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  • 05/27/16--00:28: ich hab's


  • wie geht das: weise zu werden - urplötzlich das quietschen der welt erklären zu können - naturgeformte komplizierteste kristallstrukturen in langen mathematischen formelwegen zu berechnen ... wie ist das mit dem ausruf "heureka"(εὕρηκα)„ich habe [es] gefunden“ vom ollen archimedes, der unbekleidet und laut „heureka!“ rufend durch die stadt gelaufen sein soll, nachdem er in der badewanne das nach ihm benannte archimedische prinzip entdeckt hatte. 




    seitdem wird heureka als freudiger ausruf nach gelungener lösung einer schwierigen (meist geistigen) aufgabe verwendet und steht auch als synonym für eine plötzliche erkenntnis.

    S!NED!s traummühle
    da bricht augenscheinlich ein erkenntnis-lichtstrahl ins staubige dunkel des dahinvegetierens ...: plötzlich und unerwartet ...: eine idee, ein geistesblitz, ein plötzliches wissen wie es weitergehen kann - und auch alle atheisten und agnostiker, denen vielleicht so eine erleuchtung beschieden ist, spüren diese hereinbrechende lichte wärme von "irgendwoher" ... - und spüren einen hauch von erstaunen, ob dieser gnade - dieser urplötzlichen kraft aus dem nichts, die da belebt ...

    ja - da ist eine kraft auch außerhalb des muskelvolumens - eine uralte immerwährende kraft: die den vogel in die lüfte hebt, wenn er mit den flügen schlägt, und ein tonnenschweres flugzeug durch die wolken sausen lässt, die die knospe öffnet und das blatt entfaltet, und die eine gewisse würde in sich zeitigt - eine erhabenheit, die den stallgeruch oder den parfumduft der ewigkeit in sich trägt - je nach wahrnehmungsvermögen ...

    das ist das, was wir „leben“ nennen - diese qualität, die aus  „toter“ materie ein individuum gestaltet, mit eigenständig kreativen äußerungsmöglichkeiten: und da zeitigt sich jedesmal ein „auferwecken von etwas totem“: was eben dalag - bewegt sich plötzlich - die kälte erwärmt sich - ein impuls wird gesetzt - licht bricht in die dunkelheit - unter der eben noch faltigen haut ist plötzlich ein puls spürbar - es regt sich - es regt sich auf - es richtet sich auf ... hin zu den begriff-assoziationsketten:
    • richtung, 
    • rechten, 
    • gerecht, 
    • gericht, 
    • recht sprechen, 
    • es riecht, 
    • es stinkt, 
    • „etwas ist faul im staate dänemark“ - 
    • bei allem was recht ist ... - 

    eben alles das - womit wir uns unser geschenktes leben im allgemeinen so lebenslang vertreiben, wenn wir überhaupt spüren, das wir leben - und das wir in großer gnade in diesem moment leben dürfen - von jetzt auf gleich - kann das alles auch wieder ins dunkle atemlose nichts versinken ... S!

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  • 05/27/16--04:35: Hermann Stenner in Hamm
  • Hamm gratuliert Hermann Stenner zum 125. Geburtstag

    Hermann Stenner: "Spaziergang an der Eisenbahn" - click here

    Im März dieses Jahres jährte sich der Geburtstag des Bielefelder Malers Hermann Stenner zum 125. Mal. "Er wäre einer der besten Maler Deutschlands gewesen, wenn nicht der sinnlose verbrecherische Krieg seine Opfer geholt hätte", sagte der bekannte Künstler Willi Baumeister anerkennend über Stenner (1891-1914), der als 23-Jähriger im Ersten Weltkrieg fiel und in seinem kurzen Leben etwa 300 Gemälde und 1.500 Aquarelle und Zeichnungen schuf. 23 seiner Werke darunter farbintensive Ölgemälde und feinfühlige Arbeiten auf Papier sind ab Sonntag, 29. Mai, in einer Kabinett-Ausstellung im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm unter dem Titel "Happy Birthday, Hermann Stenner!" zu sehen. Unter ihnen ist auch das obige Bild "Spaziergang an der Eisenbahn" aus dem Jahr 1912, das aus der Sammlung des Bielefelder Kunstsammlers Hermann-Josef Bunte stammt, der noch weitere Bilder zur Schau beigesteuert hat. Weitere Werke stammen aus einer renommierten Privatsammlung sowie aus dem Eigenbestand des Museums. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 6. November im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm, Neue Bahnhofstr. 9. Öffnungszeiten: Di.-Sa. von 10-17 u. So. von 10-18 Uhr. Infos unter www.museum-hamm.de . Eine Stenner-Retrospektive mit rund 100 Bildern ist zudem bis zum 3. Juli im Museum Moderner Kunst Passau Wörlen zu sehen. Auch hier sind Werke aus der Sammlung Bunte zu entdecken. Infos: www.mmk-passau.de . - © 2016 Neue Westfälische - Foto: Gustav-Lübcke-Museum

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    abgewandelter katholikentagsbanner - unter verwendung eines fotos von Steve McCurry (afghan girl)



    im schlussgottesdienst des leipziger katholikentages, der unter dem motto stand: 
    "seht - da ist der mensch!"
    habe ich etwas gelernt:

    es ist unsinnig, immer von "flüchtlingen" oder "migranten" zu sprechen - allein diese begriffe grenzen aus, grenzen ab, exkludieren ...


    lasst uns deshalb doch einfach von "menschen" sprechen - oder - ganz christlich - von "brüdern & schwestern" - von "geschwistern":




    beispiele: 
    • im mittelmeer sind wahrscheinlich gerade 200 menschen etrunken;
    • rund 300 menschen kampieren derzeit vor der transitzone röszke (ungarn-serbien) in zelten und unterständen aus stöcken und decken, weitgehend sich selbst überlassen.
    • in verschiedenen übergangswohnheimen wohnen zu uns geflohene menschen ...
    • wir müssen den zu uns gereisten menschen wohnung, arbeit, schutz und inklusion gewähren - und  unverzüglich bereitstellen ...

    soweit mein aufruf zu einer neuen und angemessenen sprachkultur - zu neuen zeitgemäßen umarmenden und geborgenheit vermittelnden "sprachspielen" ...


    • Schafft angesichts der 100- und 1000-fach ertrunkenen Menschen im Mittelmeer, deren Opferzahlen wieder weiter anwachsen wird angesichts der immer neuen Stacheldrahtzäune an den Grenzen von Bulgarien, Ungarn, Serbien, Mazedonien, Griechenland, Österreich ... - 
    • angesichts der "geschlossenen" Balkanrouten sowie der Lagerzustände in Idomeni, Calais und Röszke u.a. und den Machenschaften des Erdogan-Regimes in der Türkei -
    • endlich "legale" und sichere Reise- und Einreisemöglichkeiten nach West- und Nord-Europa ... - und ent-bürokratisiert diese Leidenswege - hin zu neuen Lebenschancen für all diese Menschen, Kinder, Frauen, Männer - Alleinreisende und Familien - egal welcher Hautfarbe, Haartracht, Kopftücher oder Burka - egal welcher Religionen und Überzeugungen - 
    • und wendet gegen Verstöße gegen die guten hier geltenden Rechtsvorschriften konsequent die hier geltenden Rechtsvorschriften an - und weist überführte Täter schnurstracks wieder aus ...


    Warum ist das so schwer ... ???

    _______________________

    Und aus diesem besonderem Anlass noch einmal mein leicht modifizierter Aufruf vom November 2015: 

    click here


    Aus einem Interview zu der ZEIT-Serie "Grenzen""Warum fliegen wir sie nicht zu uns aus?"- Der Krisenhelfer Kilian Kleinschmidt über Menschen in Flugzeugen ... - DIE ZEIT, Nr. 47|2015, vom 19.11.2015 - S.14: 

    Kilian Kleinschmidt: 
    Ich habe eine Weile 
    mit der schwedischen
    »letthemfly«-Initiative 
    zusammengearbeitet,
    die dafür wirbt, 
    dass die Flüchtlinge 
    in Flugzeuge steigen dürfen. 
    Warum fliegen wir nicht besonders
    schutzbedürftige Menschen aus?

    ZEIT: 
    Warum nicht?

    Kleinschmidt: 
    Weil die EU die Fluggesellschaften
    verpflichtet hat, 
    den Rücktransport zu bezahlen
    – wenn jemand kein Asyl bekommt. 
    Deswegen nehmen sie niemanden 
    ohne Visum mit.
    Das ist zynisch. Wir sollten sichere, 
    legale Wege
    für Flüchtlinge, 
    aber auch für Arbeits- 
    und Ausbildungsmigranten 
    schaffen ...
    Kilian Kleinschmidt war 22 Jahre
    lang für das UN-Flüchtlingshilfswerk
    in Krisengebieten tätig.
    Zuletzt leitete er das größte
    Flüchtlingscamp von Jordanien

    click here

    Also - von wegen "Willkommenskultur" ... - Es ist nur eine winzige bürokratische Farce - weshalb Tausende Menschen und Auswanderer nicht einfach ausgeflogen werden: "Weil die EU die Fluggesellschaften verpflichtet hat, den Rücktransport zu bezahlen – wenn jemand kein Asyl bekommt".

    Und ich wiederhole mich - aber das ist ein einziger Skandal - dass man diese Verordnung nicht einfach kippt - dafür aber zigtausend Menschen im Mittelmeer in den Tod treibt ... Der Herr Schulz und der Herr Juncker - aber auch Frau Merkel herself - sie sind hier seit Monaten gefordert, nicht in irgendwelchen Polit- und Talkshows sich ein paar Krokodilstränen abzudrücken, sondern per "einstweiliger Verfügung" oder mit ähnlichen €U-justiziablen Entschließungen hier sehr sehr schnell Abhilfe zu schaffen ... Milliarden werden locker gemacht - die "offenen" Grenzen beschworen - aber das Flüchtlingsproblem wird nicht mit ein paar Kugelschreiberstrichen und dem gezielten Wurf in den Papierkorb endlich humaner geregelt.


