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    Tja - nun bin ich wieder im Lande - denn ich war ein paar Tage in Berlin ... - und erlebte dort am vergangenen Sonntag, also am 26.01.2014 gegen 16.30 Uhr, eine Begegnung "mit der dritten Art" - wie man so zu sagen pflegt ... 
    © Manja Elsässer/ Imago | Mancherorts gehören Wildtiere schon zum Stadtbild - wie dieser Fuchs, gesehen in Berlin

    Ich saß gerade beim Italiener "Ristorante Marinelli" am "Anhalter Bahnhof" - auch um mich nach einem "Spaziergang" bei minus 11° C. aufzuwärmen - als ein Fuchs gemächlichen und völlig abgeklärten Schrittes über die Ampelanlage den "Askanischen Platz" und die vielbefahrene Stresemannstraße überquerte - natürlich - wie es sich für einen Rotfuchs geziemt - bei "Grünem Männchen" auf der Fuß- und/ähh - Pfotengängerampel ... 
    Er kam aus Richtung Grünzug am Halleschen Ufer und ging - wohlgemerkt - er ging - stolz und erhobenen Hauptes in die Anhalter Straße - und er probierte ein paar mal diese Anhalter Straße dann zu überqueren - zog sich aber ganz abgeklärt zurück, sobald sich ein Auto näherte - und da sonst mein Zanderfilet kalt geworden wäre - und auch im Restaurant keine Panik oder Erstaunen ausbrach - verlor ich den Reineke hier aus den Augen ... 
    Man merkte an seinen Bewegungen, dass er sich in der Stadt und im Straßenverkehr bestens auskannte - und machte überhaupt keinen tollwütigen, räudigen oder anderweitig kranken Eindruck ... 
    Nun wohne ich hier in der Bielefelder Senne seit über 40 Jahren direkt am Rand des Teutoburger Waldes - aber einen Fuchs habe ich hier in dieser ganzen langen Zeit noch nicht zu Gesicht bekommen ...: Da muss man also in die riesengroße Bundeshauptstadt pilgern - um so eine Begegnung zu erleben ... 
    Und das scheint in Berlin überhaupt kein Einzelfall zu sein: Da ich auch wegen der eisigen Kälte meine Kamera im Hotel gelassen hatte - habe ich ein wenig unter den Stichworten "Fuchs" und "Berlin" gegoogelt - und fand reichlich Wort- und Bild-Beiträge, die mir meine Begegnung bestätigten - und mich auch ein wenig entlasteten: muss ich mich doch nicht in die halluzinatorische Abteilung der hier ansässigen Psychiatrie begeben ...
     
    Und ich dachte schon, ein lebendes Maskottchen der "Füchse Berlin", diesen legendären Handballprofis aus der Hauptstadt - früher "Reinickendorfer Füchse" - sei vielleicht irgendwo ausgebüchst - und wolle nun die ganze Stadt erkunden ... 
    Und - vom hier in der Nähe angesiedelten Handballverein TBV Lemgo habe ich von einer ähnlichen PR-Kampagne noch nie etwas gehört ...

    Merke: Nicht der Bär ist das Wappentier der Berliner - sondern schlicht Reineke Fuchs

    Übrigens: ich habe ja des öfteren Begegnungen mit "Wildtieren" ...

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    DGPPN-Wanderausstellung geht an den Start

    erfasst, verfolgt, vernichtet. 

    Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

    Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck präsentiert die DGPPN in Kooperation mit den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Terrors eine Wanderausstellung, die NS-Opfer ins Zentrum rückt, die lange am Rande des öffentlichen Interesses und Gedenkens standen.

    Bis zu 400.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 zwangssterilisiert, mehr als 200.000 wurden ermordet. Bei der Selektion der Patienten wurde der vermeintliche „Wert“ des Menschen zum leitenden Gesichtspunkt. Ärzte, Pflegende und Funktionäre urteilten nach Maßgabe von „Heilbarkeit“, „Bildungsfähigkeit“ oder „Arbeitsfähigkeit“ über die ihnen Anvertrauten. Dabei fand die Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung auffälliger, störender und kranker Menschen innerhalb des damaligen Anstalts- und Krankenhauswesens statt.


    Begleitheft in verständlicher Sprache
    herunterladen: clicken Sie auf das Bild ...
    Die Wanderausstellung richtet sich gezielt an ein breites Publikum: Sie nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens als Leitlinie und beschäftigt sich mit den gedanklichen und institutionellen Voraussetzungen der Morde, sie fasst das Geschehen von Ausgrenzung und Zwangssterilisationen bis hin zur Massenvernichtung zusammen, beschäftigt sich mit exemplarischen Opfern, Tätern, Tatbeteiligten und Opponenten und fragt schließlich nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute. Exemplarische Biografien ziehen sich durch die gesamte Ausstellung: In den Akten der Opfer werden die vielen verschiedenen Akteure fassbar, die an den Verbrechen beteiligt waren. Ihren Blicken auf Patienten werden deren eigene Äußerungen gegenübergestellt.
    Den Schlusspunkt der Ausstellung bilden zahlreiche Stimmen, die das damalige Geschehen von heute aus reflektieren und sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage stellen, welche Bedeutung es für sie persönlich hat: Ärzte, Politiker, Vertreter von Selbsthilfeverbänden, Angehörige von Opfern, Pflegepersonal, Vertreter der Gesundheitsverwaltung und andere.


    Katalog im Buchhandel erhältlich



    Die 5 Kapitel der Ausstellung (clicken Sie hier)


    Erna Kronshage - NS-"Euthanasie"-Opfer
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    Ich habe in Berlin an der Eröffnung dieser Ausstellung auf Einladung teilgenommen - und war beeindruckt ... Diese Ausstellung soll nun 10 Jahre durch Deutschland und Europa touren, um die Greueltaten der NS-Psychiatrie darzustellen ...

    In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf das Gedenkblog für meine Tante Erna Kronshagehinweisen: und zeige hier nochmals die beiden Prolog-Bildfolgen dieses Blogs:

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    aufgeschnappt - aufgelesen - aufgepeppt - aufgespürt

    Morbide Modellhäuser

    Tatort: Puppenstube


    Handgeschreinerte Bettchen, selbstgemalte Mini-Kalender. Und überall Blut. In den dreißiger Jahren schuf eine Millionärin detailgetreue Nachbildungen realer Gewaltverbrechen - in Puppenhäusern. Damals revolutionierten die Miniaturen die Forensik. Bis heute bereiten sie uns eine Gänsehaut. 

    Von Danny Kringiel | eines|tages.spiegel.de

    Auf den ersten Blick ist das Grauen leicht zu übersehen. Zu leicht bleiben die Augen des ungeschulten Betrachters an all den liebevollen Details der winzigen Puppenhäuschen hängen: den handgemalten Blumen im Muster der Tapeten. Den selbstgenähten Rüschengardinen, den gestrickten Socken, mit wenige Millimeter langen Wäscheklammern zum Trocknen aufgehängt. Man staunt über die nicht mal zentimetergroßen Bierflaschen mit mikroskopisch kleinen Etiketten und über den handgemalten Wandkalender des Jahres 1944, dessen Tage sich nur mit der Lupe erkennen lassen. 





    Dann erst fällt einem das Blut auf. 

    Die Spritzer an der Tapete des Schlafzimmers. Die besudelte Matratze, auf der reglos eine Frau im Nachthemd liegt. Der blutgetränkte Pyjama ihres Gatten neben ihr. Und die kleinen Flecken, wie von winzigen Füßen hinterlassen, die sich von seiner Leiche aus quer durch die Wohnung ziehen - durch das Schlafzimmer, das Wohnzimmer, an umgestürzten Möbeln vorbei über Teppich und Fliesen bis hin zum Kinderzimmer. Hier enden sie in einer Lache am Fuß der Wiege, in der neben einem rotverschmierten Kuscheltier eine kleine Babypuppe liegt. 

    Die 19 alten Puppenstuben, die im Gerichtsmedizinischen Institut von Baltimore in schützenden Glaskästen ausgestellt sind, wirken zutiefst verstörend. Doch hinter ihnen steckt lediglich eine freundliche alte Dame, die die Welt ein kleines bisschen sicherer machen wollte - Frances Glessner Lee. Mit Hilfe ihrer Puppenstuben revolutionierte sie in den dreißiger und vierziger Jahren die Gerichtsmedizin. 

    Mutter der Rechtsmedizin 


    Frances Glessner Lee: Die Mutter der KTU - Foto: defrostingcoldcases.com
    Die steckte damals noch in den Kinderschuhen. Eine formalisierte Ausbildung gab es noch nicht. Doch Glessner Lee, reiche Erbin einer Chicagoer Industriellenfamilie, hatte sich in den Kopf gesetzt, Rechtsmedizinerin zu werden. Und so las sie einfach, was immer sie zur Auswertung von Blutspuren, zum Nachweis von Giften, zur Untersuchung von Schussverletzungen und Ähnlichem in die Finger bekam. Bald hortete sie eine Hunderte Bände starke Fachbibliothek. 

    Glessner Lee, damals bereits eine Frau in den Fünfzigern, hatte nach ihrer Scheidung beschlossen, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen, und gab alles, um ihr Ziel zu erreichen: So bemühte sie sich neben ihren autodidaktischen Studien, als freiwillige Polizeihelferin praktische Ermittlungserfahrungen zu sammeln. Offenbar mit Erfolg, wurde sie doch laut "New York Times" vom 7. Oktober 2004 zum ersten weiblichen Mitglied der International Association of Chiefs of Police gewählt, einer weltweiten Organisation zur Optimierung von Polizeiarbeit. Während ihrer freiwilligen Tätigkeit konnte Glessner Lee allerdings nicht nur fachmännische Ermittlungen beobachten - sondern auch, wie oft Verbrechen ungeklärt blieben, weil Polizisten Beweisstücke falsch untersuchten oder Morde für Unfälle hielten. 


    Glessner Lee erkannte, dass die Polizei unbedingt verlässlichere Forensiker brauchte, die eine wissenschaftlichen Standards genügende Ausbildung durchlaufen hatten. Und so nutzte sie ihr erhebliches Vermögen, um diesen Missstand zu beseitigen: 1931 stiftete sie der Harvard Medical School 250.000 Dollar, um die erste rechtsmedizinische Fakultät der USA zu gründen. Zudem spendete sie der Hochschule Tausende Bücher zur Einrichtung einer Fachbereichsbibliothek und unterstützte die neu eingerichteten Seminare über Mordermittlungen, indem sie üppige Festbankette für die Teilnehmer ausrichtete. 

    Schon als Kind hatte Glessner Lee davon geträumt, Ärztin zu werden, doch ihre Eltern hatten befunden, für ein Mädchen aus gutem Hause schicke es sich nicht, zu studieren. Nun aber, Jahrzehnte später, hatte sie endlich eine Beschäftigung an der Universität gefunden - als Beraterin des rechtsmedizinischen Fachbereichs.

