... Hier aus einem Artikel über Luiza Cilente, die als Journalistin eines alternativen Radiosenders sich die Anti-WM-Graffiti in Brasilien fotografiert ... 

    Luiza Cilente liebt es, ihre Stadt zu fotografieren. Ihr Lieblingsmotiv sind Graffiti. Mauern und Wände in Rio de Janeiro - aber auch in Sao Paulo und anderswo sind voll davon. Viele handeln von der Fußball-WM und den Visionen, die die Menschen damit verbinden.

    "Die Graffiti zeigen, wie die Leute über Fußball denken und was sie von dieser Weltmeisterschaft halten. Es sind künstlerische Interventionen, die den Unmut über viele Missstände und auch Protest widerspiegeln," sagt Luiza.

    Künstler: Paulo lto, 2014 | Stadt: São Paulo |  Foto © Paulo lto


    Sie ist Journalistin und schaut immer genau hin. Ein Kind in einer Favela, das mit Messer und Gabel in der Hand auf seinen Teller starrt, auf dem ein unappetitlicher Fußball liegt. Eine Fahne Brasiliens, deren Inschrift "Ordnung und Fortschritt" durch "Alles ist falsch" ersetzt ist.

    Luiza – in Brasilien reden sich die Menschen immer nur mit Vornamen an, auch die Präsidentin heißt nicht Rousseff sondern Dilma – arbeitet in der Presseagentur "Pulsar", die unabhängige Basisradios mit Nachrichten versorgt. Das Projekt gehört zum Weltverband der Freien Radios "Amarc", das auch von Brot für die Welt unterstützt wird. Die oft negativen Folgen von Fußball-WM und Olympischen Spielen in Brasilien und die Protestwelle dagegen sind wichtige Themen.

    Künstler: Capatian Borderline (B.Shanti & A.Signl), 2014 | Stadt: Rio de Janeiro (Lapa) | Foto © Capatian Borderline
    “Dieses Bild ist Rafael Braga Vieira gewidmet. Er ist ein obdachloser junger Mann, welcher zufällig in eine Anti FIFA Demonstration geriet und dort von der Polizei aufgegriffen wurde. Er führte Reinigungsmittel mit sich, da er Autoscheiben säuberte als Überlebenserwerb. Die Polizei behauptete er wollte Molotov Cocktails bauen und nun sitzt er zu 5 Jahren Haft verurteilt im Gefängnis…. Einer der unzähligen Menschen die unter der Last des FIFA Fußball in Brasilien leiden.“

    "Formal herrscht bei uns Pressefreiheit, aber fast alle Medien sind in der Hand von wenigen Familien. Es ist ein Monopol, das nur die Meinung der Rechten wiedergibt," beklagt Luiza. Deswegen seien alternative Medien so wichtig, damit auch andere, vor allem die ärmeren Menschen zu Wort kommen. "Nicht zuletzt in den Graffiti."

    "Die Stadt gehört nicht der FIFA"

    Die Presse trägt nach Meinung von Luiza dazu bei, die Proteste gegen die WM zu kriminalisieren. "Die Demonstranten werden als Gewalttäter gebrandmarkt, die den Fans angeblich den Spaß am Fußball nehmen wollen." Die wirklichen Anliegen der Menschen würden dabei unterschlagen:

    "Familien werden aus ihren Häusern geräumt, um dort Parkplätze für Stadionbesucher einzurichten. Das Recht auf eine lebenswerte Stadt wird verletzt, damit Fifa und Bauunternehmen große Gewinne einstreichen können", zählt Luiza auf.

    Die Graffiti sind ein Kontrast in den Städten, die für die Besucher der Fußball-WM aufpoliert wurden. Sie sind ein Hinweis auf die Wirklichkeit, die weder in den Touristenvierteln zu sehen ist noch in den Spielübertragungen aus Brasilien gezeigt wird. Luiza machen die phantasievollen Bilder Mut, denn "die Stadt gehört nicht der Fifa. Die Stadt ist das, was wir aus ihr machen."




    Mit Materialien von urbanshit - Ein Blick in das Foto-Archiv von Flickr lohnt sich. Unter den Stichworten “Fifa go home” und “Fifa protest” gibt eine Menge aktueller Bilder zu den Protesten im Rahmen der WM.















