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    ... aus dem S!NED!-Archiv ...



    Leonard Cohen - 
    If It Be Your Will - 
    Wenn es dein Wille ist

    Songtext deutsch

    Wenn es dein Wille ist,
    Dass ich nie mehr spreche,
    Und meine Stimme still ist,
    Wie sie es zuvor war,
    Werde ich nie mehr sprechen;
    Ich werde ausharren, bis
    Ich vergeben bin -
    Wenn es dein Wille ist.

    Wenn es dein Wille ist,
    Dass eine Stimme wahr ist,
    Werde ich dir
    Von diesem zerbrochenen Hügel aus singen.
    All dein Lobpreis, er soll tönen,
    Wenn es dein Wille ist,
    Mich singen zu lassen
    Von diesem zerbrochenen Hügel aus.
    All dein Lobpreis, er soll tönen,
    Wenn se dein Wille ist,
    Mich singen zu lassen.

    Wenn es dein Wille ist,
    Wenn es eine Wahl gibt,
    Lass die Flüsse sich füllen,
    Lass die Hügel frohlocken,
    Lass deine Gnade überfließen
    Auf all diese brennenden Herzen in der Hölle.
    Wenn es dein Wille ist,
    Uns gesund zu machen.

    Und zieh uns nah heran
    Und binde uns fest,
    All deine Kinder hier,
    In ihren Lumpen aus Licht,
    Alle aufgedonnert,
    Und beende diese Nacht,
    Wenn es dein Wille ist.

    Wenn es dein Wille ist.

    Danke - Coopysnoopy ...


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    There Is a War - S!art|photography


    There Is a War - Leonard Cohen from sylvan lanken on Vimeo.



    Music video by Lily Lanken and Sylvan Lanken. Commissioned in 2010 by Lorca Cohen and Darin Klein as part of a reimagined version of Leonard Cohen's 1974 album New Skin for the Old Ceremony.

    THERE IS A WAR

    SONGTEXT ÜBERTRAGUNG

    Es herrscht Krieg zwischen den Reichen und den Armen
    Ein Krieg zwischen dem Mann und der Frau
    Es herrscht Krieg zwischen denen, die sagen das Krieg herrscht
    Und denen, die sagen das keiner herrscht

    Warum kommst du nicht zurück zum Krieg?
    Das ist richtig, mach mit!
    Warum kommst du nicht zurück zum Krieg?
    Es geht erst los

    Nun, Ich lebe hier mit einer Frau und einem Kind
    Die Situation macht mich irgendwie nervös
    Ja, ich erhebe mich aus ihren Armen, sie sagt:
    "Ich vermute du nennst dies Liebe, Ich nenne es Dienst"

    Warum kommst du nicht zurück zum Krieg?
    Sei kein Tourist
    Warum kommst du nicht zurück zum Krieg?
    Bevor es uns schadet

    Warum kommst du nicht zurück zum Krieg?
    Lasst uns alle nervös werden

    Du kannst nicht ausstehen was ich geworden bin
    Du musst den Gentleman bevorzugen, der ich davor war
    Ich war so leicht zu besiegen, ich war so einfach zu kontrollieren
    Ich wusste nicht mal, dass ein Krieg herrscht

    Warum kommst du nicht zurück zum Krieg?
    Sei nicht beschämt
    Warum kommst du nicht zurück zum Krieg?
    Wir können immer noch heiraten

    Es herrscht Krieg zwischen den Reichen und den Armen
    Ein Krieg zwischen dem Mann und der Frau
    Es herrscht Krieg zwischen links und rechts
    Ein Krieg zwischen schwarz und weiß
    Ein Krieg zwischen gerade und ungerade

    Warum kommst du nicht zurück zum Krieg?
    Hebe deine kleine Bürde auf
    Warum kommst du nicht zurück zum Krieg?

    Lasst uns alle quitt werden


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  • 08/04/16--14:28: Dance by Munch & Cohen
  • S!NED!art: dance




    Edvard Munch: Dance of Life, 1900


    Leonard Cohen: Dance Me To The End Of Love
    Edvard Munch: Dance Of Life

    Deutsche Songtext-Übersetzung


    Tanz' mit mir, zeig mir deine Schönheit
    Bei feurigem Geigenspiel
    Tanz' mit mir durch meine Panik
    Bis ich wieder sicher beieinander bin
    Heb' mich empor wie einen Olivenzwelg
    Sei meine Taube auf dem Heimflug
    Tanz' mit mir, bis die Liebe endet

    Zeig mir deine Schönheit
    Wenn niemand mehr zusieht
    Lass mich deine Bewegungen spüren
    Auf diese babylonische Art
    Zeig' mir nach und nach all das
    Von dem ich nur die Grenzen sehe
    Tanz' mit mir, bis die Liebe endet

    Tanz' mit mir zum Altar
    Tanz' immer weiter mit mir
    Führe mich ganz zärtlich
    Und lass es nicht enden
    Wir beide sind Diener unserer Liebe
    Wir sind beide ihre Herrschaft
    Tanz' mit mir, bis die Liebe endet

    Tanz' mit mir zu den Kindern
    Die in's Dasein wollen
    Tanz' mit mir durch den Vorhang
    Fadenscheinig von unseren Küssen
    Baue ein Zelt zum Schutz
    Auch wenn jeder Faden verschlissen ist
    Tanz' mit mir, bis die Liebe endet

    Tanz' mit mir, zeig mir deine Schönheit
    Bei feurigem Geigenspiel
    Tanz' mit mir durch meine Panik
    Bis ich wieder sicher beieinander bin
    Berühre mich mit bloßer Hand
    Oder deinem Handschuh
    Tanz' mit mir, bis die Liebe endet


    "Ich will jenen Ort erreichen, wo man frei ist von der Liebe, frei ist auch von Gott, frei ist von Liedern, und frei von der Politik. Ich versuche dorthin zu gelangen mit diesem Song "Tanz' mit mir, bis die Liebe endet" ...
    Leonard Cohen, Wien 11/05/88

    Mit einem Dankeschön an (C) Detlev Bölter für den Text

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    Wir suchen nach Wegen, wieder zu fühlen!

    Woher rührt unsere Sehnsucht 
    nach der Natur?
    Ein Gespräch 
    mit dem Naturphilosophen 
    und Biologen
    Andreas Weber






    WELT AM SONNTAG: Früher ging der Mensch raus, um Nahrung zu suchen. Was sucht er heute in der Natur?

    ANDREAS WEBER: Sich selbst, aber nicht sich allein. In der Natur will sich der Mensch als Teil in einem großen Zusammenhang erfahren. Er sucht nach Verbindung. Und in der Natur wird er sich seiner selbst im Ganzen bewusst.

    Man könnte auch den Eindruck gewinnen, dass er sich in der Natur nicht finden, sondern loswerden möchte, weil er die Nase ziemlich voll hat.

    Der Suchende weiß ja gar nicht immer, dass er sucht. Wenn jemand sagt, er brauche jetzt den Kick von fünf Tagen Wildwasser-Rafting, kann er doch eigentlich die Verbindung zur Natur suchen, selbst wenn ihm das gar nicht bewusst ist. Natürlich steckt in diesem auch statistisch nachweisbaren Drang nach draußen die Suche nach etwas anderem. Aber dieses Andere ist nicht unbedingt der Zivilisation oder der Technik entgegenzusetzen. Tatsächlich ist es die Suche nach Lebendigkeit. Wir suchen authentische Erfahrungen und wollen uns selbst spüren. Das ist etwas, das wir uns in einer Welt der Kontrolle aberkannt haben. Es ist aber nicht so, dass das allen, die rausgehen, klar wäre. Man könnte es mit einer psychopathologischen Störung vergleichen: Da ist jemand, der kann nicht richtig fühlen, will aber fühlen und sucht nach Wegen, um zu fühlen. Diese Wege sind nicht alle geradlinig. Aber es gibt eine Triebkraft, wirklich sein und Wirklichkeit erfahren zu wollen.

    In Ihrem Buch „Enlivenment“ beschreiben Sie unsere Wirtschaft und unser Arbeitsleben als Produkt einer „Ideologie des Toten“. Was meinen Sie denn damit?

    Die grundlegende Idee unserer Zivilisation ist, die Welt zu verstehen, indem wir sie in einzelne Bauteile zerlegen. Unsere zwei großen Erklärungssysteme funktionieren so. Die Wirtschaft ist die Verteilung von Objekten nach Effizienzkriterien. Und was wir uns unter Naturgeschichte vorstellen, ist ähnlich: Hier wirkt von außen mutmaßlich objektiv die Selektion. Sie sortiert die Gene wie ein Verfahrenstechniker Software-Module. Wir haben es also ausschließlich mit kleinen, nicht fühlenden Bauteilen zu tun, die es vorteilhaft zu arrangieren gilt. In diesem Modell aber kommt alles, was wir als Leben kennen, überhaupt nicht vor. In unserer Weltbeschreibung ist das Lebendige, wie wir es kennen und erfahren, ausgelöscht. Und das tut nicht nur weh, das ist auch nicht die Wirklichkeit.

    Bild aus der Werkstatt der Lippischen Kunstmaler-Dynastie Pfenningschmidt (Düsseldorf - Bad Salzuflen) - Repro und Verfremdung: S!
    (Original hängt bei uns an der Wand ...)


    Wie kann man denn draußen in der Natur Lebendigkeit erfahren? Was muss man dafür tun?

    Zuerst einmal muss man hingehen. Der Weg ist nicht mal unbedingt weit. Natur ist schon der Mohn, der am Kantstein des Gehwegs blüht. Grundsätzlich hilft es, Dinge zuzulassen, Planung und Kontrolle aufzugeben. Sich einzulassen und sich treiben zu lassen. Eine Landschaft der Kontrolllosigkeit kann man schon in seinem eigenen Garten herstellen. Plötzlich erscheinen Pflanzen und Tiere, die da scheinbar gar nicht hingehören. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass Nachbarn darauf mit der Angst vor Kontrollverlust reagieren.