    Ausriss aus einem Schiffsfahrplan Bodrum - Kos für
    Tagesausflüge (Beispiel aus dem Internet)
    Es ist doch ein Unding, dass von der türkischen Küste - zum Beispiel vom Touristenhafen von Bodrum, wo der kleine 3-jährige Aylan vor ein paar Wochen tot am Strand lag - große Passagier- und Autofähren für 17 €uro pro Person losschippern, um die Inseln Lesbos und Kos für touristische ausweispflichtige €U-Tagesausflügler anzusteuern - aber dass die Menschen aus Syrien und dem Irak, die (noch) keine EU-Papiere haben, sich am nächsten illegalen Strand 50 Meter weiter in ein altersschwaches Schlauchboot zwängen müssen - für horrende Überfahrtkosten an die Schlepper, Nepper, Bauernfänger vom IS - jawohl vom IS - wie kein geringerer als der CDU-Fraktionschef Volker Kauder schon vor 7 Monaten entsprechende Erkenntnisse öffentlich machte - um dann bei den typischen Unterwasserturbulenzen zwischen der felsigen Küste der Ägäis womöglich elendig zu ertrinken - wie eben der kleine Aylan von neulich und viele viele hunderte und tausende Andere auf ähnlich dubiosen Überfahrtswegen: Das nenne ich seit einigen Monaten hier im Blog schlichtweg einen "schleichenden Völkermord", der vor unseren Augen und mit unserem Wissen und mit dem Wissen der Regierung an jedem Tag verübt wird ...

    Ein Opfer der €U-Richtlinie 2001/51/EG: Aylan, 3, könnte noch leben ...


    Denn die €U-Richtlinie 2001/51/EG steckt dahinter - sie ist eine ganz subtil-effizient moderne Form von Stacheldraht und Todesstreifen und Wachturm - und irgendwie auch klatschnasser Todesstrafe ... Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan und dem Irak könnten viel sicherer per Flugzeug nach Deutschland kommen. Billiger wäre es auch - und die meisten von ihnen könnten ihren Flug sogar bezahlen, denn für die Schlepper vom IS zahlen sie jetzt das Vielfache ... 

    Eigentlich hat die Richtlinie 2001/51/EG den Zweck, illegale Einwanderung zu verhindern - aber für Asylsuchende gilt diese Regelung eigentlich nicht. De facto müssten zur Zeit die Airline-Angestellten am Schalter prüfen, ob der Fluggast die Voraussetzungen für die Einreise erfüllt. Damit ist dieses Bodenpersonal aber anscheinend überfordert - oder es hat entsprechende Weisung von wo und wem auch immer - und weil jeder Fehler für die Fluglinie teuer werden kann, gehen die Angestellten in den meisten Fällen kein Risiko ein: Wer kein Visum hat, darf eben nicht an Bord - basta - Schluss aus ...

    Wien, München, Frankfurt, London, Dublin, Reykjavik, Düsseldorf, Hamburg, Paris, Rom, Madrid, Berlin, Hannover, Amsterdam, Oslo, Kopenhagen und Stockholm - aber waru nicht auch Washington und New York wären ansonsten vielleicht die direkten hübsch verteilten Anflughäfen und zentralen Registrierungs- und Verteiler-Stellen in €uropa und Übersee ... - und wer weiterfliegen möchte nach Kanada, wie die Familie des kleinen Aylan es damals vorhatte - oder eben auch nach Großbritannien (!)... muss nicht in Calais auf einen Lastwagen klettern, um illegal durch den €urotunnel zu kommen - sondern wartet einfach auf den nächsten Flieger dorthin wohin er will [wenn nicht gerade die Piloten streiken, die ihn zu seinem Zielflughafen fliegen sollen ...] - kurzum: die Welt wäre vielleicht wieder ziemlich in Ordnung - und es gäbe allen etwas mehr Luft zum Atmen... - und wir hätten mehr Kraft uns dem IS mit mehr Nachdruck "zuzuwenden" ...


    Beten Sie mit mir jeden Tag darum, dass die EU-Verordnung 2001/51/EG endlich zerknüllt in den Papierkorb wandert ...  - und Menschen, die es wollen, uns mühelos und sicher erreichen - Bitte Vater - erhöre uns ...


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  • 05/29/16--09:33: Aufruf zur Revolution
  • S!art: AUFRUF ZUR REVOLUTION


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    Friedensreich Hundertwasser - tagesspiegel.de

    FRIEDENSREICH HUNDERTWASSER

    ÜBER DAS DURCH DIE GERADE LINIE ZERSTÖRTE PARADIES
     

    Ein Ökologe ohne schöpferisches Bewußtsein ist zum Scheitern verurteilt, genauso ein Künstler, der sich nicht den Gesetzen der Natur beugt.

    Die Welt hat sich nicht gebessert. Die vorausgeahnten Gefahren sind Wirklichkeit geworden. Indes werden, obwohl man noch nichts unternommen hat, meine weit zurückreichenden Warnungen heute endlich ernst genommnen. Aber es gibt noch immer keinen Rasen auf den Dächern, keine Baummieter, keine Wasserreinigungsanlagen durch Pflanzen, keine Humusklosetts, kein Fensterrecht, keine Baumpflicht. Die lebenswichtige Aufforstung der Stadt hat nicht stattgefunden.

    Was uns fehlt, ist ein Friedenspakt mit der Natur. Wir müssen der Natur die Territorien zurückgeben, die wir uns widerrechtlich angeeignet haben. Alles, was waagrecht ist, gehört der Natur. Alles, was von den Strahlen der Sonne berührt wird, alles worauf der Regen fällt, ist geheiligtes und unverletzliches Eigentum der Natur. Wir, die Menschen, sind nur Gäste der Natur.

    1952 habe ich von der Zivilisation des Bluffs gesprochen, von der wir uns befreien müssen, und ich als allererster. Ich habe von marschierenden grauen Menschenkolonnen gesprochen, die zur Nicht-Kreativität und zur Selbstzerstörung führen. Im selben Jahr habe ich die Bezeichnung »Transautomatismus« gebraucht, um den Weg aufzuzeigen, der über eine rationalistische Technokratie hinaus, hin zu einer neuen Schöpfung im Einklang mit der Natur führen könnte.

    1953 erkannte ich, daß die gerade Linie zum Untergang der Menschheit führt. Aber die gerade Linie ist zur absoluten Tyrannei geworden. Die gerade Linie ist etwas, was man niederträchtig mit Hilfe eines Lineals zieht, ohne nachzudenken und ohne zu fühlen, eine Linie, die in der Natur nicht existiert. Und diese Linie ist das verrottete Fundament unserer dem Untergang geweihten Zivilisation. Selbst wenn man an einigen spärlichen Plätzen erkannt hat, daß die gerade Linie zu einem schnellen Ende geführt hat, hat man ihre Programmierung fortgesetzt. 
    Die gerade Linie ist gottlos und unmoralisch. 
    Die gerade Linie ist die einzige unschöpferische Linie, die einzige Linie, die dem Menschen, der nach dem Bild Gottes geschaffen wurde, fremd ist. Die gerade Linie ist die verbotene Frucht. Die gerade Linie ist der Fluch unserer Zivilisation. Jede Konstruktion mit ihrer Hilfe ist totgeboren.

    Heute erleben wir den Triumph der rationalen Technik, und währenddessen befinden wir uns gleichzeitig vor dem Nichts. Ästhetische Leere, öde Gleichförmigkeit, kriminelle Sterilität, schöpferische Impotenz. Selbst die Kreativität ist vorfabriziert. Wir sind unfruchtbar geworden. Wir können nichts mehr hervorbringen. Das ist unser eigentliches Analphabetentum.

    Ich bin ein König. Ich habe mir selbst eine Krone aufgesetzt. Ich bin reich. Der Reichtum läuft mir nach. Es ist traurig, daß nicht ein jeder und alle ein reicher König sind. Man braucht sich nur selbst zu krönen und den Reichtum ringsumher wahrzunehmen. Aber um das zu tun, sind wir zu feige. Ich würde es vorziehen, in einem Tal mit reichen Königen zu leben als in einem Jammertal. So bräuchte ich nicht selbst ein König zu sein. Da ein jeder von Natur aus und ganz einfach schöpferisch ist, wird der Ort, an dem man sich befindet, zum Paradies, zum Königreich. Es ist also gar nicht nötig, lange zu laufen, um das künftige Paradies, das künftige Königreich zu erlangen, denn das Paradies, das ist nebenan beim Nachbarn.

    Quelle: http://www.hundertwasser.com/

    S!|art: Die gerade Linie ist gottlos und unmoralisch ...



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    Andy Warhols MM-Porträt im Pop|art-Siebdruck hat mich auch angeregt zu 3 solcher Pop|art-Bearbeitungen prominenter Persönlichkeiten der Zeitgeschichte:









    Warhol eröffnete der damaligen Kunstszene völlig neue Perspektiven: Durch seine Thematik der modernen Konsumgesellschaft mit all ihren Licht- und Schattenseiten ebnete er den Weg für die Pop Art (engl./amer.: „populäre Kunst”, auch “knallen, platzen”), die sich als Gegenbewegung der abstrakten Kunst, mit damals “angesagten” Künstlern wie Jackson Pollock und seinen “Action Paintings” verstand. Bei der Pop-Art werden vorgefertigte und scheinbar banale Alltags- und Gebrauchsgegenstände als Kunstobjekte mit schockierender Absicht reproduziert, sie stechen dadurch heraus (“pop”). Andy Warhols Werke haben eben diesen Charakter der Massenproduktion, da zu seinen bekanntesten Arbeiten seine unzähligen Siebdrucke, die zunächst auf Empörung stießen. Doch dank des wirtschaftlichen Aufschwungs und der beginnenden Kommerzialisierung der 50er Jahre wurde die Pop-Art mehr und mehr zugänglich für die Menschen. Doch machte er bald nicht mehr nur Dinge des Alltags zum Thema seiner Kunst, sondern kommerzialisierte bald auch Schicksale und schockende Momente, und präsentierte sie der Öffentlichkeit. 