    Stricken für Leichen 

    Auch für ihren unbändigen kreativen Drang, mit dem sie früher nur auf das Unverständnis ihres Ex-Mannes gestoßen war und sich so von ihm entfremdet hatte, fand sie nun ein Ventil. Sie war überzeugt: Könnte man jungen Rechtsmedizinern und Polizisten beibringen, jedes noch so winzige Detail eines Tatorts genau zu erfassen und präzise wissenschaftlich zu analysieren, würde die Wahrheit wie in einer verdichteten Miniatur des Geschehens - nach englischer Redensart "in a nutshell" ("in einer Nussschale") - sichtbar werden. So machte die handwerklich begabte Millionenerbin sich daran, in unermüdlicher Kleinarbeit 19 Schaukästen zu bauen, die exakt die Tatorte realer Todesfälle widergaben. Mit ihrer Hilfe sollten junge Ermittler ihren analytischen Blick schulen. 

    Glessner Lee nahm es mit der detailgetreuen Darstellung in ihren "Nutshell Studies of Unexplained Death", wie sie die morbiden Puppenhäuser taufte, überaus ernst. Im Maßstab von 1 Zoll : 1 Fuß baute sie mit Hilfe von Zahnarztinstrumenten jedes Detail realer Tatorte als Miniatur nach: abblätternde Tapeten, Kratzer auf dem Fußboden, die genaue Form von Blutspritzern, winzige Patronenhülsen. Lampen versah sie mit funktionierenden Glühbirnen, auf Miniaturausgaben von "Newsweek" und "Boston Herald" trug sie von Hand millimetergroße Schlagzeilen ein. Wollpullover der Toten strickte sie mit umfunktionierten Stecknadeln selbst und trug altmodische Kleidungsstücke, extra um realistisch abgenutzten Stoff für die Leichen in ihren Dioramen zu bekommen. 

    Sie ahnte wohl selbst, dass ihre Detailversessenheit fast neurotische Züge trug: "Ich bin ununterbrochen versucht, noch mehr Indizien hinzuzufügen", schrieb sie einmal einem Mitarbeiter der Harvard Medical School, "Halten sie mich auf, wenn ich zu weit gehe". Doch niemand bremste die eifrige Bastlerin - zum Glück. 

    Kriminalistische Kleinode 

    1945 stiftete die bereits 67-jährige Dame ihre Schaukästen des Grauens der Universität Harvard, wo sie in Seminaren eingesetzt wurden - nach strengen Vorgaben. 90 Minuten hatte jeder Teilnehmer pro Modell Zeit, den Miniaturtatort auszuwerten. Erlaubt waren dabei nur einfache Hilfsmittel wie Lupen oder Taschenlampen. Der Betrachter, hielt Glessner Lee in ihren Notizen fest, solle die Miniaturen "am besten untersuchen, indem er sich vorstellt, er wäre nur 15 Zentimeter groß". Selbst eine Blickrichtung empfahl sie: spiralförmig im Uhrzeigersinn von außen nach innen. 

    Jahrzehntelang ließen Harvard-Studenten ihre Blicke über blutverschmierte Miniatur-Wäschekörbe wandern, analysierten die Todesursache im Dachgebälk erhängter Plastikfiguren oder betrachteten die Schnittwunde an der Kehle einer Prostituierten-Puppe - mit großem Erfolg. Von "unschätzbarem Wert" seien die Dioramen für den Unterricht gewesen, lobte Marylands Oberster Gerichtsmediziner John Smialek 1992 in der "American Medical News": "Heute können wir Videos aufnehmen. Damals gab es keine andere Weise, einen Tatort so nachzubilden, dass er auf standardisierte Weise ausgewertet werden kann." 

    Posthum zum Fernsehstar 

    Doch die Zeiten änderten sich. 1962 starb Frances Glessner Lee im Alter von 83 Jahren, und der Forensik-Studiengang, den sie bis zuletzt finanziert hatte, musste eingestampft werden. Ihre Familie übergab die einzigartigen Dioramen dem Gerichtsmedizinischen Institut von Baltimore, wo sie noch heute ausgestellt sind. 

    Mit dem Aufkommen neuer Technologien wandelte sich auch die Arbeit in der Forensik. Statt der genauen Beobachtung mit bloßem Auge gewannen Videos, Computermodelle und Genanalysen immer größere Bedeutung - auch abseits der Tatorte: Fernsehserien wie "CSI: Den Tätern auf der Spur" feierten Forensiker als hochtechnisierte Superermittler. Mit ihren modernen Hilfsmitteln rekonstruierten sie aus jedem Stofffetzen den kompletten Tathergang. Egal, wie absonderlich der Fall sein mochte. 

    Auch dann noch, wenn die TV-Ermittler es, wie in "CSI"-Staffel sieben, mit einer Frau zu tun bekamen, die jede noch so winzige Einzelheit ihrer Taten im Voraus mit neurotischer Detailversessenheit plante - in selbstgebauten Puppenhäusern.

    eines|tages - spiegel.de | alle bilder: stills aus dem trailer-video ...



    Susan Marks: "Of Dolls & Murder". DVD, Seminal Films, 2012.

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    SCENO-TEST-KASTEN mit Materialien und Figuren - Kosten neu ca. 1.348 €

    Mich erinnert die Vorgehensweise von Frances Glessner Lee an den SCENO-TEST von Dr. Gerdhild von Staabs (1900 - 1970), der in der psychologisch-supervisorisch-psychotherapeutischen Praxis hier und da zur Anwendung kommt - und mich immer fasziniert und meinen Spieltrieb angeregt hat: Für modellhafte "Familienaufstellungen" mit charakteristischen Symbolfiguren, Teamaufstellungen - und zur Abklärung vieler "innerer Tatorte", die in jedem von uns schlummern, und die vielleicht endlich "aufgedeckt" werden wollen, weil sie "Unheil" anrichten ...

    Wie überhaupt im Leben ist der Fachmann bzw. derjenige, der den SCENO-TEST einsetzt, völlig auf die eigene spontane und oft nur geahnte oder gefühlte Deutungskunst angewiesen, wenn man - wie beispielsweise jeder achte in der Psycho-Branche - den Sceno-Test verwendet: Eine aus dem Jahr 1938 stammende Sammlung von Puppen oder Tierfiguren soll Kinder aber eben auch Erwachsene dazu bringen, im Spiel ihre Probleme und Ängste zu offenbaren, wobei etwa eine große Kuh als "Mutterimago" angeblich eine "fordernde und erdrückende Macht" symbolisiert (siehe bzw. höre = Pink Floyd: Atom|Heart|Mother - die LP mit dem Kuh-Cover) ...

    Auch nach über 50 Jahren ist die akademische "Tauglichkeit" dieses Puppenspiels gänzlich unbewiesen (ähnlich wie bei der berühmten Familienaufstellung und z.B. auch der Homöopathie...) - aber wer heilt hat Recht - und hinterher fühlt man sich meistens besser .... Und die "wissenschaftlich" operierenden Berufe  (wie z.B. die Juristen ... - und die Schulmediziner) wundern sich, dass man solch Puppengespiele beispielsweise einsetzt, wenn in Sorgerechtsverfahren geklärt werden soll, bei welchem Elternteil die Kinder besser aufgehoben sind. Fachleute wie Professor Reinhold Jäger von der Universität Koblenz-Landau warnen davor, den Sceno-Test bei derart schwierigen Entscheidungen zu benutzen... - ja aber was denn sonst ... ??? Was gibt denn in solchen Fragestellungen die "wissenschaftlich" fundierte Sicherheit ... ???


    Der SCENO-TEST 
    von G. von Staabs (1938)

    ist ein projektives Verfahren, das mit Spielmaterial (beweglichen Puppen, Bäumen, Tieren, Symbolfiguren und Alltagsgegenständen) unbewusste Probleme bei Kindern und Erwachsenen erfasst. Das Kind bzw. der Proband wird aufgefordert, irgendeine Alltags- oder "Schlüssel"-Szene zu stellen. Zunächst wird der Umgang mit dem Spielmaterial erfaßt, anschließend wird der Proband aufgefordert, darüber zu erzählen. Dessen Erzählung wird durch Nachfragen vertieft. Die Szene wird tiefenpsychologisch interpretiert und gewährt Einblicke in die Struktur und Dynamik der Persönlichkeit: Ängste, Wünsche, Beziehungserleben und Bewältigungsstrategien werden anhand der szenischen Gestaltung erkennbar. Interpretiert werden z.B. die Raumaufteilung in Höhe, Breite und Symmetrie oder die Verwendung der Puppen in Anzahl und Bewegungsausdruck. Der Scenotest wird auch in der Psychotherapie eingesetzt: Hier hilft es dem Klienten, sich anhand der figürlichen Darstellung aktueller Konflikte von seinen Problemen zu distanzieren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Der Test kann auch mit Schwerhörigen, Taubstummen und Sehgestörten durchgeführt werden. Nicht angewendet werden sollte er bei stark gehemmten Personen.

    Einsatzbereich:
    Kinder und Jugendliche - Erwachsene. Die Anwendungsmöglichkeiten des Scenotests liegen vor allem im Bereich der klinischen Psychologie, Erziehungsberatung, Schulpsychologie, Berufsberatung, Supervision und forensischen Psychologie.

    Das Verfahren:
    Der Scenotest wurde speziell zur Erfassung unbewusster Probleme bei Kindern und Jugendlichen entwickelt; er ist jedoch auch bei Erwachsenen und in Familiensitzungen anwendbar. Er gibt Hinweise auf bewusst verschwiegene oder der Reflexion nicht zugängliche Zusammenhänge und lässt allgemein Schlüsse auf die Einstellung gegenüber Menschen und Dingen zu. Biegbare Puppenfiguren und ein nach tiefenpsychologischen und dynamischen Gesichtspunkten ausgewähltes Zubehör - bestimmte oft symbolträchtige Tiere, Bäume, Symbolfiguren und Dinge, die im täglichen Leben bedeutungsvoll sind - dienen als standardisiertes Material. Sein hoher Aufforderungscharakter evoziert beim Klienten leicht eine Szenengestaltung, in der das Alltags- und Beziehungserleben, Ängste, Wünsche und Bewältigungsstrategien erkennbar werden können. In diagnostischer Hinsicht gibt der Scenotest daher schon bei Erstuntersuchungen Einblicke, die durch bewusste Befragung nicht zu gewinnen wären. Er kann speziell neurotische Störungen aufdecken und differenzialdiagnostische Überlegungen unterstützen. In der Therapie verhilft die Scenotest-Methode dem Patienten dazu, sich von seinen inneren Schwierigkeiten zu distanzieren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Im »gezielten Scenotest« werden dem Aufbau der einzelnen Szenen affektbetonte Themen zugrundegelegt. In der »Scenotest-Gruppentherapie« werden mehrere Klienten gleichzeitig zum Aufbau von Szenen angeregt; diese Szenen werden dann gemeinsam bearbeitet. Seit 1997 ist das Scenotest-Handbuch von Claudia Ermert lieferbar, welches erstmals die Geschichte des Scenotests, die Durchführungs- und Auswertungsmodi nach von Staabs und weitergehende Untersuchungen zum Scenotest zusammenstellt. Ergänzt wird dies durch eine Bewertung seiner unterschiedlichen Funktionen in Diagnostik, Therapie und Forschung. Verschiedene Auswertungsmodi (Analyse des Spielverlaufs, inhaltliche und formale Auswertung) und Untersuchungen zu den verschiedenen Aspekten werden vorgestellt. Detailliert wird dabei auf die Bedeutung einzelner Spielmaterialien eingegangen, und es werden Modifikationen der Diagnostik und Therapie vorgestellt. Das Buch liefert weiterhin eine Zusammenstellung wichtiger Ergebnisse zu Alters- und Geschlechtsunterschieden sowie zu unterschiedlichen Diagnosen. Vor dem Hintergrund der dargestellten Ergebnisse wird eine Einschätzung der Güte des Verfahrens sowie seiner Funktionen vorgenommen. Gleichzeitig mit dem neuen Scenotest-Handbuch ist auch das Zusatzmaterial zum Scenotest (sieben zusätzliche Teile in separater Schachtel) erschienen. Das Zusatzmaterial besteht aus Einhorn, Elefant, farblosem Karfunkelstein, Fernseher, Löwe, Prinz und Schrubber. Die Auswahl dieser Zusatzteile erfolgte aufgrund der publizierten Literatur zum Scenotest-Material. Es wurde sorgfältig darauf geachtet, dass der Scenotest seine breite Akzeptanz in allen Bereichen behält, in denen bisher schon mit diesem Verfahren gearbeitet wurde.