    Bild: “Anti Copa” (Manifestação FIFA GO HOME) Schablone bei Protesten | Stadt: São Paulo | Foto © flaviocharchar




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    Nun - wie geht es in Brasilien weiter: 


    Die DFB-Auswahl trifft am Montag, dem 30.06., im Achtelfinale, auf eine Auswahlmannschaft aus dem Wüstenstaat Algerien: eine durchaus machbare Sache - eigentlich - und von der Papierform her... aber man weiß ja nie: Ich habe deshalb mal eine Rider-Waite-Tarotkarte für dieses Match gezogen - und werde das jetzt hier im Blog mit einem entsprechenden Post vor jedem weiteren Spiel mit Beteiligung der DFB-Elf während des noch verbleibenden Turniers machen und auswerten - als eine Art spielerisches Orakel - als eine Art richtungsweisender Fingerzeig ... ;-))
    Und so betrachte ich auch das Tarot - als Spiel - als ein Kartenspiel mit vielen geistigen und geistlichen Impulsen - ein Ausgangspunkt zu Betrachtungen und Meditationen ... - nicht mehr und nicht weniger ... 

    Gezogen wird von mir in diesem Falle die Karte 
    • MÜNZ II - 
    für das Achtelfinal-Spiel in Porto Alegre am 30.06. um 22 Uhr: DFB-Auswahl gegen die Auswahl der Fédération Algérienne de Football ...
    S!NEDi: Münz II aus dem Rider-Waite-Deck für DFB-Auswahl - Auswahl der Fédération Algérienne de Football

    Der erste Eindruck beim Betrachten der Karte zeigt vielleicht - das wird ein munterer und ausgeglichener Kampf - und die beiden besternten Münzen zeigen an, dass das natürlich zum "Geschäft" dazugehört - in der ausgeglichenen Balance beider Teams - mit viel Auf und Ab (man beachte das größere vorauseilende schwarz-rot-gelbe Segelboot auf den Wellenbergen im Hintergrund - vor dem kleinen dahinzuckelnden wahrscheinlich algerischen Fischerboot...) - und der nach der Kleidung hineindeutbare und damit zweifellos muslimische Sufi-Tänzer auf der Karte tanzt eindeutig für die Algerien-Auswahlmannschaft - die nach meinem Dafürhalten der Rider-Waite Münz-II-Aussage das Spiel in der normalen Spielzeit als ein 1:1-Unentschieden - gestalten wird ... (die beiden Münzen als Unendlichkeits-Lemniskate auf den Händen balancierend bei gleichzeitig wirbelnd hüpfendem Tanz - zumindest scheint das Spiel insgesamt sehr lange Zeit offen gestaltet werden zu können ...und auf des Messers Schneide zu stehen...)  - und sie bereitet der DFB-Elf insgesamt balancierend pirouettenhaft einen "Sufi-Tanz" mit Sama-Eröffnung, Whirling, Selam und dem Son-Ausklang - der die Beteiligten in eine Art mystische Trance versetzt ...: Ihr werdet sehen ... - Aber - im abschließenden Elfmeter-Schießen - nach der Verlängerung (und jetzt gerät wieder das unter vollen Segeln jagende Boot auf dem Wellenberg in Schwarz-Rot-Gelb erneut in den Focus ...) - gewinnt die DFB-Auswahl ... - und da hat sie mal echt Schwein(i) gehabt ...
    Man kann auch die Karte Münz II ganz anders lesen: Nämlich die Löw-Elf (Schiff ahoi) spielt die Algerier so stürmisch schwindelig (... siehe den Wellengang des Meeres auf der Karte...) - als würden sie sich im Sufi-Whirling ins Nirwana tanzen - auf ihrem winzig kleinen Nussschalen-Boot - immer auf und nieder - immer immer wieder - und schlägt dann mit all den Vollstreckern (Müller, Götze, Klose und Özil z.B.) hart und unbarmherzig zu: Mindestens 2:0 - (die beiden Münzen) - vielleicht aber sogar auch 8:0 (das hat gegen Saudi-Arabien ja auch schon mal bei der WM 2002 geklappt ...) - wegen der Lemniskate als "Liegende Acht" quer über der Karte im Balance- und Jonglage-Takt - und mit den beiden Münzen darinnen - so läuft das also im Fußball-"Geschäft"... - denn wenn man den Sufi-Tänzer genau betrachtet - fehlen ihm die sonstigen Sufitanz-Attribute: der weite weiße schwingende Rock - der schwarze Mantel ... 
    Ja - und dieser Tänzer hier kann dann auch zu einem Traumtänzer werden, der sich in gelb-beige-orangenem Gewand mit roten Strumpfhosen, Stulpärmeln und Hut und schwarzen Konturen in einen 8:0-Torrausch dreht ...