    Das Siebdruckverfahern war ursprünglich ein Mittel der Werbeindustrie, von Warhol jedoch geschickt ausgenutzt: Eine Druckform, die aus einem auf einen Rahmen gespannten Sieb besteht, wird über einem Papierbogen angebracht. Die Areale, welche nicht drucken sollen, werden durch Wachs oder eine fotochemische Lösung abgedichtet. Trägt man nun die Farbe auf, erhält man das gewünschte Motiv auf dem zu bedruckenden Untergrund. Auf diese Weise war es Warhol möglich, Bilder „wie am Fließband” herzustellen, die jedes für sich paradoxerweise Unikate waren, da er, z.B. durch verschmutzte Siebe, nie ganz sauber arbeitete.

     Er experimentierte daneben mit den unterschiedlichsten Techniken und Ausdrucksformen, wie Zeichnungen, Film, Oxidation Paintings und sogar „Malen nach Zahlen”. Andy Warhols berühmteste Werke sind wohl seine Bilderserie „Desaster”, in welcher er sich künstlerisch mit dem Thema Tod auseinandersetzt, das Cover des Debütalbums der Band „The Velvet Underground” - eine abziehbare Banane, aber auch seine unzähligen Reproduktionen von Fotografien von Stars der damaligen Zeit. Das bekannteste Motiv unter ihnen dürfte Marilyn Monroe sein.

    Quelle: click here 


    Zu [ˈændi ˈwɔːɹhɔl]  - click here


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    Guter Rat ist gar nicht teuer:

    Zum dritten Mal ist Marco Reus also raus  - aber ...


    ... ich finde, auch ein "Blinder mit nem Krückstock" muss hier doch "einsehen", dass ein solches Körperverhalten von mehr herrührt, als von physischen Abnutzungserscheinungen und Belastungen oder Fehlstellungen und Überanstrengungen ...

    Der menschliche Körper ist eine Leib-Seele-Einheit - und jeder Symptomatik liegt deshalb meist auch eine seelische Ursache mit zugrunde...



    MR - Marco Reus Edition von Opel | Foto: Opel/MZ

    Zum Beispiel Marco Reus jahrelanges Autofahren ohne Führerschein - was neulich zufällig bekanntgeworden ist - war für mich wenigstens auch ein Fingerzeig darauf, wie der Marco augenscheinlich so "tickt" - nämlich auf einen Chrakterzug, der irgendwie "Unbequemlichkeiten" und theoretische Übungs- und Vorleistungen und abschließende Prüfungssituationen gern auch mal umgeht und ausblendet - und vielleicht auf eine zu schnelle und ungeduldige Adhoc-Bedürfnisbefriedigung beruht - und den Fans auch eine besondere "Schlitzohrigkeit" vorgaukeln soll - aber alles andere als "vorbildhaft" ist - und innerlich nur ein "schlechtes Gewissen" erzeugt ... - aber solche Menschen machen ihre Tore auch mal "mit der Hand Gottes" - und wissentlich aus dem "Abseits" ("wenn der Schiri nicht pfeift ... - selbst Schuld ...") ... - und werden dann auch noch gefeiert ...

    Ich kenne das zum Teil auch von mir selbst - und weiß deshalb wovon ich spreche ... - auch wenn sich das nach "Küchen-Psychologie" anhört: "Man nehme" ...

    Wenn Marco Reus sich diesen verschiedenen "Schatten" seiner Persönlichkeit tatsächlich und tiefgreifend stellen würde und sie aufarbeitet, wäre seine Ausfallanfälligkeit sicherlich entscheidend gemindert - aber dazu müsste das in diesem "Gewerbe"übermäßig vorhandene "Imponiergehabe" deutlich zurückgesetzt werden, und mehr Demut "ins Spiel" kommen ... - mehr persönliche Reife ...

    Hier sollte man neue übergreifende Konzepte diskutieren: Schmerzarzt, Psycho- und Physiotherapeut: Gemeinsam machen sie die Adduktoren und das Schambein stark ...

    Schmerzen im Schambein treten vermehrt bei Leistungssportlern, vor allem Fußballern, auf.

    Das Schambein ist Teil des Hüftknochens und begrenzt die Leistenregion sowie die Region der Geschlechtsorgane. Schmerzen im Schambein (Os pubis) betreffen häufig Sportler, können jedoch auch während einer Schwangerschaft oder auch im alltäglichen Leben auftreten.

    Ursachen

    Die Ursachen für Schmerzen im Schambein und der Adduktoren sind vielfältig und können zum Teil auch sehr geschlechtsspezifisch sein.

    Bei Sportlern kann eine Schambeinentzündung auftreten. Diese Entzündung sorgt für starke Schmerzen im Schambein und kann auf vielerlei Weise entstehen. Zum einen kann es bei starker Belastung des Schambeins, beispielsweise beim Fußball oder beim Sprinten, zu Mikrobrüchen im Schambein (Os pubis) kommen. Diese kleinen Risse (auch Ermüdungsbrüche genannt) sorgen keineswegs für eine Instabilität der kompletten Hüfte, sorgen aber dafür, dass starke Schmerzen im Schambein entstehen. Außerdem kommt es zu einer Neubildung von Knochen, um die kleinen Mirkoläsionen auszugleichen. Dabei kann es zu einer schmerzhaften aber nicht infektiösen Entzündung kommen. Wichtig ist es, bei solchen Schmerzen nicht weiter zu trainieren da die Entzündung auf die inneren Oberschenkelmuskeln (die sogenannten Adduktoren) oder sogar auf die Bauchmuskulatur übergreifen kann und dort noch stärkere Schmerzen verursacht.

    Durch präventive Maßnahmen können Sportler das Risiko einer Osteitis pubis reduzieren. Dazu gehören etwa adäquates Aufwärmen, Verbesserung der sportlichen Technik und medizinische Maßnahmen wie Dehnungsübungen der Adduktoren, Aufbau - und Stabilisierungstraining für die Bauch- und Rumpfmuskulatur. 
    Diese Maßnahmen sollten konsequent angewendet werden, auch wenn sie vom Sportler oft als "unbequem" bewertet werden.

    Psychische Probleme

    Psychische Probleme manifestieren sich bei manchen Menschen in körperlichen Symptomen. Wenn über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholt körperliche Symptome auftreten, für die trotz gründlicher ärztlicher Untersuchung keine neuen akuten medizinischen Ursachen festgestellt werden können, so könnte eine Psychosomatische Störung (d. h. psychisch verursachte körperliche Störung) vorliegen, die auch als Somatoforme Störung bezeichnet wird (d. h. Psychische Störung, die sich wie eine körperliche Krankheit äußert). Diese Störungen beeinträchtigen nicht nur die Befindlichkeit der Betroffenen sondern auch die sozialen Beziehungen und die Leistungsfähigkeit.

    psxcho-somatik S!art



    Die zugrunde liegende Psychische Störung, die in vielen Fällen durch chronische Anspannung, Überforderung und mangelnde Stressverarbeitungsfähigkeit ausgelöst wird, kann sich in Funktionsstörungen verschiedener Organe manifestieren bzw. somatisieren. Häufig zeigen sich Symptome des Verdauungssystems wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Beschwerden im Brustbereich wie z. B. Atembeschwerden, Schmerzen im Bereich des Herzens, im Genitalbereich, Schambein- bzw. Adduktorenschmerzen usw.

    Wenn in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Belastungen andauernde, schwere und quälende Schmerzzustände auftreten, die durch eine körperliche Störung nicht hinlänglich erklärt werden können, spricht man von einer Somatoformen Schmerzstörung. In deren Folge erfahren die Betroffenen häufig eine gesteigerte persönliche oder medizinische Hilfe und Unterstützung sowie zwischenmenschliche Zuwendung, durch die das Schmerzgeschehen in manchen Fällen nicht gelindert sondern aufrecht erhalten wird.

    Von einer Hypochondrischen Störung spricht man, wenn normale körperliche Vorgänge oder harmlose Symptome beharrlich als krank oder belastend empfunden oder als Anzeichen einer schweren fortschreitenden körperlichen Erkrankung interpretiert werden. Die Aufmerksamkeit dieser Menschen fokussiert sich ängstlich auf die vermeintlich kranken Organsysteme und hindert sie und häufig auch ihre Angehörigen an einer erfüllenden Lebensgestaltung. 

    Symptome, die sich körperlich manifestieren, haben also oft als Ursache eine psychische Problematik. Rüdiger Dahlke sagt, im Bewusstsein des eigenen Körpers liegt die Chance sich selbst zu verstehen, zu akzeptieren und von innen heraus stark zu werden – darum geht es. Dahlke gilt als Vordenker auf dem Gebiet der Psychosomatik und ist bekannt durch seine Theorien für ganzheitliche Krankheitsdeutung.

    Das sind 6 "Prüfungsfragen" an sich selbst zum Problemkreis "Hüftgelenk" - zu dem ja die Schambein-Enzündung zu zählen ist - aus "Krankheit als Sprache der Seele" von Rüdiger Dahlke

    In „Der Körper als Spiegel der Seele“ betrachtet er den Menschen vom Scheitel bis zur Sohle. Denn: Der Körperbau lässt seiner Meinung nach Rückschlüsse auf das Seelenleben zu. Was bedeutet ein breiter Unterkiefer? Und welche Rückschlüsse lassen lange Beine zu?