    Textband von G. v. Staabs in der 9., unveränderten Auflage seit 2004 lieferbar. Handbuch von C. Ermert seit 1997 lieferbar.

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    DROHNEN FÜR DEUTSCHLAND - GANZ TOLL ....
    Ja - da frage ich mich - welche inneren Nöte den Bundespräsidenten und die
    Bundeskriegsministerin und den Minister für das Auswärtige geritten haben, 
    (von Verteidigung kann ja spätestens seit heute keine Rede mehr sein...) -
    eine derartige deutsche Kampfeslust auf der Münchner Sicherheitskonferenz 
    zur Schau zu stellen - ganz unter dem von Angie vorgegebenen - und von "Fränk-Wolter" (Originalton Kerry) mitgebetem gemeinsamen Motto: Die Bundesrepublik solle sich "als guter Partner früher, entschiedener und substantieller einbringen" - so sagte es der ehemalige Pfarrer aus dem ehemaligen Friedensstaat "DDR" - der heutige Verlegenheits-Präsident Gauck: Und weiter: "Die Beschwörung des Altbekannten wird nicht ausreichen." - Ja, Herr Bundespräsident: "Auf zu neuen Ufern" ... - schmeißt die Waffen weg - rüstet ab ...
    Und der gute Fränk-Wolter sagte dazu am Samstag gar:  "Deutschland ist eigentlich zu groß, um Weltpolitik nur von der Außenlinie zu kommentieren"... (Groß-Deutschland - ich hör Dir trappsen ...).
    Aber - der Herr Bundespräsident und die Frau Kriegsministerin und der Bundesminister für das Auswärtige meinen das genau anders herum: - Denn da sind sie wieder - die ewig Gestrigen - die immer noch - bzw. endlich wieder "Wer" in der Welt - also "global" - sein wollen ... (SPIEGEL.de titelt heute: "Von der Leyen bei Sicherheitskonferenz: Willkommen in der Macho-Welt" - und das hat doch wenigstens so einen Hauch von "Deutschland - Deutschland - über alles ...") - wo es doch - auch 75 Jahre nach Kriegsbeginn - und fast 70 Jahre nach seinem wahrlich unrühmlichen Ende - tatsächlich besser wäre - "weit weit hinten ins Glied zurückzutreten" - einfach wirklich mal nur "mitzuschwimmen" und "von der Außenlinie zu kommentieren" - oder auch ganz den Mund zu halten - und einfach - auch und gerade im Angesicht der Ausspähungen von Obama und seinen Abhör- und Spitzel-NSA-Gesellen - "neutral" zu werden - aus der NATO alsbald auszutreten - angesichts solcher Art "freundschaftlicher" Dienste - die diplomatischen Beziehungen mit den USA einzufrieren und ruhen zu lassen bis auf weiteres - die Freihandelsabkommens-Verhandlungen abzubrechen - die Rüstungsausgaben gleichzeitig drastisch zu stoppen bzw. einzuschränken - und Krauss-Maffei einfach mal "abzuwickeln" ...: Ja - lass sie sich doch "global" an die Köppe kriegen: Es geschieht doch sowieso nur alles irgendwie aus ökonomischen und imperialistischen Überlegungen heraus: Meine Kinder schlagen deine Kinder - damit es unseren Enkeln und Urenkeln endlich besser geht ...
    Und Frieden und Vermittlung und Mediation wären auch "Substanzen" und Optionen für Deutschland, Herr Gauck - wenn Sie verstehen was ich meine - und mit mir meint das so die große Mehrheit "ihres"/unseres "Volkes": 
    "61 Prozent der Deutschen sprechen sich gegen mehr Militäreinsätze in Afrika aus, ergibt der Deutschlandtrend des ARD-"Morgenmagazins". Und: WIR SIND DAS VOLK - immer noch - erinnern Sie sich ...??? . - Und nicht so ein paar unverbesserlicher Komissköppe ... - die nun überall wieder hochkommen ... - Ja - wieso muss Deutschland eigentlich "liefern", Mr Kerry ... ???
    Ja - aber ...: Wie sang Franz-Josef Degenhardt schon 1968 - damals - Herr Gauck - im von seiten der DDR so bezeichneten imperialistischen und kriegshetzerischen Westdeutschland ...???:



    Ja -
    ... wie oft hat man sie schon totgesagt, doch
    hier im Innern des Landes leben sie noch
    nach den alten Sitten und alten Gebräuchen,
    kaum dezimiert durch Kriege und Seuchen,
    stämmig und stark ein beharrliches Leben,
    den alten Führern in Treue ergeben,
    dem herzhaften Trunke, der üppigen Speise,
    in Häusern, gebaut nach Altväterweise,
     im Glauben gefestigt, daß alles fließt,
    daß unten stets unten, oben stets oben ist,


    Wie oft hat man sie schon totgesagt, doch
    hier im Innern des Landes leben sie noch,
    die gewaltigen Mütter mit Kübelhintern,
    Bewahrer der Sitten, Leittier den Kindern,
    die Männer, die diese Mütter verehren
    und auf ihr Geheiß die Familie vermehren,
    die Söhne, die nach diesen Vätern geraten -
    prachtvolle Burschen und gute Soldaten -,
    die Töchter, die mit dem Herzen verstehn
    und im weißesten Weiße hochzeiten gehn.

    Wie oft hat man sie schon totgesagt, doch
    hier im Innern des Landes leben sie noch
    und lieben die Blumen und Hunde und Elche,
    vor allen Dingen die letzteren, welche
    aus Bronze sie in die Wohnzimmer stellen,
    wo sie dann leise röhren und bellen,
    wenn jene traulichen Weisen erklingen,
    die ihre Herrchen so gerne singen,
    kraftvoll und innig nach gutalter Art,
    von den zitternden Knochen, vom Jesulein zart.

    Wie oft hat man sie schon totgesagt, doch
    hier im Innern des Landes leben sie noch
    und folgen den Oberhirten und -lehrern,
    den Homöopathen und weisen Sehern.
    Sie lieben das erdverbundene Echte,
    hassen zutiefst das Entartete, Schlechte,
    sind kurz vor der Sturmflut noch guten Mutes
    und tanzen im Takt ihres schweren Blutes,
    einen Schritt vor, zurück eins, zwei, drei,
    und schwitzen und strahlen und singen dabei:

    Wie oft hat man uns schon totgesagt, doch
    hier im Innern des Landes da leben wir noch.
    Ja, da leben sie noch.

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    Frau Einmisch - Ursula von der Leyen - wiederholt ihre Aussage bei der Münchner Sicherheitskonferenz zu einem stärkeren Engagement der Bundeswehr:

    "Gleichgültigkeit ist für ein Land wie Deutschland keine Option, weder aus sicherheitspolitischer noch aus humanitärer Sicht."

    Dabei würde den Deutschen ein wenig mehr an Gleichgültigkeit und Gelassenheit zu gönnen sein: Mit unserer Hyperaktivität, unserer Anbiederei und unserem Einmisch, unserer "Verlässlichkeit", unserem "Fleiß" und unserem Streben nach Anerkennung gehen wir unseren Nachbarn gehörig auf den Wecker ...: und unter den "Talaren", der Muff von 1000 Jahren ...


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    Drei Gehirne für die Ewigkeit - und eigentlich ist damit endlich der Sitz der "Seele" gelöst ...
    Unser Magen-Darm-Trakt ist mit einem eigenen Nervensystem ausgestattet, in dem sich Milliarden verbundener Neuronen um Zehntausende Bakterien kümmern, die wiederum Einfluss auf unsere Stimmung, unsere Persönlichkeit und unseren Gesundheitszustand nehmen. Was wissen wir genau über dieses Organ? 
    Vor einigen Jahren entdeckten die Forscher, dass Magen und Darm des Menschen rund 200 Millionen Nervenzellen enthalten. Nur allmählich gelingt es, den ständigen Dialog zwischen den beiden Steuerzentralen Bauch und Kopf zu entziffern.
    Die dabei gewonnenen Erkenntnisse eröffnen ungeahnte therapeutische Möglichkeiten. Denn vermutlich werden bei bestimmten neurologischen Erkrankungen, wie beispielsweise der Parkinson-Krankheit, zunächst die Neuronen im Magen-Darm-Trakt angegriffen. Noch erstaunlicher: Im Bauchhirn lebt eine Hunderte Milliarden von Bakterien zählende Kolonie, deren Aktivität sich auf Persönlichkeit und Entscheidungen des Menschen auswirkt und die dafür verantwortlich ist, ob jemand beispielsweise zurückhaltend oder verwegen reagiert.
    Nach der Entdeckung dieses zweiten Nervensystems setzt sich unter den Forschern allmählich die Überzeugung durch, dass das Gehirn im Kopf nicht der einzige Kapitän an Bord ist.
    Ein höchst interessanter ARTE-Beitrag über den Bauch ... - Okay - mein Bauch ist zu dick, weil ich es mit dem Sporttreiben in meinem bisherigen Leben nicht so gehalten habe, wie es vielleicht hätte sein sollen ...: mea culpa - mea culpa - mea maxima culpa ... (...ich muss mich fast überall und immer wieder in allen möglichen Situationen dafür entschuldigen ...)
    Aber vielleicht habe ich ja auch instinktiv meinen Bauch als besonderen Teil nicht nur meines Körpers sondern auch meiner Gesamtpersönlichkeit erkannt und gepflegt ...