    Verglichen mit Power-Rafting ist das unaufwendig. Dabei rüsten wir uns für eine Wanderung nicht selten wie für eine Everest-Besteigung und fahren mit SUVs durch die Stadt, als durchquerten wir die Wüste. Ist unsere Natursehnsucht manchmal vielleicht nur Theater?

    Das SUV als Unterpfand der eigenen Naturnähe – ja, das gibt es. Aber unsere Natursehnsucht ist kein Theater. Das Gefühl ist real. Die Frage ist: Wie gehen wir damit um? Wie benennen wir es? Und welche Namen hat unsere Gesellschaft dafür? Sie hat nämlich keine! In unserem offiziellen Diskurs ist eine solche Natursehnsucht reine Sentimentalität, Albernheit oder Projektion. Wenn man sich aber entsprechend rüstet – ausrüstet –, ist das schon weniger sentimental. Wenn meine Naturerfahrung darin besteht, dass ich die Eigernordwand begehe und mir vorher das entsprechende Equipment besorge, habe ich das unerlaubte sentimentale Bedürfnis rationalisiert und gerettet. Dann geht es wieder um Effizienz. Dann ist Natur etwas Bezwingbares. Aber darum geht es in der Tiefe gar nicht.

    Das heißt, wir betreiben Extremsport, um unsere Gefühle zu verbergen?

    Genau. Auf der Suche nach dem Fühlen gelingt es uns doch wieder nur, das Fühlen zu verdrängen. Das ist wie jemand, der sich nach einer erfüllenden Liebe sehnt, den Partner in der Beziehung aber nur zur Selbstverleugnung zwingt. Das ist tragisch. Aber diese Tragik rührt daher, dass wir als Gesellschaft beschlossen haben, eine Dimension unserer eigenen Existenz – nämlich unsere schöpferische, nach Verbindung suchende Lebendigkeit – nicht mehr anzuerkennen.

    Hat sich unser Verhältnis zu Landschaft, Tieren und Pflanzen verändert,seit wir das Bewusstsein haben, im Anthropozän, im Zeitalter des Menschen, zu leben?

    Das ist die spannende Frage. Über den Begriff des Anthropozäns diskutieren wir ja erst seit ein paar Jahren. Die wichtigste Erkenntnis dieses Epochenbruchs ist, dass der Dualismus Natur gegen Kultur
    nicht mehr funktioniert – und nie funktioniert hat. Alles Natürliche ist immer schon kulturell verstanden. Und gleichzeitig hat alles Kulturelle eine wilde Seite. Das Ende dieses Dualismus zu verkünden ist natürlich eine fantastische Botschaft. Aber wir müssen die Welt verteidigen gegen eine
    Totalübernahme durch die Kultur.

    Gehört zu dieser Totalübernahme auch die Nachhaltigkeitspolitik des grünen Projekts? Windkraft-und Solaranlagen? Rutenhirsefelder so weit das Auge reicht?

    Ja, auch. Das Gegenstück zur Erlösung des Menschen durch Kontrolle ist die Idee der Verschmelzung
    des Menschen mit der guten Natur. Das ist für viele die heimliche Triebkraft des grünen Projekts. Dazu gehört beispielsweise auch die Idee, dass Nationalparks menschenleer sein müssten. Dass Natur überhaupt menschenleer sein müsste. Dass Natur vor dem Menschen geschützt werden müsste. Sie sehen: Da haben wir die gleiche Spaltung – bloß von der anderen Seite. Das ist die Dialektik der grünen Aufklärung. Die einen sagen: Die Natur steht unserer Erlösung im Weg, deshalb müssen wir sie beherrschen. Die anderen sagen: Natur ist unsere Erlösung, deshalb müssen wir ihr blind folgen. Dabei vergessen beide, dass es nichts Heiles, sondern nur Gebrochenes gibt. Gerade der Umweltschutz hat heute etwas Museales. Es geht ihm um Reinheit: Die Exponate müssen heil bleiben. In der Natur gibt es aber nur permanente Veränderung, auch katastrophale Veränderung.

    Ist das vielleicht das dunkle Geheimnis des grünen Projekts: Dass man sich eine Natur ohne Tod wünscht?

    Beide Seiten wünschen sich eine Wirklichkeit ohne Tod. Das grüne Projekt wünscht sich die Erlösung vom Tod durch die heilenden Kräfte der Natur. Und das technokratische Projekt wünscht sich die Erlösung vom Tod durch die Kontrolle der Natur. Und beide Projekte verstehen nicht, dass Lebendigkeit heißt, dass der Tod das Tor ist, durch das die Schöpfung eintritt.

    ================================================

    INFO 

    Andreas Weber

    Biologe & Philosoph 

    "Alles fühlt" hieß das Buch, mit dem er bekannt geworden ist: Andreas Weber, 1967 in Hamburg geboren, hat in Berlin, Freiburg, Hamburg und Paris Biologie und Philosophie studiert. In seinen Arbeiten macht er sich, so der Untertitel seines Buches „Biokapital“, für die „Versöhnung von Ökonomie, Natur und Menschlichkeit“ stark. Sein grundlegender neuer Essay „Enlivenment“ (Matthes & Seitz, 12 €) ist zunächst im Auftrag der Heinrich-Böll-Stifung entstanden. Andreas Weber lebt in Berlin.


    aus WELT AM SONNTAG, Nr. 32 | 07.08.2016





















    da spricht der Mensch plötzlich von "romantik 2.0" - kauft sich die zeitschrift "landliebe" ein, die es mittlerweile auf eine millionenauflage gebracht hat, rennt auf die nächste gartenmesse auf irgendeinem schlosshof ganz in der nähe, kocht vegetarisch und vegan, kauft dafür die zutaten im bio-laden "direkt vom erzeuger" ... - und fährt am wochenende 200 km auf der autobahn, um 2 tage ein bisschen "grün" zu erhaschen - und sich den "wind um die nase wehen" zu lassen: die natur ist wieder beim menschen angekommen: schulbauernhöfe, tierparks erleben einen boom ...

    für mich ist diese entwicklung kein buch mit sieben siegeln: das ist nach meiner empfindung die antwort auf diese sitzfleischproduzierende theoretisiererei, auf die abstraktion, auf die algorithmen, auf die vorherseh- und vorhersagbarkeiten der digitalen technik - und das starren auf bildschirm und smartphone und tablet und die 250 "likes" bei "facebook" - die mich aber nicht berühren, die ich nicht fühlen kann ... - und ein ganz klein wenig ist es die umkehr vom "technik-boom" - von "immer größer - immer höher - immer schneller - immer härter - immer weicher - immer glatter" - zuwachs auf deubel komm raus - und eine abkehr von der "masse" - vom bad in der menge - vom rudel - von der kolonne - von jubel-trubel-heiterkeit hin zu innerlichkeit, achtsamkeit und authentizität ... - mal sehen, wieviel dauersitzplatzkarten die bundesligavereine in 5 jahren absetzen - bei der allmählichen übersättigung und dauerberieselung um den fußball und drum herum ...: stattdessen: "die gedanken sind frei" - und "das wandern ist des müllers lust" ... - "schaun mir mal" ...

    nur das gegenständliche, die natur, gibt mir das haptische, damit ich es noch "be-greifen" kann - nur in der natur, wo jedes osterfeuer brav angemeldet werden muss, könnte ich noch ein "kartoffelfeuer" bruzzeln, mit den aufgespießten knollen an einem stöcksken über der flamme und im beißenden rauch ...

    neulich habe ich hier im blog von byung-chul han berichtet, der sich als philosoph an allem "glatten" oder "geglätteten" reibt: das leben, die natur der lebenslauf, sie sind ja nicht glatt, sie weisen brüche auf, katastrophen, ungenauigkeiten - und alles geglättete wird plötzlich entlarvt (frau hinz, herr von und zu...., frau schavan ...), weil es einem "zu glatt" dahergeht ...

    wir müssen wieder fühlen, schnuppern, schmecken, sehen, konfrontiert werden, anstoß nehmen, anstoß geben, anstößig sein, profil gewinnen, in tatsächliche augen blicken - lernen mit unseren sinnen, wir müssen sie in der natur schärfen und trainieren - wo sonst ... ???

    und die natur - sie ist nicht von menschen gemacht und erdacht - sogar manches "hegen & pflegen" ist schädlich ... - die natur sind wir - und wir leben mit und in der natur - als schöpfung mitten in der botanik, mitten in der tierwelt: ein förster (siehe die bücher von peter wohlleben) weiht uns ein in das "geheimnis" der bäume und in das fühlen der tiere - einfach göttlich und genial ... S! 

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  • 08/10/16--02:37: 2 Frauen
  • My Lady D'Arbanville
    Jennifer Juniper

    ach wissen sie - bei all dem herzschmerz um uns herum höre ich gern mein gutes altes "radio caroline" oder "radio caroline flashback - oben auf "LISTEN" clicken" - mit all den songs, mit denen ich "groß" wurde - direkt online (googeln) ... - 
    und hier habe ich für heute - statt erdogan und putin und all dem gedöns - zwei frauen herausgesucht und bebildert: lady d'arbanville und eine frau namens jennifer juniper, an denen sich cat stevens und donovan abgearbeitet haben ... - und die bringen dann auch die knapp 15° außentemperatur locker auf 37° körpertemperatur ...