    Wer wissen möchte, wo seelische „Entwicklungspotenziale“ liegen, der sollte sich eingehend im Spiegel betrachten, den Dahlke im vorhält. Weg vom Zeitgeist-Ideal empfiehlt der Autor wohlwollende Selbstreflexion.

    Hier sollte man also an neue übergreifende Konzepte denken - wie schon gesagt: Schmerzarzt, Psycho- und Physiotherapeut: Gemeinsam machen sie das Schambein stark ...

    bild: planet.si


    Die Fälle von Norbert Enke, Sebastian Deisler, Breno, Trainer Rangnick usw. zeigen, dass auch Fußballer nur Menschen sind, die sich dem stellen sollten, wie sie denn tatsächlich "ticken" (müssen) in diesem brutalen "Geschäft" ... S!

    unter Verwendung von Textbausteinen u.a. aus psychfit.ches.pro - dr. gumpert.de - aerztezeitung.de

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    Wir glauben an den einen Gott,
    der Himmel und Erde geschaffen hat
    und uns Menschen zu seinem Bild.
    Er hat Israel erwählt,
    ihm die Gebote gegeben
    und seinen Bund aufgerichtet
    zum Segen für alle Völker.

    Wir glauben an Jesus von Nazareth,
    den Sohn der Maria, den Christus Gottes.
    Mit ihm kam Gottes Liebe 
    zu allen Menschen,
    heilsam, tröstlich und herausfordernd.
    Er wurde gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
    aber Gott hat ihn auferweckt
    nach seiner Verheißung,
    uns zur Rettung und zum Heil.

    Wir glauben an den Heiligen Geist,
    der in Worten und Zeichen an uns wirkt.
    Er führt uns zusammen
    aus der Vielfalt des Glaubens,
    damit Gottes Volk werde aus allen Völkern,
    befreit von Schuld und Sünde,
    berufen zum Leben in Gerechtigkeit und Frieden.
    Mit der ganzen Schöpfung hoffen wir
    auf das Kommen des Reiches Gottes.

    Amen.

    (Als Credo, bei dem das von Halbfas konstatierte „Loch“ zumindest teilweise aufgefüllt ist, verweise ich auf diesen Text, den ich im EG Kurhessen-Waldeck gefunden und in meiner früheren Gemeinde immer einmal statt des Apostolicums habe sprechen lassen ...)


    Sieger Köder: Misereor-Hungertuch "Hoffnung den Ausgegrenzten": Das Mahl - Serigraphie, Auflage 300 Stück,
    Blatt E.A., 69 x 69 cm - als "Offene Tischgemeinschaft" ...

    Jesuanische Wende als Hoffnung für die Kirchen
    Zur Schrift von Hubertus Halbfas, „Glaubensverlust. Warum sich das Christentum neu erfinden muss“, Patmos Verlag 2011

    Eckart Emrich, Zweibrücken - Pfälzisches Pfarrerblatt


    Hubertus Halbfas: Glaubensverlust,
    Buchcover, Patmos
    Aufmerksam wurde ich auf dies Buch, als ich in meinem Jahresbegleiter für 2014 „Weltverbunden leben“ just für den Reformationstag den folgenden Abschnitt daraus zitiert fand: „Die Wahrheit eines Christentums, das der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu folgt, ist aus sich überzeugend. Diese Wahrheit muss nicht geglaubt, nicht bewiesen und nicht verteidigt werden. Sich auf sie einzulassen, verlangt kein Verstandesopfer, sondern Sensibilität, Mitmenschlichkeit und Mitgefühl für alles Leben. Das Christentum, das sich in dieser Rückbesinnung auf die Reich-Gottes-Thematik zu sich selbst bekehrt, ist eine Größe, die sich heute selbst noch nicht kennt. Der Weg zu dieser Selbstfindung wird schwer und irritierend sein, weil damit auf viel Zubehör, das sich in zweitausend Jahren angesammelt und Patina angesetzt hat, aus Notwendigkeit und Einsicht verzichtet wird.“ (S.29) – Sätze, die mich vor Freude durchatmen und das Buch gleich bestellen ließen!

    Hubertus Halbfas, jetzt 82, war Professor für Katholische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Reutlingen. Für Protestanten ist er auch deshalb ein besonders glaubwürdiger Gesprächspartner, weil er seit den 60er Jahren konstant dafür eintritt, dass Kirche die Ergebnisse der historisch-kritischen Bibelforschung keinesfalls totschweigen, sondern sie pädagogisch effizient der jungen Generation vermitteln soll. Hierfür nahm er den Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis in Kauf, und ließ sich danach auf eigenen Antrag auch wieder laisieren.

    Die zwölf Kapitel auf 120 Seiten haben meine Vorfreude gerechtfertigt. Zunächst gebe ich einen

    Überblick über die Inhalte

    Anfangs umreißt Halbfas die gegenwärtige Glaubenskrise, wie sie für Deutschland in den Shell-Jugendstudien von 2000 und 2010 erfasst ist. Sein Befund: Die Glaubensinhalte verdunsten in allen Generationen, weil die traditionelle Glaubenssprache („verkalkt, abgestanden, verschlissen“; 16) nicht mehr verstanden wird. Dem ist mit kosmetischen Maßnahmen nicht mehr beizukommen.

    Kapitel III erläutert die grundlegende These: „Die Wahrheit des Evangeliums Jesu ist etwas anderes als die Wahrheit einer Glaubenslehre.“ Hier macht Halbfas aufmerksam auf das „Loch im Glaubensbekenntnis“, d.h. dass in den zentralen Bekenntnisformulierungen der Kirche das irdische Wirken Jesu überhaupt nicht vorkommt, sondern ersetzt ist „durch Christusdeutungen“ (18). Diese Verdrängung des historischen Jesus folgt der Glaubenslehre des Paulus, für den (nach seiner visionären Bekehrungserfahrung) nur noch Jesu Kreuzestod und Auferstehung wichtig scheinen. Damit erfährt „das Wort Evangelium (...) eine vollständige Bedeutungsverschiebung. An die Stelle der Reich-Gottes-Botschaft Jesu tritt die Verkündigung des Gekreuzigten und Auferstandenen“(21). Paulus spricht denn auch mehrfach von „meinem Evangelium“ (22), dessen Kennzeichen die Forderung ist, dass Christen den Kreuzestod und die Auferstehung Christi für die eigene Person  gläubig annehmen. Damit ist die Scheidung der Menschheit in Glaubende und Nichtglaubende gesetzt – für Zeit und Ewigkeit...

    Im Kontrast dazu sieht Halbfas Jesu ursprüngliche Gottesbotschaft als egalitär, verkörpert in der „provokanten offenen Tischgemeinschaft, die Symbol und Realisation seiner Lehre war“. Denn das Reich Gottes sei für ihn „keine jenseitige Welt“ gewesen, „sondern eine Lebensweise in der Welt der Menschen“ (19). Dieses Verständnis sei am klarsten in jenen Schriften erhalten, „die im palästinischen Bereich entstanden sind: die Spruchquelle Q und das Thomasevangelium. Diese Evangelien tradieren die Reich-Gottes-Verkündigung Jesu, in der es keines Sühnetodes bedarf, um die Menschen mit Gott zu versöhnen“ (22). Damit sei das Evangelium Jesu „im eigentlichen Sinne (...) keine Lehre, sondern ein Lebensmodus, der nicht argumentativ bewiesen werden muss, weil er seine Überzeugungskraft aus sich selbst besitzt“ (23).

    Paulus jedoch habe diese Lebensweise gegen eine theologische Lehre eingetauscht, und da jede Lehre Gegenmeinungen hervorruft, „nimmt das Interpretieren, Räsonnieren, Verpflichten und Verketzern kein Ende“ (23). Weitere Stationen auf dem unheilvollen Weg der Dogmenbildung folgen vor allem nach der Konstantinischen Wende, die der Kirche seit 312 Reichsgeltung verschafft und in der Folge dazu führt, dass mörderische Verfolgungen nun im Namen der christlichen Lehre erfolgen – eine unheilvolle Umkehrung der Rollen! Instrument dabei ist das Kirchenrecht, der Codex Iuris Canonici, der die Ummünzung dogmatischer Setzungen in juristische Verfolgungspraxis ermöglicht, institutionalisiert in der „Heiligen Inquisition“, die im Vatikan weiter fortbesteht unter dem Namen „Glaubenskongregation“.

    Halbfas zitiert zustimmend den italienischen Philosophen Gianni Vattimo: „Die einzige uns durch die Heilige Schrift offenbarte Wahrheit, die im Laufe der Zeit keinerlei Mythisierung erfahren kann (...), ist die Wahrheit der Liebe“ (26f). Er selbst urteilt: Das „Christentum des Codex Iuris Canonici, dessen Recht nicht einmal die Persönlichkeitsrechte respektiert, wie sie vor weltlichen Gerichten gelten, (...) dieses Christentum ist zu keiner Zeit das Salz der Erde, die Stadt auf dem Berge, das Licht der Welt gewesen.“(27)

    Kapitel IV, „Die Sprache des Glaubens verhindert Glauben“, ist dem katholischen „Weltkatechismus“ gewidmet, dessen Erarbeitung 1985, also 20 Jahre nach dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils, durch Papst Johannes Paul II. mittels einer Bischofssynode angestoßen und in der Folge unter der Leitung von Kardinal Joseph Ratzinger, damals Präfekt der Glaubenskongregation, erstellt wurde. Er sollte die Grundlage einer neuen Weltevangelisation sein, hat sich aber laut Halbfas als wirkungslos erwiesen, denn: er entfaltet nicht wirklich das geschichtliche Leben Jesu, ignoriert auch weiterhin die Erkenntnisse der (seit 1964/Vaticanum II immerhin auch in der Katholischen Kirche verbal anerkannten!) historisch-kritischen Bibelexegese weitestgehend, und folgt dafür gemäß alter Tradition mit den sogenannten „Mysterien des Lebens Christi“ dem liturgischen Kirchenjahr. Auch sonst bemüht er sich, die geschichtlich entstandenen Dogmen als unanfechtbar darzustellen (z.B. Mariologie, Ineinssetzung von Reich Gottes und Kirche). Halbfas urteilt daher abschließend: „Der Weltkatechismus der römischen Glaubensbehörde verrät angesichts des Standes heutiger Theologie kein sauberes Denken und zeigt, dass es in dieser Institution Vermögen und Freiheit für solche Vermittlung nicht gibt“ (38).