    Der Mensch wird geleitet und bestimmt durch eigentlich 3 Gehirne:
    • 1. Das Kopfhirn als - von oben gesehen - erstes Gehirn;
    • 2.Der Bauch als mein zweites Gehirn - was aber entwicklungsgeschichtlich wesentlich älter ist als die Herausbildung eines menschlichen Kopfhirns;
    • 3. Und die Hunderten von Milliarden kleinster Bakterien, die als "Mikrobiom" so etwas wie ein "drittes" Gehirnbilden ...  so äußert sich Prof. Dr. med. Stephen M. Collins | McMaster University | Hamilton/Ontario | Canada | am Ende des Videos oben ...

    Das Zusammenwirken dieser 3 Gehirne ist es eigentlich, die mein Leben und mein Sosein ausmachen und mitprägen und über Gesundheit und Krankheit - über Aktion und Re-aktion entscheiden - wobei die einzelnen Bestandteile des "3. Gehirns" Millionen Jahre vor uns als Person und Individuum bereits da waren - und sich mit unserer Spezies bzw. deren Vorfahren weiterentwickelten - hin zu einer speziellen individuellen Mikrobiom-Zusammensetzung - in seiner Einzigartigkeit zu einer persönlichen Signatur ähnlich einem Fingerabdruck: mein Körper also als Mikrokosmos und Ökosystem für Milliarden von Bakterien, dessen Einzelkomponenten-Zusammensetzung einmalig ist, und deren Bakterienansiedlungen sich zu Beginn meiner Existenz durch die Nahrungsversorgung mittels Nabelschnur und mit der Muttermilch entwickeln und ureigene Arten von Ansiedlungskolonien - im wahrsten Sinne: in meinen Gedärmen - bilden - und die den absterbenden Körper eines Tages verlassen werden, um in einen neuen "Wirtsmenschen" gerufen zu werden - und den zu finden, um sich dort anzusiedeln und auszubilden ... - ebenso individuell ausgesucht und zusammengesetzt - quasi in einer neuen Ansiedlung und Nachbarschaft milliardenfach im nächsten Darmbereich ...

    Das Mikrobiom als "drittes Gehirn" ...

    Das Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden Mikroorganismen. Damit werden primär die Darmbakterien (Darmflora) in Verbindung gebracht, aber auch alle Mikroorganismen, die auf der Haut (Hautflora) leben.

    Der Begriff wurde von Joshua Lederberg (* 23. Mai 1925 in Montclair, New Jersey; † 2. Februar 2008 in New York), ein US-amerikanischer Molekularbiologe und Genetiker - in Anlehnung an das Genom geprägt, da er nach Beendigung des Humangenomprojekts behauptete, dass auch die Mikroflora des Menschen berücksichtigt werden müsse, da dieses Teil des menschlichen Stoffwechselsystems sei und daher maßgeblichen Einfluss auf den Menschen habe.


    nach ARTE - Begleitmaterial zum Video

    Der Beginn einer Philosophie und eines Glaubens angesichts dieser dreifachen Hirnkombination ...

    Das Zusammenspiel dreier Einzelkomponenten von Hirnen bezeugt einfach auf simple Weise den Begriff der "Dreifaltigkeit"oder "Dreieinigkeit" - angesiedelt in mir, mich begleitend und leitend:

    • Der Vater = Bauchhirn; 
    • der Sohn = Kopfhirn; 
    • der Geist = als Mikrobiom ...  - dazu Stichworte - und Textparallelen aus der Bibel - in der Annahme, dass in der biblischen Antike ein medizinisches Erfahrungswissen vom "Mikrobiom" - eben als Sitz des auch von außen eingegebenen und gesteuerten "Geistigen" - vielleicht sogar des "Himmelreiches in dir" - und ein unbändiger Glaube sowie die antike Bildersprache bzw. das vorherrschende antike Weltbild miteinander in den Evangelien des Neuen Testamentes kommuniziert werden:  "der Wind weht wo er will" - "wie Feuerzungen vom Himmel" - "Nun fragte Jesus ihn: »Wie heißt du?« Er antwortete: »Legion. Wir sind nämlich viele!« Und er flehte Jesus an: »Vertreib uns nicht aus dieser Gegend!« In der Nähe weidete eine große Schweineherde am Berghang. Die bösen Geister baten: »Schick uns doch in die Schweine!« Jesus erlaubte es ihnen. Da kamen sie heraus aus dem Mann und fuhren in die Schweine, und die Herde raste das steile Ufer hinab in den See und ertrank. Es waren etwa zweitausend Tiere." 
    Also - ich kann nicht anders - als erst einmal interssiert zu staunen - um dann aber auch rasch weitere Parallelen zu suchen - in meinem Persönlichkeits- und Weltbild, das sich natürlich mit den Grundfragen meiner Existenz beschäftigt: WOHER komme ich? WOHIN gehe ich? WER bin ich? WOZU bin ich da?

    Blaise Pascal (* 19. Juni 1623 in Clermont-Ferrand; † 19. August 1662 in Paris),  französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph, beschreibt »la grandeur et misere de l'homme = Größe und Elend des Menschen« so: »Denn was schließlich ist der Mensch in der Natur? Ein Nichts gegenüber dem Unendlichen, ein All gegenüber dem Nichts, eine Mitte zwischen Nichts und All. Unendlich entfernt vom Begreifen der äußersten Grenzen, sind ihm das Ziel aller Dinge und ihr Ursprung unüberwindbar verborgen, in einem undurchdringlichen Geheimnis: gleich unfähig, das Nichts zu fassen, aus dem er gehoben, wie das Unendliche, in das hinein er verschlungen ist. - Was kann er also tun, außer einen Schimmer von der Mitte der Dinge wahrnehmen,in ewiger Verzweiflung darüber, dass er weder ihren Ursprung noch ihr Ziel erkennt? Alle Dinge entstammen dem Nichts und reichen ins Unendliche. Wer kann diesen erstaunlichen Schritten folgen? Der Urheber dieser Wunder begreift sie. Kein anderer vermag es.« (Blaise Pascal, Pensées) 

    Pascal könnte den Prediger Salomonis im Ohr gehabt haben, wenn dieser formuliert: „Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.“ (Pred. 3, 10f.) Die Ewigkeit im Herzen, und doch unfähig, diese Ewigkeit zu erkennen, denn „nur was Gott tut, das besteht für ewig“ (Pred. 3, 14), so ist der Mensch...

    Was also ist der Mensch?

    In dieser Frage nach dem Menschen sind die Grundfragen des Nachdenkens über den Menschen, also der Philosophie, zusammengefasst. Immanuel Kant hat diese Grundfragen so formuliert: 
    • Was kann ich wissen? Es ist die Frage nach des Menschen Herkunft. - 
    • Was darf ich hoffen? Es ist die Frage nach des Menschen Zukunft. - 
    • Was soll ich tun? Es ist die Frage nach des Menschen Gegenwart. - 
    • Was ist der Mensch? Das ist die Summe dieser Fragen nach dem Woher, dem Wohin und dem Wozu. - 
    • Woher komme ich? 
    • Wohin gehe ich? 
    • Wer bin ich? 
    • Wozu bin ich da?
    S!NEDi: Photo der Seele
    Tja - und wenn ich dann noch diese immerwährende  und "ewig" andauernde Urfrage nach der "Ewigkeit" mit ins Spiel bringe ... - dann liegt da ja etwas nach den im Video deutlich gemachten neuesten Erkenntnissen der Gastroenterologen, der Proktologen und der Darmflora-Molekularbiologen geradezu "auf der Hand", was einem dann ja fast wie die berühmten "Schuppen von den Augen fällt": Da siedelt sich etwas schon seit Jahrmillionen vorher Lebendes in mir milliardenfach an - beeinflusst mich, gibt mir Impulse, prägt mich, verleiht mir mit mein "ICH" und mein unverwechselbares einzigartiges "SEIN" und meinen Habitus - und zersetzt sich nach meinem körperlichen Ableben - um weiter zu gehen - um in einem anderen Körper in anderer einzigartiger Zusammensetzung weiterzuleben ... - bis in alle Ewigkeiten - immer so weiter ...: Ich gebe zu - ich muss mich in diese Gedanken erst noch weiter hineinfinden - aber in irgendeiner Weise - vielleicht sagt mir das "mein Bauchgefühl" - hat diese Erkenntnis auch etwas Tröstliches und Ewiges ...

    Und diese berühmte Grundannahme der Humanistischen Psychologie nach dem Erkenntnissatz des Aristoteles: "Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Teile"bekommt eine ganz "natürliche" und einfache - bzw. Hundertemilliardenfache - fast unphilosophische Gerwissheit ... - auch Sätze und Begriffe wie "mein inneres Parlament", "Ich bin viele" - oder "die multiple Persönlichkeit" - und der Buchtitel: "Wer bin ich - und wenn ja wie viele ?" bekommen angesichts eines Mikrobioms und dessen handlungsleitender Bedeutung einen "ganz neuen Sinn" ...

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    Ja - und irgendwie lese ich die Tageslosung von heute - mit "Bauchhirn" - in einem ganz neuen Sinn:


    Losung und Lehrtext für Sonntag, den 2. Februar 2014 
    Ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.Jesaja 46,4
    Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. 
    2.Korinther 4,16 
    Wo die Bibel Recht hat - hat sie Recht ...




    Mit Materialien aus: http://www.g21.de/wasistdermensch.html






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    Info-Grafik: ZEIT, 07.März 2013, zur Vergrößerung auf die Grafik clicken ...
    Gestatten: Unser Name ist "Mikrobiom" - wir möchten uns hier einmal - so gut das bis jetzt geht - kurz bei Ihnen vorstellen ...

    ... clicke dazu auch hier ...

    Aus der Bibel: "... Nun fragte Jesus ihn: »Wie heißt du?« Er antwortete: »Legion. Wir sind nämlich viele!« Und er flehte Jesus an: »Vertreib uns nicht aus dieser Gegend!« In der Nähe weidete eine große Schweineherde am Berghang. Die bösen Geister baten: »Schick uns doch in die Schweine!« Jesus erlaubte es ihnen. Da kamen sie heraus aus dem Mann und fuhren in die Schweine, und die Herde raste das steile Ufer hinab in den See und ertrank. Es waren etwa zweitausend Tiere." 

    Das Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden Mikroorganismen. Damit werden primär die Darmbakterien (Darmflora) in Verbindung gebracht, aber auch alle Mikroorganismen, die auf der Haut (Hautflora) leben.

    Der Begriff wurde von Joshua Lederberg in Anlehnung an das Genom geprägt, da er nach Beendigung des Humangenomprojekts behauptete, dass auch die Mikroflora des Menschen berücksichtigt werden müsse, da dieses Teil des menschlichen Stoffwechselsystems sei und daher maßgeblichen Einfluss auf den Menschen habe.

    Mikrobiom des Menschen

    Über das Mikrobiom des Menschen ist bisher noch sehr wenig bekannt.