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    schaltungen und manipulationen zum sommerloch - bildquelle. corbis

    es gibt ja ganz verschiedene möglichkeiten über das "sommerloch" zu schreiben - vor allen dingen aber: das sommerloch zu füllen ... - ich hier versuche das sommerloch zu füllen, indem ich über das sommerloch schreibe: dieses jahr gilt es weniger nach entkrochenden schlangen oder irgendwelchen ungeheuern in baggerseen zu fahnden. dieses jahr sind es die "sicherheitslücken", die man allerorten aufspürt: bei bestimmten computerprogrammen, online-banking-aktionen oder auto-funkschlössern ... - und es gibt ja daneben als standardfüller alle 4 jahre wenigstens auch diese völlig unnützen und mit doping verseuchten wenig erfolgreichen olympischen spiele - diesmal trifft sich in rio "die jugend der welt" - 

    ich wenigstens stelle mir das so vor: da tüftelt eine junge gruppe von sich anbiedernden informatikstudenten aus dem in- und/oder ausland, die sich während der semesterferien etwas hinzuverdienen wollen, an verschiedenen aufgabenstellungen in den oben genannten zielgebieten - und - flupps - nach vielleicht 312 verschiedenen einstellungen und (fehl)schaltungen ist man dann gezielt schließlich fündig geworden - nun muss man die 311 vorherigen oftmals völlig blödsinnigen operationen am system rasch protokollieren: schon hat man die nächste meldung: "erhebliche sicherheitsmängel bei ..." -

    das funktioniert: und vor allen dingen müssen die großen firmen, die angesprochen sind, dementieren und/oder beteuern, dass sie die entdeckten mängel mit einem update schnellstens schließen werden - in live-schaltungen zu ihren pressevertretern oder in pressekonferenzen bei schnittchen und flüssigem - wobei ihre markennamen des öfteren im redaktionellen fließtext ohne jede werbegebühr - aber ja vielleicht mit irgendwelchen pr-tantiemen - mehrfach mitgenannt und eingestreut werden müssen - oder eben in der tagesschau oder in der "aktuellen stunde" ... toll - das funktioniert glänzend - und neben der tatsächlich extra dafür hervorragend gemachten "bus-tour" als pausenfüller bewähren sich diese "sicherheitslücken" ganz prima ...

    das nächste sommerloch - das durch globale dorf gejagt wird ...

    ein weiterer pausenclown - oder pausenfüller - ist je nach lesart der jeweilige stallwache-schiebende minister im ansonsten parlaments-leeren berlin: wie in jedem jahr gibt minister de maiziere hier die presseverlautbarungen - und gibt, einmal alleingelassen, immer den rambo, den haudegen, den fels in der brandung und den mann für's grobe - zumeist spricht er auch über horrende sicherheitslücken in der burkatragenden deutschen bevölkerung, beschwichtigte vor 3 jahren in der nsa-affäre  - und gibt nun dem hochbelasteten polizeiapparat die ehre, den man nun nach erfolgtem massiven abbau bis weit unter die schmerzgrenze (wegen der "schwarzen null") nun rasch wieder aufrüsten will (eigentlich zwar ländersache - aber es gibt ja auch noch die bundespolizei) - und dann muss man sich mit der csu abstimmen wegen der bundeswehr im polizeieinsatz im terrorfall - oder doch - nicht ...(merken sie, wie da ganz raffiniert auch mit der vorher geschürten terror-"grundangst" in der bevölkerung operiert wird ... - übrigens ein markenzeichen von horst seehofer) ... 

    und damit testet man dann gleichzeitig die demoskopie mit den meinungsforschungsinstituten und schiebt ihnen die millionen in den hals, wie solche extremvorstellungen denn in der bevölkerung ankommen oder geschluckt werden - ob das ein paar zehntel prozentpunkte mehr oder weniger bei der nächsten sonntagsfrage bringt - und worüber also dann auch wieder lang und breit im sommerloch berichtet werden kann - auf allen kanälen - allen medien - hoch und runter - mit live-schaltungen ins gähnende "nichts" - und: "gut - dass wir mal drüber gesprochen haben" ... auch damit profilieren sich die parteinamen und parteirepräsentanten - positiv oder negativ - was in der populistisch aufgeheizten stimmung von otto-"normal"-bürger sowieso völlig egal ist ...

    oder da gibt es pünktlich zum sommerloch den fall hinz: da deckt man endlich nach jahren - warum jetzt auch immer - einen gefälschten lebenslauf auf, von dem ja schon länger irgendwer außer frau hinz gewusst haben muss, denn sie sagt ja jetzt mit ihrem aller aufrichtigsten herzen: "ich habe das niemandem erzählt" ... - und da muss man ihr einfach glauben - wir haben ihr schließlich immer alles geglaubt ... -

    und dann dreht sie - wahrscheinlich auch mit hilfe von pr-managern oder anwälten (da weiß man dann spätestens auch, wofür sie ihr vieles geld noch unbedingt benötigt ...) - ganz rasch den spieß einfach um - das nennt man dann wohl das "täter-opfer-bäumchen-wechsel-dich-spiel" - das viele frauen (und natürlich auch männer) oft im wahrsten sinne des wortes mit der muttermilch eingeimpft bekamen: frau hinz, die ihre partei und ihre wähler und den souverän des volkes, nämlich das parlament, jahrelang betrogen und belogen hat ("die lüge war da, aber gleichzeitig so weit weg"... - originalton hinz) - postuliert sich nun als opfer - als schutzlos "ausgelieferte", die "einen rest an würde 'verdient' habe" - ja - "verdient" hat sie gesagt - und auch wohl gemeint, denn "die ärzte bestimmen, wann ich mein bundestagsmandat niederlege" (weil sie ja in stationärer behandlung ist, und scheinbar für diese zeit entmündigt wurde ? ... - warum bei einem solchen ernsten gesundheitszustand die westdeutsche zeitung aber ein interview mit ihr führen kann, bleibt schleierhaft ...) - aber schon einen tag später heißt es - wieder mit einigen zeilen im gähnenden sommerloch - dieser von ärzten zu bestimmende zeitpunkt sei nun der 31.08.2016 - also nicht etwa schon heute - und das geld für diesen monat "wolle sie spenden" ... - tja - ob dieser betrugsfall mit schreiender nicht endenwollender ansage endlich damit erledigt ist ??? - wer weiß - und manche menschen meinen tatsächlich, deutschland sei doch keine bananenrepublik ...

    im sommerloch ist alles möglich: ein paar fuder bananen ins loch:

    ein loch ist im sommer, karl-otto - karl-otto - ein loch ist im sommer - im sommer - ein loch --- dann stopf es - oh (henry - oder sonst wer ...) - mach es dicht ...!!!




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    three apples on tree XXL= CLICK HERE


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    wenn die magie überhand nimmt ... - S!art - XXL= click here


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    tja - da fragt die unsägliche sibylle berg nach kunst und den künstlern in der politik in ihrer spiegel-kolumne - und fragt gleichzeitig, ob das überhaupt die aufgabe der kunst sei, politik zu kommentieren ...
    also - ich mache das des öfteren, schon weil der zeitgeist, wozu ja die politik wohl zählt, irgendwie das schaffen und die schaffenskraft und kreativität beeinflussen - wenigstens bilde ich mir das ein ...

    und ich lebe auch mit - mit dem zeitgeist - und kann ihn nicht - wie manche journalist-Innen - einfach "neutral" kommentieren ... - ich kann mich da nicht heraushalten - denn ich bin ja immer teil des ganzen.


    faltige frau mit schleier - click here
    vor einigen tagen habe ich das bild einer verschleierten frau mit falten hier gemalt - und nun habe ich mir - auf anraten von herrn de maiziere und anderen - die gleiche frau noch mal vorgenommen: diesmal mit burka-verschleierung - und das empfinde ich als politische einmischung ... - eben weil das der inneminister zu einem politischen thema gamacht hat - mit seinem verbotsgefasel:

    ich meine dazu - warum macht man nicht die krawatte von ministern ebenfalls zum thema: denn wer lang hat - lässt lang hängen: ist ja eine durchaus auch erotische bekleidung - die krawatte als solches (man denke nur an den brauch zu weiberfastnacht, wenn man die krawatte den männern einfach mit der großen schere ... - schnipp-schnapp -) und der muselmane trägt übrigens selten krawatte ... also - wenn burka-verbot - dann auch krawatten-verbot - das ist meine meinung als mann, der nie krawatten trägt außer bei beerdigungen vielleicht ... - aber da reicht auch oft ein schwarzes t-shirt ...S!
    die ästhetik der verhüllung - eine antwort auf minister de maiziere - christo und seinerzeit jeanne claude lassen grüßen... - S!NED! art - XXL = click here





    vom inneminister erlaubte "ganzkörper"-verhüllung: der reichstag mit "burka" 1995 - von christo und jeanne claude bewerkstelligt -
    foto: volz


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    Ohne Kommentar - hier wie in SPIEGEL-de. gefunden weitergegeben:




    Ich bin ja nun ein paar Tage hier, besser gesagt: Ich bin zurück.
    In Brasilien durfte ich im Jahr 2000 mein erstes internationales Beachvolleyballturnier spielen, damals noch auf dem großen Feld:
    9 x 9 Meter.
    Seitdem hat sich so einiges getan in dieser Stadt, in der ich nach der Schule mit wenig finanziellen Mitteln die ersten Trainingslager absolviert habe.
    Wer einmal hier in Rio war, der kann es vielleicht nachvollziehen dass ich zu Rio und Brasilien, dem Mutterland meiner Sportart,eine besondere Beziehung habe.
    Endlich bei den Olympischen Spielen angekommen, war zunächst einmal alles neu für mich. Im International Broadcasting Center (kurz: IBC) wäre ich ohne Claus Lufen, der mich das ein oder andere mal an die Hand genommen hat (auch während des Kommentierens , komplett verloren gewesen.
    So begann also die Woche mit einem großen Spagat zwischen Vorberichterstattung Beachvolleyball und Mitgestaltung/Moderation des Formats "Brinkst Du's" welches 8x in der ARD Highlightsendung läuft.
    Nun ist im Beachvolleyball die Vorrunde gelaufen und ich fühle mich als wenn ich schon 3 Monate hier wäre. Ich glaube das liegt insgesamt an dem krassen Auf und Ab welches diese Olympischen Spiele mit sich bringen. Emotional durchlebe ich hier eine Achterbahnfahrt.
    Rio und die Olympischen Spiele schlagen mit ihrer vollen Wucht zu und lassen mich teils verzweifeln und trauern. Sie erfreuen und rühren mich aber zu Gänsehaut auf der anderen Seite.
    Bei jedem Spaziergang zu diesem wunderschönen Beachvolleyballstadion am Fuße des Zuckerhuts und vielen intensiven Gesprächen mit Claus Lufen, der hier einen super Job macht, wird mir bewusst wie sehr dieses Propagieren von Werten von Seiten des IOC zur Farce wird und die Welt belogen wird.
    Ein paar Beispiele:
    Erinnert ihr euch noch an die Message aus der Eröffnungsfeier:
    Der grüne Gedanke-wir müssen mehr auf diesen Planeten aufpassen-wir haben nur eine Mutter Erde...
    Ein sehr wichtiges Thema und die Welt war begeistert und überrascht über den Mut dieses Thema bei Olympischen Spielen zum Leitthema zu machen.
    Leider ist die Realität eine andere:
    Ich sehe hier in Sachen der Organisation nicht den Hauch eines Ansatzes dieses Gedankens. Nein, in brutaler Verschwendung von Ressourcen laufen die Busse der Mediashuttles auf Parkplätzen ohne Fahrer und Gäste stundenlang heiss - Abschalten, nein, dann wäre es zu warm beim Einsteigen! Kein Witz: Im Regen,bei 13 Grad Aussentemperatur!
    Man darf vom IBC zu den TV-Studios eine Strecke von 400 Metern nicht zu Fuss gehen, da man hier 2 Akkreditierungszonen überschreitet, dafür muss (!) man ein Auto nutzen!
    Klimaanlagen laufen im brasilianischen Winter im Pressebereichen auf Hochtouren und auch wir Beachvolleyballer:
    Brauchen wir für die Produktion der Gruppenspiele diese Heli-Cam? 14 Stunden Helikopterflug pro Tag für 1,5 Sekunden Bild pro Spiel? Plastiktüten, Licht, hier gilt: Immer raus damit...
    Dass das IOC in Sachen Glaubwürdigkeit und Vermittlung am Boden liegt, sollte jedem mittlerweile klar sein. Woran sich dies darstellen lässt:
    Ein Libanese weigerte sich mit Israelis gemeinsam in einem Bus zu sitzen. Kein Kommentar des IOC dazu.
    Erinnert ihr euch noch an den Trauerflor mit dem die Norweger bei den Olympischen Spielen in Sochi gestartet sind, es gab eine Rüge vom IOC. Begründung: Wir wollen keine politischen Spiele...
    Im Schwimmen wird die Dopingsünderin Jefimowa, von allen Konkurrentinnen geschnitten, es wird nicht gratuliert. Dieser 200m Schwimmwettbewerb war nicht nur eine Demonstration der Ablehnung von gedopten (russischen) Sportlern, sondern auch das Bild von olympischen Wettkämpfen der Zukunft, in denen Athleten sich untereinander nicht mehr über den Weg trauen...
    Wofür brauchen wir dann Olympische Spiele?
    Wenn ich mehrfach beobachte, wie sich (trotz gut funktionierender Metro und Olympiclane) die teils sehr übergewichtigen, sicher nicht mehr sportreibenden, hohen Herren des Weltsports in ihren "fetten" Limousinen durch die Stadt fahren lassen und dazu Strassensperren errichtet werden, dann ist dies leider die hässliche Fratze von Olympia.
    Und dennoch habe ich viel Freude an Olympia. An dem reinen Sport, immer mit dem Hintergedanken und der Hoffnung das alles sauber ist.
    Olympia zieht mich immer wieder in seinen Bann. Doch es tut so weh mitzuerleben wie Schindluder an dieser schönen Idee betrieben wird.
    Bom Dia!
    Julius



    7.6K




    Quelle: SPIEGEL.de

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    ei-ei-ei: kurz vorm rührei in der natur ... - XXL: click here
    irgendwie hat diese arbeit etwas von "platsch": eben wie ein spiegelei mitten auf die blume geplumpst - und rundum etwas fahl das licht - aber vielleicht so auch passend zu den gewählten farben ...

    verlorene eier, pochierte eier, spiegeleier - oder der berühmte niederländische "uitsmijter" - der "platsch"-rausschmeißer, so würde man das wohl vom niederländischen ins deutsche übersetzen - wenn man nicht gleich "strammer max" sagt: doch der ausdruck "strammer max" wurde um 1920 im sächsischen mit der bedeutung „erigierter penis“ gebildet und anschließend auf das einfache kneipengericht aus mischbrot, einem oder zwei nicht umgedrehten spiegeleiern auf rohen schinken übertragen, wohl weil es ein besonders „kräftigendes“ belegtes Brot ist ... so weiche eier standen nämlich in dem ruf, der männlichen potenz zuträglich zu sein - also so etwas wie ein bio-viagra ... - warum man in deutschland seit 100 jahren auf eine solche bedeutung kommt - im niederländischen jedoch "rausschmeißer" dazu sagt ... - das bekomme ich nun "semantisch" nicht so auf die reihe - vielleicht weil der niederländer nach dem genuss des "uitsmijters" rasch zu seiner frau nach hause wollte - oder weil ihn der bar-türsteher nach einem solchen genuss tatsächlich rausschmeißen musste, um seine erwachte umtriebigkeit zu beenden... - aber vielleicht auch - ganz unerotisch - weil es nach durchzechter nacht bei bedarf als letztes essen zum abschluss aus der kneipenküche rasch noch gereicht werden konnte - oder so ähnlich ...

    ich erinnere fallengelassene flugeier von flugenten im flug in den comic-geschichten von walt disney oder fix & foxi, die dann auch als spiegelei in der natur landeten ... S!

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  • 08/16/16--13:43: wer rastet - rostet

  • wer rastet - rostet ...

    foto: g. funden: click here


    Gesundes Leben: Lob des Liegens

    Eine SPIEGEL.de-Kolumne von Margarete Stokowski (click here)

    recht hat sie, die maggy stokowski, dass sie auf das "gesunde liegen" hinweist - als alternative zu jogging, marathon, allgemeine bewegungsübungen und warming ups - eben um gesund zu leben - und das durch und durch schädliche sitzen zu überwinden.

    aber es sei eine kurze entgegnung eines notorischen sportabstinenzlers erlaubt: im altenheim hört man oft den zynischen satz aus berufenem und oft zahnlosen mund: "ich soll mich hinlegen und mehr schlafen ...??? - liegen und schlafen kann ich noch lang genug, wenn ich gestorben bin ..." - und daran ist ja auch etwas ... ich finde liegen und den mittagsschlaf ausgesprochen sympathisch - heißt es doch schon im 14. kapitel des markusevangeliums in vers 18: "und als sie bei tische lagen und aßen, sprach jesus: ....": und trotzdem - alles mit maßen - auch das liegen: denn - alles hat seine zeit: gehen hat seine zeit, stehen hat seine zeit, sitzen hat seine zeit (manche menschen sitzen natürlich viel zu lange ein: aber auch "lebenslänglich" hat seine zeit ...), joggen hat seine zeit, walken hat seine zeit, liegen hat seine zeit, (ar...)kriechen hat seine zeit, essen hat seine zeit, verdauen hat seine zeit - ...

    .... frei nach: prediger/kohelet kapitel 3 - aus der bibel - die verse:
    1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: 2 geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; 3 töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; 4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; 5 Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; 6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; 7 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.
    9 Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.
    10 Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. 11 Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. 12 Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. 13 Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.
    kurz & gut: man kann auch alles übertreiben ...: maßhalten und ausgewogenheit nach den ureigensten persönlichen kriterien und normen schaffen die allerbeste gesundheit - ohne dem ständigen schlechten gewissen und dem ewigen schielen nach der angeblichen super-fitness mit allem pi-pa-po der nachbarn von gegenüber -  und auch aus der apothekenzeitung lassen sich wunderbare wurfschwalben basteln - zum lustigen hinterherlaufen und auffangen ...S!

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    click here



    aber der kunde damals hat ja tatsächlich dieses porträt nicht angenommen und deshalb auch nicht abgenommen - und mich damit in meinem atelier und all den investierten kosten nach 15 intensiven sitzungen sitzen lassen  - ja - nur weil er meinte, er sei nicht so gut "getroffen" worden - dieser kunstbanause der ...

    dabei ist die arbeit selbst ihm - dem auftraggeber - wie aus dem gesicht geschnitten - aber ihm fehlt der blick - der blick - der kreative blick - ihm fehlt das eintauchen ...

    als beweis: fototechnische
    original-abbildung
    des auftraggebers, der sein
    porträt nicht abgenommen hat
    also in so ein porträt muss ich natürlich ganz tief eintauchen - quasi bis ins gehirn durchtauchen - und hinein mit all den windungen in den ostereierfarben dort
    um diesen eigenständigen charakter zu erfassen ... ich muss mich einlassen - mich selbst verlieren - um in tiefer empathie der andere zu werden ...
    aber ich dachte - das wäre längst allgemeingut draußen in diesem unserem lande: kunstbetrachtung ist immer ein sich-selbst-loslassen-können - um sich im gegenüber neu aufzufinden ...

    ich hoffe nur - liebe(r) betrachter(in) - dir gelingt dieser spagat aus dem hier und jetzt - gleichzeitig ins transzendente virtuelle ...
    und du erkennst: just in dieser bildgebenden datei spiegelt sich dein alter ego wider ...

    im porträt eines menschen liegt nichts als die wahrheit - die einzige wahrheit überhaupt - wenn sie verstehen was ich meine ... S!