    Nicht nur die Glaubenssprache, auch die liturgische Praxis sei „in (...) Formelhaftigkeit erstarrt“, beklagt Kapitel V „Unerkannter Austausch“ am Beispiel der Eucharistiefeier. Hatte Jesus seine Reich-Gottes-Verkündigung durch die Praxis einer offenen Tischgemeinschaft symbolisch wirksam unterstrichen, so erfolgte bald nach seinem Tod in den hellenistischen Städten eine „Einschnürung und Umdeutung“ (41), wobei auch hier wieder Paulus entscheidend formuliert: Die Mahlfeier soll vor allem den Tod Jesu verkündigen, der „für unsere Sünden“ gestorben ist. „Was aber das Leben Jesu bestimmte, blendet er aus. Das ‚Loch’ im Glaubensbekenntnis hat hier seinen Ansatz“ (42). Außerdem konstatiert Halbfas, dass die sogenannten Einsetzungsworte zum Abendmahl anachronistisch formuliert sind und mit Sicherheit nicht von Jesus stammen, sondern „ihm aus anderen Denkhorizonten einer bereits kultisch gewordenen Praxis in den Mund gelegt“ wurden (41). Daraus entwickelte sich nach der platonischen Denkfigur von Urbild und Abbild die Vorstellung einer realen Gegenwart Jesu in der Eucharistie. Und der Zelebrant, der diese Wesensverwandlung von Brot und Wein durch die „konsekratorischen“ Worte vollzog, wurde dadurch über alle anderen Teilnehmer erhoben (42).  Zusammenfassend plädiert Halbfas zur Rückkehr zum historischen Jesus und seiner egalitären Mahlpraxis, die „den Willen Gottes in den Alltag dieser Welt einschreibt“ (45).

    Kapitel VI ist überschrieben in Anlehnung an Nietzsche: „Jesus starb, wie er lebte, wie er lehrte – nicht um die Menschen zu erlösen, sondern um zu zeigen, wie man zu leben hat.“ Somit ist die Deutung seines Todes als Sühnopfer durch Paulus „schwach fundiert“, und man kann sie auch „religionsgeschichtlich (...) nur als Rückschritt verstehen“ (48f). Jesus fordert nirgendwo Sühne, sondern Einsicht und Umkehr. Gegenüber dem alttestamentlichen Opferbetrieb der Priester steht er in der Linie der Propheten, die „verlangten (...), die eigenen Beziehungen zu den Mitmenschen und zu Gott zu läutern (52). Gefragt sind Liebe und Barmherzigkeit, der Sühnopfergedanke dagegen belastet und verzerrt das Gottesbild (50).



    Kapitel VII „Die Gottesbotschaft Jesu ist egalitär. Sie sprengt alle Trennungen und führt in die Völkerwelt“ unterstreicht, wie es Jesus kaum um Juden oder Nichtjuden geht, „sondern generell um Menschen (58). Im Sinn der Goldenen Regel argumentiert Jesus allgemein-menschlich, so z.B. in den großen Gleichnissen vom Samariter oder vom Verlorenen Sohn. „Für den Erzähler und Weisheitslehrer Jesus ist Gott eingeschrieben in die Alltäglichkeit des menschlichen Lebens. Damit sei (mit dem katholischen Neutestamentler Paul Hoffmann) „letztlich jedem Erwählungsglauben der Abschied gegeben“ (59).

    In den beiden folgenden Kapiteln geht es Halbfas um Verständigung mit den außertheologischen Wissenschaften: VIII „Theologie ist Anthropologie. ‚Gott’ verstehen wir nur soweit, als wir uns selbst in der von uns begriffenen Welt verstehen“ (63ff), und IX „Das neuzeitliche Denken 'kennt keine Fakten, die zwar in der Geschichte stehen, aber nicht aus der Geschichte stammen'“ (mit Ernst Troeltsch, S.74ff).

    Auf Basis dieser Darlegungen folgt mit Kapitel X „Wahrheit verlangt Wahrhaftigkeit“ nochmals massiv die Abrechnung mit der (vor allem katholischen) „Unredlichkeit im Umgang mit der Lehre“, die im „Machtwille(n) zur Absicherung einer Weltansicht“ wurzle und „der vielleicht wichtigste Grund für die Glaubenskrise“ sei (80). Die protestantische Bibelexegese kommt hier natürlich gut weg, zu den Ethik-Themen Sexualität und Ehe allerdings findet Halbfas, die evangelische Kirche habe sich da nicht genügend von der katholischen distanziert und sei damit gleichermaßen vom Vertrauensverlust betroffen (91).

    Im vorletzten Kapitel XI „Reformunwillig und reformunfähig?“ beleuchtet Halbfas noch einmal kritisch die negative Langzeitwirkung des Pontifikats von Johannes Paul II. (erst kürzlich heilig gesprochen!) sowie auch von Benedikt XVI.. Seine düstere Analyse mündet in den Satz: „Doch ohne Systembruch gibt es kein Überleben“(100). – Die Ablösung von Benedikt durch Franziskus erfolgte erst nach Erscheinen des Buches.

    Kapitel XII „Wege aus der Sackgasse“ bewegt sich naturgemäß in Andeutungen. Auch für Protestanten interessant sind die Hinweise auf das Erzbistum Poitiers in Frankreich, wo Erzbischof Albert Rouet seit über zehn Jahren sehr ungewöhnliche Wege begeht. Angesichts des katastrophalen Priestermangels setzt er entschieden auf das Potential der Laien. In Abkehr vom Modell Pfarrgemeinde (die ja immer riesiger definiert wird) wird die Gründung von Örtlichen Gemeinden freigegeben. Bedingung sind dabei fünf Verantwortliche, die die leitende Equipe bilden und alle wesentlichen Funktionen einer christlichen Gemeinde zu organisieren haben. Folge: „Im Erzbistum Poitiers wird in jeder örtlichen Gemeinde jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert“ (111). – In diesem Zusammenhang appelliert Halbfas: „Die reformatorischen Kirchen würden der Catholica im Übrigen erhebliche Hilfe entgegenbringen, wenn sie ihrerseits weniger ‚Pastorenkirche’ wären“ (112).

    Weitere Anregungen sind: In die Gottesdienste meditative Elemente einbauen; eine Gebetssprache, die nicht länger Gott einen Bittenkatalog vorträgt, sondern zum eigenen Engagement anleitet. Abendmahlsfeiern gestalten, die von der bisherigen Anlehnung an das vermeintlich „letzte Abendmahl“ (sowohl evangelisch als katholisch) abgehen und sich stattdessen an der offenen Tischgemeinschaft Jesu als Symbol des Reiches Gottes orientieren. Und: Die Christologie neu entdecken als Entwurf einer allgemeinen Anthropologie, in Anlehnung an den Mystiker Meister Eckhart.


    Die Relevanz des Halbfas'schen Entwurfs am Beispiel des Reformationsjubiläums

    Was erwartet uns im Thesen-Jubiläumsjahr 2017? Ich bin, zumal als Ruheständler, nicht in Vorbereitungs-Aktivitäten eingebunden. Aber was ich bisher aus der Distanz mitbekomme, erweckt nicht gerade eine Vorfreude auf richtungsweisende Neuentdeckungen, sondern eher die Furcht vor gequälten Pflichtübungen, die nichts nachhaltig voran bringen.

    Hier bieten Halbfas' Analysen zur Glaubenskrise der Gegenwart m.E. wichtige Ansatzpunkte. Die Bedeutungsverschiebung des Begriffs „Evangelium“ von Jesu befreiender, von charismatischem Handeln begleiteter Reich-Gottes-Botschaft hin zur Theologie des Paulus, die nur noch um Kreuz und Auferstehung kreist, kommt mir in der Tat enorm vor – zumal die paulinische Theologie mit Sicherheit auch auf die Gestaltung der Evangelien sowie deren Rezeption erheblichen Einfluss genommen hat, ähnlich wie im AT die in der Josia-Zeit dominant gewordene deuteronomistische Theologie auch ex post die Endredaktion der „Geschichtsbücher“ ab Exodus geprägt hat. – Halbfas konstatiert (S. 21): „Von den rund 620 Seiten der Bultmannschen ‚Theologie des Neuen Testaments’ sind nur 34 Seiten Jesus und seiner Lehre gewidmet, alles Übrige ist paulinische Theologie.“ Dem entspricht Martin Kählers Charakterisierung des Markus-Evangliums als „Passionsgeschichte mit ausführlicher Einleitung“. Von daher könnte man das Verständnis des Neuen Testaments bis heute durchaus „pauluslastig“ nennen.

    Und Martin Luther ist natürlich von der so verstandenen christlichen Glaubenslehre geprägt – und zwar einschließlich seiner reformatorischen Entdeckung der Rechtfertigung sola fide! Seither sind die reformatorischen Kirchen zwar von den Auswüchsen des katholischen Bußinstituts befreit – aber an der Last des „Wir sind allzumal Sünder...“ (Röm 3,23) tragen wir noch heute (fast) alle.