    Erst im Dezember 2007 wurde in den USA durch die NIH ein wissenschaftliches Projekt namens Human Microbiome Project zur Sequenzierung aller Genome der Mikroorganismen, die den Menschen besiedeln, ins Leben gerufen. Der Untersuchung liegen Stichproben aus Mund, Rachen und Nase, aus der Haut, dem Verdauungstrakt und dem Urogenitaltrakt von Frauen zugrunde. Es wurde eine kostenlose Datenbank eingerichtet, um die Zusammenarbeit zwischen den Gruppen zu erleichtern.

    Mittlerweile werden auch separate Mikrobiome betrachtet, die jeweils nur einen speziellen Teil des menschlichen Körpers umfassen (Mundraum, Hautoberfläche). Beispielsweise wurde Anfang 2008 das Mund-Mikrobiom vom National Institute of Dental and Craniofacial Research (NIDCR) in Zusammenarbeit mit Forschern aus anderen Ländern in Angriff genommen. Es umfasst bereits 600 Mikroorganismen. Die Forscher ordneten diese Mikroorganismen allmählich in einem Stammbaum an, was durch die Sequenzierung der 16S rRNA ermöglicht wurde. Damit erhoffen sie sich ein besseres Verständnis ihrer Bedeutung bei der Entstehung der Karies oder verschiedenen Störungen der Verdauung. (WIKIPEDIA)

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    Mit keinem Kommentator und Kolumnisten in der deutschen Presselandschaft stimme ich meistens so total überein wie mit Jakob Augstein - oft gelesen und wahrgenommen in der S.P.O.N.-Kolumne: Im Zweifel links - auf SPIEGEL.de ... - Ich habe deshalb schon öfter in diesem Blog ganze solcher Kolumnen wiedergegeben oder eben die für mich entscheidenden Passagen ... In einem Link wird dabei immer auf den Original-Beitrag verwiesen ... Ich habe mich deshalb durchgerungen, eine neue Rubrik hier ins Leben zu rufen: unter der Überschrift"... und Jakob Augstein meint dazu ..." - in der ich komplett oder in Auszügen und vielleicht auch mit eigenen Kommentaren und "Anreicherungen" bzw. Bemerkungen versehen - für mich interessante Verlautbarungen von ihm wiedergeben möchte ...
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    aufgeschnappt - aufgelesen - aufgepeppt - weitergesagt

    Es ist nichts anderes als Krieg gemeint ... - Deutschland will wieder "mitreden" ...

    ...Vor kurzem hat Außenminister Steinmeier gesagt, Deutschland sei eigentlich zu groß, um Weltpolitik nur von der Außenlinie zu kommentieren". Und [die ehemalige] Verteidigungsministerin [- und jetzige Kriegsministerin] von der Leyen fand: "Wir können nicht zur Seite schauen, wenn Mord und Vergewaltigung an der Tagesordnung sind." Jetzt hat Bundespräsident Gauck auf der Münchner Sicherheitskonferenz noch einen drauf gesetzt und verkündet, Deutschland solle sich "früher, entschiedener und substantieller einbringen". Diese Politiker gebrauchen das Wort "Krieg" nicht. Aber nichts anderes ist gemeint, wenn Steinmeier von "tätiger Außenpolitik" spricht und Gauck die Deutschen auffordert, "sich der Welt zuzuwenden".


    Immerhin können sich Gauck, Steinmeier und von der Leyen des Beifalls der außenpolitischen Medienelite sicher sein. Über das "deutsche Ohnemicheltum" klagte der Außenpolitik-Chef der "Welt". Den Vorwurf der "defensiven Bequemlichkeit" erhob der Kollege von "Süddeutschen Zeitung".

    Mehr Stahl, mehr Fleisch!

    Denn in vielen Redaktionen sitzen Journalisten, die ihren Job wie Nato-Pressesprecher versehen. Diese Leute treffen sich auf der Sicherheitskonferenz in München, bei der Atlantik-Brücke, beim American Council on Germany, oder bei der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. In diesen Kreisen ist man sich einig, dass die Zeit der "Zurückhaltung" ein Ende habe müsse. Der deutsche Beitrag zu militärischen Interventionen seit dem Fall der Mauer reicht diesen Leuten noch lange nicht. Mehr Stahl, mehr Fleisch! Warum? Damit sie sich endlich auf internationalem Parkett ebenbürtig fühlen.

    Besser ausgelacht - als mitgemacht ...

    Auf einmal wird klar, was dieses Land an seinem Außenminister Guido Westerwelle hatte, der für eine "Kultur der militärischen Zurückhaltung" stand und der dafür nun von den Zeitungen gescholten wird.

    Die Propheten des außenpolitischen Wandels geben vor, es gehe ihnen um Verantwortung und Sicherheit. Aber Verantwortung definiert sich nicht militärisch, und Sicherheit hat heute eine andere Bedeutung als früher.

    Nichts bedroht unsere Sicherheit gegenwärtig mehr als der Verlust an Autonomie über unsere Daten: Geld, Identität, Macht, alles steht dabei auf dem Spiel. Aber so viel Verantwortung wollen Gauck, Steinmeier und von der Leyen lieber doch nicht übernehmen.

    Und auch eine andere Gelegenheit, sich verantwortlich zu erweisen, ließ die Bundesregierung gerade vorüberziehen: Einen Tag nach Gaucks Rede meldete der SPIEGEL, dass der Export von mehr als hundert Patrouillen- und Grenzüberwachungs-booten nach Saudi-Arabien mit einer Bürgschaft von rund 1,4 Milliarden €uro unterstützt werden soll. Ausdrücklich wird auf die "hohe beschäftigungspolitische Bedeutung" des Deals hingewiesen.

    Das Schlimmste ist die Heuchelei.

    aus: S.P.O.N.-Kolumne "Im Zweifel links" von Jakob Augstein

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    NSA | INSIDE | Video ab 00:15:30 - 00:43:30 ...


    NSA - S!NEDi photo|collage


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    Ja - da lief heute abend im ZDF der Film "Mein Mann, ein Mörder", Drama 2013
    Erstsendung ARTE, Freitag, 06. September 2013


    Darsteller:
    Veronica Ferres
    Minette Frei
    Ulrich Noethen
    Paul Frei
    Esther Zimmering
    Nora Novak
    Mehdi Nebbou
    Arie van Doorn
    Ulrike Kriener
    Vera Dönhoff
    Nikolas Beyer
    Malte


    ... und kurz vor schluss - dieser song - von johnny cash ...




    please click on the speaker-icon - unbedingt ....

    Johnny Cash
    Redemption 

    Songtext  - Übersetzung

    Erlösung

    Von den Händen kam es herab
    Von der Seite kam es herb
    Von den Füßen kam es herab
    Und rann auf den Grund
    Zwischen Himmel und Hölle
    Fiel ein Tränentropfen herab
    In den tiefroten Tau
    Der Baum des Lebens wuchs

    Und das Blut gab Leben
    Den Zweigen des Baums
    Und das Blut war der Preis
    Das die Gefangenen befreite
    Und mit den Scharen, die kamen
    Durch das Feuer und die Flut
    Klammerte ich mich an den Baum
    Und wurde erlöst durch das Blut

    Von dem Baum strömte ein Licht
    Und der Kampf begann
    Um den Baum wuchs ein Wein
    Und die Frucht war auch für mich
    Mein alter Freund Luzifer kam
    Kämpfte, mich in Ketten zu legen
    Aber ich blickte dadurch - durch die Tricks
    Des bösen Wesens. * (von 666)

    Und das Blut gab Leben
    Den Zweigen des Baums
    Und das Blut war der Preis
    Das die Gefangenen befreite
    Und mit den Scharen die kamen
    Durch das Feuer und die Flut
    Klammerte ich mich an den Baum
    Und wurde erlöst durch das Blut

    Von seinen Händen kam es herab
    Von seiner Seite kam es herb
    Von den Füßen kam es herab
    Und rann auf den Grund
    Und eine innere Stimme sprach:
    Du hast die Wahl
    Der wein pfropfte mich auf
    Und ich haftete an dem Baum

    Und das Blut gab Leben
    Den Zweigen des Baums
    Und das Blut war der Preis
    Das die Gefangenen befreite
    Und mit den Scharen die kamen
    Durch das Feuer und die Flut
    Ich Klammerte mich an den Baum
    Und wurde erlöst durch das Blut.






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    Ja - da lief gestern abend - am 03.02.2014 - im ZDF der Film "Mein Mann, ein Mörder", Drama 2013
    Erstsendung ARTE, Freitag, 06. September 2013


    Darsteller:
    Veronica Ferres
    Minette Frei
    Ulrich Noethen
    Paul Frei
    Esther Zimmering
    Nora Novak
    Mehdi Nebbou
    Arie van Doorn
    Ulrike Kriener
    Vera Dönhoff
    Nikolas Beyer
    Malte


    ... und am anfang - dieser song - 
    von gianmaria testa ...

    seminatori di grano

    please click on the speaker-icon - unbedingt ....


    seminatori di grano
    Deutsche Übersetzung:

    Sie kamen an, als es Tag wurde
    Männer und Frauen im Hochland
    mit langsamem Schritt, schweigend, achtsam,
    Die Weizensäer

    und haben gesucht, was es nicht gab
    zwischen Müllhalde und Eisenbahn
    und haben gesucht, was es nicht gab
    hinter den Brillengläsern der Polizei

    und haben mit Händen und Augen
    in den Wind gesprochen, bevor sie gegangen sind
    zur Straße und von der Nacht umgeben
    sind sie im Hochland angekommen
    Männer und Frauen mit versunkenem Blick
    Die Weizensäer

    und haben überlassen, was es gar nicht gab
    der Müllhalde und der Eisenbahn
    und haben überlassen, was es gar nicht gab
    den wässrigen Augen der Polizei
    und haben die Hände ausgestreckt
    gegen den Wind, der sie wegtrug

    ............................................................

    “Hört! Siehe, der Sämann ging aus, seinen Samen zu säen. Indem er säte, fiel einiges an den Weg hin und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels kamen und fraßen es auf. Anderes fiel auf felsigen Grund, wo es nicht viel Erde hatte. Es ging zwar bald auf, weil es kein tiefes Erdreich hatte; als aber die Sonne höher stieg, ward es gesengt, und weil es keine Wurzel und keine Feuchtigkeit hatte, verdorrte es. Wieder anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen gingen mit auf, schossen in die Höhe und erstickten es, und es brachte keine Frucht. Anderes aber fiel in das gute Erdreich, ging auf und wuchs und brachte Frucht, eines dreißig-, eines sechzig-, eines hundertfach.”


    Nachdem er dieses gesagt hatte, rief er: “Wer Ohren hat zu hören, der höre!”