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  • 08/18/16--12:36: der reiher

  • ... lern vom reiher mancherlei ... - S!NED!|photography - XXL = click here



    Der Reiher
    Wenn spazieren geht der Reiher,
    Denkt er über manches nach:
    Ob sich's besser fischt am Weiher
    Oder besser noch am Bach.
    Endlich hat er sich entschlossen,
    Geht zum Weiher hin und fischt,
    Und da weilt er unverdrossen,
    Bis er einen Fisch erwischt. 
    Warten, das versteht er prächtig,
    Langeweile kennt er nicht;
    Was er tut, er tut's bedächtig,
    Und Geduld ist seine Pflicht. - 
    Willst du irgendwas erringen,
    Lern vom Reiher mancherlei,
    Und Geduld vor allen Dingen
    Bestens dir empfohlen sei. 
    August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

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    "die ich rief, die geister / werd ich nun nicht los." - S!|kritzel|graphic


    Plan: Kreuzung von Mensch und Tier

    Tagesthema: 
    US-Behörde könnte Forschung finanziell fördern. Kritiker stellen moralische Fragen


    Miami (AFP). Forschungen, bei denen Tier-Embryos mit menschlichen Zellen versehen werden, könnten in den USA künftig staatlich gefördert werden. Das sieht ein Vorschlag der US-Forschungsbehörde NIH vor, der in den nächsten Wochen öffentlich diskutiert werden soll. Während die Befürworter auf einen Durchbruch bei der Erforschung von Alzheimer, Parkinson oder Unfruchtbarkeit hoffen und mit solchen "Chimären" Organe züchten wollen, verweisen Kritiker auf komplexe moralische Fragen.

    Demnach sollen künftig Forschungsprojekte finanziert werden, die menschliche Stammzellen in Embryonen bestimmter Tierarten einschleusen - darunter auch Projekte, die das Tiergehirn mit menschlichen Zellen substanziell modifizieren. 

    Welche Aktivitäten konkret gefördert werden, soll ein interner Steuerungsauschuss überwachen. "Ich bin zuversichtlich, dass die vorgeschlagenen Änderungen es der Forschergemeinde des NIH ermöglichen, dieses vielversprechende Forschungsgebiet verantwortungsvoll nach vorne zu bringen", erklärt Carrie Wolinetz, NIH-Direktorin für Wissenschaftspolitik. 

    Noch vor einem Jahr hatte die US-Behörde ein Moratorium über solche Forschungsprojekte verhängt, weil sie als zu kontrovers galten. Manche Experten reagieren alarmiert auf den Sinneswandel: "Stellen wir uns vor, wir hätten Schweine mit menschlichen Gehirnen, die sich dann fragen, warum wir an ihnen experimentieren", sagt der Wissenschaftler Stuart Newman vom New York Medical College. "Und wenn wir Menschenkörper mit Tierhirnen haben, heißt es "Naja, sie sind keine echten Menschen, wir können Versuche an ihnen vornehmen und Organe entnehmen?." Er fürchtet, seine Warnungen könnten ungehört verhallen. "Die Leute gewöhnen sich allmählich daran." Andere verweisen auf die Chancen: "Wenn wir Schizophrenie, Alzheimer und Depression weiter erforschen wollen, können wir nicht einfach an den Gehirnzellen von lebenden Menschen mit diesen Krankheiten experimentieren", erklärt Robert Klitzman, der den Masterstudiengang Bioethik an der Columbia University leitet. Der NIH-Vorschlag sei ein "großer Schritt in die richtige Richtung mit gewaltigem Potenzial, Millionen Menschen zu helfen".

    Felszeichnung von sogenannten "Reptos"/Reptilienmenschen aus dem "Gilf Kebir" (Ägypten) - einem 8000 qkm großen heute wüstenähnlichen Felsplateau ...

    Trotzdem fordert er, auch Ethiker in das Kontrollgremium zu berufen. "Mit menschlichen Gehirnzellen müssen wir vorsichtig sein. Was wir nicht wollen, sind Mäuse oder Schimpansen, die plötzlich menschliche Eigenschaften haben. Das schafft enorme moralische Probleme."

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    Forschungsstand
    Menschliche und tierische Zellen werden schon seit Jahrzehnten gemischt, etwa wenn Wissenschaftler menschliche Tumore in Mäuse einsetzen und Herzklappen von Schweinen und Kühen in Herzpatienten.
    "Diese Art Forschung wird in den USA seit vielen Jahren betrieben, und weltweit ist es ohnehin gängig", sagt der Medizinethiker Samuel Packer von Northwell Health in New York. 
    © 2016 Neue Westfälische
    03 - Bielefeld Süd, Freitag 19. August 2016



    Bild aus: Sebastian Münster: Cosmographei. Basel, 1558. - Unterschrift: ""Wundersame Völker Indiens" - coloriert von S! ...


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    Mensch-Tier-Kreuzung

    Geht gar nicht

    Viktoria Bartsch | NW


    Mischwesen aus Tier und Mensch sorgen bei vielen Menschen für Angst. Zu Recht. Die Grenze zwischen Mensch und Tier würde verschwinden. Und das geht gar nicht.

    Forscher argumentieren, sie könnten irgendwann möglicherweise Krankheiten wie Alzheimer, Depression oder Schizophrenie mit Hilfe der Kreuzung des Erbgutes von Mensch und Tier heilen. Vielleicht. Aber selbst wenn es ihnen gelingen würde: Das Risiko, dass jemand sein Wissen missbraucht oder dass es ungewollt zu Ziegen mit menschlichen Gesichtern oder zu Affen mit menschlichen Gehirnen kommt, bleibt.

    Wenn Genforschung, dann mit klaren Regeln, hohen Sicherheitsstandards - und eindeutigen Grenzen. Zum Beispiel verspricht die neue Methode Crispr bei der DNA-Forschung zumindest weniger ungewollte Mutationen, weil keine artfremde DNA zum Einsatz kommt. Doch diese Methode ist im Vergleich zu den herkömmlichen so einfach, dass manche Experten schon deshalb vor Missbrauch warnen.

    Auch wenn es Forschern gar nicht darum geht, neue Lebewesen zu erschaffen, würden Kreuzungen aus Mensch und Tier die Gesellschaft vor immense Herausforderungen stellen und eine Vielzahl von rechtlichen und moralischen Fragen mit sich bringen. Nicht alles was geht, muss auch gemacht werden. Und nicht alles darf erlaubt sein.


    viktoria.bartsch@ihr-kommentar.de | © 2016 Neue Westfälische 


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    die idee ist ja uralt - schon in zigtausend jahre alten höhlenbildern und felszeichnungen wurden sogenannte "chimären" - (wesen: halb mensch - halb tier) - zumindest fantasiert oder sogar abgebildet - das weiß man nicht so genau ... und heute leben diese fabelwesen in fantasy-spielen, in comic-figuren, und in der horror-/science-fiction-film-scene - und natürlich sind die mythen um graf dracula und seine spezies aus dem nahen rumänien nicht zu vergessen ...

    die alten höhlenzeichnungen veranlassten viele zumeist fantasiereiche amateur-forscher nun dazu, anzunehmen, dass es als vorläufer auf die sich entwickelnden humanoiden (menschen)rassen mehrere durchgangsstadien und "urahnen" gibt - und nicht nur den affen ... - und dass das alles in zig millionen jahren sich bewerkstelligt hat - eben als immerwährende schöpfung in der entwicklung, woran ich ja als christ auch glauben kann: gottes schöpfung hört nimmer auf.

    rekonstruktion eines 
    theropoden - wiki
    dazu nur: die lieben kleinen vögelchen und auch die größeren gefieder waren ehemals raubdinosaurier (theropoden) aus der gruppe der maniraptora,
    die wahrscheinlich nicht ganz so "süß" ausschauten ...

    insofern sind die neuesten geplanten heiklen forschungen in wirklichkeit vielleicht kein schritt nach vorn - sondern eher viele  - vielleicht dumme - schritte zurück - "zurück in die zukunft", wie mal ein fantasy-/science-fiction-filmtitel lautete ... - und der mensch in der wissenschaft und der damit verbundenen machbarkeits-verblendung fühlt sich so stark, dem ollen darwin und dem noch olleren lieben gott ins handwerk zu pfuschen ... - und da werden die gängigen - vielleicht in wirklichkeit durch eine unachtsamkeit oder dummheit auch selbstgezüchteten derzeitigen haupt-krankheiten (krebs, schizophrenie, alzheimer und depression) als grund ins feld geführt, um mit solchen hanebüchenen forschungen dann "vielleicht heilende forschungen am halb-mensch-halb-tier-hirn durchführen zu können" - doch wehe dem: der olle goethe dichtete schon so weitsichtig in seinem "zauberlehrling": "die ich rief, die geister / werd ich nun nicht los."(s.u.)

    die kommentatorin oben bemängelt, dass bei einer chimären-züchtung 
    "die grenze zwischen mensch und tier verschwinden würde" - und das ginge gar nicht ...: aber zum teil und zum glück wird ja auch mit einer völlig entgegengesetzten argumentation diese vielleicht ja künstlich gezogene grenze durchlöchert (wie alle grenzen überhaupt entspringt auch diese grenzziehung ja nur der menschlichen einordnungswut - "unter ihm" natürlich als die "gottgegebene krone der schöpfung") - nämlich wenn ich nur an die augenblicklich populären bücher von peter wohlleben denke: "das seelenleben der tiere" und "das geheime leben der bäume" ... - denn an ein seelenleben im tier glaubt auch jeder gute christ - und betrachtet seine umwelt als belebt und als gleichberechtigte gefährten des menschen ... - und von daher schon verbietet sich ein herumexperimentieren mit leben als "material" - vom menschen gemacht ...