    Die Gegenüberstellung von „pauluslastig“ vs. „jesusgemäß“ vermag ich in all ihren Konsequenzen gewiss nicht zu umreißen. Hinweisen möchte ich nur auf die Dominanz des Individualismus als Folge der paulinischen Rechtfertigung des Sünders allein aus Glauben – im Gegensatz zur kollektiven Glaubens- und Lebensfreude etwa in lateinamerikanischen Basisgemeinden. Als Kostprobe empfehle ich das Abendmahlslied EG 229 „Kommt mit Gaben und Lobgesang“ aus Jamaica, zu begleiten möglichst nicht mit Orgel, sondern mit Gitarren und Schlagzeug, und den Kehrvers jeweils wiederholt.

    Kardinal Marx hat kürzlich gemeint, die getrennten Kirchen könnten 2017 vielleicht doch gemeinsam feiern – dann aber kein Luther-Fest, sondern ein Christus-Fest. Ich erlaube mir die Modifikation: Ein Jesus-Fest! Beziehungsweise, weil die verbleibende Zeit gewiss nicht ausreichen wird, all das in zweitausend Jahren angesammelte „Zubehör“ samt angesetzter Patina zu entsorgen (siehe das eingangs angeführte Halbfas-Zitat, S.29) – wie wäre es, wenn man sich darauf einigen könnte, sich gemeinsam auf den Weg zu einer jesusgemäßen Kirche zu begeben und das Jahr 2017 darin einzubeziehen?! Ich denke, das wäre der Anfang zu einer neuen, so weit wie möglich gemeinsamen Reformation!








    Siehe dazu auch diesen Aufsatz von Claus Petersen zum "Reich Gottes"


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    angespült

    DIE ZEIT No. 24 v. 02. Juni 2016 - S.1:

    Abgesoffen: 
    Die Menschlichkeit ist still und leise im Mittelmeer ertrunken

    Lautes Schweigen

    Jenseits der Asyldebatte ist es längst Konsens in Europa, dass man keine Flüchtlinge mehr aufnehmen will

    Von CATERINA LOBENSTEIN |

    Flüchtlingspolitik? Geht kurz gefasst so: Merkel gegen Seehofer, Merkel gegen Orbán, Merkel gegen Hollande. Wutbürger gegen Gutmensch. Böhmermann gegen Erdoğan. Gauland gegen Boateng. Es scheint, als hätten die Flüchtlinge Europa zweigeteilt, als ginge ein Riss durch die EU, so tief wie nie. Zwischen denen, die Flüchtlinge willkommen heißen, und denen, die skeptisch sind. Zwischen Menschen, für die Muslime und Schwarze zu Europa gehören. Und denen, die das anders sehen.

    In nur einem Jahr hat es Europa geschafft, die Flüchtlinge hinter der Flüchtlingsdebatte verschwinden zu lassen. Doch der Riss ist eine optische Täuschung, der Streit um Merkels Willkommensgruß und Seehofers Obergrenze, um Böhmermanns Gedicht und Boatengs Nachbarn: alles Ablenkung. Ablenkung davon, dass in Europa Konsens herrscht in der entscheidenden Frage, ob Menschen, die Schutz suchen, die EU überhaupt noch betreten sollen. Die Antwort lautet: Möglichst nicht (auch wenn der Preis dafür hoch und schmutzig ist). Die neue asylpolitische Eintracht reicht von Budapest bis nach Berlin, sie stützt das umstrittene Abkommen mit der Türkei. Und selbst wenn dieses Abkommen scheitern sollte: Der Konsens wird zweitverwertet. Seit Wochen planen EU-Strategen, wie sie Grenzkontrollen dort verschärfen, wo zurzeit die meisten Flüchtlinge aufbrechen: in Afrika.

    weichgespültes liebespaar - S!NED!art 
    Ein Liebespaar wird geborgen: Zwei einander umarmende Leichen

    Europas Regierungen überwachen das Mittelmeer mit Satelliten, sie schicken Drohnen nach Nordafrika. Sie bereiten Grenzschutzverträge vor, auch mit Diktaturen wie Ägypten und dem Sudan. Sie drängen auf einen Deal mit Libyen, sie denken darüber nach, dort Gefängnisse zu finanzieren, in denen Flüchtlinge eingesperrt werden. In den vergangenen Jahren haben Menschenrechtsorganisationen solche Haftlager besucht. Sie konnten zeigen, dass dort gefoltert wird. Dass es Wachen gibt, die Flüchtlinge vergewaltigen, sie an Freier verkaufen und an Menschenschmuggler. Vor einigen Wochen haben Wärter in einem dieser Lager wahllos in die Menge geschossen, mehrere Flüchtlinge starben.

    Früher wurden solche Abkommen von Hardlinern verhandelt. Von Italiens ehemaligem Regierungschef Berlusconi zum Beispiel, der Libyens Diktator Gaddafi rund drei Milliarden Euro bot, auf dass er die Grenzen bewache. Heute tütet die EU diese Deals mit vereinten Kräften ein.

    Der Konsens, der das möglich macht, verbirgt sich hinter den lautstarken Debatten. Man bemerkt ihn immer dann, wenn Stille herrscht. Als die AfD-Chefin Frauke Petry forderte, an Europas Grenzen müsse geschossen werden: empörte Kommentare aus den Parteizentralen. Als der erste tödliche Schuss auf einen Flüchtling fiel, an der bulgarisch-türkischen Grenze, war die Empörung kaum hörbar. Als der AfD-Vize Alexander Gauland über den Fußballer Jérôme Boateng sagte, viele Deutsche wollten »einen wie Boateng« nicht als Nachbarn haben: Shitstorm von allen Seiten. Aber war ein Mucks zu hören, als einige Wochen zuvor geheime Papiere aus Brüssel an die Öffentlichkeit gelangten? Als nachzulesen war, dass die Europäische Union Flüchtlinge zurück nach Libyen schicken lassen will, dorthin, wo Schwarze nicht diskriminiert werden, sondern versklavt? Nach einem Jahr Flüchtlingskrise ist klar: Auch Empörung hat ihre Außengrenzen.

    Wasserleiche Aylan (3) - S!art

    Längst verlaufen die Grenzen der europäischen Menschlichkeit nicht mehr quer durch Europa, sondern um Europa herum. Am Mittelmeer entlang, wo in diesem Mai so viele gestorben sind wie noch nie zu dieser Jahreszeit.



    Gerade stellte die italienische Marine das Video eines kenternden Kahns ins Netz, mit mehr als 500 Passagieren, die voller Angst im Wasser strampeln. Hilfsorganisationen befragten Überlebende, Retter gaben Interviews, allmählich ergab sich ein Bild: In der vergangenen Woche sind vor der libyschen Küste mindestens sechs Boote gesunken und 880 Menschen gestorben, schätzt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen. Mit Netzen habe man Menschen aus dem Wasser gefischt, sagen die Retter, tote und lebendige. Ein Liebespaar sei geborgen worden, zwei einander umarmende Leichen. Ein totes Baby, von dem es ein Foto gibt, die Füße schrumpelig, die Lippen blau. Als das Foto Europa erreichte, feilte die EU am Deal mit der Türkei, der vor allem eins bewirkt: dass die Flüchtlinge draußen bleiben. Und Deutschland stritt darüber, ob der Vizesprecher einer mittelgroßen Protestpartei ein Rassist ist oder nicht.

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    "Europas Regierungen überwachen das Mittelmeer mit Satelliten, sie schicken Drohnen nach Nordafrika. Sie bereiten Grenzschutzverträge vor, auch mit Diktaturen wie Ägypten und dem Sudan. Sie drängen auf einen Deal mit Libyen, sie denken darüber nach, dort Gefängnisse zu finanzieren, in denen Flüchtlinge eingesperrt werden." 

    Festzuhalten bleibt: das sind nicht irgendwelche "Freischärler"-Regierungen, oder die NSA oder irgendwelche kriminelle Vereinigungen - das ist nicht Orbán oder die AfD oder Pegida oder die polnische Rechte - nein, es sind die Kommissionen und Abgesandten unserer legal gewählten "Volksvertreter", es sind Handlanger von Merkel und Steinmeier, die da verhandeln und rummachen ... - nach außen mal gerade noch hui - nach innen aber bereits sowas von pfui ... 
    Erstaunlich ist bei all diesem Abwehrgetöse das immer stillerwerdende Verschweigen durch die Medien. Man überlässt es dem Papst oder sonstigen Kirchenvertretern, dazu Stellung zu nehmen ... Weil die Mehrheit dieses €uropa und besonders auch Deutschland allmählich sich auf die Fußball-EM einstellen will, jucken die paar hundert Wasserleichen doch nicht mehr ... - "... diese Menschen hat doch niemand gerufen" ... 
    Mit der sogenannten "Willkommenskultur" vor etwas mehr als einem halben Jahr hat man uns sowas von verarscht ... - ich frag mich wirklich, wann der Internationale Gerichtshof ... - von wegen Asylrecht - aber der wird ja auch berufen von den Regierungen, die nun alle Dreck am Stecken haben ... S!

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    Kein getürktes Bild - kein Witz: Eine Karawane auf dem Weg zum Gipfel: Am 19. Mai standen mehr als 150 Bergsteiger ganz oben auf dem Mount Everest. - Foto: SPIEGEL-online | Toni Stocker ...