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    aufgeschnappt - aufgelesen - aufgepeppt - aufgerufen

    S!NEDi: Verschlüsselung


    Anzeige gegen Regierung und Geheimdienste erstattet

    Bürgerrechtler wollen Druck im NSA-Skandal erhöhen


    Bielefeld (dpa). Mehrere Bürgerrechtsgruppen haben nach eigener Aussage Strafanzeige beim Generalbundesanwalt gegen die Regierung und Geheimdienste erstattet. Damit wollen sie im NSA-Skandal den öffentlichen Druck erhöhen. Edward Snowden solle als Zeuge nach Deutschland geholt werden, fordern die Internationale Liga für Menschenrechte, der Chaos-Computer-Club und der Bielefelder Verein Digitalcourage. Ihre Anzeige richtet sich gegen die Bundesregierung, Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und die deutschen Geheimdienste. Sie werfen ihnen vor, mit der NSA zusammengearbeitet und Daten an sie weitergegeben zu haben. Es müsse unter anderem wegen der Verletzung des Postgeheimnisses ermittelt werden. "Wenn Angela Merkels Handy überwacht wird, ist klar, dass es nicht um Terrorismusverdacht geht", so Rena Tangens von Digitalcourage. Die Bundesregierung bemühe sich nicht ernsthaft, den NSA-Skandal aufzuklären: "Das kann nicht sein, da wird Recht und Gesetz gebrochen."


    ... bei allem was recht ist ...






    © 2014 Neue Westfälische | 04. Februar 2014

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     Aus 750 Einzelbildern hat Emma Allen den Kurzfilm "Ruby" komponiert. Für das Zeitraffervideo verbrachte die britische Künstlerin fünf Tage von früh bis spät am Schminktisch.  Inspiriert wurde sie dazu von der schweren Krankheit ihrer Tante Ruby ...



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    ge|patch|tes 

    S!NEDi 2014: ge|patch|tes -




    die augenlider brennen
    geschmackssensationen durchzucken
    die papillen - heißblau

    mit der zunge schnalzen
    manchmal manchmal
    ergibt sich was: ein
    ineinderstroemen
    in neuen konsistenzen

    horizonte haben
    zumeist wellenformate
    und auf einigen saiten
    ließe es sich
    dampfend klampfen: 

    mehr ein rassiges fetziges
    stück - mit unterbrechungen
    und eintönigem 
    aber abruptem pfiff 
    zwischen
    durch
    ansatzlos geblasen

    sinedi

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    Psalm 139

    Für die musikalische Aufführung. Von David. Ein Psalm.


    Lebendiger, du hast mich erforscht und kennst mich. Du weißt, ob ich sitze oder stehe, du verstehst meine Gedanken von fern. Mein Gehen und mein Liegen – du misst es ab. Mit all meinen Wegen bist du vertraut. Kein Wort ist auf meiner Zunge – Lebendiger, du kennst sie alle. Von hinten und vorn hast du mich umschlossen und deine Hand auf mich gelegt. Wunderbar ist die Erkenntnis für mich, unbegreiflich, ich kann sie nicht fassen. Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, wohin fliehen vor deinem Angesicht? Stiege ich hinauf zum Himmel – du bist dort, schlüge ich im Totenreich mein Bett auf – sieh: Du bist da! Nähme ich die Flügel des Morgenrotes und ließe mich nieder am äußersten Rand des Meeres, auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich festhalten.Jemand flieht. Weg, nur weg von hier. Am besten ans Ende der Welt. Immer weiter gehen, bis es nicht mehr geht. Ankommen am äußersten Rand des Meeres. Dann geht es nur noch hinein ins Wasser – oder am Rand entlang. Für die, die leben möchten, ist der Rand der bevorzugte Ort. Eines ist gewiss: diese Grenze entspricht der von Leben und Tod. Es geht um Leben und Tod. Es geht um alles. „Nähme ich die Flügel des Morgenrotes“, spanne die Flügel aus und fliege los, dorthin, wo die Sonne aufgeht, dorthin, von woher jeden Morgen neu die Nacht überwunden wird und ein neuer Tag, ein neues Leben anbricht – Überm Wasser ist der Horizont weit, das Ende der Welt ist weit, dieser Erde, die zum größten Teil mit Wasser bedeckt ist. Spanne die Flügel aus, fliege ins Licht, zum Horizont – hier, an der Grenze zwischen Erde und Wasser, Festem und Beweglichem, Tragendem und Auflösendem, zwischen Leben und Tod kann die Seele weit werden, die Flügel ausspannen und fliegen, mit allem, mit Himmel, Erde, Luft und Meer verschmelzen. Jemand geht los – und kommt an. Gelöst. Sagte ich: Nur Finsternis möge mich verbergen, und Nacht sei das Licht um mich her – auch Finsternis würde vor dir nicht finster sein, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht. Ja, du, du hast meine Nieren gebildet, hast mich gewebt im Leib meiner Mutter. Ich danke dir, dass ich auf erstaunliche Weise wunderbar geschaffen bin. Wunder sind deine Taten, meine Lebenskraft weiß darum. Meine Knochen waren nicht vor dir verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde in den Tiefen der Erde. Noch unfertig erblickten mich deine Augen. In dein Buch waren sie alle geschrieben, die Tage, die schon vorgebildet waren, als noch nicht einer von ihnen war. Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott, wie unermesslich ihre Summe! Wollte ich sie zählen, sie wären mehr als der Sand. Ich erwache und bin immer noch bei dir. Wer flieht, hat einen Grund. Etwas Unerträgliches. Sonst könnte er / sie bleiben. Leid, Schmerz. Und das hat meistens mit Trennung zu tun, Abschied, der Erfahrung von Tod. Welchem Tod auch immer. Im Schmerz wohnt unsere Liebe. Liebe zu geliebten Menschen, Liebe zu sich selbst, Liebe zum Leben, Liebe zu Verhältnissen, Landschaften, Umständen – fliehen heißt: Abschied nehmen von allem. Nur das nackte Leben mitnehmen. Erst ist es finster, traurig. Fühlt sich an wie lebendiges Begrabensein. Ein Schmerz, der wie die Naturgewalten von Ebbe und Flut kommt und geht. Und den wir um Gotteswillen nicht festhalten sollten. Um Gotteswillen. Denn, stetes Hinsehen zeigt: Jeder Moment ist neu. Jeden Moment ist der Himmel neu. Anders. Finsternis ist wie das Licht – es kommt der Tag, der Moment, in dem Schmerz und Freude, Leid und Glück neben einander stehen. Gleichwertig. Da leuchtet auch die Nacht wie der Tag, ist Finsternis wie das Licht. Denn offenbar wird: Ich lebe, du lebst, wir alle leben und gehören zusammen. Wir alle und alles sind Leben. Albert Schweitzer sagt: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Aus dieser Tiefe werden Erkenntnisse geboren „du hast mich gewebt im Leib meiner Mutter“… Plötzlich steht die Fülle des Lebens auf: Wie unermesslich sind deine Gedanken, Gott, wollte ich sie zählen, sie wären mehr als der Sand. Wenn du, Gott, die Gewalttätigen töten würdest, wenn die Menschen des Blutes von mir wichen, sie, die mit Hinterlist von dir reden, die sich vergeblich gegen dich erheben. Sollte ich nicht hassen, die dich hassen, Lebendiger, Ekel empfinden vor denen, die gegen dich aufstehen? Mit äußerstem Hass hasse ich sie, zu Feinden sind sie mir geworden. Erforsche mich, Gott, erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne mein Grübeln. Sieh, ob ich auf einem Weg bin, der kränkt, leite mich auf einem Weg, der bleibt... Eine Hasspredigt am Ende dieses wunderschönen Psalmes? Ich staune. Hass? Was soll das hier? Hass ist nicht in der Liebe. Aber Hass ist verletzte Liebe. Jemand, die oder der hasst, trägt in sich großes Leid, das sich immer wieder Raum schaffen möchte, angesehen und angenommen werden möchte. Jesus, der Rabbi, der Lehrer, der Meister spuckt in die Augen. Ob das dem Blinden wehtat? Doch der Blinde bekommt eine Ahnung, „sieht Menschen wie Bäume umher gehen“. Manches ist schwierig zu erkennen, selbst wenn es einem vor Augen geführt wird. Manchmal sieht man auch den Wald vor lauter Bäume nicht. Das ist ganz normal. Und es muss nicht so bleiben, denn, was uns gegeben ist, ist der Schatz, die Fähigkeit zum Hinsehen. Hinsehen, hinfühlen, mitfühlen, erkennen, die Not sehen und sie liebevoll annehmen. Wir scheitern daran immer wieder, doch das ist kein Grund, sich nicht aufzurappeln und es wieder zu versuchen. Immer wieder. Genau das hat Jesus, der Meister, der Lehrer, der Rabbi, der Auferstandene, der „Christus“ – der Gesalbte gezeigt. Ich sehe, so blind wie ich auch immer sein mag, ich sehe hin. Und bitte Gott um Mitsehen, einsehen: "Sieh, ob ich auf einem Weg bin, der kränkt, leite mich auf einem Weg, der bleibt.“ Auf einem Weg des Lebens, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.

    aus einer Predigt von Pastorin Friederike Heinecke im Norddorfer Gemeindehaus (Amrum) vom Sonntag, den 18.08.2013





    ....................................

    In den letzten Tagen erfuhr ich vom frühen und plötzlichen und doch so leidvollen Tod der Ehefrauen zweier alter Freunde bzw. Kollegen: Beide verloren ihre Frauen an Krebs - und diese Frauen waren beide erst knapp 60 Jahre alt ... - und da ist es so schwer zu trösten - und die richtigen Worte zu finden ... Ja - da möchte man zunächst erst einmal mit ihnen einfach "wütend" sein und mit solch einem Gott hadern und brechen, der so etwas "zulässt" - und doch greift dann in gleicher Weise die Erkenntnis Platz, dass Gott mit diesen beiden Männern jetzt im Moment mitweint - und ebenfalls wütend ist - und außer sich ist, vor Trauer und Betrübnis: Er hatte alles gegeben, aber in diesem Leid war dieser Tod auch so etwas wie Erlösung - und gleichzeitig ein Neuanfang: Denn in einer Er-Lösung steckt immer gleichzeitig ein Neu-Anfang ... - in einem Ende der Beginn ...
    Das ewige Entrinnen aus dem Leid und aus dem Tod, das ist unsere Gewissheit und Zusage ... Und da bleibt mir nichts anderes, als in Demut mit der Predigt zu sagen: ... 

    ...was uns gegeben ist, ist der Schatz, die Fähigkeit zum Hinsehen. Hinsehen, hinfühlen, mitfühlen, erkennen, die Not sehen und sie liebevoll annehmen. Wir scheitern daran immer wieder, doch das ist kein Grund, sich nicht aufzurappeln und es wieder zu versuchen. Immer wieder. Genau das hat Jesus, der Meister, der Lehrer, der Rabbi, der Auferstandene, der „Christus“ – der Gesalbte gezeigt. Ich sehe, so blind wie ich auch immer sein mag, ich sehe hin. Und bitte Gott um Mitsehen, einsehen: "Sieh, ob ich auf einem Weg bin, der kränkt, leite mich auf einem Weg, der bleibt.“ Auf einem Weg des Lebens, das leben will, inmitten von Leben, das leben will...