    Es gibt also Fingerzeige zuhauf auf zumindest einen hauchdünnen oder einen standesgemäßen oder gar einen hohen Kantersieg gegen die Männer aus Algerien - aber einen Sieg für die DFB-Auswahl sagt mein Tarot-Orakel in jedem Falle voraus - ohne Wenn & Aber...

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    aufgedeckt ...








    Auf zeit-online [Link anclicken] entdeckte ich den Bericht und das Video über die Künstlerin Lilia Nour - und da der für mich so eindrücklich gelungen ist - habe ich ihn gespickt mit nachrecherchierten Bildern von ihrem Atelier in der Speicherstadt Hamburg und den YouTube-Videos von ihrem unmittelbaren Schaffen ... Ich kam - kurzgesagt - nicht umhin, Sie teilhaben zu lassen an dem vielfältigen Kunstschaffen von Lilia Nour ... - und besonders auch haben mich ihre Darstellungen zur Zen-Kunst inspiriert: Denn genau so sehe ich das auch ...





    LILIA NOUR

    Lilia Nour [Link anclicken] (*1972 in Kazan) Künstlerin, Designerin und Fachrestauratorin, studierte an der St. Petersburger Stieglitz-Akademie bei Isaew, Shuwalow und Shamanow. Wie bereits ihre frühe Ausbildung an der Kunsthochschule in ihrem Heimatort Kasan / Tatarstan, schloss Lilia Nour ihr Studium als Jahrgangsbeste ab. Als Fachrestauratorin arbeitete sie am bedeutenden Eremitage-Museum, St.Petersburg.

    Es ist ein weiter Weg, den die tatarische Künstlerin Lilia Nour hinter sich hat. Aus dem fernen Kazan, der Hauptstadt der russischen Republik Tatarstan – vielen bekannt aus Jules Vernes „Kurier des Zaren“ und wegen seiner erfolgreichen Eishockey- und Fußballmannschaft – hat es die Künstlerin über St.Petersburg in den Westen gezogen, nach Hamburg und dort in den direkt am Wasser gelegenen Stadtteil HafenCity mit seinen modernen Bauten und den dazu in Kontrast stehenden alten Backsteinlagerhäusern der Speicherstadt. Mit seinen Wasserflächen ist Hamburg ihrer vorherigen Heimatstadt St.Petersburg sehr ähnlich und sie liebt es die inspirierenden Reflexionen des Wassers an den alten Backsteinwänden und den Glasflächen der modernen Fassaden zu beobachten. Kontraste bestimmen auch ihr Werk, ihr wandern zwischen den Welten beeinflusst ihr Arbeiten. Von der islamisch geprägten Kultur Kasans, der opulenten orthodox und nüchtern sozialistischen Kunst Russlands, inspiriert durch die Werke Indiens, Vietnam und Japans bestimmen jetzt auch die Hafenkultur Hamburgs ihr Schaffen. Dabei lässt sie sich nicht festlegen. Immer wieder kehrt sie auch zum Kern ihres Schaffens zurück um den Fokus wieder zu finden. Drei große Kontraste manifestieren sich dabei: Ihre große Leidenschaft sind die 20er und 30er Jahre in Russland, eine Zeit des Aufbruchs und der großen Ideale, die Zeit in der die russische Avantgarde ein gewaltige und eindrucksvolle Bildsprache entwickelte. Faszinieren tut sie dabei nicht die Ideologie die dahinter stecken mochte, sondern der Enthusiasmus, in der noch frisch vom Joch des Absolutismus befreite Künstler ihre Zeit beeinflussen wollten.  Künstler wie Wladimir Wladimirowitsch Majakowski und Alexander Michailowitsch Rodtschenko sind Vorbilder, von denen Rodtschenko auch seine prägende Zeit in ihrer Geburtsstadt Kazan verbrachte.