    so kann's nämlich kommen: dass diese ausgeburten dann diese welt übernehmen: und so ein wenig sind wir ja schon im moment in einer "trainings-phase" für ein solches szenario: mit diesen unpolitischen aber populistischen ego-"monstern" wie donald (!) trump und dem britischen außenminister johnson (hat schon mal jemand von dem etwas gehört ...?), oder den herren erdogan und orbán - und den le pens und mijnheer wilders oder der derzeitigen polnischen regierung, mit herrn putin und herrn poroschenko und dem herrn assad und all den arabischen herrscherhäuser-söhnen, mit den is-dschihadisten, al-qaida, den taliban, mit herrn netanjahu und seinen schwarzbau-siedlern und permanent-zündelern - wenn die alle zusammen in dieser welt das sagen bekommen, dann sind wir ja - das kann man sich leicht ausmalen - von einem historischen tohuwabohu nicht weit entfernt - und dann werden diese oben gefürchteten und dann gezüchteten chimären recht bald kommen, denn wer will diesem "machbarkeits-wahn" dann noch einhalt gebieten ... 
    fazit: die atom-bedrohung dieser welt ist längst von einer ur-menschlichen ego-bedrohung durch ungebremste machbarkeits-wahnideen abgelöst worden bzw. wurde ihr an die seite gestellt - und wahrscheinlich ist das tausendmal gefährlicher - weil wir es nicht mehr mit dem "gleichgewicht der kräfte" bezähmen können: die kreuzung jedenfalls von mensch & tier kann rasch zur kreuzigung von mensch & tier und aller lebewesen werden - bis dahin aber: lebt wohl ... schönes wochenende: S!
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    und zur erinnerung: 

    Der Zauberlehrling

    Hat der alte Hexenmeister
    sich doch einmal wegbegeben!
    Und nun sollen seine Geister
    auch nach meinem Willen leben.
    Seine Wort und Werke
    merkt ich und den Brauch,
    und mit Geistesstärke
    tu ich Wunder auch.

    Walle! walle
    Manche Strecke,
    daß, zum Zwecke,
    Wasser fließe
    und mit reichem, vollem Schwalle
    zu dem Bade sich ergieße.

    Und nun komm, du alter Besen!
    Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
    bist schon lange Knecht gewesen:
    nun erfülle meinen Willen!
    Auf zwei Beinen stehe,
    oben sei ein Kopf,
    eile nun und gehe
    mit dem Wassertopf!

    Walle! walle
    manche Strecke,
    daß, zum Zwecke,
    Wasser fließe
    und mit reichem, vollem Schwalle
    zu dem Bade sich ergieße.

    Seht, er läuft zum Ufer nieder,
    Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
    und mit Blitzesschnelle wieder
    ist er hier mit raschem Gusse.
    Schon zum zweiten Male!
    Wie das Becken schwillt!
    Wie sich jede Schale
    voll mit Wasser füllt!

    Stehe! stehe!
    denn wir haben
    deiner Gaben
    vollgemessen! -
    Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
    Hab ich doch das Wort vergessen!

    Ach, das Wort, worauf am Ende
    er das wird, was er gewesen.
    Ach, er läuft und bringt behende!
    Wärst du doch der alte Besen!
    Immer neue Güsse
    bringt er schnell herein,
    Ach! und hundert Flüsse
    stürzen auf mich ein.

    Nein, nicht länger
    kann ichs lassen;
    will ihn fassen.
    Das ist Tücke!
    Ach! nun wird mir immer bänger!
    Welche Miene! welche Blicke!

    O du Ausgeburt der Hölle!
    Soll das ganze Haus ersaufen?
    Seh ich über jede Schwelle
    doch schon Wasserströme laufen.
    Ein verruchter Besen,
    der nicht hören will!
    Stock, der du gewesen,
    steh doch wieder still!

    Willst am Ende
    gar nicht lassen?
    Will dich fassen,
    will dich halten
    und das alte Holz behende
    mit dem scharfen Beile spalten.

    Seht da kommt er schleppend wieder!
    Wie ich mich nur auf dich werfe,
    gleich, o Kobold, liegst du nieder;
    krachend trifft die glatte Schärfe.
    Wahrlich, brav getroffen!
    Seht, er ist entzwei!
    Und nun kann ich hoffen,
    und ich atme frei!

    Wehe! wehe!
    Beide Teile
    stehn in Eile
    schon als Knechte
    völlig fertig in die Höhe!
    Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

    Und sie laufen! Naß und nässer
    wirds im Saal und auf den Stufen.
    Welch entsetzliches Gewässer!
    Herr und Meister! hör mich rufen! -
    Ach, da kommt der Meister!
    Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister
    werd ich nun nicht los.

    "In die Ecke,
    Besen, Besen!
    Seids gewesen.
    Denn als Geister
    ruft euch nur zu diesem Zwecke,
    erst hervor der alte Meister."

    Johann Wolfgang von Goethe


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    S!NED!|art: Aylan Kurdi (3) - Wasserleiche am Strand von Bodrum

    S!NED!|art: Omran Daqneesh (5) - Rettung aus dem Bombenhagel in Aleppo






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     Bild-Ikonen Omran und Aylan – und die Frage nach der Macht dramatischer Fotos

    Das Bild des kleinen Omran geht um die Welt. Und wieder steht die Frage im Raum: Was kann diese neue Bild-Ikone, die den Syrienkrieg auf erschütternder Weise deutlich macht, überhaupt bewirken? Und ist es nicht bald schon wieder vergessen? Anders als vor einem Jahr, als der tote Junge Aylan am Strand des Mittelmeers gefunden wurde, gibt es in den Medien dieses Mal keine ethische Debatte.

    Ein kleiner Junge sitzt blutverschmiert und voller Staub von Bombentrümmern in einem Rettungswagen. Das Bild von Omran aus Aleppo geht um die Welt. Für den Krieg in Syrien ist es nach mehr als fünf Jahren und Hunderttausenden Toten ein Schlüsselfoto. Die Zeitungen heben es auf den Titel, im Internet verbreitet es sich rasant.

    Ähnlich war das im Spätsommer 2015, als das Bild des drei Jahre alten Aylan viele Menschen erschütterte. Seine Leiche wurde an einen türkischen Strand gespült. Der syrische Junge war einer von Hunderten von Flüchtlingen, die im Mittelmeer ertranken. Es wurde eines der Symbolfotos der Flüchtlingskrise – in dem Sommer, als Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren berühmten Satz sagte: „Wir schaffen das.“

    Was kann das Foto von Omran aus Aleppo bewirken? Sicher ist: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Sicher ist auch: Ein Omran allein kann den Krieg nicht stoppen.

    Der Medienethiker Alexander Filipović meint: „Es kann viel bewirken, weil es dem Leid ein Gesicht gibt.“ Es erhöht aus seiner Sicht den Druck in der Öffentlichkeit und könnte der Politik einen Schub geben.

    Die ethische Debatte um Omran ist anders als bei Aylan. Der Junge aus Aleppo wurde aus den Bombentrümmern gerettet, er hat überlebt. Bei Aylan wurde diskutiert, ob man ein totes Kind überhaupt so zeigen darf. Ist das respektlos? Nimmt es ihm seine Würde? Dass der chinesische Künstler Ai Weiwei das Bild des ertrunkenen syrischen Flüchtlingsjungen später am Strand einer griechischen Insel nachstellte, fanden manche ziemlich daneben.

    Die Bilder aus Aleppo entstehen generell nicht ganz zufällig. Medien-Aktivisten suchen Motive mit dem Ziel, ikonische Bilder zu schaffen. Sie wissen sehr genau um die Wirkung, die von den Aufnahmen ausgehen kann. Im Fall von Omran war es das oppositionelle Aleppo Media Center, das am Mittwochabend nach einem Luftangriff ein Video aufnahm. Der Fotograf Mahmud Raslan war dabei.

    Natürlich löse das Bild von Omran Mitleid aus, sagt Marion Müller, Professorin für Massenkommunikation an der Jacobs University Bremen. Aber es sei eine zweischneidige Sache: „Ein einmal gesehenes Bild können wir nicht löschen.“ Es bestehe die Gefahr der emotionalen Abstumpfung.

    Anders als im Sommer 2015, als es bei den Toten im Mittelmeer eine offensichtliche Möglichkeit zum Handeln gab, könne es diesmal eine Ohnmacht auslösen, nach dem Motto: „Wir schaffen es eigentlich nicht. Die Welt ist schlecht, wir können nichts tun.“ Wichtig ist für sie, dass die Medien das Bild nicht wie jedes andere Pressebild behandeln, sondern in einen genauen Kontext setzen – und dabei nicht „leidenspornografisch“ und voyeuristisch sind.

    Bilder von Kindern: Das löst oft große Emotionen aus. So war es vor Jahrzehnten bei den Hungerbäuchen von afrikanischen Kindern, auch als Biafra-Bäuche bekannt. Berühmt ist das Bild der neunjährigen Vietnamesin Kim Phúc, die nackt vor einem Napalmangriff flieht. Es wurde 1972 ein Symbol für das Grauen des Krieges in Vietnam.

    „Schockbilder erwecken Aufmerksamkeit und rütteln wach“, sagt Rudi Tarneden, Sprecher von Unicef Deutschland. „Aber sie überfordern oft auch und erzeugen Abwehr und Angst.“ Auf die Spendenbereitschaft hätten sie daher wenig Einfluss. „Als Hilfsorganisation zeigen wir Bilder, die dokumentieren, wie trotz schwierigster Situationen Kindern geholfen werden kann.“

    Gibt es sie also, die Macht der Bilder? Sie ist begrenzt, sagt Karen Fromm, Professorin für Fotojournalismus in Hannover. Im täglichen Mediengeschäft würden die Bilder des Tages zuvor leider schnell von immer wieder neuen eingeholt.