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    aufgeschnappt - aufgelesen - aufgepeppt - aufgetischt
    Beeindruckender Fund: Die Kinder der Familie Lim bestaunen die Riesenqualle, die sie zufällig an einem Strand in Tasmanien gefunden haben. Forscher sind fasziniert von der Art, die der Wissenschaft bisher unbekannt war. | AFP/ Josie LIM | SPIEGEL-ONLINE|FOTOSTRECKE

    Australien: Familie entdeckt unbekannte Riesenqualle

    Das faszinierende glibberige Etwas

    Von Christoph Seidler | SPIEGEL-ONLINE


    Mehr als einen Meter misst die Riesenqualle, die eine Familie zufällig an einem Strand in Tasmanien gefunden hat. Forscher sind fasziniert von der Art, die der Wissenschaft bisher unbekannt war. Eine Begegnung mit den Tieren kann sehr schmerzhaft verlaufen.

    Man kann viele Metaphern bemühen, um das glibberige Fundstück zu beschreiben. Doch keine trifft es so recht. Als das Ehepaar Lim und seine Kinder im Januar einen Strandspaziergang auf der australischen Insel Tasmanien machten, fanden sie etwas, das aussah wie die Überreste eines richtig missratenen Samstagabends. Oder wie ein Alien, der aus großer Höhe aus seinem Raumschiff geworfen wurde und ziemlich hart auf der Erde aufschlug.

    Das Ding, das die Lims beim Muschelsammeln am Strand von Howden fanden, war rosa-gelblich gefärbt, schleimig und beeindruckend groß: mehr als ein Meter war der Durchmesser dessen, was sich nach der ersten Verwunderung als riesige Qualle herausstellte. Selbst Experten zeigen sich verblüfft: "Es ist faszinierend, etwas so Großes zu sehen", sagt Meeresforscherin Lisa-Ann Gershwin von der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE.

    Gershwin befasst sich seit mehr als 20 Jahren mit Quallen, Ende der Neunziger hat sie mit Kollegen die Art Chrysaora achlyos erstmals beschrieben. Diese Schirmqualle gilt als größte neu entdeckte Art des 20. Jahrhunderts unter den Wirbellosen.

    Nun hat Gershwin den Fund der Lims ausgewertet. Nach Ansicht der Forscherin handelt es sich bei der Riesenqualle um die Vertreterin einer noch nicht wissenschaftlich beschriebenen Art der Löwenmähnenquallen. Die Gattung Cyanea umfasst mehrere große Spezies, darunter die Gelbe Haarqualle, die auch in Teilen von Nord- und Ostsee vorkommt, sowie die Arktische Riesenqualle.

    Weltweit berichten Forscher von einem Boom der Quallen. Die Tiere - es gibt etwa 1500 Arten - profitieren von Überfischung und Klimawandel. Sie vermiesen Touristen den Badeurlaub, bringen Fischer um ihr Geschäft und legen manchmal sogar Atomkraftwerke lahm. Doch die meisten Quallenarten sind klein, wie Gershwin erklärt: 90 Prozent kämen noch nicht einmal auf zweieinhalb Zentimeter.


    Ohrenquallen im Aquarium: Ein Molekül setzt temperaturabhängig die Verwandlung vom Polypen in eine Qualle in Gang. | DPA | SPIEGEL-ONLINE|FOTOSTRECKE



    "Ich habe schon mit vielen Quallen zu tun gehabt. Aber etwas so Großes zu sehen, das ist einfach… wow!", sagt die Forscherin. Kleinere Exemplare der Art seien bereits in der Vergangenheit im Wasser vor Tasmanien aufgetaucht. Es gebe in der Gegend derzeit eine wahre Quallenschwemme.

    Um Weihnachten herum sei es ihr auch gelungen, Proben von der unbekannten Art zu nehmen - unter großem persönlichem Einsatz. Gershwin sagt, die Qualle habe sie gestochen: "Es ist nicht lebensgefährlich, aber es tut weh. Ungefähr so, als würde jemand mit einem Eispickel auf einen einprügeln."

    "Eine außergewöhnlich große Qualle"

    Das derart mühevoll gewonnene Quallenmaterial nutze sie derzeit für die wissenschaftliche Beschreibung. Anschließend wolle sie es der Sammlung des Tasmanian Museum and Art Gallery in Hobart zur Verfügung stellen.

    "Dies ist tatsächlich eine außergewöhnlich große Qualle", sagt Christian Wild vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie in Bremen zu dem Fund der Lims. Das Tier gehöre zu den für ihre großen Ausmaße bekannten Schirmquallen. "Die vorläufige Bestimmung als Löwenmähnenqualle durch die australischen Kollegen sehe ich skeptisch", sagt Wild aber auch. Denn diese Art sei bisher nicht im Südpazifik gefunden worden. Doch allein die Tatsache, dass man Schwierigkeiten bei der Bestimmung eines so großen Tiers habe, zeige, "wie wenig wir bis heute über unsere Meeresorganismen wissen".

    Die Qualle, die Familie Lim am Strand von Tasmanien fotografiert hat, konnte sich der weiteren wissenschaftlichen Auswertung übrigens erfolgreich entziehen. Eine Welle habe das Nesseltier wieder zurück in den Ozean gespült, sagt Forscherin Gershwin. Sie hätte die Qualle allerdings wohl ohnehin nicht aufgesammelt, auch wenn sie die Chance dazu gehabt hätte: "Wo soll man denn so ein Riesending hinpacken?"

    Textquelle: Christoph Seidler | SPIEGEL-ONLINE


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    S!NEDi | scheiß was auf rahmenbedingungen

    scheiß was auf die rahmenbedingungen 

    die dinge drohen
    endgültig aus dem
    rahmen zu fallen
    ich meine
    wer gibt ihnen
    darinnen den halt
    und das update
    wurde just erst erfolgreich
    beendet
    da quillt der saft

    - aus den poren - 

    da werden normen
    gesprengt
    im rahmen der
    möglichkeiten
    ist manche entscheidung
    gar nicht mehr zu
    fällen
    genug ist genug
    wollt ihr denn etwa alles

    - aber wirklich alles - 

    auf den kopf stellen:
    denn wess der mund
    voll ist, dess läuft
    das herz über

    sinedi 


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    kaputtgelacht ...

    S!NEDi|bild|montage: Kloppo mit Clownsnase

    In der Fußballsprache spricht man gerne von neuen Reizen, die im Training gesetzt werden müssen. So klingt auch das, was Jürgen Klopp, Trainer von Borussia Dortmund, unter der Woche getan haben will: "Ich habe mir eine Clownsnase gekauft und bin die ganze Woche damit durch die Gegend gelaufen." Ein Scherz leider nur, und so ist nicht zu ermitteln, ob dies ein geeignetes Mittel gewesen wäre, die Verkrampfung bei seinen Spielern zu lösen, die der BVB-Coach nach dem mühsamen 2:2 gegen den FC Augsburg diagnostiziert hatte.
    aus: "Mehr auf den Platz bringen" - Klopp nimmt BVB-Spieler in die Pflicht | WAZ.de - Lesen Sie mehr 

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    Was Kloppo so locker flockig da auf einer Pressekonferenz ins Mikrofon blubbert zur Belustigung der anwesenden Sportjournaille - hat einen durchaus ernsten therapeutischen Hintergrund ... - Also - soooooo abwegig war diese Floskel gar nicht, denn nicht nur bei Kindern und Alten - sondern eigentlich bei allen Menschen ist der Humor ein oft lebenswichtiges Kriterium, um Heilung und Genesung zu beschleunigen - oder auch als Prophylaxe zur Stärkung des Immunsystems, um Krankheitsentwicklungen entgegenzuwirken ... Also - "immer nur lächeln - und immer vergnügt" ... - ist der erste Weg zur Besserung - für Jung & Alt - und auch für das Mittelalter ...


    Heilung mit Humor

    Dr. Eckart von Hirschhausen trainiert Klinikteam in Bethel / 24 Workshops

    VON ARIANE MÖNIKES | NW

    Bielefeld. Lachen ist die beste Medizin, sagt Dr. Eckart von Hirschhausen, Kabarettist mit echtem Doktortitel. Fast wäre er als Arzt in Bielefeld gelandet, stattdessen aber schrieb er Bestseller und moderiert TV-Shows. Jetzt war er in Bielefeld, um das Pilotprojekt seiner Stiftung "Humor hilf heilen" mit der Kinderklinik und dem Kinderhospiz Bethel vorzustellen - und die Mitarbeiter zu trainieren.

    Theaterwerkstatt Bethel, 9 Uhr: 20 Bethel-Mitarbeiter stehen im Kreis. Warm-up, die Hände werden warm gerieben. Gleich soll hier gelacht werden, bis der Arzt kommt. Birgit Sandbote ist bei diesem Humor-Workshop mit dabei, seit 18 Jahren arbeitet sie in der Kinderonkologie. Nicht immer einfach, sagt sie. Aber es geht auch mit Humor, meint Eckart von Hirschhausen. Drei Stunden reichen, um sie davon zu überzeugen. 


    Pausenclown: Moderator und Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen (2. v. r.) posiert in der Theaterwerkstatt der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mit Klinikclowns sowie Klinik- und Hospizmitarbeitern - allerdings ohne rote Nase. Foto: DPA|NW


    Vor sechs Jahren hat Eckart von Hirschhausen seine Stiftung gegründet, die bundesweit Clownvisiten unterstützt wie im Kinderzentrum des Evangelischen Krankenhauses sowie im Kinderhospiz Bethel. Jetzt gibt es zusätzlich Trainings für das Klinik- und Hospizteam.

    In 24 Workshops sensibilisieren Schauspieler, Theaterpädagogen und Humortrainer der Gruppe "Dr. Clown" aus Bielefeld die Mitarbeiter für die unterschiedlichsten Arbeitssituationen im Krankenhaus. "500 Mitarbeiter werden geschult", sagt Dr. Rainer Norden, Vorsitzender Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld (EvKB). Ein Großteil hat den Workshop schon hinter sich - und ist begeistert, sagt er. 

    Birgit Schnier arbeitet in der Zentralen Notaufnahme. Sie schaut sich ihr Gegenüber ganz genau an, Scanner-Blick. Gleich werden sich bei ihrer Kollegin drei Dinge verändern. Die Uhr wird abgelegt, die Ärmel hochgekrempelt und die Jacke zugeknöpft. Ziel der Übung: den Blick für den Patienten schärfen. "Achtsamkeit ist eine ganz große Säule in unserem Alltag", sagt Schnier. Aber die kommt oft zu kurz. Genauso der Humor. "Die Stimmung in den Kliniken beginnt zu kippen", sagt Eckart von Hirschhausen. Personalmangel, Geld- und Zeitknappheit seien die Gründe. Umso wichtiger sei es deshalb, dass die Mitarbeiter für heilsame Stimmung sorgen. "Es geht nicht darum, aus den Beschäftigten Clowns zu machen", sagt er. Sie sollen aber lernen, sich selbst besser einzuschätzen, die Krankenhausumgebung genauer wahrzunehmen und in Stresssituationen humorvoller zu reagieren.