    Ihre zweite Linie ist dem Zen gewidmet, dort findet sie die Ruhe die sie nach aufregenden Erlebnissen und aufreibendem Schaffen braucht. Über diese Bilder sagt sie selbst: „Meine Bilder schweigen. Sie erzählen keine Geschichten, beschreiben keine Ereignisse, fordern nichts vom Betrachter. Sie entstehen in Stille. Sie sind ein Produkt des “Nichtstuns” nach Zen-Philosophie. Das heißt: etwas machen ohne wirklich aktiv zu sein“. Sie lässt sich dabei in diesen Werken von fundamentalen Zen-Prinzipien leiten. Auf einzigartige Weise schafft sie es dabei die Form mit der Leere in Einklang zu bringen und genau zu erspüren wann das „Gesagte“ ausreichend ist. Das Sichtbare ist somit unzertrennbar mit Freiräumen verbunden und erweckt den Eindruck der „wunderbaren Inhaltslosigkeit“.

    Und natürlich hat in ihrer dritten Linie ihre neue Heimat einen Platz gefunden: Aus ihrem Atelier in der Speicherstadt hat sie beeindruckende Sichten auf Hafen, Wasser und Schiffe – es wäre seltsam, wenn sich diese Umgebung nicht auf ihre Arbeit niederschlagen würde. Dabei ist trotzdem in allen Werken und Linien Lilia Nour zu erkennen: Ihre beeindruckenden technischen Fertigkeiten, die Vielseitigkeit der Pinseltechniken, voll mit feiner Eleganz bis hin zu rauer Vitalität. Mal arbeitet die Künstlerin akribisch jedes einzelne Detail aus, mal deutet sie nur die groben Umrisse und Formen an, deren Architektur von „lenkbarer Zufälligkeit“ bestimmt wird – zerzausten Pinselborsten und unregelmäßiger Leinwandfaktur. Die Handbewegungen der Künstlerin scheinen noch voller Kraft zu sein nachdem der Strich bereits gesetzt wurde. Die Linien machen den Eindruck komplett ungezwungen entstanden zu sein. Sie sind voller Leben und Spontaneität, mit zufälligen Farbspritzern und Farblücken durch Schwünge grober Pinsel. Die Motive scheinen sich dem Zeitfluss komplett entrissen zu haben. So entsteht mit jedem Werk der Malerin ein harmonischer Ruhepol in der Hektik des Alltags. Durch die klassische künstlerische Schule hat Lilia Nour ihre fundierten Kenntnisse in der Malkunst erlangt und sich jahrelang intensiv mit den Maltechniken und Materialien der alten Meister befasst. Die ausgeprägte Neugierde und Experimentierfreude verhalf ihr im Lauf der Zeit zu innovativen Techniken, einzigartigen Farbmischungen und -kombinationen.




























    Zentrum ihrer Arbeit ist dabei das große Atelier in der Speicherstadt. In einem historischen 
    Speicherboden hat sie den notwendigen Platz für ihre in der Regel großformatigen Werke gefunden. Auf dem 4.Boden – so heißen die Etagen in den alten Warenhäusern, die 2015 zum Weltkulturerbe erklärt werden sollen, findet sie die Ruhe aber auch die Inspirationen für ihre Gemälde. Aus den beiden Luken blickt sie zur einen Seite auf die Speicherstadt und ihre Fleete, zur anderen Seite auf die Altstadt mit Zollkanal und der markanten Skyline Hamburgs mit Michel, Katharinenkirche und Rathaus. Unterbrochen wird die Ruhe des Speichers durch das Tuten der Barkassen, mit denen die unzähligen Touristen Hamburgs die Fleete und den Hafen Hamburgs erkunden oder durch das Geräusch der Winden, mit denen die noch immer ansässigen Teppichhändler ihre Waren in die Luken befördern.

    Mit Text und Materialien aus http://www.lilia-nour.de/

     

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