    Die Problematik solcher Aufnahmen sei, dass sie für die unterschiedlichsten politischen, kommerziellen und religiösen Zwecke funktionalisiert würden. Auch bei dem „unendlich traurigen“ Bild von Omran sieht Fromm diese Gefahr. Und: „Es geht nie nur darum, dass etwas gezeigt wird, sondern immer auch darum, wie, wann, warum und wo etwas gezeigt wird und wer es zeigt. Und, was eben gerade nicht gezeigt wird.“


    Text: Caroline Bock | DPA - MEEDIA


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    Und mir (69) hilft dann - und wann - auch die Gewissheit, dass dieser mit Dreck und Blut verkrustete Omran wenigstens noch lebt - wo ich heute erfahren habe, dass sein 10-jähriger Bruder seinen Verletzungen im Bombenhagel in Aleppo erlegen ist  - und deshalb habe ich für sie dieses Lied aus Mendelssohn-Bartholdy's "Elias"-Oratorium: "Denn er hat seinen Engeln befohlen" ... dazumontiert - und bitte - tut das nicht als meinen Beitrag für eine Art "Leidenspornographie" ab... (s.o.) 

    Ich denke, "Leidenspornographie" soll wohl übersetzt heißen: "das Leiden extra - ganz besonders brutal zur Schau - in den Mittelpunkt stellen" - mit allem Ekel und aller Gewalt, die das auch auslösen kann - also nochmal einen draufsetzen - und sich daran ergötzen - und nicht genug davon bekommen - also ganz schön krank und daneben ... - 

    Das Wort "Leidenspornographiehabe ich doch tatsächlich oben im Artikel heute zum ersten Mal gelesen und gehört und gegoogelt ... - und dann muss ich mich bei solch neuen Begriffen immer reflexartig selbst bespiegeln - bin ich davon etwa auch infiziert ...??? Hänge ich zu sehr im "Leiden" fest - und zu wenig in dem Sinn und der Tat meines Lieblingswortes: "heilfroh" - für das ich auch die Wortpatenschaft beim Verein für Deutsche Sprache übernommen habe - und stelle ich diese vielleicht zu radikale "Einseitigkeit" hin zum "Leid" mit den Bildern oben noch einmal besonders zur Schau? Ist das etwa eine neue innerpsychische "Spur" für mich .. ???

    Nun erforsche ich ja seit 30 Jahren das "Euthanasie"-Opfer-Schicksal meiner Tante Erna Kronshage (s.d.) - und habe fast 40 Jahre mit und bei zum Teil mehrfach- und schwerstbehinderten Menschen - ja - sogar Kindern - gearbeitet - und da frage ich mich, ob ich wohl besonders anfällig bin für diese oben gemeinte "Leidenspornographie" - eben auch wenn ich mich anrühren lasse von so ein paar medial ausgelutschten Bildchen mit Wasserleichen und blut- und staubverkrusteten kleinen Jungen ... Ich bin sogar überzeugter Kriegsdienstverweigerer aus der frühen Ära vor 50 Jahren - alles für manche sicherlich wohl eindeutige Indizien für einen viel zu weichgespülten Warmduscher - ein Weichei wie er im Buche steht - in Sport immer ne "fünf" gehabt - und deshalb vielleicht heimlich seit Jahren ein exzessiver "Leidenspornograph", der einfach nicht genug bekommen kann - vom Leiden in dieser Welt - und von allen Vorkommensformen und Verkommensformen dieses Phänomens ...- vom Leiden der Armen unter den Reichen - vom Leiden der Menschen im Krieg - und der nicht verdrängen kann - und der sich darauf einlässt, im Gegensatz zu den vielen Alltags-"Helden", die vor allem "Rührenden" und "Traurigen" vor Angst weglaufen und es weggrölen und es ersäufen... - als "Rückseite dieser Medaille" ...

    Ich frage mich - hat "Leidenspornographie" eigentlich schon als eigenständige psychiatrische Diagnose eine international gültige Registraturnummer und Einordnung in den Diagnosesystemen in den USA und Europa (diagnostisches und statistische Manual psychischer Störungen = DSM - Internationale Klassifikation von Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation = ICD) die ja gern immer mal wieder diese Manuale auffüllen, damit die Pharmazie entsprechende Gegenmittel "erforschen" und absetzen kann ...

    Nur - worunter leiden die Menschen - denen all das sowas von "am Ar..." vorbeigeht, die einfach sagen, lasst die Toten ruhen - und gegen Kriege in der Welt kann man doch nichts machen - und naja - Kinder - sind doch nur Kinder - nur wir hier wollen unsere Ruhe haben und Olympia gucken und die Kinder spielen draußen mit dem Handy - und gleich das Pokalspiel - und ne Wurst auf'm Grill umdrehen ... - un gutt is ... - leiden diese Typen an Alexithymie (bitte nachgoogeln) ???

    Ich wenigstens kann mir nun mal diese Welt nicht schöner malen als sie ist - obwohl ich auch viele Sonnenauf- und -untergänge und Wolken photographiere und bearbeite - genausowenig darf man ständig im Schlamm herumwühlen - ist klar ... - aber man muss sich von seiner Umwelt im Moment auch angemessen anrühren lassen - und vielleicht sogar langverdrängte "Familiengeheimnisse"lüften, um ernsthaft persönlichen Ballast zu bearbeiten ...: und das ist keine Pornographie sondern - für mich wenigstens - kann das Seelenerleichterung sein - hin zu diesem weiten und erleichternden Begriff: "heilfroh" ...S!





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  • 08/22/16--04:58: Seele & Spiele




  • Die XXXI. Spiele sind zu Ende

    Seelenloses Olympia

    Ein Kommentar von Ex-Präses Alfred Buß


    Seit Melbourne 1956 bin ich dabei, erst am Radio, bald am Fernseher, nicht selten ging's bis in die Nacht. Nun ist Olympia wieder ad acta gelegt ...

    Großartig ist die olympische Idee: Rivalitäten austragen in sportlich-fairem Wettstreit, im Geiste von Völkerverständigung und Toleranz. Doch spätestens mit Rio wurde mir klar: Wer das noch so glaubt, der muss selber gedopt sein. Meine Begeisterung bekam einen deutlichen Knacks. Die olympischen Idee hat ihre Seele verloren.

    Viele Illusionen sind ja schon lange geplatzt. Dabeisein ist längst nicht mehr alles. Die olympischen Sportler stehen unter erheblichem Druck. Nur wer erfolgreich ist, wird oben bleiben und großes Geld verdienen. Schon wer Vierter wird, erringt nur die "Holzmedaille".

    Schon immer wird Olympia von der Politik vereinnahmt. Und auch Doping verzerrt die sportliche Fairness schon lange. Doch schienen das alles hereingetragene Probleme zu sein, die im Gegensatz standen zur olympischen Idee und ihrem Regelwerk.

    Aber jetzt stinkt der Fisch vom Kopf her: Doping ist für das IOC - und seinen Präsidenten Bach - offenbar zur lässlichen Sünde geworden. Ausgeschlossen von Olympia aber wurde Julia Stepanowa, die offenlegte, wie Staatsdoping geht. Ausgeschlossen wegen angeblicher ethischer Defizite.

    Der größte Verstoß gegen die olympische Idee ist jetzt wohl Zivilcourage. Die Botschaft an die Olympioniken ist klar: Klappe halten - oder ihr fliegt raus. Was hülfe es dem Menschen - so fragte Jesus, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? The show must go on.

    Für Rio 2016 wurden Zigtausende aus ihren Hütten vertrieben. Favelas mussten weichen. Brasilien bezahlt die Party aus Steuergeldern, den Gewinn aber streicht nicht das brasilianische Volk - den streichen andere ein. Die olympische Idee hat ihre Seele preisgegeben. Sie wurde verkauft. Die Welt gewinnen - aber die Seele verlieren. Das ist der Knackpunkt.

    Muhammad Ali bei Papst Johannes Paul II.


    1960 in Rom gewann ein 18-jähriger die Goldmedaille - als Boxer im Halbschwergewicht. An ihn will ich erinnern. Der weigerte sich, seine Seele preiszugeben. Wurde Boxweltmeister. Legte seinen Namen ab, der aus der Sklavenzeit kam. Wurde Muslim. Nannte sich Muhammad Ali. Verweigerte den Kriegsdienst in Vietnam. Verlor daraufhin die Box-Lizenz und alle Titel. Sollte gar ins Gefängnis. Und blieb doch unbeirrbar im Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte.

    Ex-Präses Buß
    Als er jetzt im Juni starb, verneigte sich die Welt vor ihm. Zehntausende säumten die Straßen von Louisville, als sein Leichnam durch seine Heimatstadt gefahren wurde. Die Menschen spürten: Hier hatte sich einer geweigert, seine Seele preiszugeben, zeitlebens. Auch Jesus hatte wohl seine Freude an ihm.

    Alfred Buß war von 2004 bis 2012 Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen mit Sitz in Bielefeld.