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    ääähhh - auf dem mount everest ist der ansturm der be(rg)steiger so enorm, dass sie sich fast gegenseitig auf die füße treten - es kommt auch immer wieder zu todesfällen, die auf den andrang der "massen" zurückzuführen sind ...

    aus gutunterrichteten kreisen ist nun verlautbart worden, dass nepal dort eine riesen-einbahn-rolltreppe direkt bis zum gipfel und vom gipfel ins tal zurück bauen will - in 2 routen: in einem art kreisverkehr dreht sich der rolltreppenfahrer nach der auffahrt oben 3 x im kreis - ehe er auf der sogenannten return-route wieder vollautomatisch herunterfährt .... -

    merke: die auffahrt dauert ca. 8 x so lang wie die abfahrt ... -

    auf einer bestimmten höhe klappen zentralgesteuerte sauerstoffmasken für den eigengebrauch aus vertiefungsmulden in den handlaufwänden - ein echtes novum - ganz chic ... - eine adaption aus der luftfahrtindustrie - an der strecke laden hübsche kleine jausehütten zum snack, oder auch zur übernachtung ein - für gruppen oder betriebsausflüge können auch kleine fröhliche feste organisiert werden - auf wunsch mit echter sherpa-folklore und tibetanischen buttertee-getränken - auch als mix ... - rumgetränke wie z.B. ein steifer grog oder auch ein paar pharisäer erfreuen sich immer größerer beliebtheit - (die sahne dazu wird aus einheimischer bio-yak-milch gewonnen): 

    denkskizze einer rolltreppenfirma für eine idee am mount everest ...

    eine runde umfasst also a) auffahrt - b) 3 x drehen oben - c) abfahrt - einschl. sauerstoffzufuhr - und kostet pro person umgerechnet 78.324,68 €uro + die pflichtbeiträge für eine lebensversicherung von 12.000 €uro (bei nachgewiesenem bergsteiger-unfalltod mindestauszahlung: 42.000 €)...: ein echtes "schnäppchen" - sehr sicher und ohne stress und warteschlange ...:
    die nepalesische regierung bzw. der gouverneur von der himalaya-region wirbt mit dem slogan: "runter kommen sie garantiert immer" ...

    eine erste einfache denkskizze hat hier eine rolltreppenfirma aus bredstedt/holstein per fax an die nepalesische regierung gesendet - eine raubkopie gebe ich hier wieder ... S!


    Unterdessen werden erste Detailplanungen bekannt: 
    rolltreppen mit wendeschleife

    rolltreppen mit wendeschleife (oben) - um abnutzungserscheinungen zu minimieren lassen sich auf- und abfahrt auch jeweils umprogrammieren ...
    gipfel - wendeschleife (unten)


    wendeschleife. halbperspektive





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    ... alles "inklusive"

    Inklusiver Arbeitsmarkt statt Behindertenwerkstätten
    Stichwort: Inklusion

    ... und mitten drin - inklusion - und nicht auslaufmodell ... - S!art


    Raus aus den Behindertenwerkstätten

    Behinderte Menschen bekommen in den Werkstätten keinen Mindestlohn und haben keinen Betriebsrat. Sie müssen endlich in den normalen Arbeitsalltag integriert werden.

    von Christiane Link | DIE ZEIT online | 7. Juni 2016 um 11:28 Uhr



    Das nenne ich einen Paukenschlag: Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat die Bundesregierung aufgefordert, den allgemeinen Arbeitsmarkt für behinderte Menschen zugänglicher zu machen und über die Zukunft von Behindertenwerkstätten offen zu diskutieren. Endlich fängt jemand damit an, an scheinbar unbeweglichen Strukturen zu rütteln. Denn über die Rolle von Behindertenwerkstätten wird bislang kaum diskutiert. Manche Einrichtungen haben sich aber schon mal gewappnet und sich das Label „Inklusion“ angeheftet. Vermutlich in der Hoffnung, dass der Kelch der Inklusion an ihnen vorübergeht und man alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen kann, ohne sich ändern zu müssen.

    Inklusive Beschäftigungsmodelle

    „Die Prioritäten der Arbeitsmarktpolitik müssen verschoben werden: weg von der Förderung von Sonderstrukturen, hin zum gleichzeitigen Ausbau inklusiver Beschäftigungsmodelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“, erklärte Valentin Aichele, Leiter der Monitoringstelle zur UN-Behindertenrechtskonvention des Instituts anlässlich der Veröffentlichung des Positionspapiers „Inklusiver Arbeitsmarkt statt Sonderstrukturen“ am Montag.

    Die Zukunft der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen müsse offen diskutiert und ein Konzept entwickelt werden, wie diese Sonderstruktur langfristig in einem inklusiv gestalteten Arbeitsmarkt aufgehen könne. Dabei müssten die Werkstattbeschäftigten von Anfang an einbezogen werden. Außerdem müsse darauf geachtet werden, dass dies nicht zulasten der Betroffenen und ihrer Sozial- und Alterssicherung gehe. „Solange Menschen mit Behinderungen in gesonderten Werkstätten arbeiten müssen, weil sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Chancen haben, kann von einer vollen Verwirklichung des Rechts auf Arbeit und Beschäftigung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention nicht die Rede sein“, so Aichele weiter.

    UN kritisiert Werkstätten

    Auch die Vereinten Nationen haben das deutsche Werkstattsystem in seiner heutigen Form gerügt. Sie kritisierten 2015, dass die Werkstätten Menschen mit Behinderungen absondern und keinen Übergang zum allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglichen würden. Die Vereinten Nationen empfehlen daher die schrittweise Abschaffung der Werkstätten.

    Damit hat das Institut für Menschenrechte den Nagel auf den Kopf getroffen: Behindertenwerkstätten sind keine Inklusion – schon gar nicht, wenn da für einen Hungerlohn von wenigen Hundert Euro Zulieferarbeit für große Industriezweige geleistet wird. Neulich erzählte mir jemand, das ganze Wäschereigewerbe seiner Region sei in der Hand von großen Behinderteneinrichtungen. Es gebe in seinem Landkreis kein einziges Hotel, das nicht seine Wäsche in einer Behindertenwerkstatt reinigen lässt. Es ist also keineswegs so, dass in Behindertenwerkstätten nur sinnlose Arbeit getan wird, wie vielleicht mancher denken mag. Im Gegenteil: Manche Einrichtungen sind mittelständische Unternehmen, die gute Umsätze erzielen. Der Haken ist nur: Von diesem Geld sehen die behinderten Mitarbeiter wenig, sie können sich kaum weiterentwickeln, die Mindestlohnregelung gilt nicht, es gibt für sie keinen Betriebsrat, sie haben nicht die gleichen Rechte wie Arbeitnehmer etc. Das durchschnittliche Monatsentgelt eines Werkstattbeschäftigten betrug 2014 rund 181 Euro.

    inklusion - S!art


    Raus aus den Werkstätten

    Nun ist mir klar, dass nicht jeder Mensch – auch nicht unter den besten Bedingungen und mit der besten Assistenz – etwas Produktives leisten kann. Natürlich brauchen auch Menschen eine Tagesstruktur, die das nicht können. Aber viele der 300.000 Menschen, die derzeit in Werkstätten arbeiten, könnten die gleiche Arbeit, die sie jetzt machen, mit Assistenz auch für den üblichen Lohn leisten. Nur müssten Arbeitgeber geeignete Bedingungen dafür schaffen.

    Hinzu kommt, dass der Weg in die Werkstatt von den Jobcentern teilweise als Abschiebebahnhof benutzt wird. Neulich hat mich nach einem Vortrag jemand angesprochen, der Opfer eines Überfalls wurde und nach einem Schädelbasisbruch und anschließendem Schwerbehindertenstatus ohne Umwege in die Behindertenwerkstatt geschickt wurde, weil er „ja jetzt ein bisschen langsamer sei“.

    Das ist natürlich für den Arbeitsvermittler einfacher, als einen Arbeitgeber davon zu überzeugen, bitte einen leicht behinderten Mann einzustellen, der noch mit den Folgen eines Verbrechens kämpft. Statistisch gesehen ist die Chance gering, dass dieser Mann jemals wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt landet. Einmal Werkstatt, immer Werkstatt.

    Vorbild Schweden

    Es gibt Länder, die haben sich vom Konzept der Behindertenwerkstätten verabschiedet. Ich war neulich auf Einladung des schwedischen Kulturinstituts in Schweden, wo man uns unter anderem das Unternehmen Samhall vorstellte. Samhall ist ein staatliches Unternehmen, das als Personaldienstleister für die schwedische Wirtschaft arbeitet und ausschließlich behinderte Menschen vermittelt. Früher hatte Samhall selbst Behindertenwerkstätten, jetzt arbeiten Samhall-Mitarbeiter beispielsweise bei IKEA oder anderen schwedischen Unternehmen, angestellt sind sie aber bei Samhall.

    Insgesamt beschäftigt Samhall 23.000 behinderte Mitarbeiter. Alle bekommen Tariflohn, dieser ist teilweise sogar höher als der Lohn, der bezahlt würde, wenn sie direkt bei der Firma angestellt wären. Samhall wird allerdings finanziell massiv vom Staat unterstützt. Natürlich steht es Samhall-Mitarbeitern frei, direkt zum Auftraggeber  zu wechseln, wenn beide Seiten das wollen. Viele Mitarbeiter bleiben allerdings lieber bei Samhall, weil dort teilweise besser gezahlt wird und sie nicht einfach auf die Straße gesetzt werden können. Die Durchlässigkeit, aus dem „Sondersystem“ rauszukommen, könnte also auch hier besser sein. Trotzdem arbeiten die Menschen innerhalb der Gesellschaft und nicht abgetrennt in Werkstätten, und sie bekommen einen angemessenen Lohn und nicht 180 Euro im Monat.

    Auch Großbritannien hat vor Jahren schon seine Behindertenwerkstätten geschlossen. Aber die Regierung hat daraus eher ein Sparprogramm gemacht, statt gute Maßnahmen für den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu treffen – ein Holzweg.  Insgesamt wird es sich langfristig aber lohnen, behinderte Menschen in unterstützendem Rahmen auf den ersten Arbeitsmarkt zu holen. Nur wer wirklich einen geschützten Raum braucht, sollte diesen auch bekommen. Wer jedoch als Verkäuferin in einer Behindertenwerkstatt Backwaren verkauft, kann das mit Unterstützung auch woanders und für viel mehr Lohn tun.

    Die  Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden. Außerdem muss dafür Geld in die Inklusion statt in die Ausgrenzung gesteckt werden. Dazu braucht man neue Konzepte und Wege und vor allem: Die Gesellschaft muss es wollen. Die Schweden wollten das.