    Spaß mit "Trainer" Eckart von Hirschhausen (3. v. l.).
    Foto: Andreas Zobe | NW
    "Auch die Kinder wollen Spaß", sagt Birgit Sandbote. Jeden Tag hat sie mit schwerstkranken Kindern zu tun. Es tue gut, mit ihnen zu lachen. Das geht natürlich nur, wenn man nicht mit hängenden Mundwinkeln ins Zimmer kommt. "Der Patient ist kein Kunde, sondern ein Leidender, der Zuwendung braucht", sagt von Hirschhausen. 

    In die Workshops sind alle Berufsgruppen aus dem Kinderzentrum, der Kinder-Epileptologie im Krankenhaus Mara und dem Kinderhospiz Bethel einbezogen - vom Mediziner bis zur Servicekraft. Allein im Kinderzentrum Bethel werden pro Jahr 47.000 junge Patienten ambulant und stationär behandelt. Ähnliche Trainings laufen für die Mitarbeiter in den Altenheimen des Evangelischen Johanneswerks. 

    "Es wurmt mich einfach, wenn das Lachen oft als etwas Oberflächliches betrachtet wird", sagt Eckart von Hirschhausen. Er hoffe auf den Erfolg des Projekts. "Es möge jetzt von Ostwestfalen eine Welle des Humors ausgehen." Der Start ist geglückt.


    © 2014 Neue Westfälische, Freitag 07. Februar 2014

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    S!NEDi|Clown


    Info

    Clowns in der Klinik
    • Die Idee, Klinikclowns in Krankenhäuser zu schicken, entstand Mitte der 1980er Jahre in New York.
    • Dort gründete Schauspieler und Clown Michael Christensen die erste "Clown Care Unit" in den USA.
    • Mitte der 90er Jahre entstanden erste Klinikclownvereine auch in Deutschland. 
    • "Dr. Clown" ist eine Gruppe von zwölf Schauspielern und Theaterpädagogen, die seit 2002 in Kliniken in der Region im Einsatz sind. 
    • Sie präsentieren kein festgelegtes Programm, das gemeinsame Spiel entsteht aus dem persönlichen Kontakt. 



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    abgehört



    Manchmal sind es nur Gesten - ganz ohne Mikro ...

    Peinliche Politikersätze

    Huch, das Mikro war ja noch an ...

    US-Diplomatin Victoria Nuland wird scharf gerüffelt für ihre wenig höfliche "Fuck the EU"-Äußerung. Doch sie ist wahrlich nicht die erste Politikerin, die in eine peinliche Mikrofonfalle tappte. Nanu? Waren wir schon auf Sendung? Das wird sich Ronald Reagan gefragt haben. Hätte er gewusst, dass sein Mikrofon schon angeschaltet war, hätte er sicherlich nicht der Sowjetunion den 
    Krieg erklärt. Vor einer Radioansprache scherzte der frühere US-Präsident 1984: "Wir beginnen in fünf Minuten mit der Bombardierung." Dass die Aufzeichnung schon lief, ahnte er nicht.




    "Fuck the EU" hätte die US-Diplomatin Victoria Nuland natürlich nie öffentlich gesagt, es entschlüpfte ihr in einem vertraulichen Gespräch mit dem US-Botschafter in der Ukraine. Die Missbilligung ist programmiert, die Beleidigung sei "absolut inakzeptabel", lässt Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin ausrichten.

    Immerhin, Nuland kann sicher sein, dass ihr oberster Vorgesetzter genau weiß, wie sie sich nun fühlt. Schließlich ist Barack Obama selbst schon ins Aufzeichnungsfettnäpfchen getappt. Etwa 2011, als der US-Präsident am Rande des G-20-Gipfels mit Frankreichs Premier Nicolas Sarkozy über Israels Ministerpräsidenten lästert. "Ich kann ihn nicht mehr sehen, das ist ein Lügner", soll Sarkozy über Benjamin Netanjahu gesagt haben. Obama antwortet: "Du bist ihn leid, aber ich habe jeden Tag mit ihm zu tun."

    Heimliche Mitschnitte haben schon manchen hohen Repräsentanten in Erklärungsnot gebracht. 


    Eine Auswahl der schönsten Mikrofonpannen:
    • USPräsident Barack Obama wähnt sich unbeobachtet, als er vor der Wahl 2012 mit Russlands Staatschef Medwedew spricht: Am Rande des Nukleargipfels in Südkorea versichert der Amerikaner, es gebe eine Lösung für das umstrittene Raketenabwehrprojekt der Nato. "Das ist meine letzte Wahl. Nach meiner Wahl habe ich mehr Flexibilität", versichert Obama. Was er nicht weiß: Die Mikrofone sind angeschaltet. Peinlich!
    • Nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren die Worte Ronald Pofallas zu Wolfgang Bosbach. Bosbach hatte gegen den erweiterten Euro-Rettungsschirm gestimmt und zog damit Pofallas Zorn auf sich: "Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen. Ich kann deine Scheiße nicht mehr hören", soll Pofalla gesagt haben. Beide Politiker gerieten bei einer Sitzung der NRW-Landesgruppe im Oktober 2011 aneinander, von der Szene wurde anschließend berichtet.
    • US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney lästerte 2012 in einem heimlich aufgezeichneten Video über Obamas Wählerschaft. Ein Großteil der Amerikaner liege bloß dem Staat auf der Tasche und zahle keine Steuern. Wie die Wahl schließlich ausging, ist bekannt.
    • Panne beim G-20-Gipfel in Cannes 2011: Dort spricht Nicolas Sarkozy Klartext über seinen israelischen Kollegen Benjamin Netanjahu - und zahlreiche Journalisten hören mit. "Ich kann Netanjahu nicht ausstehen, er ist ein Lügner," raunt Sarkozy seinem Sitznachbarn Barack Obama zu. Dessen Antwort: "Du bist ihn leid, aber ich habe jeden Tag mit ihm zu tun!"Im Wahlkampf 2010 beschimpft der britische Premier Gordon Brown eine 65-jährige Wählerin als "verbohrt". Nach dem Gespräch mit ihr sagt er: "Das war ein Desaster - Sie hätten mich niemals mit dieser Frau zusammenbringen dürfen." Leider steckt das Mikro eines TV-Senders noch an seinem Hemd. Alles landet auf Band.
    • Der französische Präsident Nicolas Sa
      rkozy schlendert 2008 über die Landwirtschaftsmesse in Paris. Als er einem älteren Mann die Hand schütteln will, sagt der: ''Oh nein, nicht anfassen.'' Sichtlich erbost schnaubt Sarko: ''Dann hau doch ab, du Blödmann."
    • George W. Bush setzt sich 2006 bei einem Mittagessen der G-8-Staatschefs in St. Petersburg in die Nesseln. "Du musst Syrien dazu bringen, dass es die Hisbollah dazu bringt, mit diesem Scheiß aufzuhören", sagt Bush zu seinem Tischnachbarn Tony Blair. Pech für ihn: Er wird dabei gefilmt.
    • Es geschieht bei einer Veranstaltung im Wahlkampf 2000: "Da ist Adam Clymer, das Riesenarschloch von der 'New York Times'", flüstert George W. Bush seinem Vize-Kandidaten Dick Cheney zu. Bush glaubt, sein Mikrofon sei ausgeschaltet, ebenso wie Cheney, der noch betont: "Oh ja, und was für eins."
    • 1984 kündigt US-Präsident Ronald Reagan die Bombardierung Russlands an - aus Jux. "Liebe Amerikaner, es ist ein Vergnügen, Ihnen heute mitzuteilen, dass ich ein Gesetz unterzeichnet habe, das Russland für vogelfrei erklärt", albert der Präsident ins Mikrofon. "Wir beginnen mit der Bombardierung in fünf Minuten." Dass seine Worte schon mitgeschnitten werden, ahnt der Präsident jedoch nicht.
    vek/cth/dpa | SPIEGEL-ONLINE + Texte der Foto-Strecke

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    aufgemotzt

    Brief an die Tocher ,,,
    Ein Vater schreibt gegen den Schönheitswahn an


    Spieglein-Spieglein - an der Wand ...

    Kelly Flanagan hält Make-up-Werbung für ein Instrument der Unterdrückung von Frauen. Mit einem Brief will er seine kleine Tochter vor den falschen Versprechen der Schönheitsindustrie zu bewahren.

    Kelly Flanagan glaubt, er habe noch etwa fünf Jahre Zeit, um den Lauf der Geschichte zu verändern. Denn dann komme seine Tochter in das Alter, in dem Mädchen normalerweise anfangen würden, sich für Make-up zu interessieren. Aber Flanagan möchte nicht, dass sein Kind später einmal unter dem Schönheitswahn der Gesellschaft und den Manipulationsversuchen der Beauty-Industrie leidet. Deswegen hat er der Vierjährigen einen Brief geschrieben.




    Ein Freund habe das Make-up-Regal im Supermarkt einmal als "einer der unterdrückerischsten Orte der Welt" bezeichnet, erinnert sich Flanagan darin. Um herauszufinden, was damit gemeint war, sei er nun selbst einmal in die Schminkeabteilung gegangen. "Ich fange an, ihm zuzustimmen." Besonders übel stößt dem Vater aus dem US-Bundesstaat Illinois die Sprache der Make-up-Werbung auf. "Worte haben Macht", schreibt er. "Und die Worte, die in diesem Regal zu lesen sind, haben besonders viel davon."

    "Sie werden es versuchen"

    Flanagan muss es wissen, er ist Psychologe und Buchautor. Und so setzt er seine Fähigkeiten dazu ein, seiner Tochter zu zeigen, was wahre Schönheit bedeutet - indem er die Begriffe und Slogans auf Mascara-Fläschchen, Puderdosen und Schminkepackungen umdeutet. Zum Beispiel so:

    • "Brilliante Stärke. Deine Stärke steckt nicht in deinen Fingernägeln, sondern in deinem Herzen. Finde in deinem Innersten heraus, wer du sein willst. Und dann lebe danach."
    • "Wähle deinen Traum. Aber nicht aus einem Supermarktregal. Du findest ihn an einem stillen Ort in deinem Innern."
    • "Makellosigkeit. Sei dir immer bewusst, dass es Makellosigkeit nicht gibt. Sie ist eine Illusion, erschaffen von denen, die dein Geld haben wollen."
    • "Anti-Age. Deine Haut wird Falten bekommen und deine Jugend wird verblassen, aber deine Seele ist alterslos. Sie vergisst nie, wie man spielt, genießt und feiert. Das einzige Altern, gegen das du ankämpfen musst, ist das deines Geistes."
    • Wenn ihr Make-up eines Tages trotzdem wichtig sei, werde er Verständnis haben, so Flanagan zu seiner Tochter. Und an alle Frauen gerichtet schreibt er: "Niemand kann eure Schönheit definieren, außer ihr selbst."

    Quelle: stern.de


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