    © 2016 Neue Westfälische
    03 - Bielefeld Süd, Montag 22. August 2016



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    schön - dass alfred buß - unser ex-präses - sich am ende dieser ge- und verkauften olympischen "spiele" an muhammad ali erinnert, als jemanden, der nie seine seele verkaufte ... - 

    und dafür einstand, was seine überzeugungen waren: kriegsdienstverweigerer zu sein, wenn man schwergewichts-boxweltmeister ist, das wäre auch bei jeder prüfungskommission in deutschland seinerzeit bei einer verhandlung zur kriegsdienstverweigerung schwierig gewesen in allen motivnuancen zu übersetzen und darzulegen ...

    und den "sklavennamen" cassius clay sausen zu lassen, um als muslim muhammad ali weiterzuleben und weiter zu siegen, wäre ebenfalls heute in deutschland fast undenkbar ... - da hätte die sporthilfe und das sponsorentum bestimmt einwände geltend gemacht.

    was war das jetzt für ein aufschrei, als der diskuswerfer christoph harting sich bei seiner gold-siegerehrung nicht ganz konservativ regelrecht verhielt - und bei der hymne versuchte, vor freude zu tanzen und die melodie mitzupfeifen ... - seine "aktion" war die pure freude, das irgendwie paradoxe nichtwissen, wohin mit dem ganzen adrenalin - und sein überschießendes ego: ich bin ich - und was juckt mich schwarz-rot-gold - eine rein egoistische und völlig unpolitische veranstaltung ...


    vlnr: peter norman, tommie smith, john carlos -
    olympiasieger über 200m - 1968 mexico
    aber so etwas ist gerade 2016 im angesicht von afd und pegida und flüchtlingsstreit wieder ein sakrileg - obwohl wir ja aus den 68er jahren ganz andere aktionen - allerdings politischer natur - gewohnt sind: als die beiden schwarzen "black-panther" 200-m-läufer aus den usa, tommie smith und john carlos, bei den olympischen spielen in mexico-stadt aus protest gegen die unterdrückung der schwarzen beim abspielen der us-hymne bei der siegerehrung die schwarze handschuh-faust in die luft reckten - und mit gesenktem kopf ihren unmut ausdrückten ...: da lohnt es sich, mal in wikipedia dazu reinzuschauen: 
    Am Morgen des 16. Oktobers 1968 stellte der Sprinter Tommie Smith (USA) mit 19,83 Sekunden einen neuen Weltrekord auf und gewann die olympische Goldmedaille in dieser Disziplin. Der Australier Peter Norman wurde Zweiter und John Carlos aus den USA Dritter. Bei der Siegerehrung wurde die US-amerikanische Nationalhymne für Smith abgespielt. Carlos und Smith senkten die Köpfe und erhoben jeweils eine Faust, die mit einem schwarzen Handschuh bekleidet war. Smith trug ein schwarzes Tuch um den Hals, um den Schwarzen Stolz („black pride“) zu symbolisieren, Carlos trug die Trainingsjacke offen, um seine Solidarität mit den „blue collar workers“, den Arbeitnehmern, zu symbolisieren. Außerdem trug er eine Kette, um an „diejenigen zu erinnern, die gelyncht oder anders ermordet wurden, diejenigen, für die nie gebetet, derer niemals gedacht wurde. Für die, die man auf dem Weg nach Amerika über Bord geworfen hatte“. Alle drei, Smith, Carlos und auch Norman trugen Anstecker des Olympic Project for Human Rights (OPHR). Norman war ein Gegner von Australiens rassistischer White Australia Policy, und wollte so seine Solidarität zeigen. Norman war es auch, der vorschlug, Smith und Carlos sollten für den Protest ihre schwarzen Handschuhe teilen, nachdem Carlos sein Paar vergessen hatte.
    “If I win, I am American, not a black American. But if I did something bad, then they would say I am a Negro. We are black and we are proud of being black. Black America will understand what we did tonight.”
    „Wenn ich siege, bin ich Amerikaner, kein schwarzer Amerikaner. Aber wenn ich etwas Schlechtes mache, sagen sie, ich sei ein Neger. Wir sind schwarz und wir sind stolz darauf. Das schwarze Amerika versteht, was wir heute gemacht haben“
    – Tommie Smith
    ja - das ging schon eher an diese oben von buß beschriebene haltung muhammad alis heran, der zwar auch immer ein großmaul war - und der sich selbst am meisten feierte - aber dahinter stand immer eine große portion selbstmotivation und eine protesthaltung gegenüber dem damaligen "establishment", wo er selbst sich ja von ganz unten (er stammte aus ärmlichsten verhältnissen) nach ganz oben "geboxt" hatte - und vom ioc zum "sportler des 20. jahrhunderts" gewählt wurde ... 

    oder als fritz teufel im "hohen" gerichtssaal seine erheiternden aber trotzdem auch substanziellen verulkungen startete: 
    wieder aus wikipedia dazu: - Am 2. Juni 1967 wurde Teufel unter dem Vorwurf, einen Stein geworfen zu haben, während der Demonstration gegen den Schah Reza Pahlavi verhaftet und saß bis zum Verhandlungsbeginn im November in Untersuchungshaft. Während der Verhandlungen fiel Teufel vor allem durch – aus Sicht der Staatsanwaltschaft – respektloses Verhalten auf. Als er eine längere Stellungnahme abgeben wollte, wurde er vom Richter ermahnt, er möge nur Tatsachen vorbringen, die der Wahrheitsfindung dienten. Etwas später kam er dann der Aufforderung des Richters, sich zu erheben, mit der Bemerkung nach: „Wenn’s denn der Wahrheitsfindung dient.“ Dieser Satz wurde zu einem geflügelten Wort. Am 22. Dezember 1967 wurde Teufel freigesprochen.
    dagegen ist das herumwuseln des christoph harting bei siergerehrung und hymne und schwarz-rot-goldener flagge nur ein fliegenschiss - worüber sich aber auch schon alle welt mokiert ... 

    hymne mitsingen, hände an die hosennaht, auf die flagge starren während des hochziehens am siegermast, möglichst mit einer träne im knopfloch - und immer an die sporthilfe denken - und dankbar sein ... - unendlich dankbar ... 

    "in einem Land, in dem ein olympiasieger 20.000 prämie bekommt und ein "dschungelkönig" 150.000 €, sollte sich niemand über fehlende medaillen wundern", schrieb das frühere schwimm-as deibler (26) bei facebook. der kurzbahn-weltrekordler über 100 m lagen hatte seine karriere vor knapp eineinhalb jahren beendet... - und am nächsten "dschungelcamp" nimmt jetzt sogar diese gina-lisa lohfink teil und streicht sich dieses sümmchen ein ... (aus rechtlichen gründen: details zu der "nein-heißt-nein"-gallionsfigur lohfink - welch ein "seriöses" aushängeschild für eine so wichtige bewegung - bitte nachgoogeln) ...

    der präsident des deutschen olympischen sportbundes (dosb), alfons hörmann: "50 prozent mehr goldmedaillen - das ist nicht so schlecht." - aber: "wir haben in manchen bereichen probleme, das weltweit steigende niveau im spitzensport mitzugehen." in einigen fachverbänden habe das deutsche team die ziele "schlichtweg nicht ansatzweise erreicht"... 

    das ist nicht die rechnung eines wahren sportlers, sondern eher die eines zockers: mit wieviel einsatz heben wir was an prestige und ehre zurückbekommen ...

    bei einer solchen milchmädchenrechnung hat natürlich wieder der christoph harting recht, wenn er das "nationale" an seiner medaille zu verhöhnen versucht - in seiner paradoxen augenblicks-gefühlssituation: so wie manche menschen bei der beerdigung eines nahen verwandten eben laut loslachen müssen - ohne zu wissen warum ... 

    hat nun der christoph harting mit viel blut, schweiß und wohl auch tränen seine goldmedaille gewonnen - oder hat deutschland eine medaille mehr in der endabrechnung des herrn präsidenten hörmann ... ???

    noch ehrlicher wäre es, wenn der christoph nicht mehr mit der sporthilfe gesponsert würde, und auf eigene rechnung und eigenem trikot starten dürfte - ganz ohne dieses vermaledeite nationale gedöns und getue - denn grenzen und nationen sind von menschen erdacht und erstritten mit blut- und boden-kriegen ... - und bringen im sport dann "staats-doping" aus prestige-gründen und repräsentation-gier in extra-flügen und staatskarossen hervor ...

    christoph harting pfeift auf die hymne ... - foto: getty images|express.de

    für mich hat der christoph harting mehr von seiner seele in olympia eingebracht - als viele brave "schauspielerInnen", die sich verschämt beim klang der hymne das tränchen aus dem äuglein wischten - meine mutter hätte gesagt: "ist doch nur sport" ... 

    mit einer sportlichen leistung hat ein staat oder eine nation mit seinen attributen genuin nichts zu tun ... - die seele kann nur das individuum in seinen sport mit einbringen - keine flagge flattert einer seele voran ... - und stahlhelme oder flaggen auf särgen sehen für mich so etwas von komisch - ja "übergriffig" - aus ... S!


    und stahlhelme oder flaggen auf särgen sehen für mich so etwas von komisch - ja "übergriffig" aus





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  • 08/25/16--08:49: burka oder so ähnlich ...

  • S!art: Burka









     da macht man ja soviel aufhebens um die vielleicht 1000 frauen - "unter 80 millionen" - die in deutschland vielleicht mit einer burka herumlaufen:
    und dann sieht man den wald vor lauter bäumen nicht mehr:

    burkaähnliche öffentliche alltagsbekleidung in deutschland sind:


    • jede motorradfahrer-montur mit helm (weit mehr als 1000 "unter 80 millionen")
    • viele schauspieler - zirkusclowns
    • viele priester und geistliche im ornat
    • ordensschwestern
    • bundeswehr-soldaten mit helm und tarnfarbe im gesicht
    • viele karnevals-kostüme
    • sek-polizeibeamte im einsatz
    • windsurfer im neopren-anzug
    • feuerwehr und thw in speziellem einsatz
    • manche handwerker in schutzanzügen
    • frierende radfahrer(innen) mit schal vor dem mund
    • eishockey-spieler
    • sportrennfahrer im rennauto
    • viele geschminkte personen sind unerkennbar und haben mit ihrem passfoto nichts gemein ...

    burkaähnliche bekleidungen


    vielleicht fallen dir auch noch ein paar weitere beispiele ein ...

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