    ... von hinten durch die brust ins auge - S!bearbeitung


    tja - da hatte sich manch alteingesessene einrichtung der behindertenhilfe schon entspannt zurückgelehnt, rasch als "inklusives" feigenblatt womöglich eine "schule mit inklusivem bildungsangebot" gegründet - außerhalb des "anstaltsgeländes" versteht sich ... oder "inklusive" stadt-events mit spendengeldern organisiert - aber ein paar jahre zuvor erweiterte man vielleicht noch ohne einbeziehung der umlandgemeinde eine förderschule in der hauseigenen trägerschaft, mit einem schmucken staatlich geförderten neubau ohne integrations- oder inklusions- ja nicht einmal kooperationskonzepte mit den nachbarschaftlichen "staatlichen" förderschulen und mit allem pi-pa-po ausgestattet - und nun erweitert man womöglich sogar noch auf dem eigenen gelände die "werkstatt für behinderte menschen" ("wegen der günstigen erreichbarkeit der motorisch oft behinderten menschen - aber natürlich ohne eine puschen-werkstatt sein zu wollen ..." - so verkauft das vielleicht der anstaltsleiter ...) - natürlich wieder ebenfalls mit staatlichen fördergeldern ... - eben dass es so "seine [altbewährte] art hat" ... 
    die entscheider in den landschafts- und sozialverbänden der bundesländer und überhaupt in den geldgeber-etagen des bundes haben die mit dem label "inklusion" eingekauften konsequenzen immer noch nicht in gänze begriffen und wissen nicht so recht was sie fördern und warum - und oft genug ist es einfach das gesellschaftliche "schlechte gewissen" gegenüber behinderten menschen und ihrer oft elterlichen oder karikativen interessenvertretungslobby, das sie vorantreibt - und man schippert immer weiter in den trüben fahrwassern der halbillegalität und der ausnutzung und förderung hier eines zweiten arbeitsmarktes, mit dem man den mindestlohn umschiffen kann - also somit im wahrsten sinne des wortes: immer noch auch für menschen 2. klasse - und der jetzt bestimmt auch - wie in der vergangenheit vereinzelt auch schon - wieder vermehrt "mitarbeiter mit migrationshintergrund" (sprich: "flüchtlinge" - eine "erste chance zur integration geben") anziehen wird, die die ausstoßleistungen dieser fertigungsstätten natürlich verbessern helfen - für nen butterbrot und nen ei - und ganz in"staatlichem (verrechnungs-) einvernehmen" ... 
    wohlgemerkt: die fertigungen sind kaum noch eigenvermarktete kreativ-basteleien oder kunstgewerbe - sondern man beschäftigt die menschen vorzugsweise hier als preiswerte serienfertiger für zulieferteile in der ansässigen industrie - also für benötigte lohnabhängige montagearbeiten, die der sogenannte "erste arbeitsmarkt" benötigt - und wo die entwicklungen oder aber die leasing-raten für fertigungs-automaten einfach für die jeweils tatsächlich benötigten stückzahlen zu aufwendig wären ...: gefängnisinsassen und wfbm-mitarbeiter sind preiswerter als automaten und maschinen - und das was da "verdient" wird entlastet anteilmäßig die zu unterbringungszahlungen verpflichteten kostenstellen ...
    denn wenn man eben die entgelte in den werkstätten auf die unterbringungs- bzw. "hotel"kosten der klientel voll anrechnet - entlasten sich nach alten deutschen grundsatz-prinzipien lediglich die staatlichen fördertöpfe - aber es erhöht sich nicht das einkommen oder die lebensqualität und selbstständigkeit der betroffenen ...  also durchaus ein "win-win"-geschäft für staat und industrie - und die behinderten menschen motiviert man mit ein paar sozialen "drückeliebs" so, dass sie richtig ranhauen - und der eigene ehrgeiz geweckt wird - ansonsten hält man sie jedoch "klein" und hospitalisiert - damit die tatsächlich vorhandenen selbstbestimmenden persönlichkeitentwickelnden potenziale weiterhin im verborgenen verschüttet bleiben ... 
    - und damit wird dann auch erfolgreich die existenz der einrichtungen, anstalten, werkstätten mit allem was dahinterhängt auch weiterhin hübsch abgesichert und gesellschaftlich mit gebührender anerkennung honoriert (= "na-ja - gut dass es diese menschen gibt, die sich um solcher art behinderter zeitgenossen kümmern - so hält man sie uns wenigstens vom leibe"... - 2 x pro jahr ein kurzer besuch und 5 uro für das sparschwein - und uro für die kaffeekasse der mitarbeiter ... - geht doch !!! ... und für die "mongölchen"[so werden menschen mit down-syndrom in der öffentlichkeit immer noch bezeichnet ...] gibt es ja nun die möglichkeiten von früherkennung schon in der schwangerschaft und legaler abtreibung - dann muss man sich hinterher nicht damit herumärgern - und spart allen viel geld ... - sei's drum ...") ...
    es ist und bleibt wahrscheinlich ein dilemma ... - und wie heißt es oben im bericht: die voraussetzungen müssen ... geschaffen werden. außerdem muss dafür geld in die inklusion statt in die ausgrenzung gesteckt werden. dazu braucht man neue konzepte und wege und vor allem: die gesellschaft muss es wollen. S!

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    bei dem ganzen kandidatengeklingel in den medien als nachfolge für den endlich scheidenden bundespräsidenten joachim gauck hat man nach meinem dafürhalten bisher die staatsministerin für kultur und medien, monika grütters, vernachlässigt oder vergessen. ich meine, auch sie sei für "präsidiale aufgaben" bestens geeignet ... S!
    p.s. dies ist ein kandidatenvorschlag "mitten aus dem volk" .. .
    Bildausschnitt nach © STEFAN THOMAS KRÖGER | faz.net


    Monika Grütters 

    (* 9. Januar 1962 in Münster) ist eine deutsche Kulturpolitikerin (CDU) und seit dem 17. Dezember 2013 Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in der Nachfolge von Bernd Neumann (CDU). Sie ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und war von 2009 bis 2013 Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien.

    Leben und Beruf

    Nach dem Abitur 1981 am Bischöflichen Mädchengymnasium Marienschule in Münster absolvierte Grütters ab 1982 ein Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, das sie 1989 als Magister Artium beendete. Nachdem sie schon während ihres Studiums von 1987 bis 1988 in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Oper Bonn tätig gewesen war, arbeitete sie im selben Bereich von 1990 bis 1991 am damaligen Museum für Verkehr und Technik in Berlin und von 1991 bis 1992 für die Berliner Verlag- und Buchhandelsgesellschaft Bouvier. Von 1992 bis 1995 war sie schließlich Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin.

    Seit 1991 hatte Grütters einen Lehrauftrag, seit 1999 als Honorarprofessorin, für Öffentlichkeitsarbeit im Studiengang Kulturmanagement an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Seit 2005 ist sie Honorarprofessorin an der Freien Universität Berlin im Masterstudiengang Arts and Media Administration.

    Grütters war außerdem ab 1996 in der Öffentlichkeitsarbeit der damaligen Bankgesellschaft Berlin tätig. Von 1998 bis 2013 war sie Vorstandssprecherin der Stiftung Brandenburger Tor. Sie ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und seit Dezember 2013 Sprecherin des Bereichs Kultur, Bildung und Medien des ZdK. Grütters ist katholisch und ledig.

    Als Vertreterin der Bundesregierung ist sie Mitglied im Verwaltungsrat des Deutschlandradios.


    Politische Tätigkeit

    Grütters trat 1978 in die Junge Union und 1983 auch in die CDU ein. Seit 1998 gehört sie dem Landesvorstand der CDU Berlin an.
    Von 1995 bis 2005 war Grütters Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Dort war sie wissenschafts- und kulturpolitische Sprecherin und von 2001 bis 2005 auch stellvertretende Vorsitzende der CDU-Abgeordnetenhausfraktion.

    Seit 2005 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie ist stets über die Landesliste Berlin in den Bundestag eingezogen und war von 2009 bis 2013 Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien. Bei der Bundestagswahl 2013 war sie erneut Spitzenkandidatin der CDU Berlin.

    Seit 17. Dezember 2013 ist Grütters Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in der Nachfolge von Bernd Neumann (CDU).

    Ende Juni 2015 und Mitte Juli 2015 stellte Sie eine Novelle zum Kulturgutschutzgesetz vor, von der zwei Entwürfe bekannt wurden, die sehr kontrovers diskutiert werden.


    Handlungen im Amt
    • Am 8. April 2014 hat Grütters 16 Kurzfilmvorhaben mit einem Gesamtbetrag von 230.670 Euro gefördert.
    • Am 11. April 2014 förderte Grütters zehn Vorhaben von Filmverleihern mit einem Gesamtbetrag von 103.418 Euro.
    • Am 15. Juni 2014 unterzeichneten Grütters und die stellvertretende israelische Kulturministerin Orly Froman Absichtserklärungen zur Provenienzrecherche und zum Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis.
    • Am 20. August 2014 legte die Kulturstaatsministerin ein zusätzliches Förderprogramm von rund 900.000 Euro zur Digitalisierung von deutschen Kinos auf.
    Quellen und Links:






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  • 06/08/16--09:06: wetterfühligkeit ...
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    video-still aus dem beitrag unten ...



    sich nicht nur 
    für die story - 
    sondern auch 
    für die umstände 
    ihrer entstehung 
    interessieren ... 
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    wie ist das eigentlich mit dem "recherche-netzwerk von ndr-wdr-sueddeutsche zeitung", das seit geraumer zeit in aller munde ist - in allen medien - und das jüngst ja die sogenannten "panama-papiere" an den tag gezerrt hat ...

    ob das alles so selbstlos ist - wie es gekocht wird - sehen sie selbst ...:


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